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Re:Zug ins Ungewisse 13.11.2011 10:41:39 --- 6 Monate, 1 Woche her
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Viel Zeit war vergangen. Ein Krieg war gewonnen worden und Jerusalem war wieder in Obhut der Christen. Nun war es an der Zeit sich als neuer und junger König Akritiens seinen Nachbarn vorzu stellen. Hierzu befahl Marius die Aufstellung eines Heeres und die Sammlung von Vorräten. Wenn er den in der Fremde weilte wollte er auch seine besten Ritter bei sich wissen und vielleicht das eine oder andere Manöver mit den Nachbarn vereinbaren.
Die Waräger waren diesbezüglich schon so freundlich gewesen und nun sollte, nach erneuter Auffrischung der Vorräte, es bei seinem nächsten Besuch sein. Das Heer wurde eingeschifft und man zog über das Schwarze Meer.
Als man nach einigen Tagen sich der Küsten auf der anderen Seite des Schwarzen Meeres näherte, liess Marius die Flotte halten und entsandte einen Boten um das eintreffen der Akriten anzukündigen und einTermin mit dem Herrscher des Reiches zu vereinbaren. Der Bote kam zurück und teilte mit, dass die Flotte anlegen konnte, jedoch war der Herrscher nicht zugegen und man bat darum sich für einige Zeit einzurichten. Eine Nachricht war zum Herrscher gesandt worden, doch würde es einige Zeit dauern bis Antwort kam. So legte man an und entlud die Flotte.
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Re:Zug ins Ungewisse 15.11.2011 22:03:46 --- 6 Monate, 1 Woche her
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"Herr, ihr findet seine Hoheit im Norden des reiches. Leider war sein heer bereits aufgebrochen bevor die Nachricht Eurer Ankunft uns erreichte. Jetzt kann ich Euch nur die Vorräte ergänzen und Euch bitten ihm zu folgen. ich bin mir sicher er wäre hierübersehr erfreut." sprach der Sekretarius und verneigte sich tief vor Marius. Das war nun einne Woche her und Marius befand sich mit seiner Begleitung auf den Weg gen Norden.
Mittlerweile hatte man die Provinz Krementschug erreicht und Kundschafter waren voraus geschickt worden um nach den Petschenegen zu suchen. Doch bisher war keiner der Männer zurück gekommen und so wie es aussah zog schlechtes Wetter auf. Nebel wabberte über den Boden unnd nahm an Menge und Dichte immer mehr zu. Marius erinnerte sich an den Bericht den er vor Antritt seiner reise gelesen hatte. Ein Bericht der auch beinhaltete vor der Wetterlage im Kremtschug zu warnen, da im sumpfigen Gelände bei entsprechender Wetterlage Nebel aufzog und sich tagelang halten konnte. Daher wurde ein Lager aufgeschlagen und man wollte das schlechte Wetter aussitzen.
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Re:Zug ins Ungewisse 28.01.2012 14:48:27 --- 3 Monate, 3 Wochen her
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Marius war gereift und gealtert. Jetzt befand er sich zwar wieder zu Hause und befreite sein Reich von den letzten Resten der antiochischen Besetzung, doch wirklcih zufrieden war er nicht. Selbige hatten sich wieder auf Ihre Burg zurück gezogen, jetzt da Akritien mit Hilfe seiner Freunde jene zurückwarfen.
Doch er war sich sicher, dies war nicht der letzte Überfall dieser feigen Art. Antiochien würde nur warten bis das kleine Akritien allein wäre. Und dieser Zeitpunkt sollte wohl bald kommen. Immerhin zogen susdaler Heere wieder nach Süden. Trunken und sich in Selbstüberschätzung wiegend , würden jene versuchen wieder bis zum Balkan oder Kleinasien zu kommen. Dabei waren die letzten Siege Ihrer Heere nur der mangelnden Moral und der schlechten Versorgungslage der Heere vom Balkan geschuldet. Dies würde sich hier unten wieder ändern.
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Re:Zug ins Ungewisse 19.03.2012 21:47:07 --- 2 Monate her
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Seit dem frühen Morgen blickte Marius immer wieder bang gen Norden. Dort irgendwo in der provinz Rum wurde eine Schlacht geschlagen die Wegweisend sein konnte für diesen Krieg. Und er war nicht dort. Er verfluchte den Fürsten Antiochiens, möge dieser die Qualen der Hölle immer während erdulden. Aber um deren Einfall in den Süden Akritiens zu verhindern, stand er mit einem makedonischen Heer auf der Wacht und wartete. Seine Aufgabe war wichtig, aber das warten zermürbte ihn. Er hatte Geduld gelernt, doch es brannte ihm unter den Fingern sein Schwert wider dem Fürsten zu führen. Doch dieser spielte sein übliches Spiel. Schlug zu, verschwand, tauchte plötzlich wieder auf und verschwand dann wieder. Dies war die feige Taktik eines Revolutionärs, aber nicht eines Edelmannes. So weilte Marius auf den Zinnen der Provinzhauptstadt, als ein Reiter sich den Mauern und Toren der Stadt näherte. Dieser rief immer wieder etwas, doch es war noch nicht verständlich. Der Wind trug die Worte fort. Erst als er die Tore fast erreicht hatte drangen seine Worte an die Ohren von Marius, der über dem Tor auf dem Wehrgang stand.
"Sieg, Sieg. Rum ist gerettet. Der Feind geschlagen. Sieg, Sieg." Dies immer wieder schreiend verschwand der Reiter in der Stadt und ritt durch die Gasse. Ihm folgte ein Aufschrei des Jubels und die Menschen auf der Strasse. Denn das Ziel des Reiters war die örtliche Feste im Süden der Stadt gelegen. Er musste quer durch diese hindurch und die Menschen folgten ihm. Marius sah dem Mann hinterher und als dieser zwischen den Häusern verschwand und er nur noch den Jubel der Menschen hören konnte, sank er auf die Knie.
Gott ich danke Dir. Erneut erweist du meinem Volk und mir die Gnade deines Schutzes vor unseren Feinden. Du hast uns belohnt mit verlässlichen Freunden, die uns in unserer schwersten Stunde zur Seite standen. Ich danke dir o Herr.
Ich erflehe deine Gnade für mrin Volk für die kommende Zeit. Unser Feind ist noch nicht geschlagen und treibt sein Spiel mit uns und deinem Namen, doch du stehst auf der Seite der Gerechten, dafür Danke ich dir o Herr
Halte weiter schützend deine Hand über mein Volk und meine Freunde, dafür danke ich dir o Herr
Marius erhob sich und lauschte dem Jubel in der Stadt. Heute würde er sie feiern lassen. Kein Feind in unmittelbarer Nähe. Sollen Sie diesen Sieg auskosten. Wer weiß wann der nächste folgt oder ob nicht Übermorgen schon der Feind vor diesen Zinnen stand. Er verließ den Wehrgang und begab sich in Begleitung einer kleinen Leibgarde, die auf ihn gewartet hatte, zur Feste im Süden der Stadt.
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Letzte Änderung: 2012/03/19 21:47 von Marius vom Kreuze.
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Re:Zug ins Ungewisse 31.03.2012 15:58:09 --- 1 Monat, 3 Wochen her
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Marius trat hinaus in den Garten der Feste. Schnell durchschreitend öffnete er an dessen Ende eine kleine Pforte die hinaus führte. Er war in eine Kutte gehüllt und hatte deren Kapuze tief ins Gesicht gezogen. allein das Ornat gab zu erkennen, dass er Mitglied des Larzarusordens war, aber über seinen Stand und seine Stellung sagte sie nichts aus.
Der Mai war angebrochen und seit einigen Monaten herrschte Frieden in den Regionen Akritiens. Yenice, jene noch vor kurzem überfüllte und aus allen Nähten platzende Stadt, hatte sich geleert. Die größten Flüchtlingsströme waren zurück in den Süden und Osten gezogen um noch bei Zeiten die Felder zu bestellen. Nur noch wenige von Ihnen verweilten in der Stadt, doch einige konnten sich nicht aufraffen die Stadt zu verlassen. Zum einen weil sie hier bisher, mehr Schlecht als Recht, aber besser als gar nicht, versorgt wurden. Es gab eine tägliche Speisung und den Kindern wurde warme Kleidung und noch zusätzliche Nahrung gegebn. Dies war für eine Witwe die nur hunrige Mäuler zu versorgen hatte und deren Mann im Krieg gefallen war zu verlockend, als in die Ungewissheit der Heimat zurück zu kehren. Doch Heute hatte Marius den Befehl gegeben diese Versorgung einzu stellen, und die Armenspeisung allein der Kirche und den Ordenshäusern zu überlassen. Diese, so wußte er sicher, würden die Menschen in großer Zahl nicht so gut versorgen können und den Kindern würde keine Sonderbehandlung mehr zu Gute kommen. Dafür waren die Mittel der Kirche, wie der Orden in Yenice zu bescheiden, bzw. für andere Dinge verplant.
Mittlerweile hatte Marius den Bezirk Anis, am äußersten Rand der Stadt erreicht. Bis hierhin war er eine ganze Weile unterwegs gewesen. Mit einem Pferd wäre es deutlich schneller gegangen, doch wäre das seiner gewählten Erscheinung nicht zu pass gewesen. In Anis wand er sich zur dortigen Kirche. Ein kleiner erdiger Bau, ohne Glockenturm. Nicht mehr als ein großer Lehmbau der vier Wände hatte und ein Stroh bedecktes Dach. Es war keine Zeit für die Messe, im Gegenteil es war Zeit zum Speisen. Überall in der Stadt wurde eine Mahlzeit eingenommen und danach, zumindest für jene die es sich leisten konnten, eine Ruhepause eingelegt um der Wärme zu entkommen. Es war zwar erst Anfang Mai, doch brannte die Sonne in den Mittagsstunden bereits kräftig auf die Straßen von Yenice herab und wer nicht musste, suchte ein schattiges Plätzchen auf um aus der Sonne zu kommen. Selbst Marius spürte die Wäre unter der Kutte und schwitze schon beträchlich. Sein Haar klebte ihm an der Stirn und im Nacken sammelte sich der Schweiß bevor er von seiner weiteren Kleidung oder der Kutte aufgesogen wurde.
Er umrundete den Kirchbau und kam auf der Rückseite an eine Mauer die den rückwertigen teil des Platzes hinter der Kirche umschloß. Ein großes Tor, welches jetzt offen stand, führte auf den so umfriedeten Platz. Dort waren einige Holzbänke und Tische verteilt worden und unter den wenigen Bäumen im Hof gestellt worden. An der Kirchmauer, stand ebenfalls ein Tisch, auf diesem Stand ein großer Kessel, aus dem ein junger Mann mit einer groben Kelle, Essen in die Schalen der Herantretenden verteilte. Am Ende dieses tisches stand der Priester dieser Kirche. Ein alter Mann von guten 60 Jahren. Seine Haut durch Sonne und Anstrengung mit tiefen Falten durchzogen. Auf diesen steuerte Marius zu ohne die anderen Menschen weiter zu beachten. Der Priester sprach mit einen der Hunrigen, der gerade seine Schale gefüllt bekommen hatte, als MArius hinzutrat.
"Habt Dank, möge Gott Euch segnen...." Sprach der Bittsteller, doch der Priester winkte ab und unterbrach den Mann. "Wir tun nur Gotteswerk, dafür braucht es keinen Dank und nun geht und eßt. Der Eintopf ist einfach, aber er stärkt und füllt den Bauch mit Wärme." Dabei drehte er sich zu Marius um. "Obwohl es warm genug ist, nicht war Bruder?" Marius nickte und konnte dem Priester nur zustimmen. Zeuge hierfür war der schweiß der überall an ihm klebte. Doch im wurde bewußt das man sein nicken nur schwer sehen konnte unter der Kapuze der Kutte. "Ja, Bruder Solvant, da habt ihr Recht." Der Bruder lächelte leicht, und gab Marius zu mit einem Wink zur Kirche zu verstehen, dass man des Gespräch dort drinne fortsetzen wollte. Der Priester ging voran und Marius folgte ihm. Kaum das Sie aus der Sonne der Mittagszeit heraus ins dunkle der Kirche traten wurde es merklich kühler und Marius zog ein wohliger Schauer über die schweißnasse Haut. Der Priester führte ihn durch den Gebetsraum, in dem nicht mehr als ein paar alte Holzbänke standen, die den Eindruck erweckte gleich einzuknicken, wenn sich jemand auf sie setzen würde. Der Altar war nicht mehr als ein aus Lehm geformter Tisch, mit einem weißen Tuch überdeckt auf dem ein altes bronze Kreuz stand. Der Grünspan hatte das Kreuz fast vollkommen mit seinem grünen Mantel bedeckt. Der Priester schritt weiter und führte Marius in eine kleine Kammer. Hier wohnte der Priester, das wußte Marius aus seinen vorhergehenden Besuchen. Ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl aus Holz standen in dem Raum, allein die Truhe, in der der Priester sein weiteren "Besitztümer" aufbewahrte war aus schwerem Eisen.
Kaum das Marius die Tür geschlossen hatte "Habt ihr erledigt, worum ich euch bat?" Der Priester zögerte, Unentschlossenheit spiegelte sich auf seinem Gesicht. "Habt ihr, oderhabt ihr nicht?fragte der König Akritiens forscher. Er war es nicht gewohnt auf eine Antwprt warten zu müssen. "Ja" kam es fast trotzig vom Priester."Was habt ihr mit ihnen vor? Sie sind noch Kinder." Ein flehentlicher Blick richtete sich auf Marius."Warum denkt ihr, dass den Kindern etwas geschehen wird?""Weil wir uns im geheimen treffen. Ihr fragt nicht offiziell nach ihnen, ich weiß nicht einmal ob euer Orden euch wirklich beauftragt hat, oder ob ihr mich belügt." Marius spürte, dass der Priester ihm nicht verraten wollte wo die Kinder sind, doch er brauchte diese. "Macht ja keinen Rückzieher. Es versichere euch noch einmal, den Kindern wird nicht passieren. Also wo sind sie?" Der Priester schwieg und senkte den Kopf und blickte zum Boden. "Ich habe keine zeit und keine Lust auf eure Spielchen. Denkt daran was ich euch für eure Gemeinde versprach. Doch wenn ihr micht jetzt hintergehen wollt..." Marius zog ein kurzschwert unter seiner Kutte hervor. "Nein, nein, ich habe es nicht vergessen. Sie sind in einem alten Haus vor den Mauern der Stadt. Es sind 17 an der Zahl. Alles Waisen. Im Alter von 4, vielleicht 5 bis 12, vielleicht 13 Jahren. Sie warten dort. Sie haben Essen und Wasser bis zum Ende der Woche, bis dahin habe ich ihnen gesagt würde jemand kommen und sie abholen."sprach der Priester. Er konnte marius dabei nicht in die Auge sehen "Gut, und ihr lügt mich auch nicht. Ich meine, wenn ich das von euch benannte Haus aufsuche, finde ich die Kinder vor? Bedenkt Lügen ist eine Sünde. Ihr mögt die Beichte ablegen und Gott wird euch verzeihen, doch ich bin nicht Gott und ich verzeih nicht so leicht." Er spielte mit dem Kurzschwert ud hielt die Spitze schließlich kurz vor dem Auge des Priesters. Dieser versuchte seinen Kopf in den Nacken zu legen um so weit wie möglich von der Spitze des Schwertes wegzukommen."Nein, sie sind da. Dort auf dem tisch ist der Wegplan und nun geht." Ängstlich waren die letzte Worte des Priester gewesen. "Vergesst meine Besuche und vergesst die Kinder. Ich würde auch mit einer Beichte aussetzen, sonst komme ich wieder." Er nahm den Plan vom Tisch, drehte sich zur Tür und eilte hinaus.
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Re:Zug ins Ungewisse 02.04.2012 11:45:32 --- 1 Monat, 3 Wochen her
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Im Palast wieder angekommen, zog sich Marius, der seine Räumlichkeiten vom Garten aus ungesehen erreicht hatte, um. Diesmal nahm er, nach einer Waschung, sein Ordensornat als Großmeister des Larzarusorden und begab sich danach in Begleitung seiner Wache zum Ordenshaus.
Während die Palastwache, die für seine Sicherheit in Yenice zuständig war vor den Toren des Ordenshauses warten musste, eilte er in Begleitung zweier Ordensbrüder in sein dortiges Amtszimmer. Die Tür hinter sich fest verschlossen, began er mit den beiden Brüdern die nächsten Tage und ihr vorgehen zu besprechen.
11. Mai im Jahre 1077, vor den Mauern der Stadt Yenice, abseits der öffentlichen Wege bei Anbruch der Nacht
Einige Reiter hielten vor den alten Haus. Karg war seine Aussenmauer. Der Lehm der es zusammenielt bröckelte an einigen Stellen bereits ab. Aus dem Haus drang das lärmen von Kinderstimmen, wobei eine besonders hervor stach. Laut und gebieterisch war sie und kaum war sie erklungen verebbte der Lärm der sich den Ankommenden eben noch geboten hatte. Ihre ankunft war nicht unbemerkt geblieben, wie auch bei der Zahl von Reitern mit zwei großen Wagen und deren Zugtieren. Große, fast riesig zu nennende Ochsen. Man stieg ab und näherte sich der Tür, allein die Wagenlenker blieben bei ihren Tieren. Die Reiter, alles großgewachsene Männer in schwarzen Umhängen und einfacher Lederkleidung wollten ins Haus. Bevor sie die Klinke der Tür greifen konnten wurde diese von innen geöffnet und ein Junge von vielleicht 13 Jahren kam hinaus. "Wer seit ihr und was wollt ihr?fragte er. Seine Stimme zitterte leicht. Ihm war nicht entgangen das die Männer vor seiner Tür Schwerter trugen. "Wir sind hier um Euch in eure neue Heimat zu bringen." erwiderte der Mann. "Sammelt Euer Zeug zusammen und kommmt." Der Mann drehte sich wieder um, als er noch hinzufügte "Und beeilt Euch, wir haben keine Zeit für Mätzchen." Der Junge verschwand ins Haus. Ein kurzer Augenblick der Stille, in der kein Lärm aus dem Haus drang, dann wurde es dort hecktisch. Man hörte kurz Trappeln von Kinderfüßen, etwas wurde über den Boden geschoben und schließlich öffnete sich die Tür. Wie bei den Gänsen, kamen die Kinder hintereinander hinaus. Den Schluß bildeten die zwei größten und wahrscheinlichst ältesten Kinder, Sie trugen eine Kiste.
"Wir teilen Euch auf die zwei Wagen auf, und was ist in der Kiste?" Während seine Begleiter anfingen die kleineren auf die zwei Wagen zu verteilen, trat er an den Jungen heran mit dem er bereits gesprochen hatte und der nun die Kiste auf der einen Seite hielt. "Darin sind nur Vorräte, wir haben sonst nichts.""Öffnen!" Die Kinder schauten den Mann an und dann sich. Sie liessen die Kiste die wenigen Zentimeter die sie über den Boden schwebte fallen. Der Junge öffnete die Kiste, die zwar über einen Schloßbügel verfügte, aber nur mit einem dicken Stück Holz verspeert war. Der Mann blickte hinein. Er sah nur einige Laiber Brot und etwas getrockneten Schinken. Er griff hinein und schob die Schinken und das Brot bei Seite, doch zum Vorschein kam nur ein alter ehemals runder und bereits angeschnittener Käse, der einen Duft verströmte das einem übel werden könnte. "Lasst sie stehen.""Aber..""Ihr werdet nicht verhungern oder verdursten. Wir haben Vorräte für die reise dabei...und sie sind wesentlich frischer als das hier." Damit trat er gegen die Kiste, diese klappte zu und die Jungen liessen sie schließlich los. Die zwei Jungs wurde auf die beiden Wagen verteilt und der Zug setze sich umgehend in Bewegung.
Als die Wagen bereits ein gutes Stück fort waren schmiss der Mann die Kiste ins Haus und betrat dieses. Er holte aus seinem Umhang ein Fläschen mit Öl hervor und verteilte dieses auf die Strohlager die sich im Raum befanden. Dann ging er hinaus und holte aus der anderen Tasche des Umhangs ein kleine Fackel hervor, sowie Zündsteine. Die Fackel war mit einem Tuch umhüllt, welches er nun mit dem rest des Öl´s tränkte. Er entzündete die fackel und nahm sie auf. Dann warf er sie ins Haus und nur kurze Augenblicke später schlugen die flammen aus den Fenster des Hauses. Das Stroh und die einfachen Holzmöbel brannten lichterloh.
Er stieg auf sein Pferd und ritt den anderen hinterher. Diese hatten bereits die Spitze eines kleinen Hügels erreicht und waren dabei hinter diesem zu verschwinden und damit aus dem Blickfeld von Yenice zu geraten. Die Plane des einen Wagen bewegte sich etwas und ein Auge blickte hinaus, zurück zum Haus das in einiger Entfernung noch schwach zu erkennen war. Erkennbar nur deshalb, weil es brannte und der einzige helle Fleck in der Umgebung war. Die Plane schlug wieder zurück.
Die Nacht vom 11. zum 12. Mai des Jahres 1077, Yenis, Bezirk Anis, die dortige Kapelle
Leise stieg der Mann über die Mauer, die die Kirche im rückwertigen Teil umschloß. Lautlos liess er sich von der Mauerkrone auf den Boden der Hinterseite gleiten. kein geräusch war zu hören. Er überquerte von seiner Position aus den Hof zur Kirchentür. Sie war nicht verschlossen. Warum auch in dieser Kirche war nichts von Wert, ausser dem Bronzekreuz. Und doch hielt der Stolz der Bewohner dieses Bezirkes sie davon ab, dieses schäbige Zeichen Ihres Glaubens zu stehlen.
Er durchquerte den Raum zur anderen Seite und öffnete leise die Tür zur Kammer des Priesters. Dieser lag auf seine schmalen Pritsche und schlief. Langsam und leise trat der Mann heran und hielt über den Priester gebeugt an. Er zückte einen kleinen Dolch und stieß diese schnell und präzise in den Brustkorb des Priesters. Dieser zuckte nur kurz, dann war er Tod. Zurück im Gebetsraum kramte er unter dem Altar das Öl für die wenigen Lampen der Kirche hervor und verteilte dieses im Schlaf- und Gebetsraum. Dann zündete er es an und verschwand eiligst über die Mauer in die Schwärze der Nacht und verschwand ebenso wie er gekommen, ungesehen und ungehört. Erst einige Minuten später wurde Alarm geschlagen und die Bürger traten müde und träge hinaus um den Brand zu löschen der zwischenzeitlich die gesamte Kirche und das Strohdach erreicht hatte und die Nacht erhellte.
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Re:Zug ins Ungewisse 04.04.2012 16:08:42 --- 1 Monat, 2 Wochen her
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12. Mai des Jahres 1077, Yenice, Regierungspalast, Audienzsaal
Marius mochte diese Termine. Sie waren besser als die ständigen Bittsteller die vor ihn traten und um dieses oder jenes ersuchten. Aber dieser Termin war nur einmal in der Woche und auch nur dann wenn er in Yenice weilte und nicht andere Sachen wichtiger waren. Daher waren die Kommandanten der Stadt-. Palast- und Leibwache, sowie der Vertreter seines Taktikus im Audienzsaal nach langer Zeit wieder einmal versammelt. Marius liess sich wöchentlich berichten was in Yenic und Umgebung aufregendes passierte. Es war eine Abwechslung.
Zuerst durfte der stellvertretende Heerführer seinen Lagebericht vortragen. Nicht das es wirklich aufregend gewesen wäre. Marius wußte dass sein Heer im Grenzgebiet zu Anatolien stand und dort gemeinsam mit Truppen der Ritter des Kreuzes auf Hexenjagd waren. Er hoffte dass die Schuldige bald gefasst wurde und nach Yenice für ein Prozess gebracht wurde.
Aus den Berichten seines Vaters, wußte er das dieser auch einer Hexe begenet war und sie besiegt hatte. Er wollte so ein teufelsweib mal aus der Nähe sehen. Der Rest des Berichtes war langweilig. Der Zustand der Truppe war gut, die Ausrüstung ebenfalls. Zudem waren die Vorräte aufgestockt worden, da zur rechten zeit in Yenice neue Waren eingetroffen waren.
Dann durfte der Hauptmann seiner Leibwache kurz einen Bericht abgeben über die Ausbildung neuer Männer und deren Zustand, Unterkunft, ect.. Da sich seine Leibwache aus Mitgliedern des Ordens rekrutierte gab der Hauptmann auch einen Bericht ab über den Zustand der Ordenshäuser in der Stadt und in welcher Zahl man Pilger und Hilfesuchende im letzten Monat geholfen hatte. Über finanzielle Dinge wurde aber nicht gesprochen, dass oblag dem Großmeister und einigen wenigen Vertrauten aus dem Orden und war für fremde Ohren nicht bestimmt.
Dann der Hauptmann der Palastwache. Das alles regulär lief in den letzten Wochen und lediglich Öl aus den Vorratsräumen verschwunden sei, laut Verwalter, aber man war guter Dinge den dreisten Dieb in den nächsten Tagen dingfest machen zu können. "Habe er ein Auge darauf, dass es sich nicht mehr wiederholt. Und wenn es sich nicht mehr wiederholt, dann soll er es vergessen. Er hat wichtigeres zu tun, als einem kleinen Öldieb hnterherzujagen. Der Schutz des Palastes und seines Königs sind vordringlicher. Sollte der Dieb aber so dreist sein und wiederkehren, dann jagt ihn und hackt ihm die Hand ab. Das denken wir ist die gerechte Strafe hierfür. Und lasst das Personal wissen welche Strafe sie zu erwarten haben, wenn sie bei so etwas erwischt werden. Sonst vergesst es." Damit winkte er den betreffenden Hauptmann zurück und liess den Hauptmann der Stadtwache vortreten. "Was hat er uns zu berichten?" Der Hauptmann, ein Bär von einem Mann, der aber den Ansatz eines kleines Bauches nicht verstecken konnte, verneigte sich. Er hatte wohl schon zu lange hinter einem Schreibtisch gesessen. Er berichtet von einigen Raufereien in den Tavernen der Stadt, über den letzten Monat verteilt, die jedoch schnell im Griff der Wache waren. Einige Diebstähle die noch der Aufklärung harrten. Aber Gewaltverbrechen als solche waren im letzten Monat nicht vorgekommen. "Es freut uns zu hören, dass die Stadtwache und deren Hauptmann die Lage so gut im Griff hat. Wir sind zufriedenmit ihm und werden uns erkenntlich zeigen. Doch sagt, mir dünkte, als hätte ich gestern Nacht in der Ferne Glockengeläut gehört. Und Heute habe ich bei Gesprächen von der Dienerschaft Brocken erhascht, es hätte gebrannt in unserer schönen Stadt. Sagt an was hat es damit auf sich?" "Ich versicher Eure Majestät, nichts. Tatsächlich ist in der Nacht von gestern zu Heute die kleine Armenkirch im Bezirk Anis abgebrannt. Dabei starb leider auch der dort wohnende Priester, aber es war ein Unglück und der Brand war schnell unter Kontrolle. Ein übergreifen auf andere Gebäude konnte durch den vorbildlichen Einsatz der Wache verhindert werden." beeilte sich der Hauptmann zu antworten. Marius konnte sich ein kleines grinsen nicht verkneife, -Sicher war die Wache vorbildlich. Aber gekommen ist sie erst als das Feuer bereits von den Anwohnern fast erstickt worden war- doch er sagte nichts. "Löblich. Dann hat der Priester das Feuer ausgelöst?" wollte er wissen. "Es wird angenommen das er eingeschlafen ist und ihm die Öllampe herunterfiel. Wahrscheinlich auf trockene Kleidungsstücke, vielleicht sogar auf ein kleines Fäßchen Öl zum nachfüllen, was als Beschleuniger fungierte. Und dann kam er nicht mehr hinaus. Ein Unglücksfall." "Trauer erfüllt unser Herz. Und wir wollen nicht, dass unsere gläubigen Katholiken in Anis ohne Beistand und ohne Gebetshaus sind." Auf die Zunge könnte er sich beißen. Das ein Priester auf ein christliches Gotteshaus schließen ließ, war verständlich. Doch von einem katholischen hatte der Hauptmann nichts gesagt. Er hoffte sein Fehler war nicht bemerkt worden. So sprach er weiter als wäre nichts gewesen. "Bruder gebt im Ordenshaus bekannt, das wir wünschen, dass ein Priester des Larzarusorden dort das Ordinat übernimmt. Und gebt Kunde das wir einen Neubau der Kirche finanzieren. Mit dem Bau soll so schnell wie möglich begonnen werden." Da es weitere Punkte nicht mehr gab, entliess er die Hauptmänner und begab sich in seine Räume. Er hoffte inständig, das niemanden sein Fehler aufgefallen war. Im Falle, sollte tatsächlich jemand wagen den König zu verdächtigen, könnte er schließlich behaupten es wäre seine erste Eingebung gewesen. Wer wollte dies widerlegen.
Vor dem Tor des Regierungpalastes atmete der Hauptmann der Stadtwache tief durch. Er war zufrieden, das Lob seines König und die Andeutung einer Anerkennung liessen ihn auf eine Beförderung mit Zulage zum Gehalt hoffen, oder einem kleinen wertvollem Geschenk. Der König war bekannt für so etwas. Doch trotz alle dem hatte er das Gefühl, dass etwas falsch war. Er konnte nicht sagen was, aber in seinem Innern lauerte etwas. Es wollte ihn anspringen um ihn ins Gesicht zu schreien, er habe nicht aufgepasst. Doch worauf. Letzlich zuckte er mit den Achseln und begab sich nach Hause, für Heute war Feierabend.
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Re:Zug ins Ungewisse 10.04.2012 13:39:15 --- 1 Monat, 1 Woche her
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August des Jahres 1077 in der Nähe von Konya, Bezirkshauptstadt der Provinz Rum
Sie waren langsam gereist und abseits der normalen Handelswege. Sie hatte Ortschaften und Städte auf Ihren weg gemieden. Wenn die Vorräte knapp wurden, war einer oder zwei der Reiter in die nächstliegende Ortschaft geritten um dort Nachschub zu kaufen. Aber die Kinder blieben bei den den Wagen und die Wagen blieben abseits der üblichen Wege.
So trafen sie kaum jemanden und wenn doch so mussten sich die Kinder absolut Still verhalten. Eine Zuwiderhandlung wurde hart bestraft. Dies musste eines der Jüngeren Kinder lernen, als es sich plötzlich erschreckte und laut aufkreischte. Ein Scherz des neben ihm sitzenden Jungen, doch für diesen Ausruf, den der vorbei reitende Mann sicher gehört hatte wurde es am abend schwer gezüchtigt. 10 Hieb mit dem Stock und die Männer liessen keine Rücksicht walten nur weil ihr Opfer ein Kind war. Den rest des Weges war dieses Kind still, doch in den Anderen brodelte es. Auch hatten die Älteren angefangen sich zu überlegen was man von ihnen wollte. Die Reiter sagten nichts. Sie sprachen zu den Kindern nur wenn es nötig war und dann auch nur im Befehlston, auf Fragen reagierten sie nicht.
So waren Sie nun zwei Monate unterwegs gewesen und saßen wie immer am Abend an einem Lagerfeuer und aßen ihre karge Kost. Es war nicht wenig aber dieletzten Einkäufe waren etwas her und das Brot war zwischenzeitlich hart geworden und das Wasser in den Fässern schal. Sie saßen schweigend ums Feuer, da man ihnen verboten hatte zu sprechen. Wohl zu nah waren bewohnte Ortschaften und die Reiter fürchteten eine Entdeckung durch einen zufällig vorbeikommenden. So kurz vor dem Ziel wollten sie nicht entdeckt werden.
Der Anführer der Gruppe trat ans Feuer und wandte sich an den Ältesten unter den Kindern. "Eins" Sie hatten die Kinder einfach durchnummiert. Ihre Namen wurden nicht genant, obwohl einige der Kinder einen hatten."Morgen erreichen wir unser Ziel, daher werdet ihr Morgen früh mit den Resten des Wassers euch ausgiebig reinigen. Die Älteren helfen den Kleinen und seit ja gründlich sonst setzt es was." Damit wand er sich ab und überließ die Kinder wieder sich selbst. Mehr als einmal war zumindest einigen der Gedanke gekommen abzuhauen. Doch wohin. Sie waren irgendwo und die nächste Ortschaft konnte im Westen oder Osten liegen, aber wenn sie den falschen Weg einschlugen konnten sie sich in den Wäldern der Region verlaufen. Die Wege hätten sie nicht nehmen könen. Da waren sie sich sicher. Die Reiter wären ihnen gefolgt.
Einige fügten sich aber auch. Sie hatten Essen und Wasser, waren seit Wochen immer satt. Etwas dass davor kaum einmal zutraf. Diese hatte sich gefügt in ihr Schicksal und nahmen das was auf sie warten würde hin, solange es hieß weiter satt zu sein und einen sicheren Schlafplatz zu haben.
Der nächste Tag brach an und die Kinder durfte eine kleines frühstück zu sich nehmen bevor sie anfingen sich mit dem restlichen Wasser aus den Fässern gründlich zu reinigen. Zuerst die Kleinen, dann die größeren Kinder. Sie bekamen alle ein sauberes Leinenhemd und mussten dann in die Wagen steigen. Diese wurden dann geschlossen und die Planen festgezurrt. Dann began das letzte Stück des Weges.
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