Basileios war enttäuscht. Er war von verschiedensten Seiten gewarnt worden, in Knjaz Tzwenson keinen ehrlichen Verhandler vorzufinden. Nun musste er zugestehen, dass diese Recht hatten. Es war lediglich um Zeitgewinn gegangen. Ein letzter Bote wurde abgeschickt, weitere Verhandlungen hatten auf dieser Basis keinen Sinn mehr.
QUOTE:
Werter Knjaz Tzwenson
Ihr werdet einsehen, dass für uns nicht akzeptabel sein kann, was Ihr unter einem Frieden versteht. Entweder gibt es einen Frieden oder es gibt keinen. Doch wie ihr hinterhältig die eine Hand nach dem Frieden ausstrecken und mit der anderen den Krieg in den Landen Eurer "Freunde" weiterführen wollen ist illusorisch.
So haben wir also mit Worten erreicht, was bei Eurer Sicht eines Friedens zu erreichen war und das ist gar nichts. Zu meinem persönlichen Bedauern wird also dieser Krieg weitergeführt werden müssen. Mit welchem Ausgang liegt in der Hand Gottes.
Gruß
Basileios Kantakouzenos
Domestikos Logothetes tou dromou
Wenige Tage danach erreichte eine Depesche das byzantinische Lager. Ah, ein Hassbrief, dachte er erstaunt. Was hieß da überfallen? Kurz nach dem Überfall der Sachsen hatte jener Tzwenson noch allen Mitgliedern des Bundes den Krieg erklärt. Vor einem Jahr schon hatte man ein Kiewer Heer in sächsischen Grafschaften zu schlagen gehabt. Und vor kurzer Zeit erst hatten mordwinische truppen gemeinsam mit Sachsen die Grafschaft Bessarabij zu schützen versucht. Von der Agression gegen das auch wehrlose Petschenegien ganz abgesehen. Nun ging also doch noch ein Bote nach Kiew.
QUOTE:
Werter Knjaz Tzwenson
Ich hatte die große Freude den Haßbrief Eures Sohnes Voislav zu lesen.
Es mag bei der Fülle Eurer Aufgaben ja entfallen sein, doch befinden sich alle Völker der oströmischen Allianz mit dem Zarenreich Mordwina/Kiew seit Eurer Kriegserklärung an uns vor über einem Jahr im Krieg. Ihr dürft zwecks Nachforschung gerne unsere Archive benutzen. Wir vergessen so etwas nicht.
Eure Empörung darüber, dass der Krieg, den ihr erklärt habt, nun zu Euch zurück kehrt kann ich auch nicht ganz verstehen. Ich fürchte Ihr habt noch zu lernen dass so etwas durchaus geschehen kann wenn man einem oder gleich mehreren Völkern den Krieg erklärt.
Wir hatten vor Euch die tatsächliche Güte, einen unserer Merarches durch Euer Land reisen zu lassen, mit einem vollkommen fairen Friedensangebot zu vergelten. Doch was habt Ihr daraus gemacht? Zeitgewinn und den fragwürdigen Versuch uns diplomatisch an Eurer Heimatfront auszumanövrieren und an der Front in Sachsen weiter zu bekämpfen.
Und nun seid Ihr gewarnt. Es ist nicht ratsam Diplomatie nur dazu zu benutzen, falsch zu spielen. Man wird unglaubwürdig dadurch. Diesen Ruf habt Ihr im Gegensatz zu Zar Schurrstein, der leider die Verhandlungsführung Euch überließ, bereits reichlich erarbeitet.
Auch wenn ich vermutlich von jenen, die Euch besser kennen, ausgelacht werde, hoffe ich immer noch, dass Ihr zur Vernunft kommt.
Wenn nicht, so freue ich mich darauf, Euch auf dem Schlachtfeld zu begegnen, wenn allein Gott der Herr das Sagen hat.
Gruß
Basileios Kantakouzenos
Domestikos Logothetes tou dromou
Es war wirklich ein Drama, ein menschliches Drama in dem zufällig Füchse eine Rolle spielten. Aber wir sollten nicht alles aus unserer beengten menschlichen Perspektive sehen. In der Welt der Füchse war dies ein Fuchsdrama in dem einige Menschen eine unbedeutende Rolle spielten.