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THEMA: Re:Maskenball auf Chatterland
 
Mari von Schwarzfels

Sachsen
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Der Chatterland-Prozess      04.12.2017 00:53:19 --- 1 Woche, 6 Tage her  
Ein Lächeln glitt über Maris Gesicht.

Vor ihr stand Etzel. Sie betrachtete ihn liebevoll.
Sein Lachen hatte so gut getan, endlich mal fühlte sich etwas einfach, pur und echt an.

"Hm," antwortete sie und tippte sich nachdenklich an die Unterlippe, "wie ihr wünscht, mein König, hier sind meine Bedingungen: Wir reiten nackt durch London, wobei ihr mich nicht ansehen werdet, und dann..."
ihr Grinsen erlosch und sie legte ihre Hände an seine Schultern, "während ich es dir erkläre, darst du mich ausziehen, mein König. Aber nicht anschauen."

Ernst sah sie ihm in die Augen und lachte dann ebenfalls schallend.
"Ich mach nur Spaß" erklärte sie schließlich feixend, "wie könnte ich dir widerstehen, mo run, mo ghràidh, du wunderbarer, wundervoller Mensch du..." sie schwieg und ihre Hände wanderten von seinen Schultern über seinen Hals an seine Wangen, wo sie erst verblieben und seine Wärme aufnahmen.
Wieder schaute Mari ihn mit einem tiefgründigen Blick an, dann verschränkte sie ihre Hände hinter seinem Hals und küsste ihn sacht. "Wer ist der Jäger?" fragte sie leise und mit geschlossenen Augen an seinem Ohr, bevor sie ihren Kopf an seine Brust legte und in der Umarmung verharrte.

Es war eigentlich das erste Mal, dass sie wirklich alleine waren. Wäre es nach Mari gegangen, dann wäre es so geblieben und sie hätten dem König gezeigt, was eine Kriegerin mit ihrem Mann macht. Sie wäre die Jägerin gewesen, er die Beute. Die Damen des Hauses Punin waren in der Regel nur so lange zurückhaltend, wie Zeugen anwesend waren.
Und doch gab es Verpflichtungen, nicht unbedingt ihre, aber die des Mannes an ihrer Seite und Mari respektierte diese, also löste sie sich mit einem Seufzen von ihm.

Langsam ging sie zu einer Bank, wobei sie es nicht versäumte, die Hüften zu schwingen, setzte sich darauf, schlug die Beine übereinander und sah ihn an.
"Versprich mir nur" sagte sie dann ernst, "dass wir, was immer wir, vor wem auch immer, einander versprechen und was uns ernst ist, vor der Irminsul selbst wiederholen."


„Schade, ich hatte mich gerade darauf gefreut, mit dir nackt durch die Gegend zu reiten.“

Etzel machte ein wirklich schlecht geschauspielertes Gesicht der Empörung, grinste jedoch gleich darauf schellmisch. Allerdings wurde der Tronjer nun tatsächlich ernst und sprach:
„Deinen Wunsch akzeptiere ich nur zu gern, auch wenn es bedeutet, dass wir in das ferne Land der Sachsen reisen müssen. Höre denn die meinen: Versprich mir, dass wir uns jeden Tag so lieben, als ob es unser erster wäre, dass jeder Streit, jede Politik fernab unseres Ehebettes bleibt. Lass unsere Kinder… Geschöpfe unserer Liebe sein.“

Etzel ging auf Mari zu und küsste seine Angebetete zärtlich auf die Lippen. „Weißt du, dass du mich zum glücklichsten Wesen auf Erden machst? Meine…“

Er machte eine absichtliche kurze Pause.

„Meine Königin. Meine wunderschöne Frau. Meine zarte Rose im Meer der Dornen.“

Schnell schlang Mari ihre Arme um Etzels Hals.

"Ich verspreche es." flüsterte sie, "ich verspreche dir alles, solange du an mich glaubst, solange mich allein dein Anblick wärmt, solange ich mich in deinen Armen zu Hause fühle..."

Maris Hände fuhren durch Etzels Haare und bogen seinen Kopf leicht nach hinten, damit sie seinen Hals küssen konnte. "Versprich du mir" wisperte sie zwischen sanften Bissen, "dass du mich nicht aufgibst für einen anderen Gott." Wieder küsste sie seinen Hals. Dass sie jede Frau, die sich zwischen sie drängen würde, eigenhändig aufschlitzen und ausnehmen würde, war ihm sicher klar.

"Wenn ich Sigyn bin, dann sei mein Loki. Für alle Zeiten und in allen Leben, die wir noch leben."
Jetzt suchten ihre Lippen die seinen um das Versprechen zu versiegeln.

"Ich darf doch sehr bitten?" riss die Stimme des Richters sie unsanft aus ihren Erinnerungen. Schnell räusperte sie sich.

"Wenn es das Gericht nicht besonders interessiert, ob Morten nun mein Großvater oder mein Vater ist, dann frage ich mich, ob es das Gericht überhaupt mit Fakten so genau nimmt. Mein Geburtsname ist Mahshameen Rinaya von Punin, Rufname Mari von Punin. Ich trage das königliche Siegel der Punins, den Namen Schwarzfels und ich bin die rechtmäßige Ehefrau eures Königs Etzel von Tronje."
 
Letzte Änderung: 2017/12/04 00:54 von Mari von Schwarzfels.
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Etzel von Tronje

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Der Chatterland-Prozess      04.12.2017 01:11:03 --- 1 Woche, 6 Tage her  
Ein Raunen ging durch den Saal. Hier und da entstand ein aufgeregtes Geflüster.

"RUHE! RUHE!", der Gerichtsdiener hämmerte mit dem Stab auf den Boden, bis die Ränge wieder zum Schweigen gekommen waren.

"Da ihr ja so sehr auf Beweise aus seid, möchte ich euch fragen, ob ihr denn solche für eine Eheschließung mit unserem verstorbenen König habt. Wenn nicht, dann bleibt einzig und allein wieder nur die Anklage, dass ihr einzig die Dirne Satans seid."

Sein Blick wurde ernster.

"Glaubt ihr ernsthaft, mich interessieren eure Titel und Namen? Dies ist das unabhängige Gericht der Krone Englands. Wie könnt ihr es wagen, zu glauben, dass es Autoritäten über diesem gibt? Einzig der König hat die Macht dazu und dieser kann euch nicht beistehen, denn er liegt ermordet danieder und eure Anklage ist es, dass ihr diesen Frevel in die Wege geleitet habt. Ach und Gott, richtig. Er könnte euch auch beistehen, aber solltet ihr die Verbrechen begangen haben, die euch hier und heute zur Last gelegt werden, ist dies wohl kaum vorstellbar."

Einige der geistigen Würdenträger begannen in den Rängen zu kichern.

Erneut hämmerte der Gerichtsdiener mit dem Stab auf den Boden und Schweigen breitete sich im Saal aus.

"Nun, habt ihr noch etwas zu sagen, oder soll ich den Zeugen aufrufen?"


 
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Mari von Schwarzfels

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Re:Der Chatterland-Prozess      04.12.2017 01:14:47 --- 1 Woche, 6 Tage her  
"Ich kann euch zu dem Mann führen, der uns vermählte. Aber das interessiert euch wahrscheinlich auch nicht. Also zeigt euren Zeugen."
 
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Etzel von Tronje

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Der Chatterland-Prozess      04.12.2017 01:49:12 --- 1 Woche, 6 Tage her  
Ein hässliches Grinsen breitete sich auf dem Gesicht des Lordrichters aus.

"Wie es der Zufall will, ist auch er als... ähm... Zeuge geladen, aber dazu später."

An den Diener gewandt, sprach er weiter.

"Bringt Pater Eligius hinein. Vielleicht kann er ein wenig Licht in das Dunkel bringen."

Nach kurzer Zeit betrat der Priester im Schlepptau eines der Gerichtsdiener den Saal und setzte sich, nachdem Mari auf die Anklagebank geführt worden war.

"Pater Eligius, ist das richtig?"

Der Pfaffe nickte.

"Berichtet uns, was ihr gesehen habt."

Eligius nickte erneut und begann.

"Ja also. euer Ehren, der Obrigkeit helfe ich doch stets gern, in der Aufklärung von Verbrechen."
Er bückte den Nacken, rieb sich die Hände und blickte hasserfüllt zu Mari hinüber.

"Diese Satansmätze da habe ich gesehen."

Eligius streckte den knorrigen Finger in Richtung der Angeklagten aus.

"Sie hat den König in in ihren Bann geschlagen, um ihn zu ermorden. Da bin ich mir absolut sicher."

Er blickte sich um, gleich einer Ratte, die in die Enge getrieben worden war.

"Ihr müsst wissen, ich habe sie beobachtet, das war mir sowieso alles absolut suspekt. Normal mache ich ja sowas nicht, aber unser König, er lag mir stets am Herzen.", zischelte der Pfaffe.

"Warum sollte sich unser guter König mit der da, fern jeder christlichen Moral einlassen. Es konnte nur ein Zauber sein und ich wurde bestätigt. Vor einigen Tagen beobachtete ich, wie unser guter König mit ihr im Schlepptau in die Wälder ritt. Scheinbar vom Zauber übermannt, wusste er genau, wo er hinreiten musste. Ich folgte den beiden im sicheren Abstand. Und da sah ich es. Sie ritten zu einer kleinen Hütte mitten im Dickicht, wo einer dieser Hexenmeister des alten sächsischen Glaubens wohnt. Scheinbar war wohl die Magie dieser Satansbuhle nicht ausreichend gewesen, so brauchte sie Unterstützung von diesem Teufelsknecht im Wald."

Erneut blickte sich Eligius um.

"Und dann, ja dann marschierten sie nach einiger Zeit gemeinsam mit diesem Büttel noch weiter in den Wald. Eine Zeremonie wurde abgehalten, um wohl mehr schwarze Magie auf unseren armen König zu legen. Wahrscheinlich, dass der Armbrustbolzen ihn besser treffen konnte. Finstere Formeln in alter Sprache wurden ausgesprochen. Gewiss beschwor man den Teufel oder einen seiner Lakaien."

Er streckte den Finger erneut in Richtung von Mari und schrie:

"Diese Hexe da, sie hat unseren König verzaubert und ermordet!"

Zum Publikum gewandt weinte er laut los. "Die Teufel, sie tanzten bei jener Feier. Sie freuten sich über das Unglück Englands. Heraufbeschworen durch diese Kreatur. Ich habe sie mit eigenen Augen gesehen, als dieser Frevel gegenüber Gott stattfand."

Ein erneutes Raunen ging durch den Saal, einige Beschimpfungen aus den Rängen wurden Mari entgegengeschmettert. Der Gerichtsdiener brachte jedoch die Zuschauer rasch wieder zum Schweigen.

Der Richter blickte gespielt schockiert.
"Das... das ist ja unglaublich, was ihr da berichtet. Ein Mann der Kirche ist verpflichtet, stets die Wahrheit zu sagen. Und dann das. Habt dank, dass ihr helft, diese Ketzerei aufzuzeigen."

Er schluckte und sprach weiter an Mari gewandt.

"Was... was habt ihr dazu zu sagen? Die Beweise liegen schwer. Befreit endlich eure arme geschundene Seele!"


 
Letzte Änderung: 2017/12/04 01:55 von Etzel von Tronje.
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Mari von Schwarzfels

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Der Chatterland-Prozess      04.12.2017 19:01:40 --- 1 Woche, 5 Tage her  
"Was ich dazu zu sagen habe?" Mari schnappte nach Luft und erhob sich, damit war ihre Bewegunsgfreiheit auch schon erloschen. Die Ketten spannten sich leicht rasselnd und drückten sich in ihre Haut. Ihr war übel von dem Geruch der Männer, von der Auswegslosigkeit und ihrer Verzweiflung.

"Sachsens Kardinal Tzwenson würde dieser räudigen Tabernakelwanze die Zunge aus dem Hals reissen, müsste er diese Lügen anhören! Das meiste ist Halbwissen und Interpretation zu meinen Lasten und wird von euch als Wahrheit ausgelegt, nur weil er ein Kirchenmann ist?

Der König lag euch am Herzen? Er wird euch das Herz aus der Brust reissen, wenn er von dieser Aussage erfährt! Solange ich ihn nicht gesehen habe, glaube ich nicht, dass er tot ist! Vielleicht lebt er ja und weiß nicht, dass ich hier bin? Ihr schaufelt euer eigenes Grab, wenn nicht König Etzel, dann wird euch Sachsen dem Erdboden gleichmachen für diesen Freve! DAS habe ich dazu zu sagen!"
 
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Etzel von Tronje

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Der Chatterland-Prozess      06.12.2017 01:18:01 --- 1 Woche, 4 Tage her  
Erneut nickte St. Claire, extra ermüdet blickend und ebenso erneut versetzte einer der Gerichtsdiener Mari einen Schlag mit der Rückhand der Rechten.

"Ihr wollt es nicht begreifen, oder? Der König ist jetzt an einem besseren Ort..", war das Schadenfreude, die sich da im Gesicht des Lordrichters wiederspiegelte?

"Aber keine Sorge, wenn ihr so weitermacht, werdet ihr ihn bald wiedersehen.", auf den Rängen erntete der Spruch einige Lacher.

"Und wisst ihr, die Felsen von Dover sind hoch. Nicht, dass die Sachsen sich beim Klettern noch abstürzen und sich das Genick brechen, nicht wahr?"

An den Gerichtsdiener gerichtet, sprach der Alte weiter.

"Gut, dann bringt nun unseren Überraschungszeugen herein, wenn die Angeklagte nichts weiter, als Entehrungen des Gerichtes vorzuweisen hat."

Ein alter Mann in lumpigen, gewiss einst durchaus ansehnlichen Kleidern, die nun jedoch durch Folter und Pein voll getrockneten Blutes und Exkrementen war, wurde hereingeschleift.
Ja Hereinschleifen traf es richtig, denn von selbst konnte die arme Kreatur nicht mehr stehen.
Seine Arme und Beine, an deren Enden mehrfach gebrochene Finger und Zehen kraftlos hingen, waren mit schweren Ketten versehen.

Immer wieder entrang sich dem Brustkorb des Mannes ein schmerzerfülltes, gurgelndes Rasseln. Man hatte ihm wohl die Rippen gebrochen und das nicht nur einmal.

Sein Gesicht war bis zur Unkenntlichkeit zugerichtet. Zähne, ein halbes Ohr und ein Auge fehlten.

Mit einem höhnischen Grinsen sprach der Lordrichter.
"Darf ich ihnen vorstellen? Regis vom See, reumütiger Mittäter und Angehöriger der Teufelsbeschwörer- und Hexenmeisterzunft."

An Mari gewandt sprach er:
"Na meine Holde, wollt ihr denn nun nicht doch gestehen?"


 
Letzte Änderung: 2017/12/06 01:26 von Etzel von Tronje.
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Mari von Schwarzfels

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Der Chatterland-Prozess      06.12.2017 21:48:42 --- 1 Woche, 3 Tage her  
Maris Herz wurde schwer. Das Häuflein Elend, dass vor ihren Augen mehr tot als lebendig hereingeschleift wurde, war einmal ein gütiger und humorvoller Mann gewesen. Kein Christ, nein, doch in jeder hinsicht mehr nach den christlichen Grundsätzen lebend als der Ankläger vor ihr.
Ihr war klar, dass Regis selbst mit den besten Heilern und sofortiger Pflege nur schwerlich überleben würde können und sie schluckte schwer. Warum musste ihr Glück das Unglück anderer sein? Es überwältigte sie beinahe, dass alles, was sie tun konnte war, ihm einen schnellen und möglichst schmerzfreien Tod zu wünschen, wenngleich schmerzfrei mehr Wunschdenken war.

Leise, doch kräftige Wut stieg in ihr hoch, als sie den Richter ansah, diesen feisten, schwitzenden Lustgreis mit teuflischen Grinsen, dessen einzige Lust offenbar die Dekadenz und der Machtmissbrauch waren. Mari war sicher, dass sein Glied vor freudiger Erregung hart wie eine Lanze war und sie hatte Mühe, nicht vor ihm auszuspucken. Wahrscheinlich hatte seine Hose bereits einen feuchten Fleck an der entsprechenden Stelle. Nein, sie würde hier nicht sterben, da war sie sicher, diese eindeutige Sicherheit, die aus ihr selbst herauszukommen schien und die sie in ihrem Leben bisher noch niemals getäuscht hatte.

"Oh ja, ich habe noch etwas zu sagen" begann sie dann und ihre Worte klangen süß und lieblich, so als wäre dies hier ein Spiel und als würde ihr Körper nicht schmerzen und ihr Herz nicht bluten.

"Wäre dies ein fairer Prozeß und sowohl ich als auch dieser arme Mann hier der Hexerei angeklagt, dann wärt ihr verpflichtet die Inquisition zu rufen. Ich bin Würdenträgerin eines anderen Landes, ihr müsstet meinen König informieren. Dies alles tut ihr nicht, sondern ihr könnt es nicht erwarten, mich in eurer sadistischen Orgie zu opfern. Mag sein, ich sterbe heute, mag sein, ich sterbe morgen, doch eins ist sicher: ich gebe nichts zu, was ich nicht getan habe. Ich frage mich, welche Figur ihr macht, wenn der Scharfrichter vor euch steht. Sagt, habt ihr schon eine feuchte Hose? Ich nehme an, direkt nach diesem 'Prozeß' werdet ihr euer Glied in der ersten Kuh versenken, derer ihr habhaft werden könnt."

Sie sah ihm böse an, die Hände zu Fäusten geballt so dass die Ketten um ihre Handgelenke spannten.
 
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Etzel von Tronje

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Re:Maskenball auf Chatterland      06.12.2017 23:30:14 --- 1 Woche, 3 Tage her  
St. Claire gähnte.

"War das dann alles?" Mit einer raschen Handbewegung wies er den Gerichtsdiener an, der Mari diesmal zwei Ohrfeigen mit der Rückhand der Rechten gab.

"Dann an euch, Regis. "Was habt ihr getan und gesehen? Sagt uns, wie ihr ein Christenkind tötetet, sein Blut sofft und damit den Satan beschworen habt. Sagt uns, wie ihr Ringelrein mit den Dämonen der Hölle tanzten, auf den Untergang unseres heiligen Englands, anstoßend."

Der alte Mann starrte erst Mari an und dann den Lordrichter. Plötzlich begann er zu reden.

"Ich... ich..:", sein Atem ging schwer und rasselte. "Ich habe mit ihr da", er nickte zu Mari hinüber und biss sich auf die Lippe, "nichts getan. ich widerrufe mein Geständnis." Regis hustete und ein Rinnsal aus Blut und Speichel floss seinen linken Mundwinkel herunter.

"Ich... Ich habe mir das alles nur ausgedacht. Meine Fantasie, sie ist ein munteres Kerlchen, müsst ihr wissen."

Unruhe entwickelte sich auf den Rängen, was erst als leises Gemurmel begann, artete in breite Diskussionen aus.

"RUHE! RUHE!", der Gerichtsherold hämmerte immer wieder mit seinem Stab auf den Fußboden, doch es half nichts.

St. Claire schlug mehrfach mit dem Hammer auf seinen Richtertisch.
"Die Sitzung ist vertagt. Bringt die Angeklagte zurück in ihre Zelle."

Er deutete auf Regis.

"Und ihn da, er sollte jetzt noch einmal einer genaueren Befragung unterzogen werden."

Der Richter grinste hässlich, als die beiden Gefangenen hinausgebracht wurden.


 
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Josefin Aleksandrowna

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Re:Der Chatterland-Prozess      08.12.2017 07:52:01 --- 1 Woche, 2 Tage her  
Hast du ihn???
Josefin fuhr aus ihrem Sessel hoch, indem sie die letzte Stunde nervös wartend verbracht und aus dem Fenster gestiert hatte. Nun blickte sie Lea mit erwartungsvoller Miene an, welche soeben den Salon betreten hatte, der zu den privaten Räumlichkeiten der Prinzessin zählte.
Die schöne Brünette hielt mit einem süffisanten Grinsen einen großen Schlüsselbund in die Höhe und ließ eine Augenbraue keck wippen, was ihren Stolz über das erfolgreiche Unterfangen besonders hervorhob.
Ich sagte doch, er frisst mir aus der Hand.
Gott sei Dank!
entfuhr es Josefin und sie atmete tief aus, nachdem sie vor Anspannung zuvor die Luft angehalten hatte.
Doch wir müssen schnell sein, Milady. Wir sollten so schnell wie möglich aufbrechen.
Gut! Je schneller umso besser! Bitte gib Nathalia Bescheid und hole Kiara. Sie wird ebenfalls mitkommen. Wir treffen uns dann unten in der Vorhalle.
Die Neue? Seid Ihr sicher? Wollt Ihr wirklich bei dieser wichtigen Sache einer Irin vertrauen?"
Ja. Die Neue. Ich habe bereits mit ihr gesprochen und sie hat sich sofort bereit erklärt.
Josefin nickte bestimmt und fuhr fort,
Sie ist eines der schönsten Mädchen im Haus. Wir brauchen sie! Zudem glaube ich ihr, dass sie uns nicht verraten wird.
Der Tonfall und der entschlossene Blick der Prinzessin ließen keinen Widerspruch zu.
Lea nickte knapp und verließ den Raum.
Josefin atmete erneut tief durch. Sie hatte Angst und die Aufregung schnürte ihr die Kehle zu. Nervös strich sie das schwarze Trauerkleid glatt und betrachtete sich dann gedankenverloren in dem großen Spiegel der an der Wand hing und welcher schon einige blinde Flecken aufwies. Ihre Augen waren gerötet und die Stirn vor Sorge in Falten gelegt.
Auch wenn der König tot war, seine geliebte Frau war es noch nicht und auch nicht das Kind, das unter ihrem Herzen wuchs und von dem bislang nur Josefin wusste.
Sie musste es einfach schaffen ihre Cousine aus dem Kerker zu befreien!
Die junge Russin warf ihrem sorgenverzerrten Spiegelbild einen entschlossenen Blick zu. Dann wand sie sich zügig ab, ergriff den dunklen schweren Umhang welcher schon bereit lag und verließ den Salon.

Die blaue Stunde wich gerade dem Schwarz der Nacht.
Es war frisch und regnete.
Die Pflastersteine der Straße glänzten feucht im fahlen Mondschein.
Du hast ihn? Wie hast du das geschafft?
Ich habe ihn ein wenig verwöhnt und dabei abgefüllt.
Der war so blau, der hätte noch nicht mal mitbekommen, wenn ich ihm seine Unterhosen als neuen Hut verkauft hätte.

Scherzte Lea und setzte ein freches Grinsen auf, was jedoch aufgrund ihrer großen Kapuze, welche tief ins Gesicht gezogen war Niemand sah.
Nathalia kicherte und auch Kiara konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Jetzt schläft er. Tief und fest.
Doch vorher hat er mir alles erzählt. Ich weiß wo, ich weiß wer, ich weiß wie viele und ich weiß was wir tun müssen um ...

Lea berichtete leise und die Mädchen nickten konzentriert.
Shhh!
Josefin, welche vorne schritt wand sich zu den Mädchen um,
Dort vorn ist der Tower. Es geht los!


 
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Josefin Aleksandrowna

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Re:Der Chatterland-Prozess      08.12.2017 20:44:17 --- 1 Woche, 1 Tag her  
Kiara trat auf den Wachmann zu, welcher einen der Seiteneingänge bewachte, der wiederum den kürzesten Weg zum Ziel versprach.
Sie senkte die Stimme zu einem lüsternen Flüstern,
Guten Abend Jonathan.
dabei öffnete sie ihren Mantel und zeigte ihm etwas das ihn nicht nur sofort gefangen nahm, sondern er wäre sogar beinahe vor ihr auf die Knie gefallen. Seufzend ergriff sie seine Hände und legte diese auf ihre nackte Haut. Dann zog sie den völlig Paralysierten zwei Schritte zur Seite und küsste ihn genau in dem Moment als drei dunkle Gestalten hinter ihm geräuschlos durch die Tür schlüpften.


Der Schlüssel drehte sich im Schloss und die Zellentür schwang auf.
Josefin trat hinein. Der Geruch im Raum nahm ihr den Atem und es war bitterkalt. Schockiert blickte sie sich um, doch ihre Augen mussten sich erst an die Dunkelheit gewöhnen.
Es dauerte einen Moment, doch endlich zeichnete sich eine zusammengekrümmte Silhouette in einer Ecke ab und Josefin ließ sich sofort leise neben dieser nieder,
Mari? Oh Gott Mari, bist du wach? Lebst du noch?!
flüsterte sie und musste unfreiwillig schluchzen. Die Emotionen übermannten sie beinahe, doch schließlich rief sie sich innerlich streng zur Ordnung. Sie musste stark sein! Für ihre Cousine, für Etzel und für deren Kind!
Entschlossen ergriff sie Mari unter den Achseln und versuchte sie hoch zu ziehen. Ein gequältes Seufzen drang über die Lippen der malträtierten Sächsin und leise wisperte diese schließlich Josefins Namen. Ein Zeichen, dass sie erkannt hatte was geschah.
Mit Maris schwacher Hilfe schaffte es die junge Susdalerin schließlich diese hochzuziehen und deren Arm über ihre Schultern zu legen um sie besser stützen zu können.
Dabei fiel etwas zu Boden und schlug mit einem viel zu lauten Klirren auf dem kalten Stein auf.
Die junge Frau fuhr zusammen und lauschte leise.
Es blieb still.
Nur leise schmatzende Geräusche waren aus dem Gang zu vernehmen.
Es galt keine Zeit zu verlieren!
Josefin schleppte Mari vorsichtig aus der Zelle hinaus. Dann passierten sie ungesehen erst Lea und dann Nathalia mit deren jeweiligen Opfern und standen nur wenig später an der frischen Luft.
Kiara hatte Jonathan immer noch fest im Griff und schnell zerrte die junge Russin Mari weiter.
Diese schien immer noch nicht ganz bei Sinnen zu sein. Sie mussten sie schlimm gefoltert haben, dachte Josefin erbost. Sobald alles gut gegangen war, würde sie etwas gegen dieses frevelhafte Pack tun, welches den Namen Gottes in den Dreck trat indem sie Teufelswerk in dessen Namen begingen und unschuldige Menschen quälten!
Endlich waren sie um die Ecke und erschöpft lehnten sich die beiden Cousinen einen Moment an die kalte Lehmwand eines der angrenzenden Häuser.
Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen endlich auch Lea und Nathalia und schließlich auch Kiara um die Ecke und gesellten sich dazu, als plötzlich laute Schreie und ein markerschütterndes Hornsignal ertönten. Im nächsten Moment stürmten auch schon die ersten Wachleute aus dem Tor hinaus.
Panisch sahen sich die Frauen an.
Dann rannten sie los.


Die Wächter waren ihnen dicht auf den Fersen und schrien ständig Jemand solle die Frauen festhalten, doch die Menschen, die noch auf den Straßen unterwegs waren, schienen zu überrumpelt und machten den Gehetzten eher schleunigst Platz und blickten ihnen mit großen Augen hinterher.
Vielleicht lag es daran, dass sich Niemand in Schwierigkeiten bringen wollte. Vielleicht aber auch an der Tatsache, dass man in den Straßen Londons selten eine Gruppe schöner Frauen sah, die um ihr Leben rannten.
Wie Hasen stürmten sie um Ecken, überquerten einen großen Platz und hasteten über die glitschigen Pflastersteine der Straßen.
Nathalia keuchte,
Ich kann nicht mehr!
und auch Lea schien bald am Ende ihrer Kräfte. Josefin dagegen war durch ihr regelmäßiges Kampftraining gut trainiert und auch Mari rannte nun wie der Blitz, auch wenn Niemand genau sagen konnte, woher die rothaarige Sächsin ihre Kraft nahm. Wenn die junge Russin zu ihrer Cousine welche sie die ganze Zeit über fest am Arm gepackt hatte, damit diese nicht unvermindert stürzen konnte, hinüber schaute, glänzten deren Augen immer noch matt und Schweiß stand auf ihrer Stirn, doch ihre Beine schienen sich wie von selbst zu bewegen.
Schnell!!! Da vorne um die Ecke!
Sie haben uns gleich Milady, oh Gott!
Nathalia schluchzte beinahe.
Die Stimmen hinter ihnen wurde lauter und Lea schrie vor Panik, als einer der Wächter sie am Arm greifen wollte, dabei jedoch ins Straucheln geriet und beinahe gestürzt wäre.
Als sie um die nächste Straßenecke hasteten, kamen ihnen gerade eine Gruppe Soldaten entgegen. Josefin kannte die Farben der Truppe und Hoffnung keimte in der jungen Russin auf. Hinter den Männern schoben sich einige Wagen durch die Straße. Voll beladen mit Versorgungsgütern jeglicher Art, welche von weiteren gerüsteten Soldaten flankiert wurden.
Das ist die Wessex-Miliz!
keuchte die Prinzessin,
Los, versteckt euch zwischen den Wagen!
Die Frauen schlüpften zwischen den Männern hindurch und begannen sich aufzuteilen.
Im nächsten Moment hatte Josefin, Lea, Nathalia und Kiara aus den Augen verloren.
Sie selbst zerrte Mari nun hinter einen der großen Wagen und kletterte mit ihr hinauf und unter das Segeltuch welches das Getreide vor dem Regen schützen sollte, der immer noch beständig fiel.
Rufe erschallten. Die Wächter kämpften sich durch die Soldaten hindurch. Keinen Meter entfernt brüllte gerade einer,
Gleich hab ich sie!!!
Jemand rumpelte gegen den Wagen.
Mari und Josefin blickten sich panisch an und hielten den Atem an.


 
Letzte Änderung: 2017/12/08 20:46 von Josefin Aleksandrowna.
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