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Re:Der Skalde des Unbeständigen 20.10.2011 19:32:51 --- 7 Monate, 1 Woche her
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Auch Cain war aufgesprungen, als er von dem Wein benetzt wurde. Während er sich noch mit der Hand einmal über das Gesicht streifte, um dann einige Tropfen von seiner Hand zu kosten , war Ileana derweil schon auf die beiden Zankhähne losgestürmt. Er kannte ihre ungestüme und impulsive Art bereits, war aber froh, dass er dieses Mal nicht das Ziel ihres Eifers wurde. So machte er nur einige Schritte und blieb dann zwei Schritte hinter ihr stehen, während Ileana bereits den Nordmann am Kragen gepackt hatte.
Er würde erst eingreifen, wenn einer der beiden Streithammel vergessen sollte, was sich gegenüber einer Dame gehörte. Auch wenn besagte Dame gerade - wie die das Kind der Mutter am Rockzipfel - am Kragen von Od hing und diesen und Eckhard mit Vorwürfen und Tritten traktierte.
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Re:Der Skalde des Unbeständigen 21.10.2011 19:21:18 --- 7 Monate her
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Es ging alles viel zu schnell. Od blieb kaum Zeit, seinen verfehlten Schlag zu verarbeiten da lag er auch schon auf Eckhard. Und dann kam auch schon eine Erschöpfung. Gerade noch wollte sich Od erheben und Eckhard noch eine zu verpassen. Schließlich murmelte er noch etwas, wenn auch unverständlich. Das musste Konsequenzen haben.
Doch die Müdigkeit war stärker und so sackte Od wieder zusammen und lag regungslos auf Eckhard, den dieses sicherlich nicht erfreute. Doch es dauerte, zum Glück für Eckhard, nicht lange, da rüttelte eine Frau an ihm, meckerte und trat nach ihm.
Od blinzelte ungläubig. Alles war verschwommen und er verstand kein Wort. Dann stammelte er aber auf schwedisch. "Eine...Walküre? Warum kommst du? Ich will nicht nach Walhalla....Geh.... Hinfort.... "
Mit den letzten Kraftressourcen die er noch aktivieren konnte versuchte er Ileana wegzudrücken. Doch dieser Versuch blieb ohne Erfolg. Und Od sackte wieder vor Erschöpfung zusammen.
Olaf hatte sich das ganze schon breit grinsend aus der Entfernung angesehen. Vielleicht auch, weil er von den drei Personen auf der Bank am wenigsten Wein abbekommen hat. Aber vor Allem, weil das Schauspiel zu komisch anzuschauen war. Als dann Od noch was von einer Walküre stammelte, prustete Olaf laut los und viel fast von der Bank vor lachen.
Noch immer lachend erhob er sich aber und ging zu den anderen. Nicht das diese sich noch an dem armen Od vergreifen würden. Vielleicht wäre es besser, wenn er ihn jetzt einfach in seiner Unterkunft bringt.
"Loki ist schmuck und schön von Gestalt, aber bös von Gemüt und sehr unbeständig. Er übertrifft alle andern in Schlauheit und in jeder Art von Betrug."
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Re:Der Skalde des Unbeständigen 21.10.2011 20:08:50 --- 7 Monate her
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KRACKS
Der Karren gab unter der Last der Tapferen Makedonen und den Tritten der Kanzlerin auf. Er entschjed sich dafür sein weiteres Dasein in Form eines losen Haufen Gerümpels zu fristen. Einzig ein Rad widersetzte sich dieser Tendenz des Verfalls und rollte unverdrossen die abschüssige Straße entlang.
Eckhard hingegen schlug mit dem Hinterkopf auf das Taufbecken. Er konnte sich nicht entscheiden ob die Tritte Ileanas oder der Pestodem Ods das schlimmste an der Situation sei. Oder das Lachen Olafs.
Jetzt verstand er hier in Jerusalem die Worte die unser Heiland am Kreuze sprach besser. Also sprach auch Eckhard:
Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?
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Re:Der Skalde des Unbeständigen 29.01.2012 00:08:35 --- 3 Monate, 3 Wochen her
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Vor einiger Zeit war Od endlich in Mykolajiw angekommen. Der Ritt aus dem Norden Russlands in den Süden an die Krim war anstrengend und Od hatte sich gefreut, dass er endlich in Richtung Heimat fahren durfte. Nur ein paar Nächte auf seinem Anwesen schlafen und vielleicht den einen oder anderen Wein auf seiner Veranda schlürfen. Das würde sicherlich neuen Lebensmut in ihm wecken, das war Od klar.
Doch kurz bevor er den Hafen auf der Burg der Petschengen erreicht hatte, kam ein Befehl, der all diese Gedanken zunichtemachte. Od sollte nach Mykolajiw reiten und sich dort wieder einem Heer anschließen. Es passte ihm eigentlich gar nicht. Seit er in Makedonien war, gab es einen Krieg nach dem anderem. Früher dachte der Skalde immer, dass diese Christen so auf den Frieden versessen waren, dass sie eigentlich nur im Norden Krieg führten. Doch das Gegenteil war der Fall. Die wenigen Kriege im Norden waren nichts im Vergleich zu dem, was sich hier abspielte. Manchmal sehnte er sich nach Schweden zurück.
Vielleicht wäre es dort alles anders gewesen. Mit ihm und Andra. Vielleicht wäre er in Schweden schon längst in seinen Wohlverdienten Ruhestand, vielleicht schon längst bei Hel. Hier in Makedonien hatte er ja noch nicht mal die Zeit zum Sterben. Wenn er sich nur kurz niederlegte, kam ja schon ein neuer Befehl, der einen noch größeren Krieg versprach, als beim letzten Mal. Dies war ein Land für junge Leute, dessen war sich Od sicher. Daher waren hier auch so viele von diesen.
Diese jungen Leute waren sich einfach nicht der wenigen Zeit bewusst, die man hier auf der Erde hatte. Sie lebten einfach in den Tag hinein, gar so, als ob es morgen alles so weiter laufen würde wie am vorherigen Tag. Auch, wenn sie im Krieg waren. Wenn ein Freund im Feld bleibt, dann findet man später einfach einen neuen. Od kannte dieses Gefühl. Früher lebte er genauso. Viele hatte er sterben sehen.
Damals war es ihm aber immer egal gewesen. Er hatte sich nie etwas aus Freunden gemacht. Nicht mal die engste Freundschaft, die Blutsbrüderschaft, hatte ihm viel bedeutet. Sein Bruder war immer noch in Schweden. Od hatte sich nie von ihm verabschiedet. Auch damals hätte er Thargor keine Träne nachgeweint, wenn er gestorben wäre. Doch heute dachte er oft über die alte Zeit nach. Über all die Freunde, die nicht mehr hier waren. Sicherlich waren mittlerweile auch viele seiner Freunde in Schweden Tod, wenn nicht auf dem Schlachtfeld gestorben, dann zumindest im friedlich im Bett eingeschlafen.
Od fühlte sich allein. Nie hatte er sich so gefühlt. Immer war er der Meinung gewesen, dass Menschen für ihn nichts wert waren. Doch es hat wohl nie gestimmt. So lange er denken kann, war immer jemand um ihn gewesen, der ihm viel bedeutet hat, wenn gleich Od es diesen Menschen nicht immer gezeigt hatte. Und nun war er allein. Andra war fort. Gunnar seit langem Tod. Und nun war auch Olaf weg. Olaf, der schon in jungen Jahren Od gedient hatte. Als Schildknabe fing er an, verdiente sich als Bote in Litauen seine ersten Sporen. Folgte Od treu nach Makedonien. Und nun, war er fort. Vielleicht in Walhalla. Vielleicht in Hel. Od würde es erst nach seinem eigenen Tod erfahren.
Nun saß Od vor seinem Zelt. Die Luft war wieder warm. Die eisige Kälte des Nordens war verschwunden. Od hatte einen Becher Wein in der Hand und schaute auf das Heerlager. Überall brannten kleine Feuer, wohl weniger der Wärme wegen. Sie erhöhte gewissermaßen die Gemütlichkeit, ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn man schon so weit von zu Hause weg war. An all diesen Feuern saßen Ritter und Krieger. Tranken zusammen, scherzten oder spielten. Alle, vielleicht bis auf die armen Teufel, die Nachtwache schieben musste und Od, hatten ihren Spaß. Fast schon bösartig schaute der Nordmann all diese munteren Gesellen an. Es war ihm zu wieder, wie sie feierten. Wie sie sich über ihre unwichtige Existenz freuten, welche morgen schon wieder vorbei sein konnte.
Doch besonders böse funkelte er Cain und Ileana an, die ganz in der Nähe saßen. Es war ein schon fast eifersüchtig wirkender Blick. Er war nicht eifersüchtig auf Cain, weil er Ileana hatte. Warum auch. Was sollte ein alter Skalde schon mit einer solch jungen Frau anfangen. Es störte ihn eher, dass sie das Glück hatten in Zeiten des Schreckens zu zweit Freude zu haben. Dass sie das Glück hatten, Liebe zu verspüren. Es erinnerte Od wohl an seine Zeit mit Andra.
Loptrskald spuckte auf den Boden. Warum haben sie das Glück verdient und er nicht. Was hatte er Loki angetan, dass dieser ihn bis an das Ende seiner Tage testen musste. Hatte der Loptrskald nicht oft genug gezeigt, dass er Loki treu dient? Vielleicht hätte er sich doch von Eckhard taufen lassen sollen. Vielleicht war ja der Gott der Christen gütiger. Es schien ja fast so. Noch mal spuckte er auf den Boden. "Nein, heute bekommst du keinen frischen Wein, verfluchter Unbeständiger." brüllte er. Es war ihm egal, dass ihn jetzt alle anstarrten. Od war es egal, was diese Christen dachten. Er wollte doch nur ein wenig Glück in seinem Leben. Ohne dass jemand sich dabei einmischt.
"Loki ist schmuck und schön von Gestalt, aber bös von Gemüt und sehr unbeständig. Er übertrifft alle andern in Schlauheit und in jeder Art von Betrug."
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Re:Der Skalde des Unbeständigen 04.02.2012 17:53:14 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Als der alte Nordmann etwas unverständliches über den Platz brüllte, sahen Cain und Ileana auf. Sie hatten am Feuer gesessen und jeder mehr oder weniger seinen Gedanken nachgehangen.
Cain hatte Mitgefühl mit dem alten Barde, er spürte eine gewisse Verbundenheit. Waren sie doch beide Entwurzelte. Doch im Gegensatz zu dem Barden hatte Cain in Makedonien sein Glück gefunden, während Od seines wohl eher verloren hatte. Jedenfalls trank er seinen Wein meist alleine, soweit Cain das beurteilen konnte.
Er achtete die Erfahrung des alten Kämpen sehr und hatte ihn vor mancher Schlacht um seine Einschätzung gebeten. Es stimmte ihn nachdenklich, wenn er, Od, so wie jetzt, übellaunig betrunken sah. Was geschähe, wenn Ileana aus seinem Leben treten würde? Würde er dann neben Od am Feuer sitzen, sich betrinken und der alten Zeit nachtrauern?
Od stierte mit glasigen Augen zu ihnen hinüber. "ich will nicht, dass er zum gespött des heerlagers wird" wandte Cain sich an Ileana, die seinem Blick gefolgt war. "vieleicht, wenn wir noch ein, zwei becher mit ihm trinken wird er ruhig genug, dass wir ihn in sein Zelt schaffen können, dort kann er seinen rausch ausschlafen" Fragend sah er Ineana an ob sie mit ihm herrüber gehen würde. Ileana zog ihre dichten Augenbraunen zusammen. "Wenn Du meinst, dass das notwendig ist. Aber so wie ich ihn kenne, schafft er das noch sehr gut alleine. Aber ja, ich werde ihn mal fragen ob er sich nicht zu uns setzen mag."
Sie stand auf, und ging zu Od hinüber.
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Letzte Änderung: 2012/02/04 17:53 von Ileana Hippokephalos.
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Re:Der Skalde des Unbeständigen 05.02.2012 12:29:29 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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'Was hast du nun wieder vor, Loki? Eine neue Prüfung für einen alten Mann' schoss es Od durch den Kopf, als er sah, wie Ileana auf ihn zu kam. Kommt sie, um den alten Skalden zu verspotten? Oder um ihn zu bemuttern und ihm zu sagen, dass er doch sein Nachtlager aufzusuchen solle, damit er seinen Rausch ausschlafen konnte? Vielleicht kam sie ihm auch, um ihm einen neuen Befehl zu geben. Ihm von Cain zu übermitteln, dass er mit einem Heer in den Norden ziehen sollten. Noch einmal diesen feigen Russen zu zeigen, dass auch ihr Hinterland nicht sicher ist.
Als Ileana bei Od war, schaute er sie mit einem festen Blick an und zog eine Augenbraue hoch. Er war sich sicher, dass er auf alles vorbereitet war. "Na, was gibts junge Frau?"
"Loki ist schmuck und schön von Gestalt, aber bös von Gemüt und sehr unbeständig. Er übertrifft alle andern in Schlauheit und in jeder Art von Betrug."
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Re:Der Skalde des Unbeständigen 07.02.2012 22:57:52 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Od schien in seltsamer Stimmung zu sein. Es war etwas anders, etwas das auch Cain manchmal umgeben hatte…damals als sie einander erst kennen lernten. Ein Schatten auf der Seele ? War es das, was Cain gemeint hatte. Doch als sie dann bei Od am Feuer angelangt war, schaute er ihr mit fragend hochgezogene Augenbraue entgegen "Na, was gibts junge Frau?" Wie sie es sich gedacht hatte, war er nicht halb so betrunken, wie Cain angenommen hatten, im Gegensatz zu ihr, Cains Palinka hatte zugeschlagen, als sie aufgestanden war, und sie hatte sich ein wenig unsicher auf den Beinen gefühlt. "Kommst Du rüber zu uns ans Feuer? Cain und ich würden uns freuen und ich wollte sowieso noch etwas mit Dir besprechen.“ Als sie sah wie er missmutig das Gesicht verzog, ergänzte sie schnell „... oder vielleicht würfeln wir auch nur eine Runde?" Sie ließ sich auf einen dreibeinigen Schemel nieder, der in der Nähe des Feuers stand. Sie blickte in ihren Becher und hielt ihn dann wortlos Od hin.
Auch Cain schlenderte herüber, als er sah, dass Ileana es sich an Ods Feuer bequem gemacht hatte. „ich grüße euch od“ er nickte ihm zu, blieb jedoch stehen und reckte nur seine Hände Ods Feuer entgegen.
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Re:Der Skalde des Unbeständigen 07.02.2012 23:20:50 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Nun waren sie beide da. Na mal schauen, was da noch kommt. Ileana wollte also noch was mit ihm besprechen. Mal sehen, welche Prüfung der Unbeständige diesmal für ihn hatte. Wollte sie wieder mit ihm verreisen, damit er gelangweilt an einem reich gedeckten Tisch sitzen musste. Noch einmal würde Od so etwas nicht überstehen, ohne sich dabei komplett zu blamieren.
Immer hin reichte sie ihm ihr Gesöff. Vielleicht nur, damit es fern von ihr hielt, damit sie nicht noch mehr davon trinken würde. Er roch an dem Becher. Es stank unerträglich, aber immerhin roch es stark. Das ist doch schon mal was. Od nahm einen Schluck und stellte den Becher neben sich. Erst jetzt, so schien es, schenkte er auch Cain seine Aufmerksamkeit. "Ich hab dir doch schon mal gesagt, dass ich mit ihrem ihr und dem sie nichts anfangen kann. Ich steh nicht über dir, wenn dann wäre es andersherum. Aber setzt dich doch auch noch Cain."
Ein wenig Gesellschaft würde Od vielleicht gut tun, auch wenn er sich zwingen musste nett zu sein. Es war heute einfach nicht der Tag zum freundlich sein. Aber mit den beiden würde er vielleicht auf andere Gedanken kommen. "Würfeln wollt ihr? Dann zeigt mal, wie viel ich heute gewinne." Od zog einen Geldbeutel hervor und legte ein paar Silberstücke auf seinen Schoß. "Cain wo du noch stehst, hole den kleinen Hocker aus meinem Zelt. Würfel habt ja hoffentlich ihr dabei." Od grinste.
"Was gibt es denn mit mir zu bereden, Ileana?" fragte Od in die Richtung von Ileana.
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Re:Der Skalde des Unbeständigen 08.02.2012 17:17:40 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Ileana nestelte an ihrem Würfelbeutel, es war doch sonst nicht so schwierig den Knoten aufzubekommen. "Zu besprechen, ja." Sie ließ die Würfel am Gürtel und versuchte sich konzentrieren. "Die Agema. Es geht um die Agema. Und Dich.."
Sie hatte es sich so gut überlegt, was sie sagen wollte. Aber jetzt war es gar nicht so einfach, die Gedanken beisammen und in Reihenfolge zu halten. "Der Schrank.." Der Schrank war immer ein guter Anfang. "Der Schrank und Deine Beförderung. Und Szun Tzu..., bist schon längst so weit. Immer noch nur Hetairoi. Alles Absicht!" Sie sah Od an und versuchte aus seinem Gesicht zu lesen, ob er ihre Meinung teilte. Sie fand es offensichtlich, das Od bei Beförderungen von Eckhard immer wieder benachteiligt und übergangen wurde. Nur irgendwie kamen ihre Worte nicht ganz so flüssig, wie sie sollten.
"Und die Agema. Die Larissiten..? Weiß nicht, was denkst Du? Hm, noch nie so viele Leute verschwunden. Deine Kinder. Bist auch kein Larissit." Od schien ihr nicht ganz folgen zu können, dabei war doch alles so sonnenklar. Wenn die Larissiten an die Macht kämen würde es gefährlich für alle Makedonen werden, die nicht orthodoxen Glaubens waren. Doch die Agema Helios mit jemandem wie Od an der Spitze würde ein gutes weltliches Gegengewicht zu den Larissiten bilden, die Adeligen organisieren, die nicht den extremen Larissiten angehörten. Wenn es gut lief, wäre die Agema vielleicht bald auch mehr als ein Gegengewicht zu den Larissiten.
Aber wenn Od das nicht verstand mußte sie wohl lauter sprechen. "Verstehst Du! Die Agema und Du! Du bist kein Larissit! Und dann bringen wir die anderen hinter uns. Dann muss der rote Teufel sich in Acht nehmen!" Sie unterstrich ihre Worte mit energischen Handbewegungen. "Bei Larissa, nu grins nicht so, das ist ernst! Du bist erfahren genug und stark genug. Gibt sonst keinen andern. Cain will nicht." Was redete sie da eigentlich, das hatte sie doch jetzt gar nicht sagen wollen, egal, vielleicht bemerkte er es nicht, wenn sie schnell weiter sprach. "Mußt mit Ed sprechen!" Sie sah ihn eindringlich an.
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Re:Der Skalde des Unbeständigen 09.02.2012 15:40:17 --- 3 Monate, 2 Wochen her
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Angestrengt versuchte Od den Worten von Ileana zu folgen. Er versuchte dabei möglichst ernst zu wirken, aber irgendwann konnte er das Grinsen nicht mehr unterdrücken. Wovon versuchte sie zu erzählen? Od hatte nicht den geringsten Schimmer. Wieder griff er zu dem Becher mit dem ungarischen Schnaps und trank einen Schluck. Vielleicht würden die Worte dann mehr Sinn ergeben, wenn auch Od einen Status der Betrunkenheit erreicht hätte, den Ileana schon überschritten hatte.
Irgendwie wollte der Schnaps aber nicht wirken. Od verstand immer noch nichts von dem, was diese Frau erzählte und so entschied sich Od dazu, den Becher mit dem Schnaps an Ileana weiterzureichen. Es war Od bewusst, dass sie da durch nicht weniger Unsinn erzählen würde, vielleicht sogar noch etwas mehr. Aber der Alte Mann erfreute schon der Gedanke, dass sie heute Abend ihren Mageninhalt los werden würde und dass Cain dafür sorgen müsste, dass dies nicht im gemeinsamen Zelt passieren würde.
"Na trink noch einen, junge Frau. Und dann erzähl noch mal von vorn. Vor allem den Teil mit Larissa habe ich nicht verstanden, fürchte ich. Und warum du mich auf irgendeine Seite ziehen willst." Od grinste. Er setzt ein paar Silbermünzen. "Und was ist jetzt mit den Würfeln?"
"Loki ist schmuck und schön von Gestalt, aber bös von Gemüt und sehr unbeständig. Er übertrifft alle andern in Schlauheit und in jeder Art von Betrug."
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