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Räuberjagd und Prüfung der Fähigkeiten (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Räuberjagd und Prüfung der Fähigkeiten
 
Einar

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Räuberjagd und Prüfung der Fähigkeiten      15.05.2010 19:03:38 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Ein letzter Blick zurück auf den Sitz des Thane, dann marschierte der Tross weiter in Richtung dieser südlichen Grafschaft, die von einer Räuberplage heimgesucht wurde. Einar marschierte in diesem kleinen Heer mit. Wobei das Wort Heer eher symbolisch für einen mehr oder wenig bewaffneten Haufen junger Krieger stand, der zur Konfliktbewältigung losgeschickt worden war.

Einar vermutete, dass es sich bei diesem Unternehmen um eine Prüfung für die jungen Männer und Frauen handelte. Würde er bestehen, so hoffte er, bald auf den einen oder anderen Viking mitgenommen zu werden. Sicher, er hatte schon gegen die Staufer und Sachsen gekämpft, doch dort kämpfte er Seite an Seite mit gut gerüsteten und erfahrenen Kriegern. Diesmal konnte er froh sein, wenn sein Nebenmann seine Fäuste richtig gebrauchen konnte. Einar blickte in die Gesichter verschiedener Männer, einige voller Zuversicht und Ehrgeizig, andere blickten stumm auf den Weg und setzten einen Fuß vor den anderen, ohne sich der Tatsache bewusst zu werden.

Über seiner Schulter trug er einen schweren Holzschild, den er sich kurz nach dem Befehl noch schnell besorgt hatte und ein langer Bogen, dessen Sehne schon einige Pfeile verlassen hatten. Am Gürtel hing eine Axt, die er mehr zum Holzhacken einsetzte als zum besiegen seiner Gegner. Der Bogen war einfach sein bevorzugtes Werkzeug. Doch was nützte das, wenn es doch einmal zum Nahkampf kommen sollte? 3 Krieger hatte er schon zum Training herausgefordert, doch keiner hatte seinen Wunsch nach Verbesserung der Fähigkeiten im Kampf angenommen. Einar hofft inständig, dass sich das ändern würde, schließlich stand ihnen ein Kampf bevor. Sicher, es waren bloß Räuber, doch man sollte jeden Gegner respektieren und schließlich waren die Räuber im Heimvorteil, kannten das Gelände und konnten sich auf den Kampf vorbereiten. Vielleicht konnte er mit den Heerführern reden, ob man ihn als Kundschafter einsetzen könnte. Sofort legte er an Tempo zu und schritt nach vorne um sich mit dem Heerführer zu sprechen.

2 Grafen schienen den Heerzug anzuführen, wobei die Frau, Svana Gunnvaldsdottir, den Oberbefehl zu besitzen schien. Er näherte sich ihr und sprach:

Jarlin Svana, Tochter Gunnvalds, ich hoffe ihr versteht, dass ich frei heraus spreche, was ich für ein Anliegen habe. Wir sind jetzt schon seit einiger Zeit unterwegs und ich konnte noch keine Versuche ausmachen, das vor uns liegende Gelände auszukundschaften. Wenn ihr mir gestattet, würde ich mit ein paar Männern diese Aufgabe übernehmen, um möglichen Fallen der Räuber aus dem Weg zu gehen.

Er hoffte, die richtigen Worte benutzt zu haben und wartete auf Antwort.
 
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Agilamundo Svanqvist

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Re:Räuberjagd und Prüfung der Fähigkeiten      16.05.2010 11:34:25 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
In der Rolle als verantwortliche Heerführerin war Svana noch keineswegs sattelfest - ohne Pferd auch sicher nicht ganz verwunderlich - und musste sich erst hineinfinden. Mit gemischten Gefühlen, dem Hin- und Hergerissen sein und flauen Magen führte sie den kleinen Tross an. Sie fühlte sich einerseits geehrt, dass man ihr das große Vertrauen entgegenbrachte, die Jungritter anführen zu dürfen, aber im nächsten Moment wieder unsicher, ob es eine so gute Idee war, sich freiwillig zu melden. Ihre Bewährungsstunde schien genauso gekommen zu sein und sie machte sich ernsthafte Gedanken darüber, ein passables Ergebnis abzuliefern.

Aus ihren Gedanken riss sie Einar, der eifrig heraneilte. Mit einem Lächeln begrüßte sie diesen und lauschte aufmerksam seine Worte. Er wirkte auf sie angespannt und sie spürte seine Unsicherheit. Für einen Moment durchdachte sie schließlich das, was er sagte und klopfte ihn beruhigend auf die Schulter. Es war für sie nicht einfach, eine Antwort zu finden, denn einerseits würde er auch nicht viel schneller zu Fuß sein als sie und nur unnötig Energie verbrauchen - da wären ihr die Reiter lieber -, aber andererseits wollte sie ihm nicht die Laune nehmen, die ebenso im Kampf wichtig ist. Nachdenklich und zögerlich begann sie zu nicken.

Gut, ich bin Einverstanden ... nur unter der Bedingung, dass ihr euch nicht zu weit vom Heer entfernt und wir uns nach vereinbarten Etappen sehen. Dann werde ich dir den nächsten Abschnitt der Route mitteilen. Nach dem sie ihren Satz beendet hatte, gab sie ihm den ersten Teil der Route bekannt, damit sich Einar auf den Weg machen konnte. Sie verriet ihm nicht, dass sie ohnehin vor gehabt hatte, den Tross in Gruppen einzuteilen und ausschwärmen zu lassen, damit die Räuber schnell aufgefunden und bekämpft werden können. Aber bis dahin müssen sie erst einmal alle ankommen ...


 
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Einar

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Re:Räuberjagd und Prüfung der Fähigkeiten      16.05.2010 12:17:46 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Grinsend ließ sich Einar etwas zurückfallen. Die Marschroute vor Augen, konnte er sich etwas von dem stupiden Marsch absetzen und etwas die Gegend erkunden, ohne das ihm sofort jemand über die Schulter schaute. Er rief ein paar Leute zu sich und machte sich mit dem kleinen Haufen auf den Weg.

Zuerst folgten sie einfach dem Weg, um schneller voranzukommen und etwas Abstand zur Truppe zu bekommen. Als die Gruppe fasst außer Sichtweite gekommen war, scherten sie nach rechts und durchstöberten einen kleinen Wald, indem sich jedoch nur ein paar Vögel aufhielten. Sie über eine Wiese, die an einem kleinen Bach gelegen war, der sich in Richtung ihrer vorgegebenen Richtung schlängelte und die Grenze zu einem weitern Wald bildete.

Unwahrscheinlich, dass sich in diesem Gebiet schon Räuber aufhalten.

Seine kleine Truppe folgte also dem Bach und mit wachsender Marschdauer sank bei den meisten der Männer die Aufmerksamkeit. Dies war nicht sonderlich verwunderlich, schließlich befanden sie sich noch in schwedischen Gebieten und würden noch ein Dorf passieren, das noch keine Raubzüge gemeldet hatte. Einar marschierte etwa im Mittelfeld der Expedition und kümmerte sich mehr um einige Männer, die anscheinend nicht in der Lage waren, ihre Geschwätzigkeit in den Griff zu bekommen. Als er sich an eines der männlichen Waschweiber heranschleichen wollte, brach auf einmal Panik im vorderen Teil aus. Der Schlag auf den Hinterkopf musste warten. Eine Bache war mit ihren Frischlingen aus dem Unterholz gebrochen und fühlte sich von der Zahl der Truppe bedroht. Die Männer stoben, aufgrund der Plötzlichkeit des Angriffes überrascht, auseinander. Während einige das Tier in Schach hielten, zog sich Einar den Bogen vom Rücken. Oder er versuchte es vielmehr. Der neue Schild, der sich ungewohnt am Rücken befand, verhedderte sich mit dem langen Bogen und auch das größte Fluchen und Winden half nichts. Während seines persönlichen Kampfes hatten die übrigen Männer die Bach und daraufhin auch die Frischlinge erlegt. Unter lautem Lachen halfen sie ihm aus seiner Misere.

Eine tolle Kundschaftertruppe haben wir hier. Ich will kein Wort hören wenn wir mit den übrigen wieder zusammentreffen!

Als sie den Angegebenen Treffpunkt erreicht hatten, suchten sie etwas Feuerholz zusammen, brieten die Wildsau mitsamt ihrem Nachwuchs und warteten auf die übrigen, die sich hoffentlich nicht zu viel Zeit gelassen hatten. Der Aufregung des gewaltsamen Wildschweinüberfalls war mittlerweile pure Belustigung gewichen.
 
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Svana Angelina

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Re:Räuberjagd und Prüfung der Fähigkeiten      16.05.2010 13:19:08 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
Ayana die älteste Tochter des dänischen Husjarls Blitz hatte mal wieder die Aufgabe des Kindermädchens bekommen. So nannte sie es neuerdings, wenn sie auf ihre kleinen Brüder aufpassen musste.

Wie so oft entwichen sie dem sicheren Lehen und suchten ihren Spaß in der Umgebung. Fluchend ging Ayana hinterher.

Begleitet wurde sie von Svana. Deren Mutter verstarb vor einiger Zeit und seither lebte Svana im Hause von Blitz auf dessen Lehen. Ihren Vater kannte Svana nicht. Sie wusste nur aus Erzählungen Ihrer Mutter, dass sie die Tochter eines unbekannten Schweden sei. Auch wusste sie, dass sie wohl in der Nacht eines schwedischen Überfalls auf die dänische Grafschaft gezeugt wurde. Was genau sich in jener Nacht vor über 7 Jahren zu trug wollte ihr keiner erzählen.

Als Ayana und Svana die beiden Jungs endlich eingeholt hatten, deutete der kleine Soeren Richtung Norden. Ayana erkannte in einiger Entfernung einige Reiter sowie einige Ritter die hinterher liefen. Einer davon hatte eine schwedische Fahne in der Hand.

Ayana zog Svana und ihre Brüder ins Gebüsch und bedeutete ihnen still zu sein. Als die Gruppe der Schweden vorbei war, rannten die Kinder zurück zum Lehen von Blitz. Als sie dort angekommen waren, stürmten sie in Richtung des Hauses von Blitz.

"Chiara" schrie Ayana als sie ihre Tante vor dem Haus erblickte "da draußen kommen Schweden".

Chiara die Schwester von Blitz schaute auf und sagte zu den Kindern:

"Seid ihr etwa schon wieder allein außerhalb des Lehens gewesen? Hatte ich euch nicht gesagt, ihr sollt nur in Begleitung von Erwachsenen weg? Dort könnten Räuber sein"

"Tante Chiara, ich bin doch schon 19" sagte Ayana und deutete stolz auf Ihren samischen Speer den sie in der Hand hielt. "Aber du weißt doch, die kleinen sind nicht zu halten"

Chiara versuchte böse zu schauen, aber auch die Kinder wussten, das ihre Tante nie lange böse war.

"Was ist nun mit den Schweden?" wollte Chiara wissen.

Ayana antwortete ihr: "Wir haben einige schwedische Ritter gesehen. Es sah aus, als suchten sie jemanden. Aber irgendwie waren sie auch sehr laut."

"Kinder geht ins Haus Und du Ayana sorgst dafür, das deine Brüder und deine Schwestern auch dort bleiben" sagte Chiara bestimmt.

Sie selbst war mehr besorgt als sie sich von den Kindern anmerken ließ. Chiara rief die Bauern und anderen Bewohner zusammen und teilte auch ihnen die Beobachtung der Kinder mit. Der anwesende Händler beruhigte sie.

"Chiara, sei unbesorgt. Ich selbst habe bereits heute Morgen im Dorf am Hafen gehört, dass in Kürze einige dänische Langbote im Hafen einlaufen werden. Dieses mal werden sie uns und unseren Besitz beschützen. Nicht so wie vor einigen Jahren bei diesem schändlichen Überfall. Trotzdem sollte es nicht schaden, wenn die Bauern das Lehen bewachen. Ich werde auch Boten zu den umliegenden Lehen schicken damit auch diese Vorkehrungen treffen können."

"Chaira, sollten die Schweden zu uns kommen, werden wir unseren Besitz verteidigen" sagte einer der Bauern

Chiara dankte den Männern und ging einigermaßen beruhigt zurück zu ihrem Haus.



 
Letzte Änderung: 2010/05/16 13:29 von Svana Angelina.
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Agilamundo Svanqvist

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Re:Räuberjagd und Prüfung der Fähigkeiten      17.05.2010 12:35:27 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Svana behielt den Erkundungstrupp noch eine zeitlang im Auge ehe sie sich abwendete und ihren Blick über die Anderen schweifen ließ. Die wenigen, die ihre Pferde dabei hatten, gingen gleichfalls zu Fuß und unterhielten sich angeregt mit dem Einen oder Anderen. Ein loser Haufen, der sich in die Länge zog. Doch sie wollte nicht allzu streng sein und auf Disziplin behaaren, denn dies konnten sie bereits zur genüge im Krieg und auf der Burg erfahren. Aber ein Bummelzug auf Rundreise sollte es ebenso wenig werden und forderte ihre Kameraden vielfach auf, zügig zu gehen und beisammen zu bleiben.

Noch hatten sie Glück mit dem Wetter und der Herbst zeigte sich von seiner schönsten, goldenen Seite, aber Svana wusste, dass sich das schnell ändern würde und bald Kälte und Nässe einsetzen. Und dann käme der Winter. Mit etwas Wehmut denkt sie nun an ihre kleine Familie. ‚Das nächste Julfest, dass ich wieder nicht zu Hause verbringen kann und diesmal noch nicht einmal mit meinen Liebsten’, grämte sich Svana. Sie hoffte jedoch sehr, dass Ante ebenso Zeit für seine Kinder finden würde wie für sein Schwein. Aber dafür würde Elin schon sorgen.

So zog sich der Marsch im herrlichen Sonnenlicht dahin, vorbei an Dörfern, Felder und Wäldern bis sie auf den Erkundungstrupp von Einar stießen. Bereits von weitem roch es nach Braten und die Neugier wie auch der Hunger trieb sie alle voran. Svana setzte ein verblüfftes Gesicht auf, als sie die Ritter rings um das Feuer samt brutzelndem Wildschwein sitzen und scherzen sah. „Wer hat euch denn da überfallen, dass das arme Schwein sein Leben lassen musste“, scherzte sie zurück. Diese Art der Rast war sehr erfreulich und sie ließ den Erfolg alle genießen.

Später noch am Feuer sitzend wurden Tricks und Kniffe ausgetauscht. Gerade von Einars Missgeschick war die Rede und es wurde rumprobiert und ausgetüftelt, wie sich der Bogen und das Schild am Besten tragen ließen. Svana sah diesem Schauspiel des fachmännischen Gesprächs geduldig und lächelnd zu.

~ + ~

Alles lief wie am Schnürchen – bis auf das Wetter, das nun immer ungemütlicher wurde. Der Tross kam aber gut voran und auf Einar war Verlass. Das beruhigte Svana sehr und bestärkte nicht nur sie darin, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, sondern auch Einar und seine Gefährten erhielten Anerkennung. Vor allem das Wildschweinabenteuer war für ein paar Tage das Gesprächsthema und erhellte den Trupp. Doch war es eine gute Übung für sie auf das, was nun kommen würde, denn so langsam näherten sie sich der dänischen Grenze und alsbald würden sie sie passieren. So wurde es Zeit, sich dem Heer mit paar Worten zuzuwenden:

„Wir werden bald auf dänischem Gebiet sein und uns dort den Räubern annehmen. Um nun effektiv die Räuber ausfindig machen zu können, werdet ihr in 5-Mann-Gruppen aufgeteilt. Jeder bekommt von mir eine Route und einen Sammelpunkt, um anschließend gemeinsam gegen die Räuber vorzugehen.

Die dänische Wacht weiß, dass wir erscheinen, aber inwieweit die Dorfbevölkerung darüber informiert ist, kann ich euch nicht sagen. Daher seid doppelt so vorsichtig. Falls es zu Konflikten mit Dorfbewohnern kommt und ich nicht anwesend bin, bittet darum, mir einen Boten zukommen zu lassen.“


Somit teilte sie den Tross auf, gab jeder Gruppe eine Route vor und entließ sie mit ihrer Aufgabe.


 
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Ezekiel

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Re:Räuberjagd und Prüfung der Fähigkeiten      17.05.2010 14:21:34 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Noch vor gar nicht allzulanger Zeit - moment es waren doch schon wieder über eineinhalb Jahre - wurde Ezekiel bewusstlos an der nördlichen Küste Schwedens angespült. Niemand, nicht einmal er, konnte sich an seine Existenz bis zu diesem Tag am Ende des Winters 1047 errinnern. Ein alter Mann in Thule, der ihn gefunden und als eine Art Enkelersatz betrachtete, taufte ihn auf den Namen Ezekiel. Er schwafelte etwas von einem Mann, der so ähnlich wohl geheißen haben sollte.
Ezekiel war dies nicht sonderlich wichtig und lang hielt er den alten Mann auch nicht aus. Denn er starb wenige Wochen später und Ezekiel war heilfroh, dass er noch keine Emotionen an den Alten verschwendet hatte. Er war ein Trottel. Also Ezekiel war ein Trottel. Wenn es irgendwas zum Versaubeuteln gab, er toppte alle im Versagen. 100m geraude aus laufen, ohne zu stolpern, die Schritte bewusst per Kopf zu koordinieren und vom Weg abzukommen, waren enorm lobenswert. Da er ohne Begleitung ins Landesinnere reiste, war er meistens der, der sich lobte. Doch das machte ihm nichts aus - alleine war er nie.

Gesellig, freundlich, schlau, wissend, weise und kühn waren keine Atribute, die Ezekiel zugeschrieben werden und so war er auch in seiner zweiten Station - Vaestmansland - eher ein Einzelgänger. Natürlich ging er ab und an in die Taverne und beteiligte sich an Diskussionen, doch sonderlich gern gesehen fühlte er sich nie. Warum auch? Er sagte Dinge, die lieber unausgesprochen bleiben sollten oder stellte sich dabei so trottelig an, dass man ihn mehr belächelte, als tatsächlich ernst nahm.

Schwede war er nie - wenn er auch nicht im Wissen über seine nationale Abstammung war. Die Sprache war ihm nicht fremd, aber ungewöhnlich. Ezekiel war, wie schon erwähnt, ein Trottel - doch es gab Situationen, wo er aufblühte: Das Duell. Gewissenhaft schlug er sich regelmäßig mit jedem, den er herausgefordert bekam. Anfangs war es zwar mehr ein Spektakel für die Außenstehenden, da er weder Waffe noch Strategie besaß, doch er verbesserte sich stetig. So viel vom Ezekiel von damals...



Heute ist Ezekiel einer der jungen Wikinger, die sich im Südosten über die Schwedisch-Dänische Grenze wagten. Hatten es doch diese dänischen Hunde gewagt eine Grafschaft zu drangsalieren und auszurauben. 'Eigentlich eine Frechheit, dass die Dänen uns die Arbeit machen lassen! Es ist doch eindeutig ihre Plage - ihre Schuld, dass schwedische Bauern leiden mussten.', dachte er, aber er hörte dann auch sofort auf, denn wer wusste es schon - vielleicht war er ja Däne ... wäre - allein aus der geografischen Situation - absolut denkbar.

Der Stopp des Tross riss ihm aus seinem Tagtraum. Neben seiner Vergangenheit, seiner möglichen Herkunft, war dort auch die adrette Reiterin vor ihm. Dass ihre Mähre nicht sonderlich gut roch, störte ihn nicht weiter. Er hatte nur augen für ihr kurzes güldenes Haar und ihr grünes Leinenhemd. Es blitzte immer mal wieder unter dem großen Schild auf. Sie war gewiss ein paar Tage älter. (Anmerkung des Autors: Ein paar Tage ist metaphorisch zu verstehen)
Er schritt an dem Pferd vorbei und überlegte, ob er ihr vom Pferd helfen solle, doch dann erinnerte er sich an den letzten Drang jemandem zu helfen: Eine alte Schwedin (Anmerkung: Nicht zu verwechseln mit dem Alten. Die Dame war nicht wirklich alt, doch für Ezekiel, war alles über 30 - oder zumindest, was so aussah, als wär es über 30 - nunja, .... alt!) stand inmitten eines Menschenüberfüllten Marktes rum und blickte hilflos umher und er half ihr sicher und zielbewusst aus der Menge heraus. Ärgerte er sich noch über die Undankbarkeit der Alten, erfuhr er wenig später, dass sie viele Stunden von ihren Kindern gesucht wurde und sie ihre Stimme verloren hatte. Wodurch hatte er nicht mit mitbekommen, weil er die Lokalität verließ.

Er entschied sich also weiter zu gehen und gesellte sich zur Wildsau und ertrug die Blicke der Anderen.

~+~ (Anmerkung: Neuer Zeitabschnitt)

Svana Gunnvaldsdottir, so hieß die Oberbefehlshaberin der Truppe. Sie war kaum älter als er selbst. Würde sie überhaupt wissen wovon sie redete? Er vermisste einen kampferfahrenen Schweden, der das alles überblickte. Immerhin war es sein Leben, welches er hier für Schweden bot! Einzig das Langmesser, welches er einem Fleischer kurz vor Reiseantritt noch... also er lieh es sich aus, schützte ihn vor feindlichen Kämpfern.
Seine Führerin teilte die Truppe in Sub-Truppen ein und er wusste, dass er kein Gruppenführer war - noch nicht. Er stellte sich sehr nah zu der blonden Schönheit, in der Hoffnung, dass er mit ihr in einer Sub-Truppe kategorisiert werden würde.
 
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Veldoras

Schweden
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Re:Räuberjagd und Prüfung der Fähigkeiten      18.05.2010 21:07:12 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Seit einigen Wochen waren sie nun bereits unterwegs nach Skane. Die Stimmung war gut und die meisten der überwiegend jungen Schwedenkrieger waren stolz für diese Mission ausgewählt worden zu sein. Svana Gunnvaldsdottir, Jarlin von Uppland, führte das Heer an und leistete sich bis jetzt keinen Fehler - doch die eigentliche Prüfung würde erst noch kommen.

Vel war mit einer kleinen Spähergruppe unterwegs um das Lager der Räuber aufzuspüren. Svana hatte mehrer solcher Gruppen losgeschickt. Vel war etwas besorgt, ob des Argwohns mit dem ihnen die Dänen, die hier lebten, ihnen begegneten. Er kam nicht umhin sich zu fragen, ob die Dänen vorab über ihre Jagd informiert worden waren. Selbst wenn, würden wohl die Bewohner hier nicht darüber informiert worden sein. Sollte die Intention des Schwedenheeres missverstanden werden, könnte sie ihr in Skane weit Schlimmeres als ein paar Räuber erwarten. Auch wenn er einem guten Kampf nicht abgeneigt war, so machte er sich Sorgen um die vielen jungen Ritter im Heer. Waren sie bereit? Sie hatte viel trainiert, aber waren sie wirklich schon soweit.? Er schob diese Gedanken beiseite, als kurz darauf ein Bote die kleine Spähergruppe einholte: "Sie haben das Lager ausfindig gemacht. Wir sammeln uns und greifen an!"
 
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Ansgar Wolfson

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Re:Räuberjagd und Prüfung der Fähigkeiten      18.05.2010 22:16:25 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Nur verhältnismäßig wenige Dänen waren mit dem Thane in Skane an Land gegangen. Alle übrigen warteten auf den Schiffen vor der Küste und patroullierten dort, falls die Räuber die Flucht über das Meer ergreifen sollten. Dann würde sie eine böse Überaschung erwarten.

Ansgar war auf der Asmundr schon vor einigen Wochen als einer der Ersten eingetroffen. Die rot-weißen gefärbten Metallzähne im weit aufgerissenen Drachenmaul am Bug des Schiffes glitzerten für einen kurzen Augebblick, als die Sonne den verhangenen Wolkenhimmel durchbrach. Nur wenige Sekunden dauerte dieses kleine Schauspiel. Doch der Glanz täuschte. In den letzten Monaten war das Langboot des Thanen etwas heruntergekommen. Sonst wurde es regelmäßig in Stand gesetzt, doch seit den Kämpfen gegen die Franken war dazu keine Zeit gewesen. Zur kurz war der Aufenthalt in Sjaelland und in Suedjylland war man mit anderen Dingen beschäftigt gewesen, vor allem dem Wiederaufbau.

Eine einzelne Schneeflocke schwirrte langsam und bedächtig heran. Sie tänzelte eine Weile vor Ansgars Gesicht herum. Der kleine Eiskristall landete schließlich genau zwischen seinen Augen, die er deshalb reflexartig kurz zusammen kniff. Als er sie öffnete und sich sein Blick nun wieder ungetrübt war, sah er den Rost an den Eisenzähnen...

Sie schlugen ihr Lager in der Nähe des Landeplatzes auf und holten als erstes Berichte der Bauern und Jäger in der Nähe ein. Anscheinend waren einige Schweden aus dem Norden unterwegs in diese Gegend, ebenfalls auf Räuberjag, vermutlich sogar nach den Selben. Nach ein paar Tagen wurde Ansgar unruhig und verlor zunehmend die Nerven. Alle bisher eingeholten Informationen enthielten noch nichts über den Aufenthaltsort der Räuber. Es waren immer nur Spuren zu finden, meist schon Stunden oder sogar Tage alt. Nur langsam schien der Dänentrupp ihnen näher zu kommen, die ausgebrannten Feuerstellen waren immer frischer, aber dem Thane ging es natürlich nicht schnell genug, was seine Mitstreiter auch anhand seiner schlechten Laune zu spüren bekamen.

Doch dann kam endlich die erlösende Botschaft.
"Ansgar, Ansgar" flüsterte eine Stimme unweit. Der dänische Späher kam gebückt und auf leisen Sohlen herangelaufen.
"Sie sind ganz hier in der Nähe. Wenn wir sofort aufbrechen, können wir sie diesmal erwischen, bevor sie sich wieder davon machen."

Der Thane sprang entschlossen auf und griff nach seinen Waffen. Ein kurzer Blick umher genügte und die Anderen wussten, was zu tun war. Innerhalb kürzester Zeit war die gesamt Mannschaft abmarschbereit und sie verfolgten die Spuren im Schnee zurück, die der Späher beim Rückweg hinterlassen hatte.
 
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Einar

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Re:Räuberjagd und Prüfung der Fähigkeiten      19.05.2010 16:35:23 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
Die ersten Räuber waren getötet, doch ihre Aufgabe war noch nicht erledigt. Zu viele hatten fliehen können und sich so der Rache Schwedens entziehen können. Es war gut möglich, dass diese sich erneut zusammenrotten und weiterhin wehrlose Familien auf schwedischem Boden angreifen würden.

Dies gefiel Einar gar nicht. Vor allem nicht, da er gehört hatte, dass in dem Gebiet, auf dem er ein Lehen erhalten hatte, eine Seuche ausgebrochen war.
Würden nun noch räuberische Überfalle die ohnehin schon geschwächte Landbevölkerung treffen, so wäre ihr Überleben gefährdet und somit auch sein eigener Lebensunterhalt.

Also schärfte er im Lager seine Axt und versuchte, die letzten Scharten zu tilgen, die sich während des Kampfes in seinem Werkzeug festgesetzt hatten. Nach einiger Zeit war auch dieses Werk vollendet und er kümmerte sich um seinen Magen.

Auf der Suche nach Nahrung und möglichen Informationen begab er sich zum großen Lagerfeuer, um das schon einige Schwedenkrieger versammelt waren.
 
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Ezekiel

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Re:Räuberjagd und Prüfung der Fähigkeiten      19.05.2010 20:29:46 --- 1 Jahr, 8 Monate her  
(Anmerkung: Betroffene Spielerin ist einverstanden damit, dass ich sie mit meinem Ezekiel in eine Gruppe stecke)

Ezekiel wusste nicht, was die blonde Schönheit an sich hatte, also neben der Schönheit und dem seidig goldenen Haar. Vielleicht war es die Tatsache, dass sie nahezu die Einzige war, die er noch nicht über ihn hat lachen hören. Wobei, gesehen hat er sie vor noch gar nicht all zu langer Zeit. Womöglich hat er ihr nur noch nicht die Gelegenheit gegeben, damit sie sich über ihn lustig machen kann. Doch dieser Moment würde kommen, gewiss.

~+~ (Kurze Zeit später)

Er ballte seine Fäuste und am Liebsten würde er laut auflachen und tanzen, denn er wurde mit der blonden Schönheit in eine Sub-Truppe gesteckt, damit sie nach den Räubern suchten. Ezekiel an sich hatte schon gar keine Lust irgendwelche dahergelaufene dänische Räuber zu suchen und zur Strecke zu bringen, hat er doch seine Räuberin längst gefunden. Sie kam, sah und stahl. Sein Herz gehörte nunmehr ihr - sie wusste es nur noch nicht.
Und während er aus seiner Traumwelt wieder aufwachte bemerkte er, dass er wippend auf einem Bein, den letzten Ton noch singend in Mitten eines kleinen Kreises verwunderter Schweden war. Verwunderung ist dabei aber lediglich ein schauspielerisches Talent der Schweden, denn die Meisten kannten schon den immer peinlichen und tollpatschigen Ezekiel. Jener hörte schon den Chor: "Ezekiel, Ezekiel, der Trottel kann nicht viel". Zu seiner Überraschung blieb dieser aber aus.

Die Aufmerksamkeit aller verbliebenen Schweden war ihm nun gewiss und er blickte zu der blonden Schönheit, die auf den Namen Kylee Aalissa hörte. Rot wurde er nicht mehr - er hatte sich schon längst an diese Momente gewöhnt, doch dieser war dennoch anders. Interessierte er sich bisweilen nur dafür nach solchen Momenten die Anderen zu meiden, da ihm die Gesangs- und Nachahmungsgesellschaft doch mehr schlecht als Recht nacheiferte, war es dieses Mal so, dass er die erbärmlichen Imitate vollkommen ausblenden konnte. Wenn auch nur kurz, danach sollten die Truppen nun endlich ausrücken.
Lang ließen die Räuber auch nicht nach sich suchen.

Nur wenige tollpatschige Szenen später: (Anmerkung des Autors: Ich will die Leserschaft ja nicht von einem Lachanfall in den nächsten stürzen)

Dicht hockten sie beisammen, Ezekiel dichter an Kylee Aalissa, als bei den Anderen, beobachteten aus sicherer Entfernung die Räuber. Dieses Gelumpe von unehrbaren Kerlen, denn Frauen konnte Ezekiel nicht erblicken und sollten sie da sein, würde er sie vermutlich auch nicht als solche wahrnehmen. Das Hauptlager war dies gewiss nicht, es sah eher so aus, als wären sie - die Räuber - gerade dabei ein kleines Kabuff zu leeren und diese Beute zu ihrem Hauptlager zu schaffen. Nachdem die dreckigen Hunde "ihr" Hab und Gut verladen hatten, machten sie sich auf den Weg - vermutlich zum Hauptlager, doch das wusste keiner der Schweden. Sie verfolgten sie und einige Tagesmärsche später, Ezekiel hatte mittlerweile blaue Flecke an den Knien, einige Schnittwunden - hervorgerufen durch ein dorniges Gebüsch - am Körper verteilt und eine Beule am Kopf, da er der Einzige war, der den tiefgewachsenen Ast nicht kommen sah - einige Zeit vorher. Doch damit nicht genug, war er zusätzlich noch in undefinierbaren Tierausscheidungen getreten und dieser Geruch machte nicht nur ihm zu schaffen, sondern hielt auch die Anderen auf Abstand. Ein Vorteil, der einzig bei einer Person zu einem Nachteil wurde.

Das Hauptlager erreichend ging Ezekiel gedankenverloren zum anliegenden Bach und wusch sich zum einen die Füße rein und zum anderen das Gesicht, denn das Wasser kühlte doch sehr gut die dicke Beule an seinem Kopf. Als er zurückkam, waren die Schweden nicht mehr eine so kleine Truppe. Nein! weit gefehlt! Der gesamte Tross an Jungen Kriegern unter Führung einer weiteren jungen Kriegerin war bereits in einer Schlacht gegen das Räuberspack! Und Ezekiel hatte sich noch gewundert, wer dort weiter unten des Baches wohl wie ein armer Irrer weglief - Jetzt wurde es ihm klar! 'Elend feiger Räuber!', schoss es ihm durch den Kopf.

Er zog das gestoh- .... geliehene Langmesser und schaltete sich in die Schlacht, wenn auch verzögert, ein. Und promt war seine Tollpatschigkeit passé, sodass er so vielen Räubern wie möglich einen Messerstich mitgab. Und tatsächlich konnte er einen auch töten, auch wenn dies nicht allein sein Verdienst war, so machte er doch, nach der Schlacht wohl bemerkt, eine Kerbe in seinen Wanderstock, den er unterwegs aus einem sehr geradlinigem Ast geschnitzt hatte...

~+~ (Nach der Heimreise zum Ausgangspunkt der Schweden)

Ezekiel ließ sich neben Einar ans Feuer fallen und suchte mit seinen Blicken den Blondschopf, den er in der Schlacht aus den Augen, und bei der Heimreise nie aus dem Sinn verloren hatte.
 
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