Elena hörte ihrer Mutter zu und nickte. Sie informierte Goldmarie noch, dass sie nun einen Brief an Aglio aufsetze, betreffend des Ablebens des Khagans und Waffenbruders. Genauso wie es der Vater gewünscht hatte. Dann verliess sie den Raum ging in das Arbeitszimmer des Khagans und setzte sich an den Schreibtisch.
QUOTE:
Werter Sowetnik Aglio
Hiermit tu ich Euch schweren Herzens vom Ableben meines Vaters und Eures ehemaligen Waffenbruders, Regent der Petschenegen, kund. Jehova hat ihn zu sich berufen um ihn an seiner Seite zu haben. Er wird über Petschenegien seine Hand des Schutzes halten und darüber wachen. Doch, wie schon im ersten Brief angesprochen, hat er auch viel zurück gedacht an seine Anfänge. Und so hat er oft von Euch gesprochen. Auch über Euch wird er eine schützende Hand halten. Zudem hat er mich gebeten, Euch noch eine Wagenladung komischer Flüssigkeiten zu senden. Diese solltet Ihr mit diesem Brief erhalten haben. Mein Vater hat dies immer getrunken, wobei es ihm scheinbar im ganzen Lande als Einzigen gemunden hat. Es handelt sich bei dieser Flüssigkeit um selbstgemachten Ziegenbuttertee. Geniesst ihn beim trinken und Prostet meinem Vater im Himmel zu.
Gezeichnet
Elena zu Zukansk
Tochter des Zuka von Zungenschlag
Die Nachricht gab sie einem Boten mit und wies ihn auch an, die Fässer im Ziegenbuttertee-Keller mitzusenden. Dann setzte Elena ein zweites Schreiben auf.
QUOTE:
An die Regenten aller Ländereien
Mein Vater, unser grosser Regent und Gründer des Staates Davids ist von Jehova an seine Seite berufen worden. Schweren Herzens nehmen wir Abschied von ihm und werden sein Lebenswerk, den Staate Davids in Ehren halten.
Die Führung des Staates haben derzeit und bis zur Wahl eines neuen Regenten die Khagan Bek übernommen. Da meine Mutter, die Khagan Bek Goldmarie jedoch in sehr grosser Trauer ist und ihre Schreibhand aufgrunddessen derzeit versagt, schreibe ich diese Information in ihrem Namen.
Hochachtungsvoll
Elena zu Zukansk
Tochter des Khagan Zuka von Zungenschlag
und der Khagan Bek Goldmarie
Diese Nachricht liess sie von Schreibern vervielfältigen und in alle Landesteile der bekannten Ritterwelt versenden. Den Boten, welcher nach Sachsen sollte, hielt sie aber noch schnell zurück und sprach zu ihm:
Vermutlich wirst du nicht allzu willkommen sein bei den Sachsen. Ja, vielleicht sogar abgewiesen an der Grenze, da bekanntlich die Beziehungen zwischen den Petschenegen und den Sachsen im Keller sind. Doch haben auch sie ein Anrecht von dieser Nachricht zu erfahren. Ob sie davon Gebrauch machen wollen liegt ihn ihrem ermessen. Also seit nicht zu enttäuscht, wenn ihr an der Grenze abgewiesen werdet, das liegt in der Hand der Sachsen. Wir können dann wenigstens sagen, dass wir unsere Pflicht getan haben.
Nach diesen Worten entliess sie auch diesen Boten in die Welt hinaus.