Eine Trommel war zu hören auf den Marktplätzen aller Grafschaften. Herolde waren im ganzen Lande ihre Runden am drehen. So auch in Perekop, der Hauptstadt des Landes. Da hörte man:
QUOTE:
Hört ihr Leut und lasst Euch sagen,
der Krieg war lang in vergangenen Tagen.
Doch nun, kehrt Ruhe wieder ein,
auf den Regen folgt der Sonnenschein.
Der Regent lässt nun verkünden,
das in den vergangen Stünden
höret und spitzt Eure Ohren,
ein Friedensvertrag war geboren.
Mindestens fünf Jahre Frieden soll er bringen,
vor Freude dürft ihr singen,
lassed uns preisen unseren Herrn
welcher in keiner Stunde stand uns fern.
Das Volk begann zu jubeln, auf die Knie zu sinken und Jehova zu danken. Da erhob ein altes garstiges Weiblein seine Stimme.
Hatten wir nicht schonmal einen fünfjährigen Friedensvertrag? Wie lange hat der gehalten, bis das benachbarte Zarenreich uns trotzdem angegriffen hat? Sie spukte aus.
Ihr alle lasst Euch wieder täuschen. Ich nicht.
Ein Gemurmel ging durch die anwesende Bevölkerung. Da tauchte plötzlich der Regent selber auf. Augenblicklich wirde es mäuschenstill, woraufhin Zuka seine Stimme erhob.
Wohl habt ihr Recht Mütterlein, aber wollen wir immer in der Vergangenheit leben? Wir sollten vorwärts schauen. Wir sollten weiterhin auf das Gute in ein jedem Menschen vertrauen. Genau so, wie uns Jehova lehrt, dass wir unseren nächsten Lieben sollen wie uns selbst. Vertrauen wir darauf, dass das Zarenreich diesen Vertrag nicht nocheinmal brechen wird und wir nun endlich hier existieren dürfen, ohne immer irgendwelche Forderungen gestellt zu bekommen. Vertrauen wir darauf, dass der Krieg als Werkzeug des Teufels erkannt wurde und nicht mehr gebraucht wird. Vertrauen wir darauf, dass Jehova allen seinen Kindern die Augen geöffnet hat um das Böse zu erkennen. Oder ganz einfach und kurz gesagt:
Vertrauen wir Jehova.
Auf den letzten Satz hin viel die gesamte Bevölkerung in frenetischen Jubel aus. Sogar das alte Mütterlein wirbelte den Stock in die Luft und jubelte. Im ganzen Jubel jedoch, sah niemand, dass der Regent gestützt auf seine Leibwachen, den Marktplatz verliess.
Alt war er geworden und Jehova war scheinbar mit seinem Werk auf Erden zufrieden, sodass er ihn auf langsamen Wegen zu sich ruft. Viel Zeit würde er nicht mehr haben, auf dieser Erdenscheibe. Gut das es Frieden gegeben hat und er sich Petschenegien noch von seiner schönsten Seite anschauen konnte. Zuka liess sich zu seiner Kutsche bringen und im ganzen Land herumchauffieren.