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Ein letzter Blick zurück auf den Sitz des Thane, dann marschierte der Tross weiter in Richtung dieser südlichen Grafschaft, die von einer Räuberplage heimgesucht wurde. Einar marschierte in diesem kleinen Heer mit. Wobei das Wort Heer eher symbolisch für einen mehr oder wenig bewaffneten Haufen junger Krieger stand, der zur Konfliktbewältigung losgeschickt worden war.
Einar vermutete, dass es sich bei diesem Unternehmen um eine Prüfung für die jungen Männer und Frauen handelte. Würde er bestehen, so hoffte er, bald auf den einen oder anderen Viking mitgenommen zu werden. Sicher, er hatte schon gegen die Staufer und Sachsen gekämpft, doch dort kämpfte er Seite an Seite mit gut gerüsteten und erfahrenen Kriegern. Diesmal konnte er froh sein, wenn sein Nebenmann seine Fäuste richtig gebrauchen konnte. Einar blickte in die Gesichter verschiedener Männer, einige voller Zuversicht und Ehrgeizig, andere blickten stumm auf den Weg und setzten einen Fuß vor den anderen, ohne sich der Tatsache bewusst zu werden.
Über seiner Schulter trug er einen schweren Holzschild, den er sich kurz nach dem Befehl noch schnell besorgt hatte und ein langer Bogen, dessen Sehne schon einige Pfeile verlassen hatten. Am Gürtel hing eine Axt, die er mehr zum Holzhacken einsetzte als zum besiegen seiner Gegner. Der Bogen war einfach sein bevorzugtes Werkzeug. Doch was nützte das, wenn es doch einmal zum Nahkampf kommen sollte? 3 Krieger hatte er schon zum Training herausgefordert, doch keiner hatte seinen Wunsch nach Verbesserung der Fähigkeiten im Kampf angenommen. Einar hofft inständig, dass sich das ändern würde, schließlich stand ihnen ein Kampf bevor. Sicher, es waren bloß Räuber, doch man sollte jeden Gegner respektieren und schließlich waren die Räuber im Heimvorteil, kannten das Gelände und konnten sich auf den Kampf vorbereiten. Vielleicht konnte er mit den Heerführern reden, ob man ihn als Kundschafter einsetzen könnte. Sofort legte er an Tempo zu und schritt nach vorne um sich mit dem Heerführer zu sprechen.
2 Grafen schienen den Heerzug anzuführen, wobei die Frau, Svana Gunnvaldsdottir, den Oberbefehl zu besitzen schien. Er näherte sich ihr und sprach:
Jarlin Svana, Tochter Gunnvalds, ich hoffe ihr versteht, dass ich frei heraus spreche, was ich für ein Anliegen habe. Wir sind jetzt schon seit einiger Zeit unterwegs und ich konnte noch keine Versuche ausmachen, das vor uns liegende Gelände auszukundschaften. Wenn ihr mir gestattet, würde ich mit ein paar Männern diese Aufgabe übernehmen, um möglichen Fallen der Räuber aus dem Weg zu gehen.
Er hoffte, die richtigen Worte benutzt zu haben und wartete auf Antwort.
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