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Re:Rotes Haar und Sommersprossen.... (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Re:Rotes Haar und Sommersprossen....
 
Clarisse

Makedonien
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Re:Rotes Haar und Sommersprossen....      13.07.2017 11:04:11 --- 2 Monate, 1 Woche her  
I've got no roots, but my home was never on the ground

Seine Hände wandern, spürt das Weib und mag das. Sie fordert, schämt sich nicht ob der Lust, die sie empfindet. Nicht einmal als ihr klar wird, dass ein jeder sie hier erwischen kann. Doch vielleicht ist es gerade dieser Reiz? Sie will das nicht beantworten, wird das nicht hinterfragen, einzig das Gefühl der Freiheit tobt in ihrem Inneren. Als sie sich ihm dann hingibt, ist es eine Befreiung, ein Entwurzeln, dass sich mit seinem knurrenden Keuchen einfach so entlädt. Nach den Monaten des Verzichts, waren es wirklich Monate oder gar schon Jahre? nimmt sich das Weib nun die Freiheit und lässt diesen Fremden zwischen die Schenkel. Klar wird das einen Aufschrei geben, wird es an der Weltordnung des Ordens rütteln, doch hat sie nicht schon immer an jenen Käfigstangen gerüttelt? Die Menschen im Orden sind ihr wichtig, keine Frage, aber ihr Leben und das was sie selbst ausmacht ist nun mal gerade noch wichtiger. Ist es Victor gegenüber ungerecht? Natürlich! Doch jeder wählt seinen Weg und da das Mädel sich entschieden hat den Wurzeln zu folgen, wird sie die Brücken übertreten, Regeln brechen und mit Konventionen abschließen. Den Kopf in den Wolken tragen, die Füße einen halben Meter über dem Boden schweben lassen, dass sie bloß nicht in den Konflikt kommt, Wurzeln schlagen zu müssen. Lächelnd, erschöpft und mit kleinen Schweißperlen übersät findet sie eine Ruhe, die so echt und innig ist, dass sie nichts weiter braucht, um glücklich zu sein, als den Kerl neben sich wissend. Sie wird das Abenteuer zulassen und sich einfach von ihrem Bauchgefühl lenken lassen. Auch wenn sie davon gerade mehr als enttäuscht war, denn es war auch eine Bauchentscheidung die Ämter der Mutter zu übernehmen. Nein. Sie will diese Verantwortung nicht mehr, kann das nicht alles tragen und wird niemals diese Politik verstehen. Man heiratete, wurde zur goldenen Kuh und somit verkauft. Auch wenn sie glaubte, aus Liebe geheiratet zu haben, wird ihr nur immer wieder vor Augen geführt, dass sie eine Handelsware gewesen ist. Politik auf den Schulter des Paares. Wie wunderschön. Doch nichts für sie. Sie muss brennen für die Liebe, muss sich sicher sein, dass der Mann immer an ihrer Seite ist. Zu groß ist die Angst, alles zu verlieren. Sie hat genug gegeben. Ihre Mutter, ihren Vater. Geschwister, Freunde….ihr Leben. Nein. All das ist Vergangenheit, wird nicht zurückkommen und nun will sie leben. Einfach nur dem Ruf ihres Herzens folgen. Auch, wenn sie damit vielen vor den Kopf stößt, auch wenn sie damit Streit heraufbeschwört. Sie wird damit leben können und müssen. Denn wenn sie nur durfte, wenn sie soll, aber nie konnte, wenn sie wollte. So würde sie auch nicht mögen, wenn sie musste. Ganz einfache Erklärung. Sie ist ein Rebell und sie würde, wenn sie dürfte, weil sie dann auch mochte wenn sie sollte und dann könnte sie, wenn sie müsste. Das Leben ist ein Wunder. Niemals würde sie sich einfach so einfügen, dazu war sie einfach zu freiheitsliebend. Es würde Verzicht auf sie zukommen, das ist ihr klar. Diese Erkenntnis trifft sie. Tief im Innersten und so küsst sie Bjarkar sanft auf die Stirn, schmiegt sich an ihn und legt die Hand an seine Wange. Ihr Blick sucht seinen und ein Lächeln mal sich auf ihre Lippen. “Ich werde...nein… ich bin. Es ist Zeit einen Entschluss in die Tat umzusetzen!“ Vermutlich versteht er nur die Hälfte, denn so gut spricht sie die Sprache des Vaters nicht. Doch sie löst sich von ihm, legt das Kleid wieder an. “Ich muss mit Tiberias sprechen. Ich will bei euch bleiben!“


 
Letzte Änderung: 2017/07/13 11:05 von Clarisse.
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Tiberias

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Re:Rotes Haar und Sommersprossen....      16.07.2017 12:20:19 --- 2 Monate, 1 Woche her  
Wie kommst du darauf?“, verlangte Tiberias von Freki zu erfahren und dieser schielte ihn nur an. Der sechste Humpen Met hatte ihm schließlich doch völlig aus den Halbstiefeln gezogen und nun wankte er auf der Stelle hin und her, hatte Probleme sich zu halten und wusste nicht, welchen Tiberias von den beiden er eher ansprechen sollte.
Ich weiß es! Kann es!“, kam es nur polternd und völlig lallend von den Lippen des Mannes. Andere lachten dabei und Tiberias selbst konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Beweise es!“, forderte er nun und das brachte Freki zwar auf fahrt, aber er konnte auch nicht mehr so recht entscheiden, wie er vorgehen soll. Unbeholfen machte er zwei Schritte, blieb dann stehen, als wisse er nicht mehr, was er eigentlich tun wollte und Hilfesuchend sah er sich um.
Ich bin nicht...dumm!“.
Er stellte den leeren Humpen ab, hob dann die Arme und bewegte seinen Oberkörper. Wahrlich, er versuchte den Handstand, doch bewegte er nur seinen Körper, die Arme gen Himmel gereckt und schallendes Gelächter ertönte in der Nacht. Als Freki dann endlich die innere Kraft gefunden hatte, warf er sich zu Boden, die Hände noch immer nach oben und mit der Flanke klatschte er auf den harten, sandigen Boden. Lauter wurde das Gelächter und man hörte irgendwo in der Menge das quiekende Lachen von Rollo, was einen noch mehr ansteckte.
Wie eine kleine Raupe bewegte sich Freki, die Arme immer noch nach oben und irgendwie schaffte er es, wieder aufzustehen. Scheinbar glaubte er, er hätte gerade einen Handstand vollendet und er grinste.
Die Männer lachten lauter und lauter und auch Tiberias lachte über den völlig strammen Freki. Doch als er still wurde, ins Leere starrte, sich dann vorbeugte und es aus seinem Mund geschossen kam, brüllten und johlten die Männer. Er übergab sich heftig, kam es aus seinem Mund und teilweise aus der Nase und besudelte so den Boden mit seinem halb verdauten und fiel dann fast in die eigene Kotze.
Tiberias selbst konnte nicht mehr und Eldur stützte sich vor Lachen bei ihm ab. Lange hatten sie nicht mehr so gelacht. Freki hatte es natürlich registriert. Er grinste erst, dann lachte er mit. Dabei hatte er schon vergessen, dass er sich gerade übergeben hatte.
Sie trieben ihre Scherze mit dem Kerl, stachelten ihn an und in seiner unbeholfenen Art ging er darauf ein. Er lachte, ärgerte sich, schlug nach den Leuten, um kurz darauf wieder zu lachen.
Tiberias wischte sich eine Träne von der Wange und brach wieder in schallendes Gelächter aus, als der nächste Scherz kam.

Er hatte nicht bemerkt, dass Clarisse wieder zurück ins Lager kam. Doch einer von ihnen hatte es bemerkt. Ottur hatte noch immer eine Schüssel vom Eintopf in der Hand. Die Vierte heute Abend und es war kein Ende in Sicht. Fröhlich des Lebens stiefelte dieser auf Clarisse zu, die ihr Kleid gerichtet hatte, sich nichts anmerken ließ, was geschehen war und was sie geteilt hatte.
Ottur dagegen wollte sich gerne mitteilen und er stellte sich der Königin in den Weg, die ihn ganz erschrocken ansah, schien sie in Gedanken zu sein und nun aus diesen gerissen wurde.
Beide sahen sie sich in die Augen. Es wirkte fast schon so, als wüsste Ottur, was geschehen war, denn er hatte dieses einfältige Grinsen auf den Lippen.
Ihr habt...uns...?“, fragte sie leise und Ottur nickte lächelnd. „Schmeckt gut“, sagte er dann brüchig in den Worten ihrer Sprache, hatte er zuvor Tiberias gefragt, was man da genau sagen kann. Er hob die Schüssel ein wenig. Clarisse runzelte nur die Stirn.
Hmm...Hast du Brot?


 
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Clarisse

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Re:Rotes Haar und Sommersprossen....      17.07.2017 10:49:27 --- 2 Monate, 1 Woche her  
“Mitleid ist das angenehmste Gefühl bei solchen, welche wenig stolz sind und keine Aussicht auf große Eroberungen haben: für sie ist die leichte Beute – und das ist jeder Leidende – etwas Entzückendes. Man rühmt das Mitleid als die Tugend der Freudenmädchen.”

Sie schaut den Kerl, der sich vor ihr aufgebaut hat an, verlegen lächelnd nickt sie auf seine Worte und fragt, ob er Brot hat. Was für eine Frage, in was für einer Situation und irgendwie hätte sie auch sagen können, dass sie die Kräuter selbst gesucht hatte, oder vielleicht die Früchte getragen hat. Dämlich, Clarisse. Wirklich dämlich. Aber was solls. Sie schmunzelt dann leicht, denn auf der anderen Seite, war es ihr egal, wenn sie erwischt worden wären und sie hätte auch kein Geheimnis darum gemacht, dass sie ihre Ehe als nichtig ansieht. Klar, war es nicht normal und natürlich käme sie vermutlich in die Hölle für solche Gedanken, aber das macht ihr keine Angst. Die Hölle kennt sie, hatte sie dies auf Erden schon erlebt. Alles was so wunderschön begonnen hat, zerfiel mit der Zeit und da es nun Jahre her war, dass man sich gesehen hat, scheint auch bei ihren Nochgatten keine Notwendigkeit nach ihr zu suchen. Sie erblickt Tiberias in der Menge und schiebt sich an Ottur vorbei. “Mein Bruder, auf ein Wort? Ich hoffe du hast ein wenig Zeit!“ Das Rothaar lächelt zuckersüß, schaut mit ihren, jetzt wieder, strahlenden Augen zu Tiberias.
Der Bruder nickt, das Lachen noch immer im Blick und auf den Lippen, legt seinen Arm um sie und zieht sie ein wenig mit sich. “Was kann ich für dich tun, Schwesterlein? Meine Männer sind begeistert vom Eintopf, du lächelst, als hättest du etwas gutes gefunden!“ Die Königin lächelt und lehnt sich in die Umarmung des Bruders. “Ich habe einen Entschluss gefasst. Ich werde...mich dir anschließen. Zuvor habe ich eine Bitte. Du weißt, ich habe geheiratet, du weißt, dass ich mich so fühle wie unsere Eltern, dass es nicht einfach ist. Ich habe nicht hören wollen, als ich allen Warnungen zum Trotz diesen Schritt gegangen bin. Doch ich merke, dass es mir nicht gut tut, die Fußstapfen zu füllen, die Mutter mir vorgegeben hat. Ich bin anders. Kannst du dafür sorgen, dass mein Schreiben an Victor geht? Es ist meine Lösung der Ehe. Wir haben keine Kinder, deshalb wird das nicht schmutzig. Er soll sich lieber ein Weib suchen, das zu ihm passt. Ich bin weder großartig gläubig, auch wenn Mutter mich dahingehend erzogen hat, aber ich bin zu unstet. Ich kann nicht in diesem goldenen Käfig leben. Also nicht, dass er mich einsperrt, aber es fühlt sich so an. So, als müsste ich mir selbst die Flügel stutzen, um das zu ertragen. Ich brauche einen Mann in meiner Nähe, nicht durch ein Meer getrennt. Victor hat seine Aufgaben, ich hatte meine und nun werde ich alles hinter mir lassen und dir folgen, weil...ich wissen will, wo meine Wurzeln liegen.“ Ihr Blick geht hin zum Strand, wo sie mit Bjarkar gelegen hatte, ein Lächeln auf den Lippen und Tiberias kannte seine Schwester. Wann immer sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, würde sie alles tun, dies umzusetzen. “Ein „Nein“ werde ich nicht akzeptieren, das weißt du. Ich bin...halt keine tadellose Christin, wie Mutter es war. Ich habe Vaters Blut in mir und ich will alles lernen. Auch wenn du sagst, ich sei gemein, dass ich Victor verlasse. Ich glaube...er findet rasch ein Weib, das seine Werte mit ihm teilt. Gibt ja in der Nähe des Vatikans einige Völker. Ausserdem reist er durch die katholischen Reiche. Irgendein Christenmädchen wird seinem Charme erliegen und ihm das Bett wärmen.“


 
Letzte Änderung: 2017/07/17 10:54 von Clarisse.
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Tiberias

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Re:Rotes Haar und Sommersprossen....      17.07.2017 19:20:40 --- 2 Monate, 1 Woche her  
Offen hatte sie zu ihm gesprochen. Offen hatte sie ihre Gefühle, ihre Eindrücke und alles da gelegt, was sie berührte, egal auf welche Art. Ruhig hatte er ihr zugehört. Aufmerksam hatte er angenommen, was sie ihm anvertraut hatte. Sie wollte bei ihm sein. Ihm folgen. Den Norden kennenlernen und all das, was sein Vater ihnen nur in Geschichten erzählt hatte. Sie wollte den Dingen, die hinter ihr lagen nun vollends den Rücken kehren und nach vorne schreiten. Er hatte nicht damit gerechnet. Nicht, dass sie sich so schnell entscheidet. Aber mit diesem eingeschlagenen Weg würde sie nie wieder zurückkehren. Zumindest nicht als das, was sie im Grunde jetzt noch war. Die Königin.
Ein Titel, eine Bürde. Nichts, was seine Schwester auf ihren zarten Schultern hätte tragen können. Nicht mit jemandem, der nicht dort war, der ihr beistand geben konnte, wie es am Anfang war, als sich ihre Eltern vermählt hatten und Garrett im Palast verweilte. Dort war, halt geben konnte, Rat und Tatkraft.
Dann wurde er Großmeister und alles nahm sein Ende...
All dies schien sich nun bei seiner Schwester zu wiederholen und er wäre der Letzte, der nein sagen würde zu ihrem nun gewählten Weg. Denn dieser war besser als alles andere, so glaubte er.
Auch fiel ihm jetzt erst auf, das Bjarkar nicht im Lager war. Ob sie miteinander gesprochen hatten? Die ersten Schritte getan hatten, sich kennenzulernen? Er musste irgendwie lächeln. Doch ahnen, was wirklich geschah, das kam nicht in ihm auf.
Ich werde ganz sicher nicht sagen, dass du gemein bist, Schwesterchen“, er legte seine Arme um sie und drückte sie sanft an sich. Er hauchte ihr einen sanften Kuss auf die Stirn und er hielt sie für einen Moment.
Du hast deine Entscheidung gefällt. Und ich werde nicht Lügen...denn mein Herz frohlockt, wenn ich diese Worte weilen lasse. Und du weißt, ich werde immer hinter dir stehen. Wir sind ein Blut. Du gehörst zu mir und ich zu dir. Wer ist da sonst, der zu uns steht hm?“, beruhigend strich er mit seinen Handflächen über ihren Rücken und hielt sie noch etwas. Dann löste er sich von ihr und sah in ihre Augen. Sie würde ihren Weg im Norden gehen. Sie würde dort die Ruhe, die Zufriedenheit finden, die sie brauchte. Keine gewaltigen Pflichten, die einen straucheln lassen. Keine Bürden, die man tragen muss, weil jemand es von einem verlangt. Er würde sie in sein Haus aufnehmen und als seine Schwester würde sie einen gewissen Status genießen können, auch wenn es mit den königlichen Gütern niemals mithalten konnte.
Ich werde dafür Sorgen, dass dein Brief sicher bei ihm ankommt. Hast du ihn bei dir?


 
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Friedrich von Franken

Templerorden
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Re:Rotes Haar und Sommersprossen....      18.07.2017 22:41:20 --- 2 Monate her  
Irgendwo in Anatolien. Heerlager des Ordens.
Er hatte einen Brief erhalten. Er war von Clarisse. Dieses liebe Mädchen, dachte er. Er mochte sie. Sie war jung und wild, und wollte sich so garnicht in dieses höfische Gehabe fügen, wie es sich für ein Mädchen ihres Standes geziemt hätte. Mädchen...dachte er immer... Mädchen... ds Mädchen war zu einer Frau herangewachsen und zu was für einer Frau. Eine ähnliche Frau hatte den Untergang Trojas zur folge gehabt. Wäre sie nicht die Tochter seines ehemaligen Großmeisters gewesen, Friedrich hätte freilich um sie gefreit. Doch dann hatte sie sich in den jungen Victor von Neapel verliebt. Ausgerechnet, in den, nunja, die Wege des Herrn sind unergründlich, und teils wirr. Aber Friedrich wusste ja ein bisschen wie der alte Herr tickte. Nunja.
Er war gerade in einer Beratung, als ihm der Brief gegeben wurde.
Was sie wohl zu schreiben hatte?
Er hieß die Anwesenden weiter die Karten und Möglichkeiten erörtern, während er den Brief lesen wollte.
Hastig las er den Brief.

Er nickte nur stumm, nachdem er ihn beendet hatte. Es war seine Art, oft keine Gefühlsregung zu zu lassen und es eher selbst mit sich aus zu machen, gerade, wenn wie jetzt Personen anwesend waren.
Er führte die Beratung zu Ende, als hätte es den Brief nicht gegeben. Nach der Sitzung ließ er sich Federkiel und Pergament bringen.


QUOTE:
An Clarisse,

Diese Worte fallen mir leicht, nein das tun sie aber auch wieder nicht.
In mir ringt gerade der Seneschall und Kriegsminister mit dem Friedrich der ICH bin.
Ich kann deine Situation verstehen, und deine Beweggründe, und ich weiß auch dass das was du sein solltest nicht du bist.
Das was du sein solltest wäre deine Mutter, oder deine Schwester.
Aber du und dein Tiberias, ihr habt euch beide in eure Rolle gefügt, solange es ging und solange ihr keinen Tropfen des göttlichen Ambrosia, das sich Freiheit nennt gekostet hattet.
Von Herzem wünsche ich dir alles erdenkliche Gute, Gesundheit und Freiheit. Vor allem die Freiheit zu tun und zu lassen was du willst. Tief im inneren beneide ich dich. Ich habe nie die Freiheit geniesen können, die Jugend.
Erst auf Wallfahrt und dann im Orden, nie hatte ich die Freiheit, die du nun haben wirst... Aber... jetzt kommt natürlich der Seneschall... nein kommt er nicht. Dies soll ein Brief und ein Segenswunsch von mir für dich sein.
Geniese die Freiheit, und lass sie dir von niemandem nehmen. Hast du mal Bären, Tiger, Löwen oder Wölfe in Gefangenschaft gesehen? Man erkennt sehr schnell welcher von ihnen dort geboren wurde und welcher erst eingefangen wurde.
In den Augen der in der Wildnis geborenen, erkennt man es... diese Trauer, Verzweiflung und diese Erkenntnis, nie wieder in Freiheit durch Wälder oder Savanne laufen zu können...irgendwann werden diese Tiere lethargisch, und existieren nur noch, anstatt zu leben. Lass dies nicht mit dir passieren.
Nimm was du kriegen kannst und gib nichts davon wieder her! Merke dir das. Lebe als gäbe es kein Morgen und wenn du frei wie der Wind auf deinem Pferd durch Wälder, Wiesen, oder an Flüssen Seen und Meeren entlanng reitest, dann denk vielleicht das ein oder andere Mal an mich.
Ich fühle mich geehrt, dass du mich als Bischof wünscht. Doch leider läuft die Abstimmung im Orden und unter den Volksvertreten Jerusalems noch, auch wenn ich guter Dinge bin.
Die Herrschaft über Jerusalem übernehme ich gerne, und werde versuchen sie nach bestem Wissen und Gewissen und natürlich mit der Hilfe und der Leitung unseres Herrn auszuüben.

Grüße deinen Bruder von mir, auch wenn er es nicht glauben wollen wird, dass ausgerechnet ich ihn grüße.
Lebe wohl, lange und zufrieden!

Friedrich

PS.: Der Seneschall in mir liegt geknebelt und gefesselt in einer dunklen Ecke meines Kopfes. Er faselte etwas von Pflichterfüllung, Verrat und Scheiterhaufen. Da konnte ich nicht anders.



Clarisse war also weg, das erklärte auch, warum das Jerusalemer Kontingent ohne sie zum Heer gestoßen war und niemand genau wusste wo sie war.


 
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