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Adele war müde. Seit Tagen waren sie nun unterwegs, und ihr Po tat ihr weh. Letzte Nacht, als sie in einer heruntergekommenen Herberge übernachtet hatten, war ihre Rosali, ihre sanfte Stute, gestohlen worden. An die wehrhaften Schlachtrösser der Ritter hatte man sich wohl nicht ranngetraut. So musste sie nun hinter Gerhald, einem altedientem Ritter ihres Vaters, und nun ihres Bruders, auf dessen Pferd reiten. Sie sah kurz über die Schulter. Hinter ihr ritt Silvi, ihr Kindermädchen und Andstandsdame. Ihr wiederum folgten zwei weiter Ritter, welche die Beiden sicher an ihr Ziel bringen sollten. Adele lehnte sich leicht an Sir Gerhalds Rücken, und lies ihren Tränen einen Augenblick freien Lauf. Dann riss sie sich wieder zusammen. Bald würden sie ankommen, und dann verweinte Augen zu haben währe sicherlich nciht sehr gut. Und wenn sie jetzt anfing ihren Vater zu betrauern, würde sie so schnell nicht wieder aufhören. Sie sah Sir Gerhald über die Schulter. Gegen Abend, hatte er gesagt, und es kam ihr wie iene ewigkeit vor, dass sie zu Mittag gerastet hatten. Tatsächlich, dort, auf einem Berg, erhob sich die Burg gegen den schifergrauen Himmel. Gerhald setzte sein Pferd in Galopp und die anderen folgten. Bald hatten sie das Burgtor erreicht und Gerhald erkläerte der Torwache, was sie wollten. Die Wache warf kurz einen Blick auf das Mädchen hinter Gerhald und rief dann ein einen Knappe herbei, damit sie die Ritter mit Adele zur Lucideau führten. Ein paar Stallburschen kümmerten sich um die Pferde. Leicht steif vom langen ritt folgte Adele mit den anderen dem Knappen.
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