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Ungarn.
So lange war es noch nicht her, dass Daranion von Greifenfels als Kardinal diese Ländereien besucht hatte. Immer schon waren die Beziehung dieses Volkes mit dem seinen fest verwurzelt gewesen und die Depeschen des neuen Außenministers der Ungarn bestätigten dies aufs Neue.
Seine Heiligkeit war im Heertross unterwegs. Zwei Vatikanische Truppenverbände hielten sich dieser Zeit im Balkan auf und befriedeten diese von Krieg geplagten Landstriche.
All das waren Ziele eines vorgeschlagenen Adria-Paktes, den seine Heiligkeit sogar gedachte zu unterschreiben, sofern die angesprochenen Bedingungen, an denen stetig gearbeitet wurde, zum Status Quo erhoben werden konnten.
Überschattet wurden all diese Vorkommnisse von dem Tod eines wahrhaft großen Mannes. Seine Emminenz Sebastian von Vestrup. Lange Zeit hatte von Greifenfels sogar an der Seite dieses Mannes gestritten und große Siege bis hin nach Afrika geteilt.
Sein Tod war ein herber Verlust für die Christenheit, aber ein noch größerer für ihn persönlich. Die Zeit in Ungarn und die Gespräche mit Vestrup hatte Daranion stets genossen. Er war ein Mann gewesen, den man schätzen und achten musste. Der seine eigene Meinung immer fest vertreten hatte und mit Glauben und Aufopferung für die Gerechtigkeit eingestanden war.
Große Fußstapfen warteten nun auf jemanden, der die passenden Füße haben mochte. Jemanden dessen Blut ebenso rein und dessen Glaube ebenso stark wie gerecht war.
Von Vestrup war ein Freund gewesen und Ungarn verlor mit ihm auch seinen höchsten Kirchenmann. Im Grunde spielte es keine Rolle, dass Daranion nun zum Papst geworden war. Ihm kam es ohnehin als Selbstverständlichkeit vor, dass er selbst die Krönung des neuen Ungarnkönigs nach der gestellten Bitte für einen Amtsträger in dieser Sache , durchführen wurde.
Daranion war Sebastian dies nicht schuldig, aber ihm kam es vor als könnte er von Vestrup noch einen letzten freundschaftlichen Dienst erweisen. Seinen Nachfolger, hoffentlich sogar einen seiner Söhne zum neuen König von Ungarn machen zu können, würde auch ein persönlicher sowie angemessener Abschied von jenem geschätzten Manne werden können.
Und sie waren schon nah....
Ein Trupp ritt vorraus und würde seine Heiligkeit ankündigen.
Schon morgen würden sie die Burg, den Hauptsitz der Ungarn erreichen.
Von Greifenfels freute sich und auch die ansehnliche Zahl vatikanischer Truppen bei ihm ersehnte sich ein paar Tage des Genusses und der Ruhe.
 Caporalmaggiore der vatikanischen Armee
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