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Es war schon spät am Abend, als der Kalif sich auf dem Boden sitzend, dem abendlichen Mahl zuwandte. Er saß auf einem runden Kissen, das ihn von der Härte des bayrischen Bodens erlöste. Oft schweifte er in den letzten Tagen ab. In seine Heimat, Afrika.
Die dichten Wälder, die grünen Gebirgszüge hatten nicht viel gemein, von den sanften Dünenlandschaften Nordafrikas.
Dort wo der Staub durch die Luft bläst und an manchen Tagen der Weitblick an der Dichte der goldenen Körnern grenzt, erhebt sich umso eindringlicher seine Hauptstadt Marrakesh. Doch verweilten seine Gedanken nicht nur in Landschaftsbildern. Ihn beschäftigte sein größtes Ziel. Ein Ziel, das Generationen geprägt hat und das er aufzugeben schien. Er schaffte es, als erster Kalif den Erzfeind im Vatikan in die Knie zu zwingen, er bezwang fast die gesamte bayrische Heereskraft mit ein paar seiner besten Männer.
Doch erfüllend war dies alles nicht. Solka befand sich nun in seinem Heer und auch bald würde der Gazi dondon eintreffen. Der bayrische Graf Kunnibertus war im Kerker....
zorK hatte seine Ziele erreicht. Einzig allein die politischen Gegebenheiten nervten ihn, hier in diesem Flächenbrand war nichts mehr zu holen....
In dieses Gedankenspiel flatterte ein Brief in seine Hände und der bayrische Bote traf ein. zorK las den Brief sorgfältig und nickte die Zeilen ab. Mit einer Geste kam ein Diener an seine Seite und der Kalif gab ihm seine Befehle.
Dieser richtete das Wort an den bayrischen Boten.
"Friede sei mit euch, so sagt es der große Kalif. Er dankt euch für euren mühsamen Weg und bietet euch einen Aufenthalt hier in seinem Lager an, damit ihr euch von den Strapazen erholen könnt. Wenn ihr es wünscht, so könnt ihr auch das Gespräch mit dem Grafen Kunnibertus suchen, der hier seine letzten Stunden im Kerker absitzt.
Der Kalif geht davon aus, dass euer König sich alsbald zu einem Duell einfinden wird."
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