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Re:Der Rote und der Schwarze Drachen (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Re:Der Rote und der Schwarze Drachen
 
Sigurd de Tronege

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Der Rote und der Schwarze Drachen      09.07.2017 19:21:47 --- 4 Monate, 2 Wochen her  
Ein Wehklagen erhob sich in der Zeltstadt des Heerlagers der Nowgoroder Ritterschaft in Iberien, als Kriemhild von Tronje, die Schwester der Königin Soraja qualvoll verendete.
Seit Tagen schon wütete die Ruhr in den Reihen Nowgorods und nun hatte sie ihr erstes Opfer gefordert.
Sigurd, der einzige Sohn Kriemhilds stand am Sterbebett seiner Mutter und sah zu wie ihr Körper immer schwächer wurde und schließlich den Lebensodem aushauchte.
Alle Anwesenden brachen in Tränen aus, außer dem jungen Ritter Sigurd, der unbewegt an ihrem Bett stand und wie so oft in seinem Leben die Finger seiner linken Hand mehrfach in kurzer Folge gegen seinen Daumen schlagen ließ und dabei ein leises aber deutlich zu vernehmendes rythmisches Geräusch entstand.

Dies ist die größte Veränderung der er in seinem Leben bisher ausgesetzt war. Die Landschaft war ihm fremd, auch wenn er wusste, dass seine Schwester hier in Iberien, vielmehr über Kastilien herrscht, die meisten der anderen Ritter kannte er nur vom Hörensagen und in den selteneren Fällen hatte er sie auch schon bei einem Bummel durch die Straßen Nowgorods gesehen. Nur seinen Vetter Etzel kannte er ganz gut auch wenn der ihm nicht ganz geheuer war und auf dem Thron des Alberich saß, der eigentlich ihm als dem ältesten männlichen Nachkommen zustünde. Und nun dies, seine Mutter, Kriemhild von Tronje, starb nach einem mehrtägigen Kampf gegen die Ruhr. Damit war sein bisheriges relativ behütetes Leben eindeutig vorbei.

Trotz seiner Anspannung bewahrte er nach außen hin Ruhe und wandte sich an einen Bediensteten:
"Geir, hol der Gräfin bitte sofort Wasser und ein frisches Tuch, wasche sie und wickle sie ein, danach verbrennt bitte alles was sich hier im Zelt befindet und mit ihrem Kot verseucht ist. Es ist sehr wichtig, dass ihr sie nur mit Lederhandschuhen berührt und den eingewickelten Leichnam mit Bienenwachs tränkt um sie zu konservieren."
"Herr, wie bitte?"
"Wenn ihr mit ihrem Unrat Kontakt habt seid ihr die nächsten, die der Tod holt! Dies sagte mir einst ein Mönch der auf Reisen auf unserem Hof eine Rast einlegte. Also passt auf was ihr anfasst und hüllt sie nach der Waschung in ein Leinentuch welches mit Bienenwachs durchtränkt wird. Das hält den Leichnam länger frisch und sie wird später anfangen zu stinken auf der Überführung ans Grab von Sancho Garcia. Sie sagte es zwar nie deutlich aber ich denke sie will bei Vater bestattet werden. Ach und sei so gut und informier meine Schwester Soraja und meinen Vetter Etzel."

Er drehte sich um, ging langsamen Schrittes aus dem Zelt und setzte sich auf einen nahen Hügel auf dem sich außer ihm niemand befand und starrte lange in die Wolken hinauf.


 
Letzte Änderung: 2017/07/09 21:29 von Sudda Hrefna Vargurdottir.
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Etzel von Tronje

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Re:Der Rote und der Schwarze Drachen      10.07.2017 22:05:32 --- 4 Monate, 1 Woche her  
"Habt ihr die Nachricht vernommen, mein guter Volker?", der junge Etzel stand mitten im Kommandozelt der Freien Republik Nowgorod. In seinen Händen hielt er ein Pergament, welches er nun mit einem Nicken seinem ergrauten Schildträger und Freund reichte.

"Sie hat sich tatsächlich totgeschissen. Und das als Erste von allen." Die Züge des jungen Tronjers blieben ernst, auch wenn er sich ein leichtes, massiv unterdrücktes Lächeln ob der Situationskomik nicht recht verkneifen konnte. "Hat ihr Nordmänneraberglaube und ihr Köterblödsinn ihr scheinbar nicht einmal dabei geholfen, sich nur als Nummer Zwei, oder spätere Ziffer, aus dieser Welt zu kacken... welch Ironie!"

An den Boten gewandt sprach er weiter. "Ihr sagtet die Ruhr? Wie geht es denn meinem Cousin. Ist er wohlauf?"
"Ja, Fürst, dem Herrgott sei Dank!"
Der junge Tronjer verzog die Miene. "Wie bedauerlich..."
"Aber Herr, verzeiht, ich sagte doch, dass er gesund und nicht infiziert ist."
Das Oberhaupt der Freien Republik lächelte nur und hieß den Boten an, seinem Cousin mitzuteilen, dass er, Etzel von Tronje, zur Aufbahrung seiner Tante erscheinen würde.

Der junge Mann war nie mit den Gebaren seiner Tante warm geworden. Während sie dem Ulfhednar-Kult ihrer nordischen Vorfahren angehangen hatte (im Übrigen stehts mit dem vollen Respekt seiner Mutter Brynhild), war er da stets auf Distanz geblieben. Es war nicht seine Welt und insgeheim hegte er sogar etwas Abscheu für diese Ansichten, ja genaugenommen empfand er sie als zutiefst lächerlich... aber es war dennoch die Schwester seiner Mutter gewesen und damit Familie.

Etzel selbst hatte stets die alten Geschichten über Ritter und Heldensagen geliebt und so war es nicht verwunderlich, das im Moment unter seinem Kopfkissen ein dicker, in Schweinsleder gebundener Schicken lag, der von den Taten und Legenden des alten Kaiser Werle kündete.

Und dann war da noch sein Cousin Sigurd... Früh hatte Etzel den Ehrgeiz in diesem jungen Mann erkannt. Fürwahr, es brannte das Feuer des Hauses Tronje in ihm... durchaus rein und ohne rauchendes Beiwerk. Wie stark es einmal werden würde, bliebe wohl abzuwarten. Und Feuer neigte dazu, eine Schneise der Verwüstung zu hinterlassen...

Volker trat an die Seite des jungen Tronjers, als der Bote das Zelt verlassen hatte. "Mein Herr, wenn ihr wünscht..."

Etzel hob die Hand und bedeutete ein Schweigen. "Nein. Auch wenn hier nun eine durchaus schwierige Situation entstanden ist, so ist es dennoch mein Fleisch und Blut, dazu die vielen unschönen Fragen seiner Schwester im Anschluss... und es ist... nunja... nicht gerade ritterlich."

Er drehte sich zu seinem treuen Diener um.

"Die Schatten haben ihn doch stets gut im Auge, ob der Sicherheit des Hauses?"

Volker nickte stumm, woraufhin Etzel ein Lächeln andeutete.


 
Letzte Änderung: 2017/07/10 22:11 von Etzel von Tronje.
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Sigurd de Tronege

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Re:Der Rote und der Schwarze Drachen      11.07.2017 17:28:50 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Der Tag der Aufbahrung war gekommen, viele Ritter Nowgorods zeigten sich und trugen Trauer um Brynhilds Schwester und der letzten verbliebenen Tochter von Alberich von Tronje, auch wenn sie auf ihre älteren Jahre etwas wunderlich wurde, ihren Respekt zu erweisen. Lediglich Sigurd kleidete sich in ein rotes Gewand mit purpurner Scherpe und erschien mit einem stolzen Aufgebot von prächtig hergerichteten Knappen und Rittern, sowie seiner Leibgarde. Sie alle führten das Wappen des Roten Drachen und ritten auf prächtigen Araberstuten zum Ort der Aufbahrung.
Auf ein Handzeichen von Sigurd hin, hielten sie alle gleichzeitig an und stiegen, wie einstudiert im gleichen Augenblick ab, lediglich Sigurd saß im Sattel und blickte über die versammelte Menschenmenge hinweg auf seinen Vetter Etzel und wartete darauf dass ihm sein Knappe den Bügel zum Absteigen hielt.

Ohne jede Miene durchschritten er und die seinen in Reih und Glied die Menge und nach einem weiteren Handzeichen knieten sich Sigurds rote Drachen gleichzeitig vor die Bahre mit der Leiche von Kriemhild.
Lediglich Sigurd blieb stehn und senkte sein Haupt, keine Regung war in seinem Gesicht zu sehen, kein Zittern in seiner Stimme als er für alle deutlich anhob:
"So gehst du dahin Mutter, zu deinen Ahnen, wie du es immer wolltest. Als erste der Vielen die auf diesem gottlosen Feldzug von Seuchen geholt werden, einem Feldzug der nicht der deine war und dennoch deinen Leib forderte."
Er wandte sich um und mit einem Schnipsen der Finger Sigurds standen die seinen geschlossen auf und wandten sich ebenfalls zurück zu ihren Pferden, wieder, wie sie angekommen waren, schweigend, langsamen Schrittes in Reih und Glied und bis in den kleinsten Bruchteil eines Wimpernschlages eingeübt.

Dies war mehr als ein Abschied von seiner Mutter, dies war eine Machtdemonstration und das Zeichen an seinen Vetter, dass er nun einen Anspruch auf die Herrschaft erhebt.

==einige Zeit später im Zelt Sigurds==

Hardaknut der Waffenknecht Sigurds trat zu ihm.
"Sagt einmal, was sollte dieser Auftritt vorhin für einen Sinn erfüllen?"
"Der Sinn, Hardaknut, besteht nicht darin was wir taten oder was ich sagte, der Sinn ist das was mein Vetter Etzel daraus machen wird oder hineinliest."


 
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Etzel von Tronje

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Re:Der Rote und der Schwarze Drachen      12.07.2017 03:34:28 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Etzel hatte das Schauspiel schweigend akzeptiert, auch wenn seine Lippen bei der ganzen Inszenierung immer schmaler und weißer geworden waren. Er durfte nicht das Haus bloß stellen und seinen Vetter vor der versammelten Menge zur Rede stellen. Zumal, hatte der Mann nicht gerade seine Mutter verloren, musste der junge Tronjer nicht dafür Mitgefühl zeigen?! Es fiel ihm schwer... zumal nach diesem Auftritt!

Kaum zurück in seinem Zelt ließ er der Wut freien Lauf und trat gegen einen Schemel, der zerschmettert in der Ecke liegen blieb.

"Dieser unverschämte Hund!", schrie es aus Etzel heraus.

Grimmig griff er zur Feder.

QUOTE:
"An meine werte Cousine Soraja de Garcia y Tronje,

ich möchte euch an dieser Stelle mein tiefstes Mitgefühl für den Tod euer Mutter aussprechen.
Fürwahr, eine große Frau ist von uns gegangen und doch tat es mir im Herzen weh, dass ihr nicht bei der Aufbahrung eben jener Dame unseres Hauses zugegen sein konntet.

Gewiss hätte euch auch die Rede eures hochwertgeschätzten Bruders in ihren Bann gezogen, war sie doch durchaus interessant.

Ich freue mich auf bald, wenn wir persönlich Worte wechseln können, die weit mehr ausdrücken vermögen, als es diese Zeilen tun.

In Hochachtung

Euer Etzel"

Und dass der genaue Wortlaut von Sigurds Rede, besonders über den 'gottlosen Feldzug', seine Cousine erreichen würde, dafür hatte Etzel bereits Sorge getragen.

Weiterhin verfasste er ein neues Schriftstück, gerichtet an seinen Cousin selbst.

QUOTE:
"Werter Vetter Sigurd,

ich kam nicht umhin, heute eure formidablen Fähigkeiten der Heereskunst bewundern zu können.

So erfreut es mich, euch mitteilen zu können, dass ihr ab sofort nicht nur die Privilegien, sondern auch die Pflichten eurer verstorbenen Mutter genießen sollt.

Hiermit ernenne ich euch mit sofortiger Wirkung zum Hauptmann der Skorpiongarde des Hauses Tronje. Mögt ihr unserer Familie und der Republik ein würdiger Diener im Kampfe sein.

Dieser Brief gilt gleichzeitig für euch als sofortiger Einberufungsbefehl in das Feld. Ich freue mich bereits darauf, von euren ersten Ruhmestaten zu hören.

Es grüßt
Etzel
Für die Freie Republik Nowgorod"


Stumm reichte Etzel die beiden Schriftstücke an seinen treuen Schildträger Volker weiter, der mittlerweile das Zelt betreten hatte.

Der Diener überflog die Zeilen und stutzte.

"Herr, meint ihr das ernst?"

"Fürwahr mein guter Volker, selbstverständlich. Die Skorpiongarde wurde unter meinem Großvater dezimiert. Er liebte halt das alte römische Reich,seine Geschichten und vor allen Dingen seine Gesetze."

Der junge Tronjer grinste. "Die Truppen sind uns absolut loyal ergeben. Wollen wir doch einmal sehen, wie der 'edle Recke' mit den Haudegen unseres Banners verfahren möchte. Handelt es sich hier doch um gestandene Kämpfer, keine Prunklakaien."

Etzel griff nach einem Krug Wein und schenkte sich ein. Er musterte die Farbe... schwarz, rot, genau konnte man es nicht sagen.

"Lass die Nachrichten per Eilkurier versenden. Es wäre doch zu schade, wenn wichtige Zeit unnötig verstreichen würde."

Volker wollte gerade das Zelt verlassen, als Etzel noch etwas hinzufügte.

"Ach... Eines noch, mein Guter. Lass den Kadav... ich meine natürlich den Leichnam meiner ehrenwerten Tante unverzüglich auf die Burg Kastiliens schaffen. Sie verdient ein Begräbnis standesgemäß neben ihrem Ehegatten. Meine Cousine hat ebenso ein Anrecht auf Trauer.. nicht nur ihr Bruder!"

"Aber Herr, die Familiengruft der Tron..."

"Ja gewiss. Aber verzeiht, wenn ich unterbrechen darf. Ich kann mich nicht erinnern, dass man auch nur die Grablege eines einzigen rechtmäßigen Erben überhaupt kennt... wenn es denn jemals eine solche denn überhaupt gegeben haben sollte."

Mit einem Nicken verschwand der treue Diener durch den Zeltausgang.


 
Letzte Änderung: 2017/07/12 03:39 von Etzel von Tronje.
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Sigurd de Tronege

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Re:Der Rote und der Schwarze Drachen      12.07.2017 18:09:46 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Sigurd hielt seinen Einberufungsbefehl in der Hand und betrachtete ihn eingehend.
"Seltsam, keine Beleidigung, keine Botschaft zwischen den Zeilen. Ich nehme dennoch an dass dieses Kommando mehr zu seinem Schutz als zu meinem Ruhm dient."
"Und was gedenkt Ihr jetzt zu tun Herr?"
"Du irrst, ich tue garnichts, er will dass ich mir einen groben Schnitzer leiste und angreifbar werde. Ich werde jedenfalls das übertragene Kommando gewissenhaft ausüben."
"Ich bin überrascht."
"Denk in weiteren Bahnen, in größeren Maßstäben! Ich werde das Kommando übernehmen, aber was ist ein Kommandant ohne eine ihm treu ergebene Truppe?"
"Nichts, Herr."
"Genau, Hardaknut, also hier in der Truhe ist genug um ein Heer zu finanzieren, du besorgst also den besten Trommler der für Silber zu haben ist, dann einen Bannerträger und einen Ausrufer. Sie sollen vorallem Manieren haben und ein gepflegtes Äußeres. Wenn du denkst, dass sie bessere Kleidung benötigen, lass es mich wissen! Der Rest des Geldes wird bei der Werbung ausgezahlt, jede Unterschrift, jeder Fingerabdruck wird ein halber Monatssold im Voraus. Lasst die Leute auch wissen, dass im Todesfall oder bei Verkrüppelungen, die Familie versorgt wird und nach zehn Jahren Dienst übernehme ich die Aussteuer der Töchter. Wenn die Leute euch dennoch nicht von selbst in Scharen hinterher laufen, geht in die Schenken und angelt euch ein paar gutgläubige Bauernjungen für ein paar Bier. Diese so aufgestellte Truppe wird nach und nach die Verluste durch Seuchen und Schlachten kompensieren und auf lange Sicht die Mehrheit der Garde stellen. Dann und zwar genau dann, kann ich der Truppe trauen und weiß, dass sie auf meiner Seite steht. Also mach dich auf und zwar schnell, ich möchte wöchentlich Berichte über die Menge der ausgehobenen Rekruten und das Vorankommen der Ausbildung. Achja bevor ich es vergesse ich will dass alle auf die Bibel oder ihr jeweiliges heiliges Schriftstück schwören mir treu zu folgen und jeden meiner Befehle zu beachten. Aber jeder einzeln im Verborgenen! In der Truppe leisten sie dann noch einen offiziellen gemeinsamen Schwur auf Nowgorod... der Form halber."
Mit einem Fingerzeig, wies er Hardaknut den Weg nach draußen und nach kurzer Zeit vernahm man laute Hufschläge die von seiner schnellen Abreise kündeten.
"So Vetter, ich hoffe, das ist genau das was du wolltest."
Er verfasste ein kurzes Schreiben an Etzel...
QUOTE:
Werter Etzel,

gerne nehme ich diese treue und kampferprobte Truppe unter meine Obhut.

Vielen Dank für dein Wohlwollen.
In ewiger Freundschaft,
Sigurd de Tronege


und übergab es einem Boten, der es umgehend zu seinem Vetter bringen solle.


 
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Soraja de Garcia y Tronje

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Re:Der Rote und der Schwarze Drachen      13.07.2017 18:52:28 --- 4 Monate, 1 Woche her  
QUOTE:
Werter Etzel,

Ich danke euch vom herzen für Eure Nachricht. Es ist schockierend zu hören das Mutter verstorben ist, gerade jetzt wo der Rat Mutters am dringendsten gebraucht wurde.
Der Krieg leider hat dafür gesorgt das nicht einmal am Totenbett der eigenen Mutter ich dabei sein konnte, ein Fehler den ich mir wohl nie verzeihen werden kann, jedoch wartet der Feind nur auf Zeichen der Schwäche und die wird er nicht sehen. Ich denke Mutter hätte es so gewollt.

Richtet meinem Bruder grüße aus, ich hoffe ihr könnt ihm erklären warum seine Schwester nicht bei der Aufbahrung anwesend war. ich kann nur hoffen das er dafür Verständnis hat.

Sicherlich werde ich bei Zeiten an das Grab meiner Mutter kommen um meiner Trauer ausdruck zu verleihen.

ich Danke Euch noch einmal für Eure Nachricht.


Hochachtungsvoll.
Soraja
 
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Etzel von Tronje

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Re:Der Rote und der Schwarze Drachen      16.07.2017 01:31:18 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Etzel las die Zeilen seines Cousins und musste geistig würgen.

Rasch griff er zu Feder und Papier und sandte eine Nachricht zurück.

QUOTE:
"Verehrter Vetter,

dann trifft es sich gut, dass ich euch gleich euren Marschbefehl geben kann. Erobert Barcelona von den Hispanischen Truppen. Es ist von strategischer Nützlichkeit in diesem nicht enden wollenden Kampfe für unsere Sache.

Ruhm dem Hause Tronje und seinen Ästen!

Etzel"


 
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Sigurd de Tronege

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Re:Der Rote und der Schwarze Drachen      16.07.2017 11:42:42 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Barcelona, ein wirklich interessanter Flecken Erde.
Dies war wieder mal ein Fall in dem die Realität und die Erwartung weit auseinander klafften.
Sigurd wusste zwar dass Barcelona nicht gerade der am dünnsten besiedelte Ort Spaniens ist und auch dass die Einwohner nicht in Jungelhütten aus Zweigen und Blättern hausten, aber er hätte nie erwartet dass die örtliche Einwohnerschaft so schnell mobilisiert werden konnte um einen schlagkräftigen Trupp dieser Größe aufzustellen.
Auch deren Bewaffnung war nicht von vorgestern, wie es unter Ackerbauern gerne der Fall ist.
Hier stand eine im Kriegshandwerk unterwiesene und bestens ausgestattete Truppe vor ihnen, die nicht auf einen Mob mit Mistgabeln sondern auf kombinierte leichte bis mittlere Einheiten aus Bogenschützen und Schwertkämpfern setzte.
"Wie kommen die nur an diese Schwerter? Ist es Bauern nicht verboten Waffen zu führen?", murmelte Sigurd vor sich hin.
Gut, sein Lager befand sich in einer guten Position an der hinteren Flanke einer langgezogenen Anhöhe, so dass die eigenen Truppenbewegungen dem Gegner verborgen bleiben könnten, aber mit dem Fluss im Rücken und dem Feind zu drei Seiten vor ihnen, sah es eher so aus als wären sie mitten in eine Falle geschickt worden.
"Rückzug unmöglich wegen des Flusses. Vorstoßen lebensgefährlich, da der Feind in die Flanke fallen könnte. Bleibt nur die Truppen in weitem Bogen über die Anhöhe zu verteilen und diesen wichtigen Punkt auszunutzen, wenn es nur genug Truppen gäbe um mehr als einen Mann alle sechs Schritte zu positionieren. Besten Dank auch Etzel, heute werden wir hier alle sterben!", dachte er bei sich und wiederholte die Worte "Gott mit uns...", wie ein Mantra oder eine Schutzformel, während er von seiner vorgelagerten Position langsam hinter die Anhöhe zurück kroch um nicht vom Feind gesehen zu werden.


 
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Gaunter O Dimm

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Re:Der Rote und der Schwarze Drachen      16.07.2017 20:36:15 --- 4 Monate, 1 Woche her  
Gaunter musterte jene Person vor ihm, die sich gerade kauernd hinter die Hügelkuppe zurückgezogen hatte, bevor er sie ansprach.

"Oh junger Prinz, ich grüße euch.", seine Mundwinkel verzogen sich zu einem gekünstelten Lächeln.
"Wie ich sehe, seid ihr gerade dabei, euch für die Schlacht vorzubereiten?"
Immer wieder vernahm o'Dimm die gleichen Worte. "Gott mit uns..."

"Verzeiht, doch der alte Mann dort oben", er deutete mit dem Finger übertrieben Richtung Himmel, "...wird euch jetzt auch nicht helfen. Weder kann, noch will er es überhaupt."

Gaunter betrachtete das Schlachtfeld, sein Blick konzentrierte sich besonders auf die frischen Truppenkontingente in ihren neuen Farben. Unter dem immer wieder dumpfen Wummerns des einzelnen Trommlerns rückten sie Schritt um Schritt auf die spanischen Linien vor.

"Eine imposante Truppe habt ihr dort unten versammelt. Besonders der Taktgeber mit seinem Schweinehautinstrument muss euch gewiss einiges Silber gekostet haben."

Gaunter bückte sich, pflückte eine Blume von der Wiese und roch daran.

Genau in diesem Moment rammte sich ein Armbrustbolzen des Feindes in die Gurgel des Trommlers und ragte mit der metallernen Spitze aus dessen Genick am Hinterkopf.
Mit einem würgenden Gurgeln ging jener zu Boden und ein letztes 'Wumm' erscholl, als der sterbende Körper des Musikers in das Instrument fiel und es unter sich zerschmetterte.

"Oh, junger Prinz, da habt ihr wohl gerade ein Abschreibungsobjekt gefunden." Gaunter kicherte.
"Versteht ihr... Abschreibungsobj..." missmutig musterte er die immer noch unter sich liegende kreidebleiche Gestalt.

O'Dimm ergriff den Arm Sigurds und riss ihn in die Höhe.

"Ihr dauert mich, Bengel. Wisst ihr was? Ich mache euch einen Vorschlag. Ich werde diese Schlacht für euch gewinnen! Und noch viel mehr. Es wird ein glorreicher Sieg werden! Und ihr der Held dieses Sieges!"

Gaunter reichte dem jungen de Tronege die Hand.

"Was ist, Junge? Schlagt ihr ein und besiegelt unseren Handel?"


Sein Antlitz ist schön, seine Worte fantastisch.
Doch dieser Teufel ist verdorben und garstig,
Die Wünsche wird er dir gerne erfüllen.
Gold und Silber ist dir ganz zu Willen.

Doch wenn er kommt, dann musst du die Schuld zahlen,
dann ist es Schluss mit Lächeln und Prahlen.
Liegst jetzt in Ketten, dein Reichtum in Scherben,
in Ewigkeit leiden bist die Sterne sterben.?
 
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Sigurd de Tronege

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Re:Der Rote und der Schwarze Drachen      17.07.2017 06:37:32 --- 4 Monate her  
Sigurd schlug ein, doch wusste er nicht was der alte Haudegen da gerade erzählte...
"Ich glaube du siehst Gespenster, meine Leute sind alle in Nowgorod und heben Truppen aus, wer auch immer diesen Trupp da unten beschallt hat, war keiner der Meinen."
Er ließ einen flüchtigen Blick über den toten Trommler schweifen der mit dem entblößten Arsch in der Luft, kopfüber in seiner zerstörten, riesigen Trommel steckte. Sigurd konnte nicht inne halten und begann zu lachen.
"Gut Gaunter, egal wer dieses Kontingent da unten geschickt hat und wem der Trommler auch immer gehörte, ich glaube er hat uns eben die Schlacht gerettet... der Feind wird sich tot lachen! Wie dem auch immer sei, wenn du die Schlacht gewinnst, gehört der Ruhm dir und nicht mir. Mir ist nicht daran gelegen mich mit fremden Federn zu schmücken."
Er dachte kurz nach und deutete auf die linke Flanke der Spanier...
"Sie scheinen zu denken, das diese geschmückten Fauen unsere gesamte Einheit darstellen. Ich schlage vor wir satteln schnell auf und führen einen Sturmangriff auf die entblößte Flanke aus. Vielleicht stiften wir genug Durcheinander, dass sie sich ungeordnet zurückziehen. Dann reiten wir sie alle nieder. Was denkst du, hört sich das wie ein Plan an?"
In seinem Kopf entwickelte sich ein Gedanke...
"Wenn der Tag rum ist sollten wir einen Dichter beauftragen 'den Angriff der bunten Brigade' zu besingen, es könnte ein nettes Mittel sein, neue Rekruten zu werben."


 
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