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Es war beeindruckend, und beängstigend. Die vielen Zelte, Fahnen und vor allem Menschen. Gut, ich hatte schon ein Heerlager gesehen, aber so viele Ritter aus so vielen Orten, so viele Fremde, das war neu.
Staunend irrte ich durch die Zeltgassen. Sie schien zwar schön zu sein, die große weite Welt, aber ich sehnte mich auch in die Ruhe des heimischen Hofes zurück. Zu meinem Großvater und seinen Geschichten. Zu meinen Geschwistern, den Bergen, den einsamen Tälern, den Wäldern. Einfach zu meiner Familie.
Aber das ging nicht mehr. Ich war jetzt Ritter des Schottischen Königs, und als solcher hatte ich mich zu verhalten.
In solchen Momenten fühlte ich mich klein und unnütz. Es gab nichts zu tun. In Gedanken schlenderte ich weiter, die vielen Reize um mich gar nicht mehr wahrnehmend stolperte ich über eine Zeltleine.
Fluchend hockte ich mich hin. In ein paar Tagen würde ich meine ersten Turnierkampferfahrungen sammeln, einen verstauchten Knöchel konnte ich gar nicht gebrauchen.
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