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Jaroslaw war nun schon seit einigen Tagen zurück von seiner Unterredung mit dem Bischof von Litauen, Alonso Pansa, und machte sich daran die Planungen für die neuen Ordensgebäude vorranzutreiben. Er wusste genau wie diese auszusehen hatten. Eine Große steinerne Kirche im Zentrum. Östlich davon sollte ein Burgfried das Herz der Feste darstellen, umgeben von einer 7 Meter hohen Mauer, die an der Westflanke eine Kaserne, ein Küchen- und Lagergebäude, einen Stall und im Süden einen ausreichend großen Trainingsplatz umschloss.
Jaro hatte hierfür 6 Baumeister mit ihren Lehrlingen angeheuert die die Bauarbeiten leiten und überwachen sollten. Er gab einem erfahrenen Baumeister die Leitung der gesammten Anlage in die Hand. Lukas, seines Zeichens Hofbaumeister zu Pruzzen. Er war mit abstand der erfahrenste und fähigste Baumeister von allen auf dem Baltikum und so konnte nur er diese ehrwürdige Aufgabe übernehmen.
In einem provisorischen Gebäude aus Holz, das in der Nähe des Bauortes stand bereiten Jaroslaw und Lukas sich über die kommenden Bauarbeiten. Damit alles noch in diesem Leben fertig gestellt wurde, mussten die Bauarbeiten gut und wohl überlegt sein und koordiniert werden. Für Jaroslaw sah die Baustelle noch nicht wie eine aus. Schnürre stellten die ersten Mauergrundrisse dar und in unmittelbarer Nähe wurde Holz zu Balken und Brettern gesägt und Steine zurecht und in Form geschlagen. Doch waren diese Materialien noch nicht für die Festung gedacht sondern für eine Holzmühle, die den Arbeitsprozess um einiges beschleunigen sollte. Rings um diese Lagerstelle ließen sich Bauern, die Familien der Arbeiter und die Familien der Handwerker nieder. Auch Händler gab es und so enstand nach und nach eine kleine Zeltstadt.
Morgen sollten die ersten maßiven Grundsteine für den Burgfreid und das Mauerwerk gelegt werden. Lukas meinte es würde dann in den nächsten drei Monaten schon ansatzweise wie eine richtige Burg aussehen. Doch für den Grafen von Wilna war dies noch Zukunftsmusik und nicht ersichtlich. Doch er vertraute Lukas und seiner Erfahrung. Was sollte er auch schon groß anderes tun können außer vertrauen?
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