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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil
 
Maire NicOsguir O Fingail

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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      12.02.2018 21:34:09 --- 5 Monate, 1 Woche her  
Maíre hielt sich im Unterholz am Waldrand bei Astara versteckt. Sie konnte von hier das sich stetig auflösende Lager der Iren beobachten. Wenn es auch zu weit war, um einzelne Personen erkennen zu können.
Als die Nacht herein gebrochen war, schlich sie sich im Schatten an das Lager heran. Die Kapuze ihres Mantels ins Gesicht gezogen versuchte sie unerkannt bis zu Cathbad vorzudringen. Den ganzen Tag hatten sie wieder Unterleibsschmerzen geplagt. Maíre war hin und her gerissen, ob sie nicht doch einen Druiden aufsuchen sollte. Wäre der nicht verpflichtet über ihren Besuch zu schweigen?
Als sie endlich zu Cathbads Zelt vorgestoßen war, fand sie nur ihren Knappen vor. Sie vergewisserte sich, dass dieser allein war, und huschte hinein.
"Wer...?"
Maíre zog die große Kapuze ab.
"Herrin! Wo wart Ihr? Sie haben statt Eurer Euren Bruder mitgenommen!"
"Die Leibgarde des Sultans?"
"Ja."
Maíre überlegte nicht lang.
"Nimm nur das nötigste mit. Waffen, gute Kleidung, Proviant und die Tiere. Das Zelt laß stehen. Wenn dich einer fragt, sage wir trägen uns auf meiner neuen Grafschaft."
"Wie heißt die nochmal?"
"Bakschi, oder so. Nicht wichtig. Tatsächlich schlägst du dich ins Unterholz, wenn du außer Sichtweite des Lagers bist."
"Schon wieder im Gestrüp mit den Tieren verstecken?" began der Knappe zu nölen. "Ich will an Eurer Seite kämpfen. Und wenn es sein muss auch sterben!"
Maíre lächelte ihr Lächeln. Etwas Mütterliches lag darin.
"Ich kämpfe doch nicht. Ich muss ... nur noch etwas holen." Die Lüge war miserabel, aber wie immer fügte sich der Knappe in sein Schicksal.
"Wir haben erneut eine sehr weite Reise vor uns...."


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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      13.02.2018 08:28:08 --- 5 Monate, 1 Woche her  
Es würde bald ein Ende gemacht werden - heute hatte man seinen Körper abgemessen - jedoch nur bis zum Hals. Das war ein untrügerisches Indiz dafür, dass Sultan Korz ihn enthaupten lassen würde. Der Sargtischler war - wohl, um ihn in Sicherheit zu wiegen - als Schneider verkleidet gewesen!

Er fragte sich, wie es Maire wohl ergangen war. Sicherlich genoss sie bereits die heißen Bäder im Palast des Sultans und … rasch wischte er den Gedanken beiseite. Die Nacht war hereingebrochen und er stahl sich aus dem Bett, wickelte sich in ein Leintuch und schlich sich auf den Balkon vor seinem Zimmer hinaus. Die Wachen schritten vorerst nicht ein - bis ein Offizier fragte: "Ist Euch frisch, mein Herr? Soll ich Euch einen Mantel bringen lassen?"

"Ja klar - ihr wollt mich bluffen und in Sicherheit wiegen!", dachte er, sprach aber: "Wisst Ihr - mir steht der Sinn nach einem Buch, das in meinen Diplomatenpalast auf dem Schreibpult liegt. Denkt, ihr, es ist Euch gestattet, mir dies herbeischaffen zu lassen?"

Der Soldat spielte die Rolle des ahnungslosen Unschuldlammes sehr gut. Er verneigte sich tief und lief rasch davon. Er rief ihm nur noch nach: "Und wenn mich jemand besuchen wollte - denkt Ihr, es wäre möglich, diese Besuche ausnahmsweise an mein Lager zu lassen?"

"So soll es Geschehen, Herr!" rief der Davoneilende.


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Maire NicOsguir O Fingail

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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      13.02.2018 21:30:59 --- 5 Monate, 1 Woche her  
Maíre schlich sich in die Stadt und an den Sultanspalast heran. Sie nahm an, dass sie Cathbad dort gefangen hielten. Es war nur eine Vermutung, sie kannte Astara ja kaum, aber leider konnte sie auch niemanden direkt danach fragen. Sie traute niemandem mehr.

Die Wachen an der prächtigen Eingangspforte sahen ehrfurchtgebietend aus. Aber das war ohnehin nicht ihr Weg: Die stets dunkel gekleidete Irin hielt sich in den Schatten auf und wartete ab, bis die Luft rein war. Dann pirschte sie sich immer weiter um den großen Königssitz herum, um eine Schwachstelle zu entdecken.
Sie kam in einen Garten, der bei Tageslicht sicher schön anzusehen war. Im Augenblick bot er ihr vorallem Deckung und einen Weg, näher an die Mauern zu kommen. Vielleicht gab es sogar eine kleine Pforte ins Innere...
In der Dunkelheit wurden die Augen förmlich gezwungen auf die beleuchteten Innenräume, beziehungsweise deren Fenster zu schauen. Manche hatten kleine Balkone und ...

Maíre zuckte erschrocken zusammen. Da stand Batrik! In ein dünnes Tuch gewickelt schaute er in die Nacht. Er hatte sie nicht gesehen.
Jetzt ging er wieder hinein.
Ein Seil! Das war der einfachste Weg! Sie würde Batrik zwingen ihr Cathbads Kerker zu zeigen. Vielleicht sogar ihn zu öffnen!

Maíre fand kein Seil. Sie zog ihren Kapuzenmantel aus, und schnitt mit dem Kurzschwert schmale Streifen aus dem dicken Stoff. Diese verknotete sie, bis sie ein langes Stoffband hatte. An ein Ende band sie ihren Gürtel. Das würde ihr Gewicht aushalten. Auch Cathbads? Eher nicht... Erstmal musste SIE hinein kommen.
Batriks Balkon befand sich im ersten Geschoß. Maíre schlich sich, flach an die Palastmauer gedrückt, an. Als sie sicher war nicht entdeckt werden zu können, löste sie sich von der Mauer und warf das Ende mit dem Gürtel so über die Balustrade, dass das Gewicht der Schnalle bei lockerem Seilnachgeben wieder nach unten sank. Beim Aufkommen auf dem Balkon klapperte das Metall leicht auf dem Boden. Maíre wartete gespannt, aber niemand reagierte. Alles oder nichts: Als sie die Schnalle greifen konnte zog sie die schmale Stoffreihe hinurch, was an den Knoten nicht ganz flüßig ging, und zog die Schnalle wieder fest, bis das Gürtelende sich eng um die Balustrade gelegt hatte. Dann hangelte sie sich, die Füße wie an der Schloßmauer laufend, bis zum Balkon hoch.

Oben angekommen vergewisserte Maíre sich kurz, dass Batrik nicht in der Nähe stand. Aber der assassinische Ire war nicht zu entdecken.
Sultan! pfff.. dachte Maíre beiläufig. Sie schwang sich lautlos und elegant auf den Balkon, duckte sich sofort und zog ihr improvisiertes Seil eilig, aber geräuschlos, hoch. Dann schaute sie um die Türecke nach Batrik.
Er hatte sich mit dem Rücken zu ihr auf sein Bett gelegt. Sein nackter Oberkörper offenbarte den Verband an der Schulter, den Batrik Maíres perfekt platziertem Schwerthieb verdankte.
Sie zog erneut ihr Kurzschwert gegen ihn und schlich sich an. Er war allein im Raum. Maíre überkam plötzlich die Intuition, etwas Entscheidendes übersehen zu haben! Aber zu spät: Sie hatte es begonnen, nun gab es kein Zurück mehr!

Auf Stiefelspitzen schlich sie sich an, um plötzlich von hinten die Klinge an Batriks Kehle zu drücken! Mt der anderen Hand hielt sie ihm den Mund zu.
"Leise, Sultan. Wenn du um Hilfe rufst, muss ich dir leider wieder weh tun. Mehr noch, als das letzte Mal..." Sein Körpergeruch war herrlich. Die Bilder von ihrer ersten Umarmung drängten sich in Maíres Sinne und legten sich kurz über alles andere. Die Jagd, die Beizvögel, das Plateau, sie beide...


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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      13.02.2018 23:05:54 --- 5 Monate, 1 Woche her  
Plötzlich verschloss eine (gut riechende) Hand seinen Mund und eine Klinge drückte gegen seine Kehle.

"So soll es also zu Ende gehen!", dachte er. Doch dann drangen die Worte an sein Ohr: "Leise, Sultan. Wenn du um Hilfe rufst, muss ich dir leider wieder weh tun. Mehr noch, als das letzte Mal..."

Verwirrt und vorsichtig nickte er und als die Hand seinen Mund freigab, flüsterte er verschwörerisch: "Aber ich bin es doch, Maire - der Sultan hat mich in seinen Palast bringen lassen - ich bin auch kein Diplomat mehr - des Amtes enthoben."

Vorsichtig wandte er sich seiner Besucherin zu, darauf bedacht, die Klinge nicht in den Hals gerammt zu bekommen.

"Geht es Euch gut? Ich war in großer Sorge! Lassen sie Euch Euren Frieden - neben den Pflichten, die einer Sultana zukommen? Ich bedaure, dass ihr den Sultan ehelichen müsst, aber ich habe es geschworen und was man geschworen hat …"

Ernst sah er sie an.

"An einem anderen Ort zu einer anderen Zeit, hätte ich um Eure Hand angehalten und um Eure Gunst gefochten, ja sogar Kriege geführt. Heute muss ich Befehlen und Eiden folgen und wenn es mir dabei mein Herz zerreißt! Versprecht mir, dass ihr eine gute Sultana sein wollt und rettet so Euer Leben. Ich denke, Korz will nur ein Zeichen für das Zusammenwachsen zweier Völker setzen, denn in seinem Harem hat er ohnehin genug Ehefrauen. Vielleicht komme ich so doch noch mit dem Leben davon und kann Euch ein treuer Diener sein - wenn ich schon aus dem diplomatischen Dienst entfernt wurde und mein Palast mir nicht mehr gehört. Ich könnte Euer Falkner sein. Ihr seid gut zu Vögeln und auch ich liebe diese Kunst und habe es darin zu einer gewissen Meisterschaft gebracht. Vor allem - ich würde in Eurer Nähe sein dürfen, wunderschöne Maire."


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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      19.02.2018 13:03:48 --- 5 Monate her  
Seine Augen und Worte drohten ihren Willen zu brechen. Zu gerne hätte sie sich einfach fallen gelassen. Der Moment schien perfekt...
Im letzten Moment durchbrach ihr Geist die Verführungen. Aber sie war gewillt ihm eine Chance zu geben. Ihnen beiden eine Chance zu geben:
"Hilf mir erst Cathbad aus dem Kerker des Sultans zu befreien. Wir müssen es vorsichtig anstellen, aber du bist doch ein guter Assassine, nicht Padraigh? Und ich habe es immerhin bis hier her unerkannt geschafft. Also los!"
Maíre wollte wissen wie weit Batrik wirklich gehen würde.


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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      19.02.2018 14:02:31 --- 5 Monate her  
"Hilf mir erst Cathbad aus dem Kerker des Sultans zu befreien. Wir müssen es vorsichtig anstellen, aber du bist doch ein guter Assassine, nicht Padraigh? Und ich habe es immerhin bis hier her unerkannt geschafft. Also los!"

Seine Herzensdame in Not - da blieb ihm gar nichts anderes übrig! Rasch sprang er auf, die Schmerzen in der Schulter beiseite wischend und eilig wickelte er sich eine Gardine um die Hüften, um nicht nackt in den Tod zu gehen. Eine Waffe … er würde eine Waffe brauchen … ein Stuhlbein würde treffliche Dienste leisten und rasch war ein Stuhl gefunden, dem ein Bein abgetreten werden konnte. Derart gerüstet schlich er zum Balkon und erspähte das provisorische Seil.

"Los - mir nach!" hauchte er und sprang über die Brüstung, griff nach dem Seil, vergessend, dass die Schulter lädiert war …

"Uff!" Die geschulte Selbstbeherrschung ließ ihn nach dem Sturz in ein Rosenbeet keinen weiteren Laut von sich geben. Er lag auf dem schmerzenden Rücken, hielt das Stuhlbein immer noch fest umklammert und blickte zum Balkon hoch. Als er Maire gewahr wurde, sprang er - die Schmerzen ignorierend - auf und flüsterte: "Los doch! Ich bin schon unten!"

Leise humpelte er durch den Garten zu einer Pforte und blieb vor einer Kellerluke stehen, durch welche Vorräte in die unterirdischen Gewölbe verbracht werden konnten. Ein Gang - das wusste er genau - zweigte zu den Kerkern ab. Rasch war die Luke geöffnet und er sprang in die Dunkelheit hinab, um auf einem Haufen Zwiebeln zu landen und über diese zu Boden schlitterte.

"Bleibt oben!", flüsterte er zur Luke hoch. "Ich habe irgendwo meine Gardine verloren!"


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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      19.02.2018 14:35:07 --- 5 Monate her  
Maíre fühlte sich an die Szene auf dem Rückweg vom Plateau erinnert, als Batrik sich unter heroischen Worten den Reitern entgegenstellte und noch vor deren Ankunft zusammenbrach.
Süß ging es ihr erneut durch den Kopf. Dann löste sie sich aber aus der Rolle der gebannten Zuschauerin. Besser ich geb auf ihn acht. Die Wachen würden ihm nichts antun, sie wussten, dass er der Sultan war. Nur Batrik wusste nichts von seinen Würden.

Maíre stieg über die Ballustrade, rutschte den geknoteten Mantel hinunter und spähte durch die Luke, hinter der Batrik verschwunden war. Es war zu dunkel um etwas zu erkennen.
"Wegen mir musst du das Stofflaken nicht umwickeln" neckte sie ihn, bevor sie hinterher kletterte.

Wenn er gar nicht wusste, dass er Sultan ist, wer hatte eigentlich den Befehl gegeben sie bzw Cathbad zu holen und einzukerkern? schoß es Maíre durch den Kopf. Oder führte er ein falsches Spiel? Maíre zwang sich erneut zur Vorsicht. Sie allein war hier in der Höhle des Löwen.


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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      19.02.2018 21:41:04 --- 5 Monate her  
Die Wunde an der Schulter hatte wieder stark zu bluten begonnen. Mit der Linken bedeckte er sein Gemächt (so gut es eben ging und das war nicht leicht, obwohl er große Hände hatte) und in der Rechten trug er das Stuhlbein. Dergestalt stolperten seine Schritte durch die unterirdischen Gänge bis an eine Holztüre, die - wie immer - unversperrt war. Dahinter wusste er den Raum, in welchem die Wachen üblicher Weise würfelten und Tee tranken.

"Ich werde sie allesamt niederringen, Maire. Befreit ihr in der Zwischenzeit euren Brunder!"

Nach diesen Worten trat er gegen die Türe, die jedoch nicht nachgab. Zornig betätigte er die Klinke und taumelte in den Raum - das Stuhlbein wild schwingend!

"Ergebt Euch, ihr Hunde! Mit dem Gesicht zur Wand allesamt! Aber flott!"

Hatten die Wachen im ersten Moment noch so ausgesehen, als würden sie erbitterten Widerstand leisten wollen, ließen sie - als sie des nackten Helden gewahr wurden - in Todesangst ihre Waffen fallen und reihten sich an der steinernen Wand auf.

"Ihr seid dran, Maire!", hauchte er. "ich raste mich ein wenig aus, während ich die Wachen in Schach halte …"

Auf die Knie gesunken und das Stuhlbein als provisorische Stütze verwendend, hielt er die Meute weiterhin in Schach. Selbst als er auf dem Boden lag und vor sich hin blutete, wagten sie es nicht, sich aus seiner Bewachung zu lösen. Es reichte, dass er ein Auge offenhielt und Kommandos in Richtung seiner Gefangenen hauchen konnte.

"Beeilt Euch, mein Herz!" röchelte er. Die Wunde in der Schulter schmerzte ebenso sehr wie die Dornen in seinem Hintern und der Rücken, auf dem er nach dem Sturz vom Balkon gelandet war.

Als er sein Auge nicht mehr offen halten konnte, flüsterte er: "Was hätten wir für ein tolles Gespann abgegeben, Maire. Ich glaube, ich liebe dich …"

Dann umfing ihn eine gnädige Ohnmacht.


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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      20.02.2018 19:28:45 --- 5 Monate her  
"Es geht ihm nicht so gut" wandte sich Maíre fast entschuldigend an die verdutzten Wachen. Dabei lächelte sie ebenso vieldeutig wie nichtssagend. "Bringt ihn in sein Bett und lasst einen Medicus kommen." Tatsächlich lösten sich sofort zwei von der Wand um ihren nackten und bewußtlosen Sultan eilig aufzusamneln und fortzutragen. Maíre spürte, dass sie jetzt oder nie die Wachen instrumentalisieren könnte.
"Euer Sultan und ich kamen, um meinen Bruder Cathbad O'Fingail zu holen. Führt mich zu ihm."
"Verzeiht, wir wissen nicht wo er ist."
"Was heißt das?"
"Hier ist er sicher nicht. Wir sind die einzigen diensthabenden Wärter und die Zellen sind leer, wenn Ihr das meintet. Zur Feier des Thronfolgers wird stets eine Generalamnestie erlassen."


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Letzte Änderung: 2018/02/22 08:33 von Aveline de Moustache.
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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      21.02.2018 13:27:22 --- 4 Monate, 4 Wochen her  
Als er erwachte, lag er in einem Bett und der persönliche Hakim des Sultans stand neben ihm.

"Ihr dürft Euch nicht überanstrengen, solange die Wunde noch nicht verheilt ist, Erhabener!"

Er staunte ein wenig über die Höflichkeit, die ihm der Hakim entgegenbrachte und erwiderte: "Mein Titel ist mir abhandengekommen - ihr müsst mich nicht mehr "Ehrwürdiger" nennen, denn die Diplomatie liegt nun in den Händen eines Anderen, ehrwürdiger Hakim. Es ist auch nicht nötig, dass ihr mich zusammenflickt, damit mich der Sultan gesund und munter am Schafott bestaunen kann, ehe ich meinen Kopf verliere. Näht die Wunde einfach zu und gut ist's!"

Der Hakim sah ihn verblüfft an und begann den Kopf nach großen Beulen - untrügerische Zeichen schwerer Schläge - abzutasten und wurde etwas beunruhigt, als er keine finden konnte.

"Nun - wann soll die Hinrichtung sein? Seid so gut und nennt mir den Tag, damit ich mich darauf vorbereiten kann."

Sein Gegenüber kniff die Augen zusammen und entgegnete klagend:

"Ich weiß nicht, was ich getan habe, Herr. Aber ich habe es gewiss nicht verdient, dass der Sultan Späße mit mir treibt!"

Er nickte zustimmend: "Da stimme ich euch zu, lieber Hakim. Ich wünschte von ganzem Herzen - und wenn es das letzte ist, was ich sehe - dass jemand dem Sultan eine Ohrfeige verpasst und ihn einen egoistischen Dummkopf nennt."

Der Hakim riss die Augen weit auf, dachte kurz nach und schlug ihm mit flacher Hand kräftig ins Gesicht. Dabei rief er aus: "Ihr seid ein egoistischer Dummkopf!"

Als die funkelnden Sternchen seinen Blick nicht mehr trübten, herrschte er den Schläger an: "Seid ihr eigentlich nur dämlich, Hakim, oder außergewöhnlich dämlich - da ihr mich nicht vom Sultan zu unterscheiden mögt?"

Der Arzt riss die Augen noch weiter auf und erwiderte: "Jetzt sagt bloß, man hat es euch nicht gesagt …" Er warf sich zu Boden und bettelte: "Vergebt mir, bitte vergebt mir! Ich - euer unterwürfigster Diener, der wurmstichigste Apfel unter den Äpfeln in Eurem Reich, der unfähigste aller Hakimi, der elendste unter den Elenden, der …"

Barsch unterbrach er ihn: "jetzt sagt schon, was dies für ein Spiel ist, das ihr mit mir treibt? Aber subito!"

Der Hakim wand sich: "Wisset, ich habe drei Frauen und acht Kinder! Ich will nicht sterben! Gnade!"

Irgendetwas war nicht so, wie es sein sollte und er wollte dieses Rätsel hier und jetzt lösen.

"Nun sprecht schon. Ich schwöre, dass ihr vor mir doch nichts zu befürchten habt. Ich verstehe den Rummel hier nicht und kann auch nicht nachvollziehen, warum mein Kopf noch auf meinen Schultern sitzt. Ich hatte den Auftrag des Sultans angenommen und dabei kläglich versagt. Und ich habe einen Gefangenen befreit - dennoch lebe ich. Wie könnt ihr das erklären?"

Der Hakim lag zitternd auf dem Boden und flüsterte: "Korz hat abgedankt und Euch zum Nachfolger bestimmt. Vor Tagen schon. Scheinbar weiß es jeder im Land - von Euch abgesehen."

Er saß stocksteif im Bett aufgerichtet. Die Adern am Hals schwollen auf die Dicke von Schiffstauen an und sein Kopf zeigte eine interessante, tiefrote Gesichtsfarbe. Laut schnappte er nach Luft und bereits zehn Minuten später konnte er einen klaren Satz sprechen:

"Reicht Uns Unsere Gewänder und veranlasst, dass diese liebreizende Dame namens Maire NicOsguir O Fingail zu Uns in den Hamam gebracht wird. Dieser liegt tief inmitten des Gebäudes und Wir wollen die Arkadengänge um das Wasserbecken nutzen, um ein wenig auszuschreiten, während Wir auf die Gute warten!"


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