Arvid
Norweger
Beiträge: 2277
|
|
Endlich, ich darf Ritter werden... 05.09.2009 09:17:04 --- 2 Jahre, 8 Monate her
|
|
|
Endlich war es soweit, meine Großeltern hatten mir die Erlaubnis gegeben, mich am Hofe von Burgund, um die Aufnahme zur Ritterausbildung zu bewerben. Sie hatten wohl langsam genug von meinem ständigen Meckern, mein Leben sei so langweilig, ich wolle endlich einmal was erleben.
Meine Eltern hatten mich in die ständige Obhut meiner Großeltern gegeben. Sie
selber hatten keine Zeit sich um mich zu kümmern. So wuchs ich in der Grafschaft Konstanz auf.
Sehr oft besuchten wir Verwandte, die in der nähe der Burg von Burgund wohnten.
Wann immer es mir möglich war schlich ich mich davon, um die Ritter bei ihrem täglichen Training zu beobachten.
Irgendwann fanden sich die Großeltern endlich damit ab und ich wurde nicht mehr dafür bestraft.
Meine ersten Tage als Knappe waren sehr anstrengt.
Ich hatte mir vorgestellt mein Tagesablauf würde nur aus der Kampfausbildung bestehen.
Nun stellte ich zu meinem Entsetzten fest ich musste noch härter arbeiten als bei meinen Gr0ßeltern.
Alle Arbeiten die anfielen mussten auch von den Knappen erledigt werden.
Sehr oft dachte ich, dann hätte ich mich ja auch als Knecht verdingen können.
Burgvoigt, Stallmeister und Waffenmeister beobachteten streng, ob ich alle mir aufgetragenen Arbeiten
ordentlich ausführte. Es gab keine Arbeit die ich nicht auch erledigen musste.
Abends fiel ich nur noch todmüde auf meine Pritsche und schlief sofort ein.
|
|
|
|
|
|
Letzte Änderung: 2009/09/05 09:22 von Arvid.
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
Arvid
Norweger
Beiträge: 2277
|
|
Re:Endlich, ich darf Ritter werden... 05.09.2009 13:47:40 --- 2 Jahre, 8 Monate her
|
|
|
Die ersten Wochen auf der Burg waren vergangen und langsam fand ich mich darin zurecht.
An die viele Arbeit eines Knappen hatte ich mich auch langsam gewöhnt.
Was mir aber ganz und gar nicht gefiel, waren die vielen Messbesuche.
Natürlich war ich mit meinen Großeltern an jedem Sonn- und Feiertag zur Kirche gegangen,
aber hier musste man fast täglich dorthin.
Eines Tages bekam ich mit, wie der Burgvoigt von der Gräfin Blendia von Greifenstein eine Botschaft
erhielt und sich dieser darüber mit dem Waffenmeister unterhielt, wen er denn nun mit dieser Aufgabe
betrauen könnte. Etwas vorlaut mischte ich mich in ihr Gespräch ein.
„Ihr könntet doch mich los schicken, ich schaffe das ganz bestimmt“.
Erschrocken sah ich wie sich die Gesichter der beidenverfinsterten.
Ich erwartete zumindest ein Donnerwetter der beiden Herren.
Zu meinem größten erstaunen bekam ich aber von dem Burgvoigt zu hören.
„ Nun gut, pack deinen Sachen, las dir etwas Reiseproviant in der Küche geben und mach dich auf den Weg.
Zurzeit kann ich hier niemand entbehren. So schwer kann das nicht sein, selbst du müsstest das schaffen".
Sofort rannte ich los, aus Angst man könnte es sich anders überlegen und Jemand anderen mit dieser
Aufgabe betrauen.
Viel zu packen gab es bei mir noch nicht und so war ich schnell von der Burg aufgebrochen und marschierte in Richtung Süden.
|
|
|
|
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
Arvid
Norweger
Beiträge: 2277
|
|
Re:Endlich, ich darf Ritter werden... 06.09.2009 19:38:49 --- 2 Jahre, 8 Monate her
|
|
|
Nach einigen Tagen traf ich einen fremden Ritter, unsere Blicke trafen sich und
wir beide wussten sofort diese Begegnung würde nicht ohne ein Duell enden.
Wir stellten uns in Position. Mein Herz hämmerte wie wild, nicht vor Angst sondern vor Aufregung.
Nun war es soweit, endlich hatte ich ein Duell.
Ich hatte Glück und konnte den ersten Treffer landen. Dann ging es im Wechsel Schlag auf Schlag weiter.
Danach trafen wir beide zweimal hintereinander, dann traf ich,er, ich, er, ich.
Nach den nächsten drei Treffern die mich kurz auf einander folgend zweimal am Kopf und
einmal am Rumpf trafen, war ich leicht benommen.
Ich riss mich zusammen und traf ihn gleich viermal am Rumpf.
Wir beide kämpften immer verbissener und keiner blieb dem anderen etwas schuldig.
Ich wollte auf keinen Fall freiwillig aufhören.
Zum Schluss merkte ich,dass ich mehr Energie hatte und sah mich schon als Siegerin.
Irgendwie schaffte er es dann doch mich zu überrumpeln und landete seine letzten siegreichen Treffer.
Erschöpft lies ich mich nach dem Duell ins Gras fallen. Obwohl mein Stolz leicht angeknackst war,
legte ich mich zufrieden zurück.
Was war das Ritterleben doch schön. So konnte es immer weiter gehen.
|
|
|
|
|
|
Letzte Änderung: 2009/09/06 19:39 von Arvid.
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
Arvid
Norweger
Beiträge: 2277
|
|
Re:Endlich, ich darf Ritter werden... 06.09.2009 22:31:38 --- 2 Jahre, 8 Monate her
|
|
|
Am Abend kehrte ich in einem Gasthaus ein. Zu meiner Freude waren noch
Andere Ritter dort eingekehrt. Obwohl ich noch sehr jung bin, nahmen mich alle freundlich auf.
Zunächst unterhielten sich die Herren recht angeregt über die verschiedensten Themen.
Eine ältere Ritterin nahm sich rührend meiner an.
Nach und nach leerte sich die Gastube und wir saßen nur noch zu fünf da.
Ein sehr netter Ritter, erzählte mir viel aus seinem Leben und die Stunden verstrichen wie im Flug.
Beim Morgengrauen saß nur noch ein wilder, starker, junger Ritter und ich bei einem Glas Wein zusammen.
Er hatte mich schon die ganze Zeit beobachtet und lächelte mich nun freundlich an.
Schnell waren wir in einem Gespräch vertieft. Ich erzählte ihm ein wenig aus meinem Leben und er
hörte mir interessiert zu.
Bald schon saßen wir dicht zusammen und er streichelt liebevoll meine Hand.
Immer wieder flüsterte er mir liebe Worte ins Ohr. Zuerst wurde ich rot und verlegen, dann gefiel es mir aber.
Wir begannen bald zu schmusen und ich spürte völlig verwirrt, wie mich ein wohliger Schauer durchrann.
Er fragte mich ob mir das gefallen würde, ich konnte nur noch nicken.
Er küsste mir sanft die Lippen, nahm mich an die Hand und führte mich in seine Kammer.
Am späten Vormittag lag ich auf seinem Bett und dachte darüber nach was geschehen war.
Die letzten Stunden waren wundervoll gewesen. Ich hätte nicht gedacht, dass es etwas so
schönes geben könnte.
Entsetzt fuhr ich plötzlich hoch, was hatte ich nur gemacht? Meine Großmutter
hatte mich immer davor gewarnt mit einem Mann alleine zu bleiben. Sie meinte,
Mädchen die dies machen würden, seien verkommene Weiber.
Völlig verzweifelt zog ich mich schnell an und rannte ohne ein Wort des Abschieds nach draußen.
Ich wollte nur noch weg.
|
|
|
|
|
|
Letzte Änderung: 2009/09/06 22:33 von Arvid.
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
Arvid
Norweger
Beiträge: 2277
|
|
Re:Endlich, ich darf Ritter werden... 07.09.2009 21:55:43 --- 2 Jahre, 8 Monate her
|
|
|
Trotz all meiner persönlichen Sorgen und Nöten, musste ich mich nun um
Meinen Auftrag kümmern. Ein Versagen durfte ich mir wohl kaum leisten.
In der Grafschaft Provence angekommen besuchte ich die verschiedensten
Märkte und lauschte aufmerksam den Gesprächen der Marktbesucher.
Zuerst hörte ich nur die üblichen Gespräche. Man beklagte sich über die Preise,
jammerte über die Gesundheit oder schimpfte über Nachbarn und Verwandte.
Dann entdeckte ich, eine kleine Gruppe von Frauen, die mit einer drallen Köchin
herumtuschelten. Möglichst unauffällig schlenderte ich näher.
„Ja und nachts läuft sie durch den Wald und murmelt merkwürdige Sachen vor sich hin,
erzählte Hochwürden gestern dem Dorfvorsteher, ich konnte es genau hören“,
erzählte gerade die Köchin.
Nun hörte ich die verschiedensten Äußerungen der anderen Frauen.
„Man sollte ihr endlich Einhalt gebieten. Ich habe es ja immer gewusst, ihr kann man nicht trauen.
Und immer dies heimlichen Besucher bei ihr. Was kann man von so einer auch andres erwarten.
Umsonst wohnt sie nicht abseits vom Dorf am Waldrand. Wer weis mit wem sie sich dort
alles einlässt“.
Ich hatte genug gehört und wusste nun über wen diese Lästermäuler redeten.
Nun überlegte ich an wen ich mich wenden sollte um diese Frau zu finden.
Am besten würde ich erst einmal den Dorfvorsteher aufsuchen.
Der Dorfvorsteher war sehr verwundert, als ich im erklärte ich sei im Auftrag
der Gräfin Blendia von Greifenstein unterwegs und solle nachforschen, ob eine
Hexe in ihrer Grafschaft ihr Unwesen treibe.
„Eine so junge Ritterin betraut man mit einer solchen wichtigen Aufgabe?
Aber ich weis, im Augenblick sind harte Zeiten und es war wohl niemand besserer zur Stelle“.
Ich schluckte meinen Zorn hinunter und fragte ihn ob er mir nun sagen könne wo ich jene Person
finden würde. Er erklärte mir wo sie wohnte und ich machte mich auf den Weg zu ihr.
|
|
|
|
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
Arvid
Norweger
Beiträge: 2277
|
|
Re:Endlich, ich darf Ritter werden... 08.09.2009 18:43:43 --- 2 Jahre, 8 Monate her
|
|
|
Ich hatte das vom Dorfvorsteher beschriebene kleine Häuschen schnell gefunden.
Es war sehr gepflegt und vor dem Haus waren viele kleine Beete angelegt in denen die seltsamsten Pflanzen wuchsen. Neugierig ging ich hinter das Haus, dort hingen überall unter einem kleinen Vordach Pflanzen und Blumensträuße zu trocknen. „ Kann ich euch weiterhelfen?“ Fragte eine Frauenstimme hinter mir.
Als ich mich erschrocken umdrehte, blickte ich in das wunderschöne Gesicht einer jungen Frau. Ihre Stimme klang tief und melodisch. Die Dunklen Augen schauten fragen aber freundlich. Schwarze, leicht gelockte Haare umrahmten ein wohlgeformtes Gesicht mit etwas dunklerer Hautfarbe.
Verlegen entschuldigte ich mich für meine Neugier und erklärte ihr in wessen Auftrag und warum ich gekommen war. Sie lächelte mich freundlich an und lud mich in ihr Haus ein, um drinnen alles zu besprechen.
Nachdem sie mich in eine gemütlich eingerichtete Stube geführt hatte und mir einen Platz angeboten hatte,
nahm sie mir gegenüber Platz und sah mich eindringlich an.
„Nun ich habe schon lange einen solchen Besuch wie euch erwartet“.
Begann sie das Gespräch. „Eine so junge und unerfahrene Ritterin allerdings nicht. Bitte ihr müsst nicht böse mit mir sein, aber ich versuche jedem die Wahrheit so unverblümt wie möglich zu sagen .Ich weis, dass mich hier viele als Hexe bezeichnen. Seltsamerweise sind es die, die heimlich in der Nacht zu mir schleichen. Ihr müsst nämlich wissen ich bin in dieser Grafschaft die Heilerin.
Die ganzen Pflanzen und Sträuße die ihr gesehen habt, brauche ich für Salben und Suds, um den Menschen helfen zu können. Deshalb nennen mich auch viele Kräuterfrau oder Kräuterhexe. Fast jeder hier brauchte schon einmal meine Hilfe.
Das schlechte Gerede verdanke ich wohl meinem äußeren und dass ich ohne Mann lebe .Ihr müsst wissen mein Mann ertrank auf der Überfahrt von Korsika nach hier. Ich hoffe damit alle eure Fragen beantwortet zu haben. Darf ich euch nun noch eine kleine Stärkung anbieten, ein Stück Kuchen und einen Schluck Wein vielleicht"?
Da ich nicht unhöflich sein wollte nahm ich dankend an.
Wir plauderten noch ein wenig, bevor ich mich bedankte und verabschiedete.
Mit dieser zufrieden stellenden Auskunft, konnte ich nun meinen Heimweg antreten.
|
|
|
|
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
Arvid
Norweger
Beiträge: 2277
|
|
Re:Endlich, ich darf Ritter werden... 11.09.2009 08:37:58 --- 2 Jahre, 8 Monate her
|
|
|
Eilig trat ich nun den Rückweg zur Burg an.
An der Burg angekommen fragte ich die Torwächter, ob die Gräfin Blendia
von Greifenstein zufällig anwesend sei. Der brummte dann aber nur:
„Weis ich nicht, bin selber gerade erst angekommen und darf gleich wieder Wache stehen“.
Im Innenhof traf ich dann den Burgvoigt.
Er blickte mich streng an und ich berichtete ihm sofort was ich erfahren hatte.
Immer wieder nickend fragte er mich dann, ob sonst alles in Ordnung auf meiner Reise gewesen sei.
Auf den Boden blickend erwiderte ich nur: „Sicher was soll denn nicht in Ordnung gewesen sein?“
Den Burgvoigt wieder anblickend fahre ich fort: „ Ich hatte eigentlich gehofft die Gräfin einmal selber zu treffen, vielleicht gelingt es mir ja doch noch.“
|
|
|
|
|
|
Letzte Änderung: 2009/09/11 08:40 von Arvid.
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|
|
Re:Endlich, ich darf Ritter werden... 15.09.2009 18:21:29 --- 2 Jahre, 8 Monate her
|
|
|
Mitten im Heerlager sah Hinrich die junge Ritterin, ging auf sie zu und sprach sie an:
Verzeiht wenn ich euch so unverblümt anspreche, Madam. Mein Name ist Hinrich und ich bin Knappe bei dem Ritter Babarossa. Ich wollte euch fragen ob Ihr ihm euch für ein Trainigskampf zu verfügung stellen würdet? Ihr werdet sicher eine herbe Niederlage erleiden, aber ihr könnt viel von ihm lernen.
|
|
|
|
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
Arvid
Norweger
Beiträge: 2277
|
|
Re:Endlich, ich darf Ritter werden... 18.09.2009 09:10:50 --- 2 Jahre, 8 Monate her
|
|
|
Die Nachricht von meiner Großmutter, Großvater sei ernstlich erkrankt, hatte mich sehr beunruhigt. Meiner Bitte mich aus dem Heeresdienst vorerst zu beurlauben wurde entsprochen. Schnell packte ich meine wenige Habe zusammen und eilte los. Bei meiner nächsten Rast in einem Gasthaus fiel mir ein, ich hatte in meiner Aufregung doch vergessen mich beim Ritter Babarossa zu verabschieden und zu bedanken. Das war nun wider typisch, ärgerte ich mich über mich selber, immer gleich losrennen, ohne alles zu bedenken und vernünftig zu planen.
Ich bat den Wirt um Schreibmaterial und schrieb eine Nachricht.
Werter Ritter Babarossa,
seit gegrüßt, ich hoffe meine Botschaft erreicht euch bei guter Gesundheit.
Leider muss ich euch gestehen, ich habe wieder einmal übereilt gehandelt
Ich bin überstürzt abgereist, dabei wollte ich doch eure wohlgemeinten Worte beherzigen. Aus dem Heer wurde ich beurlaubt und nun bin ich auf dem Weg zu meinem erkrankten Großvater. Habt noch einmal Dank für die Lektion die ihr mir gabt. Nun hoffe ich sehr, dass ich mich bei der nächsten Begegnung mit euch wieder zum Training melden darf.
Voller Hochachtung
Angelique Nevenoe
|
|
|
|
|
|
Letzte Änderung: 2009/09/18 09:18 von Arvid.
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
Arvid
Norweger
Beiträge: 2277
|
|
Re:Endlich, ich darf Ritter werden... 20.09.2009 16:11:49 --- 2 Jahre, 8 Monate her
|
|
|
Auf der Reise zu meinen Großeltern hatte ich noch einen Abstecher zur Burg gemacht.
Dort besuchte ich eine uns bekannte Kräuterfrau und bat sie, um ein paar von den herkömmlichsten
Heilmittel für die Großeltern.
Zu Hause angekommen stellte ich mit Freuden fest, dass Großvater wohl das schlimmste überstanden hatte. Er saß auf seinem Lieblingsplatz mit seinem üblichen Becher Rotwein vor sich und breitete sofort seine starken Arme aus und drückte mich herzlich. Vor Freude rann ihm eine Träne die Wange hinab, die er schnell verstohlen abwischte.
Großmutter empfing mich nicht weniger herzlich und sie bereitete sofort ein Willkommen Mahl zu. Sie war glücklich alle ihre Lieben wieder um sich zu haben.
Abends nachdem Großvater schon schlafen war, kam der Teil vor dem ich mich mit am meisten gefürchtet hatte.
Den ganzen Tag hatte ich schon bemerkt, dass sie mich immer wieder fragend ansah oder beobachtete.
Ich wusste genau sie würde nicht eher Ruhe geben bis sie alles genau wusste, deshalb erzählte ich ihr lieber sofort was in jener Nacht im Gasthaus geschehen war. Ängstlich blickte ich sie nun an, denn bei ihr wusste ich nie so genau wie sie reagieren würde.
Zunächst saß sie ganz ruhig da und sagte kein Wort. Dann stand sie auf, ging in meine Kammer, packte meine Sachen und drückte sie mir in meine Arme. Traurig blickte sie mich an und sagte nur:
„ Geh, so habe ich dich nicht erzogen“.
Da ich wusste, dass bei Großmutter alles reden nichts ändern würde, rannte ich schluchzend in die Nacht hinein.
|
|
|
|
|
|
Letzte Änderung: 2009/09/20 16:15 von Arvid.
|
|
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
|
|