Ritterheere-Forum
Willkommen, Gast
Bitte anmelden oder registrieren.    Passwort vergessen?
Heiße Tage im kalten Marseille (1 Leser) (1) Gast
Zum Ende gehen Neues Thema Beliebt: 0
THEMA: Heiße Tage im kalten Marseille
 
Hybris de Limousin

Frankreich
Beiträge: 60
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Heiße Tage im kalten Marseille      05.04.2010 14:26:54 --- 5 Monate her  
Es begab sich zur Winterszeit an der Cote D‘Azur, dass der hoffnungsvolle Nachwuchs des französischen Großreiches zusammen kam um sich miteinander auf einem Turnier im schönen Marseille zu messen. Es sollte zunächst ein großes Melee stattfinden auf dem es nicht allein auf die Kampfkraft, sondern auch auf das taktische Geschick der Kämpfenden ankam. Erst danach sollte die erste Runde der Duelle beginnen.

Das Melee war ein wildes Durcheinander in dem es zunächst einmal nur darum ging sich ein wenig den Rücken frei zu halten um nicht vorzeitig im Staub zu landen.
Hier zeigte sich die großartige Ausbildung Friedrichs dessen Umsicht es ihm ermöglichte nahezu unbeschadet die ersten Minuten des Kampfes zu überstehen. Eindrucksvoll bewies er, dass er trotz seiner Jugend der geborene Ritter zu sein schien. Während es ihm gelang seinen Schild immer wieder rechtzeitig den Angriffen seiner Gegner entgegen zu werfen konnte er mit seinem Schwert eindrucksvoll den tapferen Aaragon zu Boden schicken, welcher sich zuvor gleich gegen zwei Kontrahenten auf einmal durchsetzen konnte.

Um sich den Rücken ein wenig frei zu halten wich er dann aber wieder etwas zurück und überließ Robert und Hybris die Arbeit. Während der Speerkämpfer sich gegen Caramis und Marie durchsetzte schickte Robert mit seiner Axt Löwenherz und Isigor zu Boden.

So waren es nur noch Friedrich der Zweite, Robert von Boulogne, Alec Sinclair und Hybris de Limousin, die auf dem Feld standen und nun machte sich Alec daran Robert aus dem Turnier zu befördern.
Die Ausbildung durch seinen Vater Friedrich I. von Oldenburg hatte sich bewährt. Trotz geringer Schlachterfahrung war es dem jungen Friedrich gelungen seine Gegner im Melee gegeneinander auszuspielen. Nun machte er aber seinen ersten und folgenschweren Fehler. Friedrich hatte das Kampfverhalten Roberts zu genau beobachtet und so war es Hybris gelungen ihn gemeinsam mit Alec in die Zange zu nehmen.

Glücklicherweise konnte er sich mit scheinbar leichten Verletzungen aus dieser ungünstigen Situation befreien, bemerkte aber schnell, dass sein Helm arg verbeult war und sein rechter Beinschutz auf seine Blutgefäße drückte, sodass sein rechter Fuß langsam taub wurde.
Er hatte nahezu ein Drittel seiner Kampfkraft durch diesen groben Stellungsfehler eingebüßt und jetzt fing der Kampf erst richtig an.

In der Zwischenzeit war es Hybris gelungen Alec mit seinem Speer so sehr in Bedrängnis zu bringen, dass dieser aufgeben musste und so kam es, wie es die Wetten bereits am Morgen hatten erwarten lassen.

Die erste Auflage des Zweikämpfes zwischen Friedrich und Hybris. Speer gegen Schwert, Leder gegen Platte, Geschwindigkeit gegen Ausdauer. Die Wetten standen leicht für Friedrich und Hybris versuchte immer wieder mit wenig Erfolg einen Weg durch die Deckung des Freiherrn von Oldenburg zu finden. Offensiv schlug Hybris auf Friedrich ein. Die Schläge prasselten nur so auf dessen Schild, während dieser der alten Schlachttaktik der Jugendzeit seines Vaters folgend nur sichere Treffer anbrachte. Da stieß der Graf von Limousin urplötzlich mit seinem Speer zu einem weiteren harten Stich zu. Normalerweise wäre dieser Angriff keine wirkliche Bedrohung für Friedrich gewesen aber nun blieb er mit seinem halb tauben Fuß an einem kleinen Stein hängen, so dass ihn der Speer mit ganzer Wucht am Oberkörper traf und er sich geschlagen geben musste.

So kam es, dass Hybris dieses erste Aufeinandertreffen für sich entscheiden konnte, aber er wusste, dass Friedrich ihn genau beobachtet hatte, seine Bewegungen analysierte und ihm den nächsten Kampf, sollte es einen weiteren geben, noch schwerer machen würde.

Nachdem Friedrich sich wieder ein wenig gefasst hatte half Hybris seinem Waffenbruder auf die Beine und ließ sich von ihm gratulieren: "Gut gekämpft Hybris de Limousin!
Euch will ich nicht in der Schlacht gegenüber stehen. Ich hoffe wir sehen uns zu einer Revanche im Duell!"

Doch bis dahin würden noch ein paar Tage ins Land gehen, denn ganz egal, was in Marseille in diesen heißen Wintertagen weiter passieren sollte, diese beiden würden sich frühestens im Finale wieder sehen und bis dahin war es noch ein sehr langer Weg.
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Hybris de Limousin

Frankreich
Beiträge: 60
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Heiße Tage im kalten Marseille      06.04.2010 20:01:41 --- 5 Monate her  
Nachdem die Kontrahenten wieder ein wenig zu Kräften gekommen waren, sollte es auch schon direkt mit der nächsten Disziplin weiter gehen, den Duellen. Hybris verfluchte bereits seine schlechte Vorbereitung. Vor lauter Taktikstudium und Muskeltraining hatte er seine Kondition völlig aus den Augen verloren und fühle sich arg geschwächt als er in Richtung Arena trottete. Zum Glück war das Turnier im Tjosten ausgefallen, denn auf seiner Mähre hätte er sich wahrscheinlich keine 100 Meter mehr halten können… selbst ohne das eine Lanze ihn aus dem Sattel hätte stoßen müssen.

Jetzt lag aber „nur“ noch ein Duell an, bevor er in der nächsten Gaststätte ungefähr drei Wildschweine verdrücken würde um sich wieder zu stärken. Das Los hatte es nicht gut gemeint mit dem Speerkämpfer aus Limousin. Unter den 14 Kämpfenden gab es genau 5 Favoriten: Alec Sinclair, Matilda de Livre, der Gastgeber Robert von Boulogne, sein ärgster Konkurrent im Melee Friedrich der Zweite und er selbst. Dabei traf er in der ersten Runde gleich auf Matilda, der Tochter von Ange und Agnes von Friedberg die, so wie sie sich bewegte, bereits im Plattenpanzer auf die Welt gekommen schien. Alle anderen Favoriten hatten leichte Lose gezogen und konnten erst im Halbfinale auf einander treffen, doch Hybris würde sich durch Schwert, Schild und Platte sein Fortkommen verdienen müssen.

Die Kämpfe von Alec und Friedrich sind schnell beschrieben. Alec machte mit Aaragon wenig Federlesen und gab sich nicht einmal die Blöße einer Verletzung. Friedrich spielte ein wenig mit Istvan und ließ sich ein paar Beulen in den Panzer schlagen aber böse Zungen behaupten, dass er nur seinen Schmied ein wenig ärgern wollte, weil dieser sich über sein Frühstück lautstark mokiert hatten. Sehr überraschend verlief der Kampf von Robert gegen Marie de Bellvue, eine junge und noch unbekannte Ritterin. Nach furiosem Start des Favoriten begann er sich auf seinen Lorbeeren auszuruhen, doch ein Kampf ist nun mal erst dann zu Ende wenn der Gegner am Boden liegend aufgibt. So konnte Marie aufholen und Robert in die Ecke treiben, bis es diesem mit letzter Kraft doch noch gelang, die Außenseiterin zu Fall zu bringen. Den schwersten Kampf aber lieferten sich Matilda und Hybris bei dem der Gräfin aus Burgund nur noch ein guter Treffer gefehlt hätte um in die nächste Runde vorrücken zu können.

Die zweite Runde des Turnieres gestaltete sich so langweilig wie ein Turnier nur sein kann. Robert hatte Losglück… obwohl, kann man es Glück nennen, wenn die zukünftige Gattin die Paarungen aus einem Topf zieht… und musste nur gegen seinen eigenen Leibgardisten antreten, welcher unglücklich über Roberts Schwert fiel und sogleich sicherheitshalber liegen blieb. Alec sah sich einmal kurz die Hellebarde an, mit der Mafdet auf ihn zustürmte und überlegte sich, dass dieses Ding doch arg tiefe Wunden reißen könnte und er sich besser nicht treffen lassen sollte. Gedacht, getan und schon war Ritter Sinclair eine Runde weiter. Auch Rual, der Gegner auf den Hybris in der zweiten Runde stieß trug eine Hellebarde in den Kampf. Da ihm noch alle Knochen vom Vortage schmerzten beschloss auch der junge Graf von Limousin auf Nummer sicher zu gehen und seinen Gegner so schnell in die Enge zu treiben, dass diesem keine Zeit für einen vernünftigen Schlag blieb. Einzig Friedrich ließ sich und Isigor ein wenig Zeit um die frisch gerichtete Rüstung wieder verbeulen zu können. Inzwischen hieß es unter Eingeweihten, dass es in dem Disput mit seinem Schmied wohl doch um mehr als nur um das schlechte Frühstück ging. Dem hohen Sohn aus dem Hause Oldenburg sei geraten, es sich nicht endgültig mit seinem Schmied zu verscherzen, denn nichts ist unglücklicher, als wenn sich die eine oder andere Schnalle mitten im Turnierkampf öffnet und der so tapfere Recke plötzlich im wahrsten Sinne des Wortes mit heruntergelassenen Hosen erwischt wird.

Nun stehen aber erst mal die vier Favoriten in Runde drei und man darf mit Spannung abwarten, wer es ins Finale schaffen wird. Alec Sinclair gegen Hybris de Limousin und Friedrich der Zweite gegen Robert von Boulogne heißen die Paarungen und die Spannung könnte kaum größer sein, wer am morgigen Tage wohl um die Krone der französischen Jungritter kämpfen darf.
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
 
Hybris de Limousin

Frankreich
Beiträge: 60
graphgraph
Benutzer offline Klicke hier, um diesem Benutzer eine private Nachricht zu schicken Klicke hier, um das Profil des Spielers zu sehen

Den Moderatoren den

Re:Heiße Tage im kalten Marseille      07.04.2010 21:52:09 --- 5 Monate her  
Der Tag des Halbfinales war gekommen und die Recken überprüften Ihre Rüstungen im ersten Licht der aufgehenden Sonne. Keiner hatte in dieser Nacht viel geschlafen und man sah allen vieren die Anspannung deutlich an. Die erste Paarung hieß Alec Sinclair gegen Hybris de Limousin. Alec war Hybris an Erfahrung weit voraus, aber man sah ihm an, dass er vor dem jungen Wilden aus Limousin trotzdem Respekt hatte. Genau den Respekt den es brauchte um vorsichtig zu sein und Hybris immer wieder in sein Schwert hinein laufen zu lassen. Man merkte ihm an, dass er sich gut auf diesen Kampf vorbereitet hatte und so sah Alec schnell wie der sichere Sieger aus. Hybris war schon mit einem Knie auf dem Boden als Alec zum entscheidenden Schlag ausholte aber unglücklich von der Sonne geblendet wurde, so dass er den Speer nicht kommen sah, der ihn direkt und schwer am Kopf traf. Verwirrt taumelte Alec zurück, geblendet und geschockt, da setzte Hybris auch schon direkt nach und konnte einen zweiten Treffer direkt über Alecs Ohr landen. Den dritten Schlag zum Kopf konnte Alec zwar mit seinem Schild abwehren, hatte aber nach dem Treffer am Ohr Schwierigkeiten sein Gleichgewicht zu halten, so das Hybris ihn mit letzter Kraft von den Beinen holen konnte und so als erster ins Finale einzog.

Der zweite Kampf des Tages zeigte sich wesentlich ungleicher und wenig spektakulär. Friedrich wusste jetzt, wer sein Gegner im Finale sein würde und er wusste, dass er mit seinen Kräften haushalten musste. Hybris war im Kampf gegen Alec bei weitem nicht so dominant gewesen, wie man es hätte erwarten können, aber er hatte bereits im Melee gegen ihn verloren und dieses Missgeschick sollte ihm nicht noch einmal passieren. Also besann er sich auf seine defensive, beobachtende und taktisch brillante Kampfweise, die ihm sein Vater beigebracht hatte. So kam es, dass Robert ihm gerade einmal zwei kleine Schrammen beibringen konnte, bevor sich dieser dem Mann aus dem Geschlecht der Oldenburger geschlagen geben musste. Der zweite Finalteilnehmer stand fest.

Der Finaltag begrüßte die Recken mit schlechtem Wetter. Nieselregen, eine aufgeweichte Arena, schwerer Boden. Es hatte zunächst den Anschein, dass dies ein Vorteil für Hybris in seiner leichten Rüstung sein könnte, doch wer den Grafen an diesem Morgen sah, der ahnte dass dies nicht sein Tag werden würde. Er hatte die ganze Nacht gegrübelt, sich überlegt wo Schwachstellen bei seinem Gegner sein könnten, wie er den Plattenpanzer knacken könnte. Er hatte Bücher studiert und nach Lösungen gesucht und dabei völlig vergessen zu schlafen oder zu essen. So sah man ihm nun an, dass die vergangenen Tage arg an ihm gezehrt hatten und ihm die letzte schlaflose Nacht den Rest gegeben hatte.

Als Friedrich seinen Konkurrenten in die Arena treten sah wusste er sofort, dass an diesem Tag kein gleiches Duell zu fechten war. Als fairer Waffenbruder bot er Hybris sogleich an den Kampf zu vertagen, dass dieser sich erst einmal ausruhen und etwas essen solle, doch das Turnierreglement sah keine Möglichkeit für Aufschub und so startete das Finale um den Lorbeerkranz von Marseille.

Obwohl er die Schwäche seines Gegners sah nahm sich Friedrich viel Zeit. Er beobachtete die Bewegungen des immer wieder heran stürmenden Hybris der seine letzten Kraftreserven aufbot und doch immer wieder zurück geschlagen wurde. So schien es, als ob Friedrich diesen Kampf ohne eine einzige Schramme gewinnen würde, bis Hybris zu einem letzten furiosen Ausfall ansetzte und Friedrich aus der Balance brachte. Auf einmal wendete sich das Blatt und Hybris konnte Treffer um Treffer setzen. Es sah schon so aus, als ob Friedrich in arge Bedrängnis kommen würde als Hybris mit seinem Stiefel in einem Wasserloch hängen blieb und direkt in das Schwert seines Kontrahenten fiel. Das Turnier hatte seinen Sieger gefunden, einen strahlenden Sieger, einen verdienten Sieger.

Der junge Hybris war der erste der seinem Freund Friedrich gratulieren konnte, bevor er vor Schwäche umkippte und ins Lazarett gebracht werden musste. An diesem Tage ging ein neuer Stern auf am fränkischen Ritterhimmel. Friedrich der Zweite schickte sich an in die Fußstapfen seines berühmten Vaters zu treten. Mit Genie und Geschick hatte er all seine Kämpfe bestritten und verdient das Turnier in Marseille gewonnen.
 
Kein öffentlicher Schreibzugriff erlaubt, bitte erst registrieren!
Zum Anfang gehen Neues Thema
Powered by FireBoarddie neusten Beiträge direkt auf Deinem Desktop erhalten
(+) Notizen:

Nur fuer Premium-Spieler.


Forum
Hilfe
Tutorials
Impressum
AGB
Partner
Anmeldung: 19742
Aktive:         2161
Online:         488
Gasthaus