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Das große römische Friedensturnier hat begonnen, die Straßen der ewigen Stadt waren wie leergefegt, als seine Heiligkeit Urban II. zum ritterlichen Wettstreit der siegreichen Ritter des Vatikan geladen hatte. Urban hatte extra zu diesem Ereignis den großen Zirkus der alten Zeit reaktiviert. Hunderttausende tobten auf den Rängen als die edlen Streiter in Prunkvoll ausstaffierter Rüstung die Banner ihrer Häuser in die Arena trugen. Nach einer kurzen… etwa 5 stündigen Eröffnungsrede seiner Heiligkeit, begann der erste Tag mit dem Duell.
DAS DUELL
Für Gabriel begann das Duell mit Morwulf von Sichlingen, wahrlich kein leichter Gegner. Morwulf ist einer der Erfahrensten Ritter des Vatikan. Es war ein großer Kampf und Gabriel steckte einige schwere Treffer ein. Ein Glück nur, dass der gute Morwulf mit seinen 42 Jahren nichtmehr der Jüngste war, je länger der Kampf andauerte, desto mehr konnte Gabriel seine wohl bessere Kondition ausspielen. Gerade als Gabriel meinte den Kampf bereits gewonnen zu haben, holte der alte Fuchs zu zwei wuchtigen Treffern aus. Als Gabriel diese ohne sichtbare Wirkung einsteckte und dem alten Herrn einen weiteren schweren Treffer auf den Schwertarm zufügte war der Kampf gelaufen.
Morgen würde Aidan auf ihn warten, leichter wird es wohl nicht werden.
DAS TJOSTEN
Hier wollte Garbiel sich entspannen Dankwart von Lanzenberg hatte er gezogen. Ein junger Ritter, bei weitem kein schlechter Kämpfer, geübt mit der Hellebarde, jedoch kein Reiter. Wenn er Dankwart jemals auf einem Pferd gesehen hat, dann nur um nicht laufen zu müssen. Wenn man ihn und seine Mähre Melek sah, mochte der gehässige Beobachter geneigt sein sich zu fragen, ob nicht er lieber seinen Klepper tragen möge als andersherum.
Hingegen Gabriel als Mitglied der berühmt, berüchtigten schweren Kavallerie des Vatikan. Sein kriegserfahrenes schweres Schlachtross Metatron ist wohl ohne Übertreibung eines der Ehrfurcht gebietensten Tiere welche das Abendland zu bieten hat. Mit einer Schulterhöhe von 1,90 m und der Kraft von 180 Männern ist dieses Tier immer noch so schnell wie der Wind und durch epische Schlachten und so manches Turnier geübter als der Gegner selbst.
Alle Vorzeichen sprachen also für ihn, dass dies ein ungleiches Duell sein würde.
Als beide Streiter ihre Position entlang des Tjostplatzes bezogen haben, konnte Gabriel gerade einmal Dankwart´s Kopf oberhalb der Trennmarke erkennen. Die Kontrahenten preschten aufeinander zu, bis sie beinahe auf gleicher Höhe waren, dann senkte Gabriel seine Lanze um ca. 60 Grad nach unten währen Dankwart selbiges nach oben tat. Gabriels Lanze jedoch traf gerade einmal eine Feder auf dem Helmschmuck des Ritters, während sich Dankwarts Lanze in seinen Sporen derart verhakte, dass Gabriel einen heftigen Ruck Spürte. Dankwarts kräftiger Arm hielt die Lanze während Gabriels Ross Metatron den kleinen Melek einige Meter einfach rückwärts mit sich zog, bevor Gabriels Sattel sich aus der Verankerung löste und dieser samt seines Herrn zu Boden glitt ohne das der große weiße Schimmel des Bischofs der Toscana auch nur stockte.
Unchristlich fluchend stand Gabriel auf, klopfte sich den Staub ab um zum zweiten Durchgang anzutreten
Wiederum preschten beide aufeinander zu, doch wollte Gabriel dieses Mal sicher gehen seinen Kontrahenten zu treffen und senkte im Übermut zu früh und zu steil seine Lanze um beinahe 80 Grad. Diesmal traf er Dankwart am Bein, aber die Lanze glitt an der Rüstung seines Gegners ab und bohrte sich in den Boden. Kaum schoss Gabriel noch der Gedanke durch den Kopf, dass dies eine furchtbar dumme Idee war, da bemerkte er wie ihn etwas auf der Brust von unten traf. Wie in Zeitlupe sah er unter sich seinen Kontrahenten, während er in hohem Bogen über ihn flog und mit einem heftigen Schlag auf dem Boden aufkam.
Die Sensation war Perfekt, die Menge johlte und Gabriel stand schon wieder fassungslos im Sand der Arena. Voller Wut warf er seinen Helm in den Staub, fing sich jedoch kurz darauf wieder und wandte sich an seinen Gegner der sich in Jubelpose zu recht vom gemeinen Volk huldigen ließ. Gabriel schlug den rechten Arm vor seinen Brustpanzer und verneigte sich vor so viel Kühnheit, dies war einfach nicht sein Tag.
DAS MELEE
Mit ordentlich Frust im Bauch ging es sodann ins Melee. Vor Kraft strotzend dampfte Gabriel durch die Reihen der Streiter, durch den kleinen Schlitz in seinem Visier nahm er sich einen jeden vor, der sich in sein Sichtfeld traute. Neben mehreren kleinen Schlägen, teilte er auch einige finale Hiebe aus.
Zuerst war es Flavio Mabusian dem er mit einem kräftigen Schwerthieb die Beine wegzog.
Dann Lady Zandra, der er die Waffe aus dem Arm schlug.
Boreas Eborius, den mächtigen Kriegsminister, ein Mann, mit dem er sich im Duell normalerweise nur höchst ungern Messen mochte, traf er, ebenso wie Seancher, heftig auf den Rumpf, so dass dieser, wohl auch um sich für das Duell zu schonen den Arm hob.
Erst als er Angelina unter den letzten drei die Waffe aus dem Arm geschlagen hatte war seine Wut über die eigene Dummheit verraucht, so dass er ohne Frust den Arm heben musste nachdem ihm kurz darauf das Schwert seitens Raven Vargas mit einem wuchtigen Axthieb aus der Hand glitt.
Welch ein Beginn des Turnieres, was würde der zweite Tag bringen ?
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