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Re:Tagebuch eines Engländers 28.08.2010 20:27:04 --- 1 Jahr, 9 Monate her
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30.02.1053
Paris
Wie erwartet wurde ich von der Königin Jasmine von Treuburg ziemlich schnell und unspektakulär besiegt und in den Staub geschickt. Noch vor kurzem, als sich unsere Heere in Deutschland feindlich gegenüber standen, wäre dies meine Ende gewesen. Es stimmt mich nachdenklich.
Ich habe die schönen Seiten von Paris entdeckt. Voller Staunen besichtige ich sakrale Bauten, von denen es viele und weit mehr als in London gibt. Auch inspiziere ich die großen, eindrucksvollen Burganlagen. Wer weiß schon ob dies nicht irgendwann einmal von Nutzen ist aber meine Bewunderung für die französischen Baumeister wächst beinahe täglich.
Im Turnier habe ich die erste Runde der Duellkämpfe gewonnen jedoch die Runde Tjosten erneut verloren. Mein Geschick hierbei hat offensichtlich Grenzen, ganz im Gegensatz zu meinem Landsmann Rex Sopon. Dieser konnte sich gegen den schottischen Kanzler Eddard durchsetzen.
Wyrd bið ful aræd Waliser und Söldner
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Re:Tagebuch eines Engländers 29.08.2010 21:29:52 --- 1 Jahr, 9 Monate her
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16.3.1053
London
Ich kann es kaum fassen, aber es scheint, dass ich Vater werde. Die Tochte eines schottischen Weinhändlers, die ich in der Bretagne kennen lernte, die seitdem mein Lager teilt und die mit mir aus Furcht vor dem Zorn ihres Vaters nach England zurückkehrte, eröffnete mir heute, dass sie schwanger sei. Natürlich habe ich musste ich damit rechnen, aber es überaschte mich doch wahrhaftig. Nun werde ich Alys in nächster Zeit auf mein Lehen schicken, damit das Kind dort zur Welt kommt und sie beginnt sich dort ein Leben aufzubauen. Selbstverständlich werde ich dafür Sorge tragen, dass es ihnen an nichts mangelt, aber eine Heirat kommt nicht in Frage, sodass Alys irgendwann alleine zurecht kommen wird müssen.
Auf jeden Fall muss das Ereignis gebührend begossen werden, sodass ich mich auf die Suche nach jemandem mache, der mit mir trinkt. Vielleicht erklärt sich ja Jens Schlattwald dazu bereit. So können wir gleich die Details unseres bevorstehendem Duels klären.
Düster die Zeiten, geknechtet das Land, Zu dienen und fügen die Menschen gebannt. Kein Vogel, kein Lachen im Flur widerhallt, Die Tage so düster, die Nächte so kalt.
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Re:Tagebuch eines Engländers 29.08.2010 21:37:29 --- 1 Jahr, 9 Monate her
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16.03.1053
Paris
Wie klein ist doch unsere Welt. Nachdem ich in der zweiten Duellrunde des Turniers erneut siegen konnte, war mein nächster Gegner erneut mein irischer Freund Aidan. Dieses mal jedoch besteht für mich kein Grund zum Jubel, er hat mich besiegt und somit bin ich aus dem Turnier ausgeschieden. Für die Engländer läuft es jedoch im Tjostwettbewerb immer noch hervorragend.
In den Spelunken und Tavernen der Stadt machen Gerüchte über eine baldige Verhandlung gegen meinen Landsmann Philippe de Valois die Runde. Es soll sich um eine sogenannte Inquisition handeln und ein Ungar soll auch involviert sein. Leider weis ich weder was dieses Wort bedeuten soll, ich habe vor, einen der hiesigen Geistlichen zu befragen, noch verstehe ich warum hier in Frankreich einem Engländer ein Prozess gemacht werden soll. Ich bin mir sicher das sowohl der Betroffene als auch mein König in England sind und nur der königlichen Gerichtsbarkeit unterstehen wir.
Ich halte diese Neuigkeiten für so bedeutend das ich meinen Knappen Rodric mit Botschaften an den Kanzler Troillius und für den König hinauf nach England schicke.
Wyrd bið ful aræd Waliser und Söldner
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Letzte Änderung: 2010/08/29 21:38 von Offa der Waliser.
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Re:Tagebuch eines Engländers 02.09.2010 20:11:16 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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15.05.1053
Nord Burgund
Meinen 20ten Geburtstag verbrachte ich allein auf dem Rücken meines Pferdes in der Nähe von Dijon in Burgund. Ich habe meinen Diener Owen in Paris zurückgelassen um mir über den Prozess berichten zu können. Ich hoffe ihn und meinen Knappen am Ziel meiner Reise wieder zu treffen.
In einem der Dörfer welche ich durchquerte traf ich eine Gruppe von Gauklern und vier Zwergen. Ich bin noch immer zutiefst verwundert, so kleine, gedrungene Menschen habe ich bislang noch nicht gesehen. Einer der Gaukler, ein beeindruckender Schwertschlucker versicherte mir auch es handle sich hierbei nicht um Kinder.
Noch in Paris erhielt ich Kunde von meinem Verwalter. Der König hat mich zum Besitzer eines Lehens in Anglia ernannt. Ich werde die Ländereien in Kent wenig vermissen da ich leider viel zu wenig Zeit dort verbracht habe. Ich gedenke dies bei meinem neuen Lehen anders zu handhaben.
Wyrd bið ful aræd Waliser und Söldner
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Re:Tagebuch eines Engländers 03.09.2010 00:39:09 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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19.5.1053
London
Nachdem unerwartete Komplikationen aufgetreten sind, habe ich das Fyrd zurück nach London geführt und warte nun darauf wieder auszurücken. Dies kann sich allerdings noch lange hinausziehen.
So habe ich aber glücklicherweise genügend Zeit mich näher mit der englischen Politik und der des Commomwealth of Realms auseinanderzusetzen.
Auch der nun offenbar stattfindende Prozess gegen den Earl Philippe de Valois beschäftigt mich, seitdem ich eine Nachricht aus Paris von Cedric, über Gerüchte dieser Art, erhielt. Welch eine Anmaßung der kath. Kirche zumeinen, sie könne über einen englischen Lord richten, sollten sich die Gerüchte tatsächlich bewahrheiten.
Desweiteren habe ich meinen Verwalter nach London kommen lassen, um mit ihm nun endgültige Pläne über den Ausbau meines Besitzes zu machen und zu besprechen, welche Handwerker und Gilden wir in die Stadt holen wollen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass ein Handelszentrum das beste wäre; für die Grafschaft, aber auch für mich. Allerdings muss ich diesbezüglich noch den Earl of Cornwall kontaktieren, um sicher zu sein, dass nicht bereits woanders ein Hnadelsplatz geplant ist. Aber ich denke, das sollte keine Probleme bereiten.
Düster die Zeiten, geknechtet das Land, Zu dienen und fügen die Menschen gebannt. Kein Vogel, kein Lachen im Flur widerhallt, Die Tage so düster, die Nächte so kalt.
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Re:Tagebuch eines Engländers 03.09.2010 21:24:09 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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01.06.1053
Franken
Ich fühle mich ein wenig unbehaglich hier in stauferschen Landen. Noch vor nicht langer Zeit war ich mitsamt unseres Heeres nur ein wenig nördlich unterwegs und verwüstete das Land. Nun darf ich, wenn ich es richtig überblicke, als einziger Ausländer am hiesigen Turnier teilnehmen. Dafür schulde ich den stauferschen Herren meinen Dank.
Mein mir zugeloster Gegner im Duell ist, so denke ich, auch eine lösbare Aufgabe. Ich würde sie ähnlich stark meinem letzten Duellpartner, einem Sachsen einordnen. Vor allem jedoch will ich mich im Tjost beweisen und ich hoffe mein Pferd hat ähnliche Wünsche.
Owen und Rodric haben mich auch wieder erreicht, bin ich doch wie so oft in letzter Zeit in einem Gasthof etwas ausserhalb der Stadt abgestiegen. Leider muss mein Knappe sofort wieder nach England aufbrechen um das Urteil im Inquisitionsprozess nach London zu überbringen. Rodric wird noch immer seekrank und bis sich dies legt werde ich ihn reisen lassen. Lächerlich, der Earl of Kent soll verbrannt werden.
Wyrd bið ful aræd Waliser und Söldner
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Re:Tagebuch eines Engländers 06.09.2010 22:11:08 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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16.07.1053
irgendwo in Staufen
Endlich kann ich diese frömmelnden Menschen hinter mir lassen, fühlte ich mich doch während meines gesamten Aufenthaltes äußert unbehaglich. Das ganze Volk scheint ewig betend und sehr tugendhaft zu sein. Ich habe nirgends ein Domizil der Dirnen gefunden, trotz gründlicher Suche.
Ich bin früher als ich mir vornahm gegen einen tapferen Staufer aus dem Turnier ausgeschieden. Dieser Umstand zwingt mich nun endgültig zur Heimkehr nach England. Ich freue mich sehr endlich mein neues Lehen zu besichtigen. Auch muss das nahende Turnier sorgsam vorbereitet werden.
Die Menschen hier tuscheln und sind sehr aufgebracht. Mann will von einem möglichen Waffengang zwischen dem Kaiser des HRRDN und dem Vatikan wissen. Auch von Schmähbriefen gegenüber dem Papst wird hinter vorgehaltener Hand gemunkelt. Dies trägt auf angenehme Art und Weise zu meiner Unterhaltung bei.
Wyrd bið ful aræd Waliser und Söldner
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Re:Tagebuch eines Engländers 08.09.2010 22:19:03 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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17.8.1053
London
Es ist tatsächlich geschehen: Philippe wurde zum Tode verurteilt. Und auch wenn ich diesen Prozess erst nicht ernst genommen habe, zeigt sich doch jetzt, dass dieser das Wort gar nicht verdient. Schon mit der Einberufung der Inquisition stand das Urteil fest...
Allerdings scheint der Inquisitor, Andre von Mure, an sich ein recht umgänglicher Mann zu sein, wäre er nur nicht so verbohrt in seinem Glauben. Es grenzt schon an Fanatismus was ihn antreibt. Welch eine Verschwendung, er würde einen guten Engländer abgeben. Mittlerweile genieße ich sogar schon fast den Briefwechsel mit ihm, auch wenn es eigentlich ein viel zu ernste Angelegenheit dafür ist.
Nun, nach wie vor genieße ich die restliche doch relativ ruhige Zeit, habe gar angefangen zu lesen. Eine recht interessante Sammlung ... nunja amouröser Geschichten. Ich werde mir davon eine Kopie anfertigen lassen, man weiß ja nie für was es gut sein mag.
Allerdings beginnt auch so langsam die Planung des demnächst stattfinden Tunieres mit den Spaniern. Ich warte gespannt auf ihre Ankunft, da ich gehört habe, wie feurig die spanischen Frauen sein sollen. Ich hoffe doch sehr, dass nicht nur Ritter anreisen.
Düster die Zeiten, geknechtet das Land, Zu dienen und fügen die Menschen gebannt. Kein Vogel, kein Lachen im Flur widerhallt, Die Tage so düster, die Nächte so kalt.
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Re:Tagebuch eines Engländers 10.09.2010 07:48:09 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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04.09.1053
London
Endlich wieder zu Haus! Nachdem das Schiff, auf welchem ich eine Passage bezahlt, hatte an der Hafenmauer Londons festmachte meldete ich mich in der königlichen Burg von meiner Reise zurück. Ich habe nun einige Tage Zeit mein Lehen zu besuchen.
Mein Verwalter hat in meiner Abwesenheit hervorragend gearbeitet. Der Burgfried ist endlich errichtet und es wird eifrig an einer Mauer um das Lehen gearbeitet. Da ich mittlerweile stinke wie ein Tier, habe ich doch die letzten Wochen nur im Sattel und auf dem Schiff verbracht, gedenke ich ein Bad zu genießen.
Noch in der Königsburg traf ich den Kanzler Troillius welcher mich über einen wahrlich unterhaltsamen Briefwechsel mit einem Franzosen unterrichtete. Dieser ist der Ankläger im Prozess gegen den Earl of Kent und ich muss anerkennen das Troillius das Duell der Worte eindeutig für sich entscheiden konnte. Vielleicht ist das viele Beten doch dem Denken im Weg?
Wyrd bið ful aræd Waliser und Söldner
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Re:Tagebuch eines Engländers 13.09.2010 23:55:36 --- 1 Jahr, 8 Monate her
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03.11.1053
London
Die Stadt füllt sich mehr und mehr. Alle Gasthäuser sind überfüllt, von den Räumen der Burg ganz zu schweigen und in den Gassen stößt man ständig mit irgendjemand zusammen. Händler und Schmiede machen gute Geschäfte. Es sind bereits etliche Iren, Schotten und Spanier hier und warten auf den Beginn des Turniers.
Ich befinde mich mitten in den Vorbereitungen des Turniers. Der große Versammlungsplatz an den Ufern der Themse muss noch geglättet, Zelte und Tribünen müssen aufgebaut, die Tjostbahnen abgesteckt, die Herolde und Fanfarenbläser müssen mit den Farben und Emblemen der einzelnen angereisten Ritter vertraut gemacht werden.
Für all dies bin ich verantwortlich und es vernebelt mir den Geist, daher war ich gestern in den Abendstunden auf der Jagd in einem Waldstück unweit Londons. Ich schoß zwei Rebhühner, briet und verzehrte sie und nächtigte am Lagerfeuer unter kalten, sternenklaren Himmel.
Wyrd bið ful aræd Waliser und Söldner
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