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Wenn das Leben sich ändert und man nach den Sternen greift, und sich ganz plötzlich in einer unrealen Situation wieder findet .... was dann? So war es auch in diesem jungen Leben, eben jenem von Caterina. Tochter eines edlen Mannes aus Italien welche ausgesendet wurde um zu finden wonach Sie immer suchte, ohne zu Wissen was es eigentlich war. Irgendwo bei Rom musste es gewesen sein, wo sich die junge Frau einem Tross anschloss, per Schiff nach Syrien gelangte und nun seit einiger Zeit in dieser völlig anderen Welt lebte. Soviel Sand auf einem Fleck hatte die junge Frau noch nie gesehen, und doch hatte Sie sich im laufe der letzten Wochen daran gewöhnt, vor allem daran sich so zu kleiden ohne wirklich aufzufallen zwischen all den Einheimischen, ja gar begonnen deren Sprache zu lernen, auch wenn es ihr immer noch schwer fiel. Neben ihrer Malerei war ihr seit dem Weggang aus Italien wenig geblieben, doch auch damit hatte Sie sich bereits einen gewissen Namen hier am Fürstenhof geschaffen und doch war es auf dauer nicht das, was Sie wirklich wollte. Eigentlich wusste Caterina nicht was Sie wollte, war auch schlicht zu schüchtern ihre Wünsche vielleicht zu äussern und so kam es wie es eben kommen musste, der erste Feldzug unter ihrer Führung stand an. Sie – Heerführerin, Caterina hatte keinerlei Ahnung von Krieg, Heerführung und Soldaten, war gerade mal selbst fähig eine Klinge zu führen und das wohl mehr schlecht als recht auch wenn das Training täglich hart war. Ja der Franzose gab sich alle Mühe zu scheuchen, zu demütigen und zu beleidigen und es tat der jungen Frau in der Seele weh. Doch sich dagegen wehren? Nein so wirklich vermochte Sie das nicht, auch wenn sich völlig neue Seiten an ihr auftaten. Niemals hätte Sie es gewagt zu widersprechen und doch tat Caterina es. Und doch wurde still ertragen, jede Form der Ignoranz, jede Demütigung und jedes Wort welches gesagt wurde. Insgeheim wusste Sie um die Fähigkeiten dieses Mannes und so war es an ihr von ihm zu lernen. Mehr zu lernen als je ein anderer ihr könnte beibringen, viel mehr auch wenn er sich dessen nicht bewusst war. Immer wieder hatte Caterina ihn heimlich beobachtet wenn er mit dem Schwert übte, oder mit anderen Waffen, immer so, dass es nicht möglich war Sie zu entdecken und nun war er an ihrer Seite in die Schlacht gezogen. Eine Schlacht die mehr Unheil brachte als ihr letztendlich lieb war, denn es war eher ein Gemetzel denn einer Schlacht, doch hätte man ihr vorher gesagt, dass es so enden würde, hätte Sie wohl niemals das Heer geführt.
Blind war Sie gefolgt, hatte getan was ihr gesagt wurde und die Gruppe stand sich nun plötzlich einem Heer der Akriten gegenüber. Unruhig striff ihr Blick immer wieder über den Gegner, welchem man sich gegenüber sah. Laut hallte eine Stimme über das Land, der Bogen wurde ergriffen und der Beschuss eröffnet, von beiden Seiten, und ein wahrer Regen an Pfeilen hagelte auf sie ein. Immer wieder suchten ihre dunklen Augen nach der Gruppe jener Reiter, welche diese eigenartigen Schwingen trugen, noch hatte Caterina längst nicht verstanden warum diese nötig waren, suchte mit Blicken nach Lambert und hoffte still auf eine Antwort die niemals kam. Er war verschwunden. Wo war er? Wurde er verwundet wie so viele andere auch in dieser Schlacht? Gar getötet. Für einen Augenblick krampfte sich irgendetwas in ihr zusammen bei dem Gedanken daran, welcher sogleich wieder beiseite geschoben wurde. Nein er hatte bestimmt überlebt, so ein Mann wie er würde nicht so einfach aufgeben. Das Heer wurde zurück gezogen, mehr konnte Sie nun nicht mehr tun, es gab einfach keine Chance darauf diese Schlacht zu gewinnen und so war es besser für alle die noch laufen, reiten oder ähnliches konnten. Der Versuch alle Verletzten vom Schlachtfeld zu holen gelang, doch noch immer war er nicht unter ihnen, ebenso wie seine Begleiter. Man kümmerte sich um Verletzte, halbtote und versuchte Blutungen zu stillen, auch wenn der Geruch ihr regelrechte Übelkeit brachte. „Wo ist er? Sag mir wo ist Signore d' Lilliaz und seine Leute“ herrschte die junge Frau einen Burschen an welcher gerade an ihr vorbei kam. Wieder etwas, was Caterina so gar nicht von sich kannte, und doch war es die Sorge um jene Gruppe die fehlte, die Sorge um den Franzosen welcher ihr insgeheim Lehrmeister war in den letzten Wochen....
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