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Die Klinge ihrer Waffe glänzte wieder wie neu, nachdem sie stundenlang von der jungen Blonden, mit dem schulterlangen Haar gepflegt wurde. Schon ein paar Duelle hatte die Sarissa damit bestritten und noch immer war sie im Umgang mit der Waffe eher ungeübt.
Erst vor kurzem hatte sie sich die Langaxt leisten können. 17 Jahre war sie zu diesem Zeitpunkt schon und hatte sich mit ihren Fäusten durchboxen müssen. Als sie dann ihre Waffe zum ersten Mal in der Hand hielt, war sie richtig stolz auf sich und freute sich über diese Waffe. Sie würde sie gut pflegen und sie im Dienste des Ordens einsetzen.
Mit 15 Jahren war sie damals aus ihrer Heimat Makedonien nach Norden gezogen. Etwa zu jener Zeit hatten mehrere Nordvölker den Orden angegriffen und die polnischen Nachbarn hatten es den Nordvölkern leicht gemacht, in das Gebiet der Pruzzen vorzudringen. Auf der Suche nach Abenteuern hatte sie den Entschluß gefasst, dem Deutschen Orden zu helfen und sich diesem angeschlossen.
Aufgrund einer guten Vorbildung in Makedonien, konnte sie sich schnell unter den jungen Rittern hervortun und man ernannte sie zur Schwertmeisterin des zweiten Lehrregiments. Nun waren ihr einige Jungritter unterstellt und sie versuchte diese zusammen mit Hannes von Plauen auszubilden.
Nicht alle waren überragend im Training, doch alles im allem war sie recht zufrieden mit dem Regiment. Schon bald würde es hoffentlich richtige Bewährungsproben geben, in dem sich zeigen würde, ob die Ausbildung etwas gebracht hatte. Auch wenn die jungen Ritter wohl kaum mit gut ausgerüsteten und erprobten Veteranen anderer Völker vergleichbar waren, sie würden bestimmt einen guten Kampf liefern, wenn sie die Chance hätten, sich zu beweisen.
Sarissa gefiel es gar nicht, dass man von immer mehr Völkern hörte, die angeblich die Pruzzen unterstützen sollten. Es bahnte sich ein weiterer Großkrieg an von dem sie nichts hielt und sie hoffte, dass es dem Hochmeister und seinen Rittern gelingen würde, diesen abzuwenden.
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