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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil (1 Leser) (1) Gast
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THEMA: Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil
 
Maire NicOsguir O Fingail

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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      12.02.2018 21:34:09 --- 4 Tage, 22 Stunden her  
Maíre hielt sich im Unterholz am Waldrand bei Astara versteckt. Sie konnte von hier das sich stetig auflösende Lager der Iren beobachten. Wenn es auch zu weit war, um einzelne Personen erkennen zu können.
Als die Nacht herein gebrochen war, schlich sie sich im Schatten an das Lager heran. Die Kapuze ihres Mantels ins Gesicht gezogen versuchte sie unerkannt bis zu Cathbad vorzudringen. Den ganzen Tag hatten sie wieder Unterleibsschmerzen geplagt. Maíre war hin und her gerissen, ob sie nicht doch einen Druiden aufsuchen sollte. Wäre der nicht verpflichtet über ihren Besuch zu schweigen?
Als sie endlich zu Cathbads Zelt vorgestoßen war, fand sie nur ihren Knappen vor. Sie vergewisserte sich, dass dieser allein war, und huschte hinein.
"Wer...?"
Maíre zog die große Kapuze ab.
"Herrin! Wo wart Ihr? Sie haben statt Eurer Euren Bruder mitgenommen!"
"Die Leibgarde des Sultans?"
"Ja."
Maíre überlegte nicht lang.
"Nimm nur das nötigste mit. Waffen, gute Kleidung, Proviant und die Tiere. Das Zelt laß stehen. Wenn dich einer fragt, sage wir trägen uns auf meiner neuen Grafschaft."
"Wie heißt die nochmal?"
"Bakschi, oder so. Nicht wichtig. Tatsächlich schlägst du dich ins Unterholz, wenn du außer Sichtweite des Lagers bist."
"Schon wieder im Gestrüp mit den Tieren verstecken?" began der Knappe zu nölen. "Ich will an Eurer Seite kämpfen. Und wenn es sein muss auch sterben!"
Maíre lächelte ihr Lächeln. Etwas Mütterliches lag darin.
"Ich kämpfe doch nicht. Ich muss ... nur noch etwas holen." Die Lüge war miserabel, aber wie immer fügte sich der Knappe in sein Schicksal.
"Wir haben erneut eine sehr weite Reise vor uns...."


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Batrik Abn Ayrlanda

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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      13.02.2018 08:28:08 --- 4 Tage, 11 Stunden her  
Es würde bald ein Ende gemacht werden - heute hatte man seinen Körper abgemessen - jedoch nur bis zum Hals. Das war ein untrügerisches Indiz dafür, dass Sultan Korz ihn enthaupten lassen würde. Der Sargtischler war - wohl, um ihn in Sicherheit zu wiegen - als Schneider verkleidet gewesen!

Er fragte sich, wie es Maire wohl ergangen war. Sicherlich genoss sie bereits die heißen Bäder im Palast des Sultans und … rasch wischte er den Gedanken beiseite. Die Nacht war hereingebrochen und er stahl sich aus dem Bett, wickelte sich in ein Leintuch und schlich sich auf den Balkon vor seinem Zimmer hinaus. Die Wachen schritten vorerst nicht ein - bis ein Offizier fragte: "Ist Euch frisch, mein Herr? Soll ich Euch einen Mantel bringen lassen?"

"Ja klar - ihr wollt mich bluffen und in Sicherheit wiegen!", dachte er, sprach aber: "Wisst Ihr - mir steht der Sinn nach einem Buch, das in meinen Diplomatenpalast auf dem Schreibpult liegt. Denkt, ihr, es ist Euch gestattet, mir dies herbeischaffen zu lassen?"

Der Soldat spielte die Rolle des ahnungslosen Unschuldlammes sehr gut. Er verneigte sich tief und lief rasch davon. Er rief ihm nur noch nach: "Und wenn mich jemand besuchen wollte - denkt Ihr, es wäre möglich, diese Besuche ausnahmsweise an mein Lager zu lassen?"

"So soll es Geschehen, Herr!" rief der Davoneilende.


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Maire NicOsguir O Fingail

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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      13.02.2018 21:30:59 --- 3 Tage, 22 Stunden her  
Maíre schlich sich in die Stadt und an den Sultanspalast heran. Sie nahm an, dass sie Cathbad dort gefangen hielten. Es war nur eine Vermutung, sie kannte Astara ja kaum, aber leider konnte sie auch niemanden direkt danach fragen. Sie traute niemandem mehr.

Die Wachen an der prächtigen Eingangspforte sahen ehrfurchtgebietend aus. Aber das war ohnehin nicht ihr Weg: Die stets dunkel gekleidete Irin hielt sich in den Schatten auf und wartete ab, bis die Luft rein war. Dann pirschte sie sich immer weiter um den großen Königssitz herum, um eine Schwachstelle zu entdecken.
Sie kam in einen Garten, der bei Tageslicht sicher schön anzusehen war. Im Augenblick bot er ihr vorallem Deckung und einen Weg, näher an die Mauern zu kommen. Vielleicht gab es sogar eine kleine Pforte ins Innere...
In der Dunkelheit wurden die Augen förmlich gezwungen auf die beleuchteten Innenräume, beziehungsweise deren Fenster zu schauen. Manche hatten kleine Balkone und ...

Maíre zuckte erschrocken zusammen. Da stand Batrik! In ein dünnes Tuch gewickelt schaute er in die Nacht. Er hatte sie nicht gesehen.
Jetzt ging er wieder hinein.
Ein Seil! Das war der einfachste Weg! Sie würde Batrik zwingen ihr Cathbads Kerker zu zeigen. Vielleicht sogar ihn zu öffnen!

Maíre fand kein Seil. Sie zog ihren Kapuzenmantel aus, und schnitt mit dem Kurzschwert schmale Streifen aus dem dicken Stoff. Diese verknotete sie, bis sie ein langes Stoffband hatte. An ein Ende band sie ihren Gürtel. Das würde ihr Gewicht aushalten. Auch Cathbads? Eher nicht... Erstmal musste SIE hinein kommen.
Batriks Balkon befand sich im ersten Geschoß. Maíre schlich sich, flach an die Palastmauer gedrückt, an. Als sie sicher war nicht entdeckt werden zu können, löste sie sich von der Mauer und warf das Ende mit dem Gürtel so über die Balustrade, dass das Gewicht der Schnalle bei lockerem Seilnachgeben wieder nach unten sank. Beim Aufkommen auf dem Balkon klapperte das Metall leicht auf dem Boden. Maíre wartete gespannt, aber niemand reagierte. Alles oder nichts: Als sie die Schnalle greifen konnte zog sie die schmale Stoffreihe hinurch, was an den Knoten nicht ganz flüßig ging, und zog die Schnalle wieder fest, bis das Gürtelende sich eng um die Balustrade gelegt hatte. Dann hangelte sie sich, die Füße wie an der Schloßmauer laufend, bis zum Balkon hoch.

Oben angekommen vergewisserte Maíre sich kurz, dass Batrik nicht in der Nähe stand. Aber der assassinische Ire war nicht zu entdecken.
Sultan! pfff.. dachte Maíre beiläufig. Sie schwang sich lautlos und elegant auf den Balkon, duckte sich sofort und zog ihr improvisiertes Seil eilig, aber geräuschlos, hoch. Dann schaute sie um die Türecke nach Batrik.
Er hatte sich mit dem Rücken zu ihr auf sein Bett gelegt. Sein nackter Oberkörper offenbarte den Verband an der Schulter, den Batrik Maíres perfekt platziertem Schwerthieb verdankte.
Sie zog erneut ihr Kurzschwert gegen ihn und schlich sich an. Er war allein im Raum. Maíre überkam plötzlich die Intuition, etwas Entscheidendes übersehen zu haben! Aber zu spät: Sie hatte es begonnen, nun gab es kein Zurück mehr!

Auf Stiefelspitzen schlich sie sich an, um plötzlich von hinten die Klinge an Batriks Kehle zu drücken! Mt der anderen Hand hielt sie ihm den Mund zu.
"Leise, Sultan. Wenn du um Hilfe rufst, muss ich dir leider wieder weh tun. Mehr noch, als das letzte Mal..." Sein Körpergeruch war herrlich. Die Bilder von ihrer ersten Umarmung drängten sich in Maíres Sinne und legten sich kurz über alles andere. Die Jagd, die Beizvögel, das Plateau, sie beide...


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Batrik Abn Ayrlanda

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Re:Chroniken des Padraigh of Baile an tSéipéil      13.02.2018 23:05:54 --- 3 Tage, 21 Stunden her  
Plötzlich verschloss eine (gut riechende) Hand seinen Mund und eine Klinge drückte gegen seine Kehle.

"So soll es also zu Ende gehen!", dachte er. Doch dann drangen die Worte an sein Ohr: "Leise, Sultan. Wenn du um Hilfe rufst, muss ich dir leider wieder weh tun. Mehr noch, als das letzte Mal..."

Verwirrt und vorsichtig nickte er und als die Hand seinen Mund freigab, flüsterte er verschwörerisch: "Aber ich bin es doch, Maire - der Sultan hat mich in seinen Palast bringen lassen - ich bin auch kein Diplomat mehr - des Amtes enthoben."

Vorsichtig wandte er sich seiner Besucherin zu, darauf bedacht, die Klinge nicht in den Hals gerammt zu bekommen.

"Geht es Euch gut? Ich war in großer Sorge! Lassen sie Euch Euren Frieden - neben den Pflichten, die einer Sultana zukommen? Ich bedaure, dass ihr den Sultan ehelichen müsst, aber ich habe es geschworen und was man geschworen hat …"

Ernst sah er sie an.

"An einem anderen Ort zu einer anderen Zeit, hätte ich um Eure Hand angehalten und um Eure Gunst gefochten, ja sogar Kriege geführt. Heute muss ich Befehlen und Eiden folgen und wenn es mir dabei mein Herz zerreißt! Versprecht mir, dass ihr eine gute Sultana sein wollt und rettet so Euer Leben. Ich denke, Korz will nur ein Zeichen für das Zusammenwachsen zweier Völker setzen, denn in seinem Harem hat er ohnehin genug Ehefrauen. Vielleicht komme ich so doch noch mit dem Leben davon und kann Euch ein treuer Diener sein - wenn ich schon aus dem diplomatischen Dienst entfernt wurde und mein Palast mir nicht mehr gehört. Ich könnte Euer Falkner sein. Ihr seid gut zu Vögeln und auch ich liebe diese Kunst und habe es darin zu einer gewissen Meisterschaft gebracht. Vor allem - ich würde in Eurer Nähe sein dürfen, wunderschöne Maire."


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