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Noch bevor Crest mit dem ungarischen Kreuzzugsheer endlich wieder in der Heimat angelangt war, hatte er Boten vorausgeschickt und Turniere ausrufen lassen. Der Hauptgrund dafür war ein trauriger, hatte er doch in Mazedonien erfahren, dass sein Freund Szun die Rückreise aus Jerusalem nicht mehr angetreten hatte. Der Verlust wog schwer, war es doch dieser Nordmann, der Ungarn in der Zeit tiefen Dunkels beiseite stand. In den letzten Jahren, in denen er zu Gott fand und sogar Basileus der Makedonen wurde, wuchs die gegenseitige Wertschätzung beider Männer und beide Völker, die sich einst noch bekriegten, waren nunmehr durch ein Band des Vertrauens und Friedens verbunden.
So stand es für den Kiraly völlig außer Frage, die Verdienste Szun`s mit einem Turnier, in dem sich ungarische und makedonische Ritter begegnen sollten, zu würdigen.
Das Turnier sollte von Gräfin Yabuka ausgerichtet werden, Crest wusste um das einzigartige Organisationstalent dieser jungen Dame. So war es denn auch, Montenegro hatte sich für den Turniertross herausgeputzt, überall jubelten Ungarn den Heimkehrern und makedonischen Rittern zu, der Turnierplatz war ein riesiges Festgelände und die Vorratslager waren reichlich gefüllt. Nachdem am Abend die Auslosung bekannt gegeben wurde und der junge Kiraly erfuhr, dass er gleich in der ersten Runde gegen Ungarns Eminenz, Kardinal Detonator, anzutreten hatte, setzte er ein schelmisches Grinsen auf. Um überhaupt eine Chance zu haben, nicht gleich in der ersten Runde auszuscheiden, mußte hier auf mehreren Ebenen gekämpft werden. So ließ er wenige Minuten nach der Auslosung denn auch verlauten:Ungarn - Jerusalem ist wieder in der Hand des Herren, wir wollen mit Szun einen Freund ehren, unsere makedonischen Freunde würdig begrüßen und ihr sollt alle auf die von euch in den letzten Jahren erbrachten Leistungen anstoßen. Ungarn erblüht, Dank euch aller, immer mehr. Die Lager sind heute Abend jedermann geöffnet, speist und trinkt nach Herzenslust.
Ein hundertfacher Jubelschrei versüßte den Augenblick. Vielleicht würde der Kardinal ja zu tief in das heilige Wasser Ungarns, den Pálinka eintauchen...
Der nächste Tag brachte den gewünschten Erfolg - mit heftigen Kopfschmerzen konnte Crest im Duell gegen Detonator bestehen. Es schien ganz so, als ob der Altersunterschied ihm in der Nacht zuvor zugute gekommen wäre.
Auch im Tjosten schaffte der Kiraly den Einzug in die nächste Runde, was jedoch eher an seinem gut trainierten Ross, denn an ihm selbst lag.
Im Melee ließ ihn ein Treffer gegen seinen, ohnehin noch schmerzenden, Kopf für diesen Tag endlich in Bewußtlosigkeit fallen.
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