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Die Vorbereitungen waren endlich abgeschlossen, ihre Kinder waren in guter Obhut auf der dänischen Burg geblieben. Der Abschied von Cardar im Hafen war kurz, aber herzlich und die besten Wünsche begleiteten sie nun auf ihren getrennten Wegen.
Amaya wurde wieder unsicher, ob sie wohl die richtige Entscheidung getroffen hatte, als sie jedoch ihre Axt schärfte, schaffte sie es, diesen Gedanken zu verwerfen. Um ihr übliches Unwohlsein auf einer Schiffsfahrt zu überspielen, beobachtete sie ihre Mitreisenden und versuchte, sie einzuschätzen.
Svana Angelina war eine hübsche junge Frau, die es für ihre jungen Jahre schon weit gebracht hatte im dänischen Volk. Sie war auf der einen Seite sehr herzlich, aber sie konnte auch sehr bestimmend sein, wenn es um das Wohl des Volkes ging. Jedoch wußte Amaya, wie von fast Allen aus der Gruppe, nichts über ihre Kampfkunst. Dann war da Mekare, die war ihr allerdings etwas unheimlich, diese Frau in annähernd ihrem Alter, hatte sie nie zuvor gesehen. Eine unheimliche Unruhe ging von ihr aus.
Von den Männern kannte Amaya nur Malte flüchtig, da sie sich auf dem letzten Turnier begegnet waren.
Somit zog sie es vor, sich etwas abseits von den Anderen an Deck nieder zulassen und hing ihren Gedanken nach, denn jedes Mal, wenn sie sich unter Deck begab, wurde ihr Unwohlsein durch das Schaukeln des Rumpfes und das Knarren der Planken noch verstärkt. Sie wollte durchaus nicht als Außenseiterin da stehen und beteiligte sich auch an den täglichen Versammlungen und Besprechungen, entfernte sich aber immer relativ zeitig, um wieder ihren Gedanken freien Lauf lassen zu können.
Lange war es her, daß sie ohne Cardar unterwegs war, im Stillen mußte sie sich eingestehen, daß sie ihn vermisste.
Schier unendlich erschien ihr der Wasserweg, als plötzlich Land angekündigt wurde. Erleichtert atmete sie auf und zum ersten Mal, nach langer Zeit, umspielte wieder ein Lächeln ihre Lippen.
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