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Die Heerschau hatte ergeben das viele der Ritter unter dem Zaren gen Norden ritten. Nicht nur die Ritter auch ihr gesamtes Gefolge. Der Tross war gewaltig. So gewaltig wir das Land das sie Durchqueren mussten. Dunkle Wälder, tiefe Flüsse und hohe Berge. Das alles ließen sie nach und nach hinter sich um Schritt für Schritt ihrem Ziel näher zu kommen. Sie hatten noch einige Wochen vor sich bevor sie Ihr ziel erreichten als sie ihr Lager aufschlugen. Das Lager war über einige hundert Meter verteilt und oft war es wie ein Dorf aufgebaut. Die Familien, insofern sie mitreisten, blieben immer zusammen. So entwickelte sich die Kampfgruppe zu einer kleinen funktionierenden Gesellschaft. Die jungen wurden auf die Jagd geschickt und die Frauen kochten zusammen mit den Mädchen während die Männer das Lager aufschlugen und für die Verteidigung sorgten.
An diesem Abend saß ein kleiner Junge namens Artjom an einem Feuer neben seinem Vater und rupfte einen Vogel. Er machte die Arbeit nicht zum ersten mal aber sie bereitete ihm noch mühe. Konzentriert ging er seiner Arbeit nach doch es beschäftigte ihn noch etwas. „Papa, sag mal warum sind wir eigentlich nicht in unserem Dorf geblieben?“ Jegor, der Vater, saß in Gedanken versunken und Schnitzend am Feuer. Sein Blick glitt leer durch die Flammen und doch antwortete er „Weil wir dem Zaren folgen.“ Der Junge war zufrieden mit der Antwort. Er nickte und griff wieder ein büschel Federn. „Papa, „ der Junge fragte wieder „ warum will der Zar nicht bei sich zu Hause bleiben?“ Unverändert in Mimik und Haltung setzte sich Jegor dem verhör seines Sohnes aus. „Weil ein Zar von zeit zu Zeit kriege führen muss damit es und besser geht und niemand unser Land stiehlt.“ Jetzt drehte sich Artjom zu seinem Vater und übergab den Vogel. Er hatte ihn so gut er konnte gerupft. „Warum hat er dann nicht nur Kämpfer mitgenommen sondern auch Kinder?“ Jegor nahm den Vogel und rupfte die restlichen Federn. „Junge, es wird der Tag kommen an dem auch du kämpfen musst, jeder Junge wird das lernen, ihr seid jetzt an der Reihe.“ Er stach den Vogel auf den Speer und hielt ihn über das Feuer. Artjom fand einen kleinen Ast mit dem er im Feuer herumstocherte. „Müssen die Frauen und Mädchen auch kämpfen lernen?“
Eine Gestalt näherte sich lachend der Familie. „Du hast einen sehr wissbegierigen Jungen!“ Die Gestalt setzte sich zu Jegor. Er übergab ihm einen Schlauch in dem, dem Geruch nach, sich Vodka befand. „Es ist ein Fluch und ein Segen zugleich mein Herr.“ Jegor nahm einen schlug und reichte den Schlauch zurück. „Junge das hier ist der Zar, der der uns alle mit nimmt, du darfst ihn Fragen was du willst.“ Artjom saß auf seinen knien und schaute den fremden Mann mit seinen grünen Knopfaugen lange an, „Ich dachte der Zar wäre mehr wie einer der Helden aus den Geschichten die Mama immer erzählt.“Tzwenson musste lachen. „Junge kein Mann ist wie in den Geschichten von den Frauen, aber du hast recht ich sehe im Moment nicht aus wie ein Zar. Du siehst im Moment auch nicht aus wie ein tapferer Krieger und doch weiß ich das du wenn du es sein musst einer sein wirst.“ Tzwenson nahm sich ein Stück Holz und schnitzte daran herum. „Zar, wie werde ich ein Krieger?“ „Nenn mich Tzwenson wie alle hier um deine Frage zu beantworten, das Leben in diesem Land macht dich dazu. Ob Bäcker, Fischer oder Bauer jeder Mann hier ist ein Krieger der im Augenblick etwas anderes tun muss.“ „Warum reisen wir durch das Land?“ Tzwenson wartete eine kleine weile bevor er antwortete um die Gedult des Jungen zu prüfen der aber sofort unruhig wurde als die Antwort ausblieb. Der Junge war in einem Alter indem er alles wissen wollte. Sein Sohn war nicht lange aus diesem Alter heraus. „Wir reisen durch das Land um unser Reich zu vergrößern. Wir bestehen derzeit aus drei Völkern.“ Er zeichnete mit dem Stock in seiner Hand den Umriss des Zarenreichs nach, so gut es die Erde zuließ. „Siehst du? Hier ist Kiew, hier Mordwina und hier ist Kasan.“ Er schnitzte weiter. „Wo sind wir jetzt, was meinst du?“ Artjom setzte sich genau vor die Karte und überlegte angestrengt bevor er einen Punkt in die Erde stach. „Hier! Hier sind wir.“ Tzwenson war überrascht wie genau der Junge die Position festlegen konnte und Jegor konnte man den Stolz nicht nur an sehen sondern ihn auch hören.
„Mein Papa hat mir gezeigt wie man sich im Land zurecht findet. Sowas kann ich schon ganz lange. „ Er sah Tzwenson mit einem schelmischen Grinsen an und kratzte sich dann am Kopf. „Warum sind wir hier?“ Tzwenson übergab sein Schnitzwerk das ein kleines Holzschwert darstellte dem Jungen. „Wie ich gesagt habe wir müssen unser Reich schützen.“ Artjom begutachtete das Holzschwert. Er rannte sofort zu seiner Mutter um ihr das Geschenk zu zeigen. "Mama, mama guck mal hier was ich bekommen habe!"
Jegor bedankte sich in seinem Namen. „Herr, weswegen seid ihr zu mir gekommen?“ Tzwenson klopfte ihm auf die Schulter, nahm einen Schluck aus seinem Schlauch. "Ich möchte das du nach Susdal reitest und diese Nachricht übergist." Er zog ein Schriftrolle aus seinem Ärmel. "Achte darauf das keiner dieses Schriftstück zu sehen bekommt!" Schrärfte er ihm ein. "Viel glück ich erwarte deinen bericht wenn du wieder da bist und bring den kleinen dann mit zu mir er soll sehen was ihn erwartet sobald er ein Schwert halten kann." Jegor nickte und verstaute die Schriftrolle. Er übergab dem Zaren den Vogel und ging Wortlos zu sienem Pferd, gab ihm die Sporen und verschwand in der Steppe.
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