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Unser Zug bewegte sich über die letzte Hügelkuppe. Dann sahen wir die Feste des Grafen zu Rum, Kalendin. Wir nahmen zumindest an das Sie hieß wie Ihr Graf.
Sie war keine Schönheit, so wie man es aus Yenice gewohnt ist. Aber es war eine stolz aufragende Feste mit starken wehrhaften Mauer von großen dicken Steinen. Zudem war sie festlich geschmückt, von den Zinnen wehten die Banner des Grafen . Man erwartete uns also.
Johann, ich und unsere Leibgardisten zogen durch das offene Tor in die Stadt, die zu Fuße der Feste lag. Und die Laute die man schon von weitem vernahm, Musik und Lärmen von unzähligen Menschen, wurde fast ohrenbetäubend. Solch ein Trubel hatte ich schon lange nicht gesehen. Zuletzt in Tunis, in der überfüllten Stadt der Mauren.
Wir ritten im langsamen Schritt durch die Gassen Richtung der eigentlichen Feste im Stadtkern. Die Stadt war grösser als ich es von außen vermutet hätte. Überall waren Stände von Händlern, Gauklern, Musikanten, Possenreißern, ja selbst eine kleine Bühne für das Schauspielgewerbe konnte ich sehen. Und überall waren unzählige Bauern und Stadtbewohner zu sehen die die Gassen säumten um sich an diesen Schauspiel zu ergötzen. Wir ließen uns auch treiben und näherten uns immer mehr dem Tore zur Burg. Als uns die Wache am Tor bemerkte schickte Sie einen zweiten Mann in die Burg um unser Kommen anzukündigen.
"Wann gibt was zu essen. Ich habe einen Mordshunger." fragte Georg. "Hab Geduld und schweig Georg. Du bekommst wie wir alle noch frühzeitig genung was zum schmausen. Vergess nicht die Einladung galt Johann und mir, den Kanzlern. Du als Gefolge wirst dich in Zurückhaltung und Demut üben müssen, Bruderherz" Ich wollte Ihm noch mehr die Leviten lesen, aber wir waren nur noch zehn Schritte vom Tor entfernt und dort entstand Bewegung.
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