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Als Ayana die Tochter des dänischen Husjarls Blitz davon hörte, dass einige Litauer gefangen genommen wurden, suchte sie den Ort wo sich diese befanden auf. Sie hatte von Ihrem Vater bereits seit längerem Anweisungen erhalten wie mit solchen Gefangenen zu verfahren wäre und wie er sich deren Haftumstände vorstelltet.
Als sie dort ankam, fand sie die Litauer in einem Saustall vor.
Sie rief eine der Wachen herbei. Als dieser herbei eilte bat sie ihn, die Gefangenen zu fesseln und woanders unterzubringen.
"Ihr könnt doch die Litauer nicht hier im Saustall festhalten. Die Säue und Schweine haben solche Gesellschaft nicht verdient. Nein die Litauer können nicht hier bei den Tieren und den anderen Gefangenen bleiben."
Sie sah die Gefangenen an und sah auch den gefangenen Litauer Fürsten. Sie kannte diesen bereits. Vor vielen Jahren sah sie ihn im Kerker der Festung zu Susdal als er dort gefangen war.
"Ob er sich wohl auch an sie erinnern würde" dachte sie sich. Damals war sie noch ein junges Mädchen und zwischenzeitlich 22 Jahre alt. "Er sieht alt aus" dachte sie sich weiter.
Sie schien Aufmerksamkeit zu erregen. Das Blitz sie als kleines Mädchen in Afrika aus einem brennenden Haus gerettet hatte und sie zu sich genommen hatte wusste hier fast niemand.Von ihrem äußeren Erscheinungsbild passte sie auch gar nicht hier in den Norden. Mit ihrer duneklbraunen, fast schwarzen Haut, den langen schwarzen Haaren fiel sie hier im Norden natürlich auf.
Die Wachen taten wie geheißen und nahmen die gefangenen Litauer mit.
Ayana führte die Gruppe zu einem Bauernhaus, dass die Litauer vor kurzem nieder gebrannt hatten. Der Steinkeller des Hauses war aber noch intakt. Fenster hatte es dort auch keine, da sich der Keller vollständig unter der Erde befand.
Sie öffnete eine Luke die zum Keller führte:
"Nehmt den Gefangenen alles ab was sie bei sich tragen und verwahrt es. Dann laßt sie gefesselt an einem Seil in den Keller hinunter. Vorher schaut ihr aber, dass sich dort unten absolut nichts findet. Dort darf sich nciht einmal etwas Stroh befinden. Die Litauer sollen auf dem Steinboten schlafen.
Gebt ihnen auch keine Kerzen. Sie sollen dort unten völlig im Dunkeln leben. Zu essen gebt ihr Ihnen nur altes Brot und etwas Wasser. Aber auch das nur einmal am Tag. Schließlich haben sie hier in der Gegend alles verwüstet und die Bauern hätten kein Verständnis dafür, wenn die Litauer in der Gefangenschaft mehr zu Essen hätten als sie. Und ihr redet kein Wort mit den Gefangenen, außer unsere Thanin Aaren, ein Husjarl, unsere Jarlin Gwynn oder ich erlauben es. Auch darf sonst niemand die Gefangene sehen.
Und das eins klar ist: Die Gefangene dürfen keinen Kontakt zur Außenwelt haben. Also keine Nachrichten erhalten und auch keine Nachrichten an andere schicken. Ihr seid mir mit eurem Leben dafür verantwortlich verstanden?"
Die Wachen hörten die Ansprache der Tochter des Husjarls und nickten. Sie taten wie ihnen gesagt wurde.
Und so wurden die Litauer ohne ihre Habseligkeiten in den dunklen Keller hinunter gelassen. Als sie unten waren, wurde die Luke von oben geschlossen. Anschließend legte man noch schwere Steine darauf.
Das Haus wurde streng bewacht.
Anschließend ließ sie noch Vorräte an die Bevölkerung verteilen...
Als dies geschehen war, zog sich Ayana zurück und benachrichtige die dänische Thanin sowie die Husjarle und die Jarlin Gwynn wo und wie die Litauer untergebracht waren.
Das ganze wurde selbstverständlich auch vom zuständigen dänischen Jarl beobachtet bzw. überwacht.
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