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Akarnania, Februar 1071
Kurz bevor Skade eines der sizilianischen Schiffe besteigen wollte, hielt Akay sie zurück und eröffnete ihr, dass er vorhatte, nicht mit der Flotte zu fahren. „Ich habe in den Kirchen der Christen eine Unmenge an muslimischen Gegenständen gefunden und an mich genommen, die wer weiß wann und von wem geraubt worden sind und nicht hierher gehören. Ich finde, sie sollten auf keinen Fall in anderen und schon gar nicht christlichen Händen bleiben. Sie sollten zurück an den Ort, an den sie gehören.“ Akay machte eine Pause. „Abal, ich werde ein Händlerschiff suchen, dass mich an Bord nimmt. Denn es ist mir ein dringendes Bedürfnis diese Gegenstände zurück in die muslimische Welt zu bringen.“ Akay sah der erstaunten Skade, die keine Worte fand und ihn verblüfft anstarrte, in die stahlblauen Augen und nahm ihre Hände in die seinen. „Ich möchte, dass du mich begleitest.“
Skade wusste von dem Kram, den Akay als religiös und muslimisch bezeichnet hatte, doch hatte sie bisher geglaubt, es würde sich um normale Beute handeln. In Gedanken durchwühlte sie sogar ihr eigenes Erbeutetes, ob sich darunter Ähnliches befand. Niemals wäre sie darauf gekommen, dass eines oder sogar mehrere Schätze, die durch ihren Raub den Besitzer gewechselt hatten, irgendeine Wichtigkeit für Akay besitzen könnte.
Und niemals wieder würde sie sich ihn allein ziehen lassen. Schon gar nicht, wenn es Akay so enorm viel bedeutete, die Gegenstände an die rechtmäßigen Besitzer zu geben, dass er sich von den Söldnern trennen würde. Denn genau das bedeutete es, wenn sie Akays Vorhaben in die Tat umsetzten. Nur langsam begriff Skade die Tragweite dessen. Und dennoch schlang sie ihre Arme um seinen Hals und ihre Lippen flüsterten in sein Ohr: „Qamar, mit dir würde ich bis an das Ende der Welt gehen, würde es eines geben.“
Und kurz bevor die sizilianische Flotte ablegte, ließen sich Skade und Akay von ihrem Heerführer auf unbestimmte Zeit vom Söldnerdienst befreien. Sie ernteten zwar verwunderte Blicke, dennoch gab es keine Einwände, denn Zahl der Söldner Siziliens war inzwischen sehr gewachsen und ihre Heere hatten eine Größe erreicht wie nie zuvor. Man wünschte ihnen viel Glück für ihre Reise, obgleich niemand wissen wollte, wohin die eigentlich gehen sollte. Sie sollen so bald wie möglich zurückkehren, rief man den beiden noch nach.
Wie lange dies auf sich warten lassen würde, ahnte zu der Zeit niemand von ihnen.
Und so bestiegen Akay und Skade, sowie Yngri und Reynir bald nachdem die Schiffe der Sizilianer abgelegt hatten ihrerseits eines der Händlerschiffe, welches die vielen Inseln im östlichen Mittelmeer ansteuerte und waren Mitte Februar auf dem langen Weg in eine ihnen völlig unbekannte Welt, die vor allem Skade mit Spannung erwartete.
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