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Ich erwachte unter pochenden Schmerzen aus meinem Schädel. Sofort spürte ich die Ketten an meinen Handgelenken, und irgendwie bewegte sich der Boden. So schlug ich meine Augen auf. Die Sonne schien mir ins Gesicht und ich brauchte ein paar Augenblicke um meine Umgebung zu erkennen. Ja, der Boden schwankte tatsächlich. Das musste er auch, wurde doch der vergitterte Wagen auf dem ich lag von zwei starken Ochsen gezogen. Um mich herum waren Wachen zu sehen. Sechs erkannte ich auf den ersten Blick. Den Wappen nach Spanier und Franken oder Burgunder. Man hatte mir Hand- und Fussfesseln angelegt und diese am Wagen festgekettet. Ich ruttelte daran, nur um festzustellen, dass ich sie sicher nicht aufbrechen konnte.
"He, er ist wach." rief einer der Begleiter und zeigte mit dem Speer in meine Richtung. Muehsam versuchte ich mich einigermassen aufzurichten. "Wo bin ich?" Meine Bewacher lachten. "Das geht dich nichts an du dreckiges Schwein." Einer der Wachen stiess mir die stumpfe Seite seiner Lanze in die Seite. Unter Schmerzen sank ich auf den Boden. Wieder lachten meine Bewacher. Noch einmal bemuehte ich mich in eine einigermassen bequeme Position. "Was habt ihr mit meiner Gemahlin angestellt, ihr räudigen Hurensöhne?" Dieses Mal trafen mich zwei Lanzen. Es hatte keinen Sinn, ich wuerde sowieso nichts von diesen Kerlen erfahren. So setzte ich mich eindrittes Mal auf und sah mir die Umgebung an. Wir mussten noch in Spanien sein, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich so lange zu Boden gegangen war nachdem mich die Spanier niedergeschlagen haben mussten.
Der Wagen rollte dahin. Sie Sonne stand hoch am Himmel und der Durst brannte in meiner Kehle. Wie lange ich nichts mehr getrunken hatte mochte ich nicht zu sagen. Aus meinem Bauche war deutlich zu vernehmen, dass dies ebenso fuer meine letzte Mahlzeit galt. Einer der Wachen erbarmte sich irgendwann meiner Lage und reichte mir einen Krug Wasser und einen Kanten Brot. Ich trank gierig und verschlang das Brot. Dankend nickte ich ihm zu.
Der Tag verstrich, und spät am Nachmittag wuchs eine Stadt am Horizont empor. Gespannt beobachtete ich wie wir dieser näher kamen. Eine grosse Feste erhob sich ueber der Stadt. Ich erkannte diese, denn nicht zum ersten Male war ich hier. Es war die Burg des spanischen Königs. So waren wir also in Katalonien.
Als wir das Stadttor passierten trafen mich die Blicke der Bevölkerung. Sie waren nicht freundlich, wie hätte dies auch sein können. Man fluesterte miteinander, und je weiter wir in die Stadtvordrangen, desto mehr Menschen sammelten sich an den Strassen.
Um die Nacht zu verbringen warf man mich in eine dunkle Zelle in irgendeinem Gebäude. Auch hier bekam ich Wasser und zu Essen. Offensichtlich wollte man, dass ich in einigermassen guten Zustand blieb.
Nach meinem kurzen Abendmahl legte ich mich auf das Stroh meiner Zelle und schlief ein.
Ich bin wieder Thorhall Hakonson !!!
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