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Quo vadis, Aremorica? 26.06.2010 10:27:35 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Cardinal de Navarre war zutiefst erschüttert. Zuerst war man dem Kaiserreich im unsäglichen Krieg gegen die Horden der Wikinger zur Hilfe geeilt, hatte um jeden Zoll der tristen, grauen und verregneten Küsten Germaniens gekämpft und letzten Endes verloren.
Als sei dies nicht bereits genug der Schmach für die Bretagne, war Herzog Celas in der letzten, entscheidenden Schlacht in Gravenhage vom sämischen Grafen von Oulun darnieder gestreckt worden und lag seitdem im Fieber. Niedergeschlagen hatten sich die Ritter nach der Schlacht entlang der Kanalküste Richtung Bretagne aufgemacht, doch kam man wegen der zahlreichen Verletzten nur langsam voran.
In seiner Eigenschaft als Vorsteher der französischen Kirchensynode verließ de Navarre in Flandern den Tross des Herzogs und machte sich auf nach Paris, wo er sich um die Korrespondenz zu kümmern gedachte, für deren Beantwortung er während des Krieges keine Zeit gefunden hatte.
Wenige Wochen später erreichte ihn ein Brief der herzoglichen Kanzlei, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass der Herzog in Roazhon angekommen sei, sein Zustand sich durch die strapaziöse Reise allerdings noch verschlechtert habe. Beinahe in einem Nebensatz verwies man den Kardinal auf einen neuen Gesetzeserlass, den sein Schützling Philippe de Valois im Namen des Herzogs in der Bretagne erlassen hatte.
Stolz auf den Tatendrang des jungen Valois widmete sich de Navarre daraufhin dem Studium des neuen Gesetzes, was zu seiner Verwunderung die Besitztümer der Kirche und den Verhaltenscodex der Geistlichkeit in der Bretagne betraf. Zeile für Zeile verfinsterte sich das Gesicht des Ehrenkanzlers der Bretagne bis es schließlich die Farbe einer überreifen Sauerkirsche angenommen hatte.
Philippe hatte in seiner Eigenschaft als Innen- und Außenkanzler der Bretagne - zu deren Amt de Navarre ihm selbst verholfen hatte - zwar weit reichende Befugnisse, doch betraf dieses Gesetz Bereiche des klerikalen Zusammenlebens, die die Kurie und wohlmöglich auch die Inquisition unmöglich ignorieren oder gutheißen konnten. De Navarre fürchtete um das Wohl des Herzogtums, denn der Papst war nicht gerade für seine Milde gegenüber ketzerischem Gedankengut bekannt - an die Inquisition mochte der Kardinal gar nicht erst denken.
Als sei der Teufel persönlich hinter ihm her, verließ de Navarre den erzbischöflichen Palais zu Paris und sprengte zu Pferde Richtung Roazhon in der Hoffnung, dass er das schlimmste von Herzog und Kanzler noch abwenden könne...
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Re:Quo vadis, Aremorica? 26.06.2010 14:10:58 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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So war es bereits Juli als Cardinal de Navarre die Grenzen der Bretagne in äußerster Hast überquerte und endlich die Hofburg des Herzogs an den östlichen Ausläufern des Massif Armoricain erreichte.
Nachdem er sein Pferd der Obhut des herzoglichen Rittmeisters anvertraut hatte, eilte de Navarre sogleich in die Hohe Halle von Roazhon und ließ sich von Hofmarschall Alain de Montfort über den Gesundheitszustand des Herzogs informieren.
"Es steht um den Gesundheitszustand de Son Altesse Royale le Duc schlechter denn je, Euer Eminenz. Die schwärende Wunde an der Seite des Herzogs hat nicht zu eitern aufgehört und seit mehreren Tagen spricht er nur noch im Fieberwahn zu uns, von einigen wenigen Momenten der geistigen Klarheit abgesehen. Nur der Herr kann nun noch ein Wunder wirken...", seufzte de Montfort niedergeschlagen. Man sah seinem sonst fröhlichen Naturell die Strapazen der letzten Wochen deutlich an.
"Seid bedankt für Eure steten Bemühungen um das Wohl Seiner Königlichen Hoheit während meiner Abwesenheit, werter de Montfort. Macht Euch keine Vorwürfe - ich bin sicher, dass Ihr alles in Eurer Macht stehende getan habt, um Herzog Celas' Genesung voranzutreiben. Wenn Ihr mich nun entschuldigen wollt, ich werde dem Herzog nun meine Aufwartung machen", entgegnete de Navarre mit einiger Sorge, denn obwohl der Herzog einen exzellenten Ruf als Liebhaber genoss, hatte er doch nie geheiratet und dem Thron keine legitimierten Erben hinterlassen.
Es drohte folglich eine Revolte unter den Edlen der Bretagne, sollte der Herzog vor seinem Tode nicht noch einen Nachfolger benennen, der vom Adel des Herzogtums vorbehaltlos anerkannt wurde. Die Liste der herzoglichen Verwandtschaft war kurz und nur noch über die mütterliche Linie gab es vereinzelte Nachfahren, die einen Anspruch auf den Thron erheben konnten. Neben einigen unbedeutenden Häusern der Atlantikprovinzen hatte sogar das Haus de Navarre selbst einen Nachkommen königlichen Geblüts vorzuweisen:
Cardinal de Navarres Cousin Edouard de Navarre, der seit der Weihe des Kardinals zum Priester vor etlichen Jahren der offizielle Vorsteher des Hauses war, hatte wiederum eine Cousine des Herzogs geheiratet und mit ihr zwei Söhne gezeugt, Henri und Louis de Navarre. Ob diese Verflechtung mit dem Königshaus allerdings die Zustimmung des Herzogs und des bretonischen Adels finden würde, war nach dem Dafürhalten des Kardinals allerdings mehr als fraglich.
Nichtsdestotrotz brauchte das Herzogtum mehr denn je stabile Verhältnisse, um für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein, die Gerüchten zufolge wenig Gutes zu verheißen schien. Angeblich drohte Chancelier de Valois wegen seines fragwürdigen Kirchengesetzes ein Inquisitionsprozess - nicht auszudenken, welche Konsequenzen dies für die ohnehin angeschlagene Bretagne nach sich ziehen könnte! Doch damit musste der Kardinal sich zu einem anderen Zeitpunkt auseinandersetzen.
In tiefer Sorge verabschiedete sich de Navarre von de Montfort und eilte weiter in die Privatgemächer des Herzogs in der Hoffung, seinen Herrn in einem der wenigen Momente der geistigen Klarheit anzutreffen, von denen der Hofmarschall zuvor gesprochen hatte. Die Thronfolge musste um jeden Preis geklärt werden, sollte die Bretagne nicht im Chaos des Erbfolgekrieges versinken...
Guillaume de Navarre traf seinen Herzog fiebrig, doch ruhig schlafend in seinem Krankenbett vor, der Kampf gegen die Verwundung hatte den Herzog um Jahre altern lassen. Mit Tränen in den Augen blickte der Kardinal auf seinen Herrn herab und betrachtete die eingefallenen Züge des Mannes, der so viele Schlachten für sein Herzogtum gewonnen und den Provinzen des Reiches mit weisen Reformen zu bescheidenem Wohlstand verholfen hatte.
De Navarre schlug das Kreuz, sprach ein inbrünstiges Gebet für die Genesung des Herzogs und sank auf einen Schemel neben dem Krankenbett des schwer Verwundeten nieder. Dann verharrte er in trauriger Ungewissheit darauf hoffend, dass der Herzog ein letztes Mal zu seinem treuesten Diener sprechen möge...
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Re:Quo vadis, Aremorica? 27.06.2010 13:29:36 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Celas wusste nicht, wie lange er schon im Fieber darnieder lag und nur noch gelegentlich wach wurde. Waren es nur Tage oder doch schon Monate? Er hätte es nicht sagen können...
45 Jahre wanderte er nun schon auf Erden, 30 davon im Dienste der Bretagne. Zwei Herzöge hatte er überlebt, bevor er selbst zum Herzog gekrönt worden war. Viele seiner alten Weggefährten und Freunde waren schon Tod und nun schien es als ob er ihnen folgen würde.
Schon seit Tagen spielte sich in seinen Träumen sein Leben als Endlosschleife vor seinem inneren Auge ab. Immer und immer wieder sah er endlose Schlachten: Ob im Kampf gegen die Wikinger, während der langen Verteidigung Spaniens gegen Cordoba oder aus dem schier endlosen Krieg des Französischen Großreiches gegen die Deutschen. Welche Schlacht zu welchem Krieg gehörte, vermochte er schon lange nicht mehr zu unterscheiden, zu groß waren die Schmerzen seiner Wunde.
Er wusste, dass seine Zeit gekommen war, also nahm er all seine Kraft zusammen und zwang sich dazu aufzuwachen, in der Hoffnung dass jemand anwesend sein würde um seinen letzten Willen zu hören. Langsam öffnete er die Augen und bemerkte erleichtert, dass eine einsame Gestalt neben seinem Bett saß und verschiedene Schatten hier und da durch das Zimmer huschten.
Als der Herzog den Schemen neben seinem Bett erkannte, musste er unweigerlich anfangen zu lächeln. Es war Guillaume, sein langjähriger Freund und Gefolgsmann.
"Guillaume, alter Freund. Ich weiß du willst es eigentlich nicht hören, aber ich fürchte meine Zeit ist gekommen - und ich habe keinen Erben. Aufgrund deiner langjährigen Dienste und der deines Hauses habe ich mich dazu entschieden, unseren gemeinsamen Großneffen als rechtmäßigen Nachfolger auf den Thron der Bretagne zu erheben. Ich hoffe, dass sein junger Geist der Bretagne genauso gut tun wird wie es mit dem unseren damals war."
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Re:Quo vadis, Aremorica? 27.06.2010 19:12:31 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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De Navarre schien es als sei eine halbe Ewigkeit vergangen, seit er sich zu seinem geliebten Herzog an das Krankenbett gesetzt hatte. Mit jedem Augenblick schwand die Hoffnung, dass sein Herr noch ein letztes Mal die Augen öffnen und zu ihm sprechen würde. Durch den Schleier der sorgenvollen Trauer nahm der Kardinal kaum wahr, dass dann und wann Bedienstete und Edle des Hofes in die Kammer traten, um nach dem Zustand des Herzogs sowie seinem eigenen Wohlbefinden zu fragen.
Es war bereits später Abend als Hofmarschall de Montfort nach Erfüllung seiner täglichen Pflichten die Kammer betrat und zusammen mit der Ehrengarde des Herzogs diskret Stellung in der Nähe des Krankenbettes bezog wie er es in jeder Nacht seit langen Wochen tat. Ob es nun die plötzliche Ruhestörung war oder der Herzog die Anwesenheit de Navarres verspürte, doch plötzlich schlug der Herrscher der Bretagne die Augen auf. Obwohl sein Blick fiebrig war, schienen seine Augen von einer seltsamen Klarheit erfüllt.
Sofort beugten sich alle Anwesenden näher zum Bett des Kranken und lauschten dem, was der Sterbende zu sagen hatte. Selbst der herzogliche Schreiber war von seinem Pult aufgesprungen und stand nun mit gezückter Feder und zitternder Hand am Bett der Königlichen Hoheit.
Nachdem der Herzog geendet hatte, rang Cardinal de Navarre um Fassung und ergriff seinerseits das Wort. Mit aller Kraft, die ihm noch verblieben war, versuchte er seinem Herrn Trost zu spenden und Zuversicht zu geben.
"Euer letzter Wunsch sei mir und allen Getreuen der Bretagne Befehl, mein Herzog. Seid versichert, dass ich mich persönlich um die Ausbildung und den Schutz des Thronfolgers kümmern werde bis er sein sechzehntes Lebensjahr erreicht hat und edn Thron besteigen kann. Ich bin sicher, dass er Euch ein guter und würdiger Nachfolger sein wird."
Cardinal de Navarre hielt kurz inne und winkte dann den Beichtvater des Herzogs herbei. Nachdem dieser dem Herzog die Beichte abgenommen hatte, nahm de Navarre persönlich die Letzte Ölung des Herzogs vor und spendete dem Sterbenden im Anschluss die Heilige Kommunion. Der Kardinal bemerkte, dass der kirchliche Beistand dem Herzog sichtlich das Herz erleichterte und ihn von der Todesfurcht befreite, die bis dahin auf seiner Seele gelastet hatte. Ermutigt von den offenbar zurückkehrenden Lebensgeistern seines Herrn ergriff de Navarre abermals das Wort:
"Mein Herzog, könnt Ihr Euch noch an die Kirchengesetze erinnern, die Ihr kurz nach Eurer Ankunft in Roazhon erlassen habt? Die Erlässe, die Euch der junge Valois zum Siegeln vorlegte? Großes Übel scheint daraus für unser geliebtes Herzogtum zu erwachsen – und so frage ich Euch: Habt Ihr vom Inhalt dieser Gesetze gewusst oder hat der junge Valois eigenmächtig gehandelt?"
Doch obwohl dies eine Frage größter Wichtigkeit für den Kardinal persönlich als auch für die Belange des Herzogtums insgesamt war, wartete de Navarre vergebens auf eine Antwort. Mit einem entrückten Lächeln starrte der Herzog seinen treuesten Diener in die Augen und der höchste Kirchenfürst Frankreichs wurde sich bewusst, dass er seine Frage zu spät gestellt hatte.
Son Altesse Royale, Duc Celas de Bretagne, Fürst von Kastilien, Navarra, Aquitanien und Vasconien, oberster Lehnsherr des Languedoc, Calvados und Valentinois, hatte die Leiden dieser Welt hinter sich gelassen und war dem Ruf des Allmächtigen gefolgt.
Der Herzog der Bretagne war tot.
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Re:Quo vadis, Aremorica? 28.06.2010 22:14:01 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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..... doch es blieb keine Zeit zum Trauern. Nicht für Jean de Metz. Nicht für einen alten Haudegen wie ihn. Einen, der jetzt die Heere zu reorganisieren hatte und die Soldaten der Bretagne auf Vordermann zu bringen hatte. Jean war sich sicher, Guillaume de Navarre spendete dem bretonischen Reich Trost und Segen. Zudem sollte da noch eine weitere Eminenz am Hofe willkommen geheissen werden. Ein Mann der Kirche, der sich wohl auch intensiv um das Wohl und Seelenheil der bretonischen Bevölkerung kümmern sollte - so tuschelten jedenfalls die Hofdamen. Man musste abwarten. Vorerst galt, Boden zu gewinnen und das Heer voran zu bringen. Sie mussten sich verdammt beeilen - die beiden Ritter, die sich dem Heere anschließen wollten. Dennoch waren die Chancen gut. Der Boden war schlammig und es regnete unaufhörlich. So kam es, dass seine Excellenz, der Constable das Marschtempo verringern ließ.....
Sohn von Jean de Metz. Constable und Oberbefehlshaber aller englischen Truppen Ehemals Constable und Oberbefehlshaber der bretonischen Truppen Ehemaliger Kronritter der Bretagne Ehemaliger König der Fatimiden youtube.com/watch?v=ggI7S4EzlKA
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Re:Quo vadis, Aremorica? 04.07.2010 19:57:34 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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Die Wiedersehensfreude war immens. Beide Veteranen reichten sich die Hände, fielen sich in die Arme und konnten es kaum glauben......
Da stand er also vor ihm - dieser schlaue Fuchs von einem Adeligen, der so lange die Geschicke des fatimidischen Volkes gelenkt hatte. So lange, bis die Anzahl der muslimischen Feinde und Anfeindungen einfach zu gross ward und schließlich musste man ehrlich sein und klein beigeben und das Zepter der christlichen Verwaltung niederlegen. Doch sei's drum - Alencon befand sich auf dem Land seiner Vorahnen und war überglücklich, Jean de Metz, den alten Haudegen aus der Bretagne, wiederzusehen!
Es gab viel zu erzählen über die Zeit als Sonderberater des italienischen Königreiches, über die Einnahme von Hellas im Reiche der Ritter des Kreuzes und schließlich musste er unbedingt noch in Erfahrung bringen, dass seine Excellenz Warlord doch am Leben war. Gott sei gepriesen. Auf seiner langen Reise hörte Alencon immer wieder von diesen Gerüchten. Nun, seine Excellenz de Metz vermochte ihn bestimmt darüber aufzuklären.....
Botschafterin für Äußere Angelegenheiten Englands Tochter des Herzogs von Alencon dieser ehemals Graf von Poitou Charentes im Herzogtum der Bretagne und Adjudant seyner Exzellenz Jean de Metz Ehemaliger Constable (Kriegsminister und Heerführer) der Fatimiden
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Letzte Änderung: 2010/07/04 19:58 von Comtesse IsabeauDeAlencon.
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Re:Quo vadis, Aremorica? 05.07.2010 01:05:23 --- 1 Jahr, 7 Monate her
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"Jean de Alencon, Jean de Alencon - wahrlich, Ihr seyd es wirklich! Kommt in mein Zelt - ich habe Euch viel zu erzählen..... Wachen, wir wollen nicht gestört werden. Louis - laßt noch Wein bringen. Eilt Euch - rasch. Und laßt seyne Excellenz Alec zu mir bringen - er soll meinen Freund hier kennenlernen..... hoho, Alencon, Ihr habt uns wahrlich noch gefehlt....."
Sohn von Jean de Metz. Constable und Oberbefehlshaber aller englischen Truppen Ehemals Constable und Oberbefehlshaber der bretonischen Truppen Ehemaliger Kronritter der Bretagne Ehemaliger König der Fatimiden youtube.com/watch?v=ggI7S4EzlKA
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Re:Quo vadis, Aremorica? 18.07.2010 16:47:41 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Die Zeit ging ins Land.
Jean war mit seinen Gedanken bei seinem Vertrauten Jean de Alencon, der nun die Ehre hatte, das kleine Heer seiner Excellenz Alec Sinclair zu verstärken. Die Neustrukturierung diverser Grafschaften und Lehen war nun abgeschlossen. Gott sei gepriesen.
Nun wartete eine neue Aufgabe auf die kleine Spezialeinheit - sie sollten eine weitere Grafschaft für das Herzogtum Bretagne unter Verwaltung stellen......
Und de Metz? Er befand sich schon wieder mit seinem Heer auf See und dachte: "Arrgh, dass wir Sardinien nicht völlig einnehmen können, ist wirklich schade. Was müssen sich auch die Cordobaren ewig lang hier herumdrücken?"
Später, in der Konferenz mit seinem Führungsstab in der Kajüte des Kapitäns sprachs er aus: "Das cordobarische Heer muss doch kaum noch Proviant haben..... wie können wir es nur anstellen, sie auszuhungern, werte Excellenzen?" Doch niemand sprach, alles verstummte. Stattdessen klopfte es an die Kajüttür.
"Herein!" De Metz' Ton war wie immer nach Gutsherrenart ausgefallen.
Ein Schiffsjunge betrat eingeschüchtert den Raum. "Verzeiht, Eure Excellenz - eine Depesche von den Burgundern....."
"Danke Jacques." entgegnete de Metz und brach das Siegel. Sofort hellte sich seine Gesichtsmiene auf. "Monseigneures - hier haben wir die Lösung......"
Kurze Zeit später ließ der Kapitän Vollzeug setzen, die Brise war frisch und kräftig und trug die "Saphire" an ihr nächstes Ziel.....
Sohn von Jean de Metz. Constable und Oberbefehlshaber aller englischen Truppen Ehemals Constable und Oberbefehlshaber der bretonischen Truppen Ehemaliger Kronritter der Bretagne Ehemaliger König der Fatimiden youtube.com/watch?v=ggI7S4EzlKA
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Re:Quo vadis, Aremorica? 23.07.2010 01:56:40 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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"Waaas? Das cordobarische Seeheer ist außer Sichtweite?" De Metz war fassungslos.
"Jawohl Sire - unsere Späher können von ihren Bergkuppen keine Segel mehr entdecken..... bis auf.....". Der Adjutant des Kriegsminister geriet ins Stocken.
"Jaaa Jean-Pierre.... so macht doch den Mund auf! So redet schon." Alle Anwesenden im provisorischen Konferenzzelt waren gespannt wie ein englischer Langbogen. Alle waren da - hochrangige burgundische Vertreter, Kanzler, Grafen und nicht zuletzt der bretonische Regent Guillaume de Navarre.
"..... bis auf die Segel, die sich von Westen her nach Sardinien nähern!" entgegnete de Metz' Adjutant. Ein Raunen ging durchs Zelt. Alle Anwesenden schienen überrascht oder gar erleichtert. Doch was hatte dies nur auf sich?
De Metz ergriff das Wort. "Meine verehrten Monseigneures, wir alle wissen - viele von uns wollen zurück in die Heimat, zu unseren Familien und Höfen. Dennoch - laßt uns noch eine Aufgabe erfüllen. Ihr wißt, wovon ich spreche." Viele nickten beistimmend zu, andere bejahten in anderer Art und Weise. "Doch nun laßt uns erst einmal unsere französischen Brüder willkommen heissen und die nächste Flut abwarten....."
So, wie es aussah, musste die Heimat, das burgundische Festland noch warten. So, wie es aussah, trieben sich in diesen Gewässern noch etliche Strolche, versprengte Truppenteile oder vielleicht doch noch cordobarische Seeheere herum...... man konnte sich nie sicher sein. Zu kompliziert und langwierig war dieser Krieg schon gewesen.
Da hatte es seine Excellenz des Inneren, Alec Sinclair, leichter. Die Einnahme von Kastillien schien ein Kinderspiel. Gewiß waren er und seine Getreuen schon bald wieder auf der Heimreise nach der Bretagne, um das bevorstehende Jungritter-Turnier vorzubereiten und die Heimat zu sichern......
"Jean..... Jean..... Ihr seid geistesabwesend....." Jolie, eine der neuen Jungritter-Damen, zupfte ihn am Ärmel.
"Ach - Ihr seid's, Jolie. Verzeiht, ich war in Gedanken..... in Gedanken bei meinem Hofe und bei meinem verstorbenen Weibe....."
"Nehmt diesen Becher Wein - das wird Euch gut tun, Eure Excellenz." Damit zog sie ihn weg - alle anderen waren schon längst gegangen.
Sohn von Jean de Metz. Constable und Oberbefehlshaber aller englischen Truppen Ehemals Constable und Oberbefehlshaber der bretonischen Truppen Ehemaliger Kronritter der Bretagne Ehemaliger König der Fatimiden youtube.com/watch?v=ggI7S4EzlKA
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Re:Quo vadis, Aremorica? 23.07.2010 16:30:43 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Es war geschafft. Kastilien war erobert. Nun konnte man schon bald mit dem Eintreffen der nächsten Flut wieder auslaufen und Segel setzen.....
Wie mochte es nur Jean de Metz und seinen Getreuen derweil auf Sardinien ergehen? Und vor allem auch Guillaume de Navarre, dem Regenten der Bretagne. Ob alle wohl auf waren und unverletzt? Depeschen, gar eilige, waren einfach nicht zu befördern. Zu viele Truppenteile waren versprengt oder vermisst. Doch es kamen immer wieder landläufige Gerüchte durch. So sollen angeblich ein Teil der maurischen Ritter wieder frei gelassen worden sein. Ganz im Gegensatz zu den sizilianischen Söldnern - diese würden wohl bis ans Ende ihrer Tage kein Tageslicht mehr zu sehen bekommen - hörte man.
Alencon vermisste seine geliebte Jennifer. Jennifer von Nuwenburg, eine Gräfin alten Adels im Königreich Italiens. Doch er war sich sicher, er würde sie eines Tages wiedersehen. Dies musste einfach so geschehen, schließlich war der Bund der Ehe mit Gottes Gnaden und kirchlichem Zeremoniell geschlossen worden. Man munkelte, nach der Ausbildung der Knappen und Jungritter wolle das französische Grossreich zu einem wirklich grossen Turney für nah und fern laden. Doch bis dahin war es noch ein weiter Weg. Alencon musste sich also noch gedulden, seine Gemahlin in die Arme zu schließen.
Eine ablandige Möwe wieß ihnen den Weg.....
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