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Die Flotte Nowgorods 31.07.2010 16:51:05 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Seit mehreren Wochen war Vikow jetzt in Estland. Die Leute in diesem Gebiet haben seit langer Zeit wieder einen Hafen aufgebaut. Auch haben sie angefangen mit kleinen Fischerbooten nach den Fischen in der Ostsee zu fischen. Da aber einzelne Fischerboote aber immer ein leichtes Ziel von Räubern und Piraten sind, gab Vikow vor einiger Zeit den Auftrag eine größere Flotte zu bauen. Eine Nowgoroder Flotte wäre nicht nur eine Militärische Sicherheit, auch wenn sie kaum die Stärke der Wikingerflotte erreichen würde, sondern auch ein Zeichen dafür das Russland endlich frei ist. Vor Jahren durfte in Nowgorod kein Hafen und kein Schiff gebaut werden. Mit der Befreiung Russlands und dem Krieg gegen die Wikinger hat sich das geändert. Nowogord baute jetzt seine erste Flotte. Es waren nicht viele Schiffe, und diese hatten auch noch Ähnlichkeit mit den Wikingerschiffen, aber russische Elemente waren eindeutig sichtbar. Der Weiße Doppelkopfadler, das Wappen Nowgorods, war deutlich auf den blauen Segeln sichtbar. Aber es waren nicht nur Kriegsschiffe die gebaut wurden. Das Ziel war vor allem eine Handelsflotte zu errichten, man wollte schnell Pelze aus Finnland oder Erze aus Skandinavien einkaufen können und selber die Produkte Russlands verkaufen.
Vikow begutachtete die Schiffe, jedes von ihnen hatte den Schweiß der harten Arbeit, die dafür verwendet wurde sie zu bauen, aufgenommen. Nun sollte die Zeit kommen, man wollte die Schiffe zu Wasser lassen. Die Freude war groß als jedes einzelne von Ihnen schwamm und man demnächst in See stechen könnte.
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Re:Die Flotte Nowgorods 07.08.2010 00:10:42 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Die Nowgoroder Flotte war nun einige Zeit zur See. Während Vikow die meiste Zeit eher ein mulmiges Gefühl hatte, und sich einen Großteil der Zeit übergeben musste, kam man dem Ziel immer näher.
Die meisten Matrosen waren Esten, vieles von den Gesprächen verstand Vikow nicht. Sein Estnisch war nicht gerade das beste, es reichte aber meistens um kleinere Gespräche zu führen, wenn sie den langsam genug besprochen wurden. Komplexe Themen und eine normale Sprachgeschwindigkeit reichte damit er kein Wort mehr verstand. Die meisten Esten konnten aber russisch, Sprachprobleme gab es keine.
Während Vikow, gegen Mittag, nach Wochen auf See, in seiner Kabine am Essen war, schrie es von draußen: „Land Ahoi!“, auch wenn sein Estnisch eingerostet war so verstand er doch was los war. Man hatte das Schwedische Land gesichtet. Sofort war wieder ein gewisser Tumult auf dem Schoff los. Man setzte die Segel gen Land um in die Richtung zu schwimmen. Nach einiger Zeit war es deutlich sichtbar, und Vikow erkannte sogar das Gebiet wieder. Es war das wo man das letzte mal in Schweden gelandet war, damals als man noch in Wikingerbooten gesegelt war. Vikow ging sofort zum Steuermann, um ihm zu sagen das man an der Küste entlang gen Süden segeln sollte. Es würde wohl noch Tage dauern bis man die Schwedische Burg erreicht.
Und so vergingen noch mehrere Wochen bis man endlich die Schwedische Burg sehen konnte. Man vermutete das, die Schweden sich noch an die Nowgoroder Flagge und das Wappen welches deutlich sichtbar war erinnern würden, weshalb man direkt Richtung Hafen segelte, um in diesen anzulegen. Sicher war man sich aber nicht.
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Re:Die Flotte Nowgorods 08.08.2010 10:50:45 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Montfort war lange Zeit als Späher, zum Schutze Nowgorods, in der Ostsee unterwegs gewesen. Aufgewachsen in Estland und die See gewohnt, war er wohl genau der Richtige für diesen Auftrag. Das auf und ab der Wellen machten ihm nichts aus. Im Gegenteil er genoss die Zeit auf See. Die Abgeschiedenheit und die Weite des Wassers stimmten Nachdenklich und beruhigten ihn.
Viele Häfen ist er in dieser Zeit angelaufen und mit vielen Menschen der verschiedensten Völker in Berührung gekommen.
Seine Reise begann vor mehreren Monaten in Estland. Er segelte zunächst an den Küsten Nowgorods entlang. Immer Ausschau haltend nach norwegischen Segeln. Danach folgte er dem Bottnischen Meerbusen bis hoch nach Maanselkae zur Finnen Burg. Später wieder runter bis nach Gotland, wo er für eine Weile im Schutze einer abgelegenen Bucht den Schiffsverkehr auf der Ostsee überwachte. Es herrschte ein reges Treiben. Fast Täglich kreuzten Boote mit Truppenverbänden seinen Blick. Doch von den Norwegern war nichts zu sehen. Zumindest nichts was man ernst nehmen musste.
Sicherlich war der Weltkrieg, der in Europa wütete, schuld an dem ganzen Trubel. Doch zumindest wurde es so nicht langweilig.
Mal sah man ein Staufer Heer lauthals gen Finnland segeln, hin und wieder auch mal dänische Verbände, dann wieder selbige Staufer auf dem Heimweg, nicht mehr ganz so lauthals, gefolgt von Finnen usw.. Es gab wirklich viel zu sehen.
Doch eine Beobachtung würde Montfort nie vergessen. Eines Tages kam tatsächlich eine Flotte der Moskauer vorbei. Zunächst dachte Montfort er sieht nicht recht. Eine Flotte unter dem Banner Moskaus? In der Ostsee!? Doch dann erinnerte er sich. Im letzten Jahr, hatte die Werft in Estland einen Großauftrag der Moskauer erhalten, um Hochsee taugliche Schiffe für die erste Moskauer Flotte anzufertigen.
Diese Schiffe waren wahrlich ein Meisterwerk estnischer Schiffsbaukunst. An ihnen konnte es demnach nicht liegen, dass die Flotte, verglichen mit den Dänen oder Finnen, so unbeholfen und unsicher wirkte. Beinahe jedes Schiffe eierte umher und hatte Schwierigkeiten den Kurs zu halten. Montfort war sogar kurzzeitig am überlegen ob der gesamte Verband betrunken sein könnte. Immerhin wäre es möglich, dass die Heerführer, Vodka in Massen, gegen die Seekrankheit ausschenkten. Frei nach dem Motto, "Wenn einem vom Alkohol schwummrig ist, dann fällt einem auch der Seegang nicht mehr auf!". Montfort empfand ein wenig Mitleid mit seinen Brüdern und Schwestern, doch konnte er sich dennoch des Lachens nicht erwehren. Natürlich war ihm bewusst, dass man die ersten Gehversuche eines Kindes nicht mit dem Sprint eines Athleten vergleichen konnte. Doch es war einfach zu komisch. Sicherlich würde die Bruderschaft eines Tages wieder eine Größe auf den Weltmeeren werden. Doch dieser Tag war wohl noch fern und erforderte noch viel Übung.
Einige Wochen später und noch immer keine Norweger in Sicht, entschloss sich Montfort nach Vaestmansland zur Schweden Burg zu segeln, um sich dort umzuhören und seinen Proviant aufzustocken. Er wurde sehr freundlich empfangen und bewirtet. In den Straßen der Stadt traf er zufällig auf Teile der besagten Moskauer Flotte. Zunächst über ihre Segelkünste witzelnd, bemerkte Montfort, spätestens nachdem er zum zweiten mal zum Duell gefordert wurde, dass seine nett gemeinten Scherze, unter den Moskauern, wohl keine Lachfalten verursachten.
In der Stadt erfuhr er, dass die Norweger wohl genauso wie die Schweden stark in den Weltkrieg involviert waren, und damit auf unbestimmte Zeit gebunden seien. Da demnach keine Bedrohung seitens der Norweger bestand machte er sich auf zu seiner vorerst letzten Überfahrt gen Littauen. Zur von Wepsen kontrollierten Grafschaft Lettland. Die See war stürmisch, was die Überfahrt stark verzögerte. Einige Tage später ging Montfort jedoch heil in Lettland vor Anker. Als er sich niedersetzte um seinem Kralj zu schreiben, ereilte ihn die Botschaft, dass Nowgorod nun eine eigene Flotte besitzt und auf eine Handelsmission nach Schweden aufgebrochen sei. Montfort machte drei Kreuze und betete, dass die Moskauer die Nowgoroder Flotte nicht zu Gesicht bekommen würden. Er konnte sich den Spott schon förmlich ausmalen, an dem er nicht ganz unschuldig gewesen wäre.
Kurz entschlossen, setzte er sich wieder in Bewegung nach Gotland, welches nun wieder dänisch war. Von dort aus wollte er die Nowgoroder abpassen um zu ihnen zu stoßen. Als er nach einigen Tagen die kleine aber stolze Flotte am Horizont erblickte, war er von dem was er sah erleichtert. Die Besatzung musste zweifelsohne größtenteils estnisch sein, denn auch wenn die Flotte ebenfalls etwas schwärfällig daherkam, so eierten sie zumindest nicht umher, was demnach für ein gewisses Maß an Erfahrung spricht. Erfahrung, die er den Landratten aus Weliki Nowgorod nicht zutrauen konnte.
Einen halben Tag später ging Montfort an Board des Schiffes des Kralj! Der Kralj stand am Bug des Schiffes und blickte nachdenklich in Richtung Schweden.
Montfort ging zu ihm und sprach "Mein Kralj!? Ihr seht so betrübt und nachdenklich aus. Habt ihr etwa die Norweger am Horizont gesichtet?" Montfort grinste leicht, "Keine Sorge! So lange wie ich hier unterwegs war, sah ich nichts ernst zu nehmendes! Ich habe sogar gehört, die Norweger meiden die Ostsee, weil sie fürchten einem verwunschenen und unheil bringenden Schiff eines estnischen Grafen zu begegnen. Sie erzählen sich, dass jedem der dieses Schiff sieht ein großes Unglück widerfahren wird!" er zwinkerte dem Kralj zu und begann laut zu lachen. Vikow der sichtlich überrascht war Montfort hier anzutreffen, begann ebenfalls über die nicht ganz ernst gemeinte Geschichte zu lachen. Daraufhin sprach er "Ich bin überrascht und zugleich erfreut euch hier zu anzutreffen. Es ist bereits sehr lange her, dass wir uns das letzte Mal sahen. Kommt wir gehen in meine Kajüte, ihr habt mir sicherlich viel zu berichten. Und auch ich muss euch über unsere aktuelle Handelsmission aufklären".
Sie unterhielten sich an diesem Abend über viele Stunden. In den nächsten Tagen sprach und witzelte Montfort viel mit der estnischen Mannschaft. Er erkundigte sich viel über die Heimat und genoss die Gesellschaft, nach den vielen einsamen Monaten auf See.
Viele Tage gingen dahin, und schließlich erreichte die Flotte die Schweden Burg in Vaestmansland.
Montfort nutzte die Zeit um einige alte Bekannten zu besuchen, die er während seines letzten Aufenthalts kennengelernt hatte.
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Re:Die Flotte Nowgorods 08.08.2010 20:44:08 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Laute, schnelle Schritte waren es, die im Gang erschallten und Sigurd aus dem Schlaf riss. Sigurd war ein alter Kriegsveteran und erfahrener Feldherr, denn der Schwedenthane als Verwalter von Vaestmansland eingesetzt hatte, während er an der Front kämpfte. Sigurd richtet sich auf und rieb mit schmerzverzerrtem Gesicht über sein rechtes Knie, welches während einer Schlacht durch einen Axthieb zerschmettert wurde. Er konnte zwar wieder laufen, doch hinkte er und wurde die Schmerzen nie mehr los. Er stand auf und Griff nach seinem Stock den er nütze um sein Bein zu entlasten, als auch schon der Krieger in das Zimmer gestürmt kam.
"Herr, wir haben Schiffe der Nowogroder gesichtet, die direkt auf unseren Hafen zu halten", berichtet der junge Krieger aufgeregt. "Bereitet alles für unsere Gäste vor, ich werde sie persönlich begrüßen", antwortete Sigurd voller Zuversicht, dass die Nowogroder als Freunde kommen, so wie man sie nach dem großen Krieg verabschiedet hatte.
So schnell er konnte humpelte Sigurd zum Hafen und hieß die Nowogroder, die bereits angelegt hatten, herzlich willkommen. Sofort wies er die Krieger an den Gästen ihre Schlafstätten zuzuweisen und sie zum Essen in die Methalle des Thanen zu geleiten. Dort waren die Tische bereits gedeckt, Kaminfeuert erhellten den Raum, genügend Metfässer waren herbeigeschafft worden und der Duft von gebratenem Fleisch stieg einem schon vor der Tür in die Nase.
Die Zeit verging und Sigurd beschloss sich zu Vikow, dem Kralj der Nowogroder zu setzen, und mit ihm über den Krieg zu sprechen, und ob er denn etwas von dem Thanen und den restlichen Schweden wüsste, da er schon lange keine Nachrichten mehr erhalten hatte.
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Re:Die Flotte Nowgorods 10.08.2010 19:02:31 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Vikow genoss das Mahl, zwar hatte man auf dem Schiff auch was zu essen gehabt, aber das war nicht gerade abwechslungsreich, und so erfreute er sich besonders an den verschiedenen Gerichten. Als sich Sigmund zu ihm setze und ihn fragte ob er was von den Thanen gehört hatte musste er einige Zeit überlegen bis er schließlich sagte:“Ich habe nicht viel gehört. Zeitweise gab es vor einiger Zeit Gerüchte und Berichte das Schwedische Heere in Litauen gelandet seien. “ Vikow nahm ein paar Schlücke aus dem Metkrug. „Seit dem hab ich nichts mehr von ihnen gehört. Ich kann euch also nicht helfen, aber einer meiner Glavnimuskar, Montfort, weiß vielleicht mehr, er ist schon etwas länger auf See und vielleicht hat er sie ja gesehen oder etwas gehört. Wir sind jedenfalls keinen Schwedischen Schiffen begegnet.“ Während Vikow in Richtung Montfort zeigte fügte er hinzu:„Dahinten sitzt er, fragt am besten bei ihm nach. Ich hoffe er kann euch helfen.“
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Re:Die Flotte Nowgorods 13.08.2010 02:52:47 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Angespannt lauschte Sigurd den Worten des Kralj und war irgendwie enttäuscht nicht erfahren zu haben. Doch Hoffnung kam in ihm auf, als ihn Vikow zu seinem Glavnimuskar Montfort verwies, der mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas über den Verbleib der schwedischen Heerverbände wusste. Nun durch die frisch geschürte Hoffnung, etwas über den Verbleib der Heere zu erfahren, in eile geraten, bedankte sich der alte Verwalter und humpelte zu dem Glavnimuskar.
Er leerte seinen Becher, ließ ihn sich frisch füllen und setzte sich zu dem möglichen Informanten.
"Hail Glavnimuskar Montfort, ich habe einige Worte mit Eurem Kralj gewechselt und gefragt ob er etwas über den verbleib der schwedischen Heere wisse, da hat er mich an Euch verwiesen. Es kamen schon lange keine Berichte mehr von der Front, daher machen sich viele Frauen sorgen um ihre Männer. Könnt ihr mir also etwas über den verbleib der Heere berichten?", fragte er voller Eifer und verkürzte sich die Wartezeit, indem er immer wieder einen Schluck Met machte.
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Re:Die Flotte Nowgorods 13.08.2010 22:11:00 --- 1 Jahr, 6 Monate her
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Sigurd setzte sich zu Montfort und bat ihm im Informationen bezüglich eines schwedischen Heeres, das wohl schon seit längerem vermisst wird. Er musste kurz überlegen und dann erwiderte er, "Nun ich habe vor einigen Wochen von einem Heer der Schweden gehört, es soll wohl irgendwo in Mitteleuropa unterwegs sein. Als ich in Lettland war hörte ich Gerüchte, denen zufolge ein Schweden Heer in Polen gesichtet wurde. Doch genaueres weiß ich leider auch nicht. In diesem Krieg blickt doch keiner mehr durch."
Montfort stieß mit Sigurd an und sprach "Lasst uns darauf trinken, dass euer Heer unbeschadet Heim kehrt!" er nahm einen Schluck aus dem Becher und lausche wieder den Gesprächen am Tisch.
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