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THEMA: Re:Tagebuch eines Engländers
 
Offa der Waliser

Sizilien
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Tagebuch eines Engländers      29.07.2010 18:08:12 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
28.11.1051
Irgendwo in Norddeutschland…


Der Bote aus dem Hauptquartier sprengte in vollem Galopp in das Lager. Dreck und Schlamm spritzte an das Zelt des Königs vor dem ich gerade stand, aber das spielte in dem seit Jahren andauerndem Krieg auch keine Rolle mehr.

Alles war dreckig und verschlissen und stank erbärmlich. Die typischen Gerüche eines Heeres: Blut, Schweiß, Leder, Holz, Vieh. Es störte mich nicht mehr.

Ich las die Depesche des schottischen Kanzlers und seufzte erleichtert. Gerade noch rechtzeitig erhielt das englische Heer die ersehnten Marschbefehle. Es ging also weiter.


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Rheia

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Re:Tagebuch eines Engländers      29.07.2010 19:17:12 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
28-11-1051

An den Küsten Englands.....

Nein, nicht auf See!
Sie las die Befehle die man ihr soeben überbracht hatte, und am liebsten hätte sie diese gleich in das Feuer neben ihr geworfen.
Sie hasste das Meer. Wieso musste sie ausgerechnet dort das Heer hinführen?
Mit zitternden Händen faltete sie das Papier wieder zusammen und versuchte die Erinnerungen an diesen einen schrecklichen Tag, zu verdrängen.

Ihre Familie hatte ein schönes Häuschen in der Nähe des Strandes. Rheia und ihre Schwester Kathie verbrachten die meiste Zeit des Tages an diesem Strand. Sie bauten Sandburgen die sie dann mit ihren Hölzernen Rittern einnahmen und zerstörten, sammelten Muscheln oder spielten Verstecken.
An jenem Tag regnete es, nicht viel, aber aussreichend für ein Verbot von ihrer Mutter, rauszugehen.
Doch wie kleine Kinder eben so sind, je mehr man ihnen was verbietet, desto verlockender wirkt es. Und so, kletterte Rheia aus ihrem Fenster und überredete auch noch Kathie, mitzukommen.
Sie hatten am Tag zuvor eine Höhle in dem glatten Felsvorsprung an der Küste endeckt. Diese Höhle konnte man nur über ein paar Felsen im Meer erreichen, und Rheia musste doch unbedingt wissen, ob in der Höhle ein Schatz verborgen war.........
Wie dumm und leichtsinnig sie damals war!

Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und wandt sich dann zu Richard, ihrem Diener

Gib Allen Bescheid. Wir brechen heute noch auf!
 
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Offa der Waliser

Sizilien
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Re:Tagebuch eines Engländers      29.07.2010 20:45:20 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
30.11.1051
Irgendwo in Norddeutschland...


In den Morgenstunden, noch bevor ich den Abort aufsuchen konnte, ließ mein Diener Owen eine der zahllosen Dirnen aus dem Heertroß zu mir vor. Sie versuchte bereits mehrfach bei mir vorzusprechen und so zeigte sie mir ein kleines Mädchen. Ich verstand die Botschaft obwohl ich ihrer Sprache nicht mächtig war. Ich hatte ihr schließlich mehrfach meine Aufwartung gemacht.

Ich weiß noch nicht was ich mit dem Balg anfangen soll. Ich werde mich im Frieden mit dieser Angelgenheit befassen. Ich überließ es der Mutter, vielleicht übersteht es den Winter eh nicht. Owen wies ich an, hin und wieder einen Blick auf Beide zu werfen.

Meine Probleme mit den Gängen zum Abort werden größer und schmerzhafter. Ich hoffe, ich werde nicht von dieser Krankheit hingerafft die schon so viele meiner Landsleute geholt hat. Einer der Feldscherer will mich zur Ader lassen aber noch weigere ich mich standhaft. Ich brauche mein Blut schließlich für die Sachsen. Owen beschafft mir von einer Heilerin im Troß Kräuter welche ich zu mir nehmen soll. Ich hoffe sie helfen.


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Rheia

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Re:Tagebuch eines Engländers      30.07.2010 08:28:31 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
4-12-1051

Irgendwo auf See......

Rheia! Hil...fe....
Sie wachte schweißgebaden auf. Schon wieder dieser Alptraum. Eine Woche war sie schon auf See, und seitdem plagten sie dauernd ihre Erinnerungen im Schlaf.
Sie stand auf und wusch sich mit dem Wasser das Richard ihr bereits in einer Schüssel hingestellt hatte. Er wusste das sie schlecht gelaunt sein würde wenn sie aufstand, und so hatte er gleich alles im voraus vorbereitet und sich dann aus dem Staub gemacht. Erst gegen Mittag, wenn es Rheia wieder etwas besser ging, würde er aus seinem Versteck kommen.

Sie ging an Deck. In der Woche die sie nun auf See waren, hatte sie gelernt das Meer zu übersehen und zu ignorieren. Es war nicht einfach, vor allem auf einem Schiff das vom Wasser umzingelt war, aber es klappte hin und wieder.
Sie nahm ihren Speer und schliff seine Spitze. Es war Zeit das sie mal wieder etwas trainierte. Vielleicht konnte sie ja dann auch besser schlafen........
Den ersten Ritter der ihr begegnete, würde sie sofort zum Duell fordern.
 
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Offa der Waliser

Sizilien
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Re:Tagebuch eines Engländers      30.07.2010 11:30:55 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
6.12.1051
Norddeutschland an den Ufern eines Flusses


Es schneit! Eigentlich ist es eine Mischung aus Regen und Schnee und das ohnehin bereits arg zerstörte Land versinkt im Schlamm. Die Armut der noch hier hausenden Bauern ist schmerzlich zu beobachten und ich friere jämmerlich.

Das Heer lagert am Ufer eines Flusses dessen einheimischer Name in meinen Ohren wie 'Rin' klingt. Ich brauche dringend einen vertrauenswürdigen Mann der die hiesige Sprache beherrscht. Wie das Heer über den Fluss kommen soll ist noch unklar. Der König schwankt noch ob in den umliegenden Gehöften und Ortschaften Kähne oder ähnliches beschlagnahmt werden soll oder ob wir durch eine Furt ziehen. Im Winter beides keine schönen Aussichten.

Ich führte mit einigen Männern einen Aufklärungsritt entlang des Ufers durch als wir auf eine Gruppe Samen stießen. Es sind Versprengte des samischen Heeres welches bis vor einiger Zeit in dieser Gegend war. Sie verloren den Anschluss und hielten sich bis heute plündernd und mordend am Leben. Finstere Burchen sind es, in Felle gehüllt und ständig mürrisch. Aber was für Krieger! Einer ihrer Unterführer spricht meine Sprache und so beschoss ich, die kleine Truppe in mein bereits stark dezimiertes Fähnlein einzugliedern. Mein Knappe Edwyn hatte bereits am ersten Abend eine Schlägerei mit einem der Samen. Ich möchte ihnen nicht als Feind gegenüber stehen.


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Offa der Waliser

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Re:Tagebuch eines Engländers      30.07.2010 20:52:46 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
15.12.1051
Norddeutschland an den Ufern eines Flusses


Das Heer hungert nun seit Tagen. Pferde und Ochsen gehen zu Grunde und auch das Umland kann uns kaum noch ernähren. Wir sehen alle aus wie Greise auf unseren geschundenen Mähren. Der Kanzler für Innere Angelegenheiten ruft mit seinem Erscheinungsbild immer die Erinnerung an meinen alten Lehrer hervor.

Die Überquerung des Flusses ist geglückt. Da die Furt nicht bewacht wurde nahmen wir diesen Weg. So schoben wir etliche Karren des Trosses, quer zur Strömung in den Fluss und durchwateten diesen dann. Trotzdem haben wir viele Männer verloren. Auch mein Knappe Edwyn wurde fortgespült. Er wäre ein guter Ritter geworden.

Ich habe mir nie viel aus den verschiedensten Göttern gemacht. Jedoch, ich weiß der gemeine Mann braucht sie und will sehen das auch seine Führer sie ehren. So nutze ich die Götter wenn ich muss und ich hoffe für Edwyn das seine Götter auch Ertrunkene in Walhalla aufnehmen

Am Horizont ist die Feste zu erkennen welche Grund für unsere Anwesenheit ist.


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Jens Schlattwald

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Re:Tagebuch eines Engländers      30.07.2010 21:17:17 --- 1 Jahr, 10 Monate her  
16.12.1051

Die Gewässer sind ruhig und wir werden unsere Reise wohl noch lange weiterführen. Ich weiß nicht wie lange es noch dauern wird, allerdings denke ich, das unser Ankunft von großer Wichtigkeit sein wird. Es erfüllt mich auch mit Stolz und Ehre endlich meinem Land dienlich zu sein.

Der Kapitän hat heute einen seiner Männer hart bestrafen müssen. Nun sitzt dieser Matrose in einer Zelle und ist mit blauen Flecken übersät. Ich finde diese Methoden zwar nicht gerade angebracht, allerdings war es wohl nötig auf diesem Schiff für Ordnung zu sorgen. Außerdem werde ich wohl bald mit den Rittern reden. Es ist wichtig das sie wissen wie es derzeit um unser Heer und den allgemeinen Kriegszustand geht. Ob Cedric of Kent mich schon erwartet?

Ich bin gespannt ihm bald zu begegnen. Man sagt sich so einiges über ihn, aber ob das alles stimmt? Nunja ich werde es bald herausfinden.
 
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Troillius

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Re:Tagebuch eines Engländers      31.07.2010 11:30:48 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
21.12.1051
Auf dem Meer

Seit meiner Kindheit habe ich das Meer immer gefürchtet. Die tosende Brandung an der Steilküste meines Heimatdorfes ließ mich stets an einen Drachen denken und vor diesem zittern. Ja, ich war jung, aber nun, nach den ersten Tagen, die wir tatsächlich auf See sind, bin ich eben diesem furchteinflösenden Meer verfallen. Die salzige Luft, das Schaukeln des Schiffes in den Wogen der See; einfach herrlich.

Aber auch die Sorge um die Zukunft quält mich, werde ich eine solche überhaupt haben? Dies ist mein erstes Heerzug und ich brenne vor Verlangen, den Sachsen ihren brutalen Einfall in unsere Ländereien zu vergelten, doch sehe ich auch noch die Schlacht um Yorkshire vor mir: Die riesige Übermacht der Sachsen, die Gewissheit nicht siegen zu können, aber dennoch kämpfen zu müssen, die Schmerzen der Wunden. Wird es wieder so sein? Ich hoffe nicht.

Nun ich kann es nicht ändern, also werde ich die Zeit auf dem Schiff genießen und abwarten, was uns Lord Schlattwald zu sagen hat.


Düster die Zeiten, geknechtet das Land,
Zu dienen und fügen die Menschen gebannt.
Kein Vogel, kein Lachen im Flur widerhallt,
Die Tage so düster, die Nächte so kalt.
 
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Offa der Waliser

Sizilien
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Re:Tagebuch eines Engländers      31.07.2010 12:23:57 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
22.12.1051
Feste Utrecht


Sonderbare Dinge geschahen in den letzten Tagen. Es wehten spanische Banner auf den Zinnen Utrechts und die Stadttore waren offen und nicht verteidigt. Da man solche Gelegenheiten zu nutzen pflegt glich die Einnahme einem Gemetzel. Der geringe Widerstand der wenigen Bauern und Städter wurde binnen kurzem gebrochen. Graf John of Enceaster tat sich hierbei hervor und wütete wie ein Berserker.

Die Stadt wurde zur Plünderung freigegeben. Wir fanden jedoch kaum etwas von Wert und so hungern wir weiter. Im Haus eines Händlers fand ich eine dreizinkige Gabel. Der Griff ist, wie mir scheint aus Elfenbein und kunstvoll mit Schnitzereien verziert. Ich behalte sie. Der Händler welcher mir das nicht gestatten wollte liegt nun tot in seinem verwüstetem Haus.

Der Ritter Philippe de Valois wurde zum Verwalter Utrechts ernannt. Er ist Bretone soweit ich weiß und mein Misstrauen ihm gegenüber ist hoch. Ich werde wachsam sein. Es sind Boten unterwegs um die weiteren Handlungen mit den Schotten abzusprechen. Diese haben wohl zur selben Zeit die Grafschaft Gelderland unter Kontrolle gebracht.


Wyrd bið ful aræd

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Letzte Änderung: 2010/07/31 12:24 von Offa der Waliser.
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Jens Schlattwald

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Re:Tagebuch eines Engländers      31.07.2010 19:04:47 --- 1 Jahr, 9 Monate her  
28.12.1051
Auf hoher See


Weihnachten ist vorbei, und unsere Männer auf dem Schiff konnten es nicht richtig feiern. Gut es gab Loblieder ab das wars auch schon. Ich vermisse meine Heimat, meine Grafschaft, mein Eigentum. Nein! Ich muss stark bleiben. Die Männer hier zählen auf mich. Und ich will sie nicht enttäuschen. Heute werde ich ihnen erzählen worum es bei unserem Auftrag geht. Ich habe schon die Rede vorbereitet:

"Werte Freunde, werte Brüder im Glauben, Im Volke ja gar werte Waffenbrüder. Wir sind hier auf hoher See und werden unsere Freunde unterstützen. Die Deutschen haben nichts anderes verdient, als die Niederlage. Mögen wir sie zu Gott schicken und möge der Allmächtige über sie richten. Schon bald werden wir an Land gehen. Schon bald werden wir unseren Brüdern helfen. Egal ob Nordmann oder Engländer, einjeder wird sich unserer Hilfe gewiss sein können. Natürlich nur solange sie nicht ihr Schwert gegen das Commonwealth und deren Verbündeten richten.
Die Vorräte auf unserem Schiff werden wohl reichen um unsere Freunde zu versorgen und wir können den Sachsen endlich wieder Respekt vor uns beibringen. Ich frage euch meine Freunde, seid ihr bereit, gegen die Sachsen, gegen die Deutschen, für das Nordbündnis, für das Commonwealth, JA für England zu kämpfen?!"

Ich hoffe nur das sie guten Anklang finden wird. Nun ja, was auch immer passieren wird, wir tun es für England, für den König.
 
Letzte Änderung: 2010/07/31 19:05 von .
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Gasthaus
Pegasus: so...Bude sa.uber...jetzt hab ich Staublunge ^^
Pegasus: Leider macht direkte Demokratie nur Sinn, wenn man ein halbwegs rational denkendes Volk hat. Also fällt auch die Option für Deutschland flach.
Amarok der Rabe: Da fällt mir ein: "Der Klügere gibt nach, die Grundlage für die Herrschaft der Dummheit"^^
Swjatoslaw von Orenburg: Pega, das kann nicht sein, den bei dem müll was du in dich reinstopfst geht es nicht^^
Amarok der Rabe: Pegasus: In der Repräsentativen Demokratie herrscht die Minderheit, die am lautesten schreit, über die Mehrheit.
Pegasus: Bis auf die Hufeisen ja
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