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THEMA: Re:Auf alten Pfaden
 
Braga Blackthorn

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Re:Auf alten Pfaden      10.02.2019 17:39:01 --- 1 Woche her  
Natürlich sagte Joel zu, war er froh, dass es dem jungen Kerl wieder besser ging. Auch die Jungs würden sich irgendwie einbringen. Sogar Albert, auch wenn er das Ganze hinnehmen musste.
Liam dagegen hatte von all diesen Dingen nichts mitbekommen. Er war laufen gegangen, so, wie es seine Kondition zuließ. Es brauchte wieder etwas Zeit, bis er wieder in Form sein würde. Doch er war in diesen Dingen eher der Optimist und würde sich durchbeißen.
Dass er wieder auf den Füßen stand, sahen natürlich auch all die Söldner. Und so würde sich diese Nachricht im Lager ausbreiten. Was bedeutete, dass auch bald sein Vater erfahren würde, dass sein Sohn wieder auf dem besten Weg war. Nach all den Strapazen war die Kluft zwischen den beiden tief. Der Sohn würde dem Vater aus dem Weg gehen. Und der Vater würde nichts hören wollen, war er noch immer ignorant. Es war offensichtlich, dass diese Kluft eines Tages die Söldner zerreißen könnte oder aber überwunden werden musste. Oder aber es würde einen der beiden zum Absturz bringen. Liam war jünger, unerfahrener. Doch er besaß das Temperament und den Willen. Braga wurde alt, ein wenig wahnsinnig in seinen Überlegungen und Taten. Doch er hatte die Söldner weit gebracht.

Der Abend kam und Liam hatte sich nach dem Laufen gewaschen und sich neue Gewänder angezogen. Im Lager war es wie immer. Am Abend wurde in Gemeinschaft gegessen und gefeiert. Frohsinn breitete sich unter den vielen Gemeinschaften aus, als der Wein in großen Mengen floss. So kam es, dass sich irgendwann die Gruppen mischten und es überall feiernde Leute gab.
Liam hingegen hatte sich keiner dieser Gruppen angeschlossen. Er kämpfte sich eher durch die Massen, um zu dem kleinen Umtrunk zu kommen, zu dem Johanna ihn eingeladen hatte. Hier und da bekam er ein Schulterklopfen. Einer der Söldner reichte ihm sogar die Hand. Es war schon verwunderlich. Trotz seiner Niederlage vor einigen Wochen respektieren ihn die Söldner für seinen Trotz. In seinen Augen war es noch immer eine dumme Entscheidung. Doch Johanna hatte ihm immer wieder gesagt, dass er gerade dafür Respekt ernten würde. Scheinbar nahm es langsam seinen Lauf.

Man bot ihm natürlich etwas zu trinken an. Doch er entschuldigte sich, meinte jedoch, er würde das ganz bestimmt nachholen. Es hatte wohl seine Zeit gedauert, bis er sich endlich durchgekämpft hatte und bei dem Treffpunkt ankam. Es roch bereits nach gutem Essen. Albert und Marlec kümmerten sich gerade um das Feuer, während Jacob etwas in einem großen Topf umrührte.
Joel, der Gelehrte saß auf einem Stuhl, den er wohl mitgenommen hatte. Er saß da, in seiner rechten Hand ein Becher, in dem wohl guter Wein eingeschenkt wurde. Und er war der Erste, der Liam erkannt hatte. Er lachte freudig auf, stand auf und breitete seine Arme aus.
Da ist ja der ehemalige schwer verletzte Blackthornspross“, rief Joel freudig und nahm Liam kräftig in die Arme, sodass etwas vom Wein über den Becherrand schwappte.
Auch Marlec und Jacob kamen näher und gaben ihm die Hand. Nur Albert tat nichts dergleichen. Sie nickten sich nur zu. Doch dieses mal hatte er keine lange Fresse gezogen.

Ich danke euch“, sagte Liam, „Ich habe den Abend sehnlichst erwartet“, er trat näher an den Topf und es gab herrlichen Eintopf mit einer Menge Speck, Bohnen und saftigen Zwiebeln. Der Geruch zog ihm in die Nase und er staunte, schloss die Augen und genoss den Geruch. „Das riecht so wunderbar!“, meinte er und die drei Söldner lachten. „Ich bin nicht schuld“, meinte Jacob verschmitzt. Marlec zuckte mit den Schultern und Albert winkte ab.
Ich weiß, sie hat gekocht“, erinnerte er sich daran, dass sie kochen wollte. Jacob lachte noch etwas. „Ich habe ihr ein kleines bisschen...“, mit den Fingern zeigte, wie viel ein bisschen war, „...geholfen. Aber sie wird wirklich besser. Sie kann bald Köchin werden“, Joel lachte am lautesten. „Finger weg von meiner Schülerin, meine Herren!“, ermahnte der Jude gespielt, nachdem er den Becher erneut ansetzte und einen Schluck nahm. Joel schien den Wein nicht so gut zu verkraften.
Wo ist sie überhaupt?“, fragte Liam schließlich und sah sich um. Sie war weit und breit nicht zu sehen.


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Johanna

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Re:Auf alten Pfaden      10.02.2019 18:30:44 --- 1 Woche her  
Johanna hatte sich, nachdem sie einen großen Teil des Nachmittages mit sehr konzentriertem Kochen verbracht hatte, völlig verschwitzt ins Zelt verzogen, um sich zu waschen und sich etwas trockenes anzuziehen. Jacob war zwar eine große Hilfe, aber sie hatte es selbst tun wollen... Kochen für die Horde Männer, die sie erwartete. Nur die Sache mit dem Speck... der Meister war Jude und Johanna war nicht sicher, ob das Fleisch nun koscher war oder nicht. Aber das lernte sie sowieso nicht.

Der Tag war zu heiß gewesen und Johanna hatte den ganzen Tag über die sengende Hitze gespürt, mehrfach hatte sich ihr Kopf gedreht und auch jetzt war ihr nicht so wohl, wie ihr sein sollte. Sie hasste die Toskana! Es war kein Wetter für sie hier im Sommer.

Locker flocht sie ihr Haar aus dem Gesicht und steckte es nach oben, warf sich ein lockeres Gewand über, dass einer der Jungs ihr mal mitgebracht hatte und von dem sie sich sicher war, dass es von einer Leine am Wegesrand gestohlen war und trat erst aus dem Zelt, als sie schon hörte, dass Liam längst da war. Die Jungs waren schwer beschäftigt damit, sich zu begrüßen und ihre Kochkunst hoch zu nehmen, sodass Johanna Gelegenheit hatte, sich barfüßig anzuschleichen und Liam von hinten zu umarmen: "Ich war mich umziehen." Sie neckte ihn schon mit diesen vier Worten, ehe sie ihn losließ und um ihn herum ging. "Komm, setz dich. Wir haben nur auf dich gewartet."

Das leichte Leinenkleid in einem nicht mehr ganz so sauberen weiß kühlte ihre Haut und ließ sie unschuldig, sogar etwas blasser wirken, als sie ihm Wein ausschenkte und einen Becher reichte. "Pass auf, ist vollmundig und süß", lachte sie leise und nahm ihren eigenen Becher wieder auf, den sie stehen lassen hatte, fischte eine Mücke raus und prostete Liam und den Jungs zu. "Ich freue mich, dass heute alle Männer, die mir etwas bedeuten, hier an diesem Feuer sitzen. Möge es noch viele Abende so sein. Mögen die Krieger unter euch stets unverletzt aus ihren Schlachten hervorgehen oder zumindest nur so verletzt, dass wir euch wieder hinbekommen... und möge Meister Joel noch lange mit uns reisen, die Kunst der Medizin anwenden und lehren. Danke, dass es euch gibt und danke, für eure Freundschaft. Auf euch!" Sie hob ihren Becher und nahm erst dann einen ordentlichen Schluck.

Irgendwie war sie unbeschwert, als sie Jacob den Kochlöffel abnahm und ihn angrinste. "Hast du gut aufgepasst, oh größter aller Köche?" Sie lachte und probierte etwas, dann nickte sie. "Gar!", erklang es erleichtert. Was natürlich zur Folge hatte, dass sie ausgelacht wurde, aber selbst mitlachte. "Gebt schon her, eure Schalen. Fütterung der Raubtiere...", brachte sie kichernd hervor.

Schon bald wurde nicht nur gegessen, erzählt und gelacht, sondern auch gebechert, was das Zeug hielt. Johanna schenkte nach und das nicht zu knapp. Das führte schlussendlich nun dazu, dass Johanna ein Trinklied sang. Normalerweise sang sie besser, aber das gelallte Trinklied klang vermutlich extrem lustig, während sie sogar leicht schunkelte.
 
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Braga Blackthorn

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Re:Auf alten Pfaden      11.02.2019 19:51:04 --- 6 Tage, 1 Stunde her  
Der Wein brachte stets den Frohsinn mit sich. Und so kam es, dass diese kleine Gemeinschaft irgendwann dem berauschenden Gefühl verfiel. Es wurde sich eingehakt, zusammen gesungen und geschunkelt. Jacob gab seine Tanzkünste zum Besten, auch wenn das eher ein rumspringen und rumhopsen war. Er nannte es den susdaler Balztanz, worauf die Zuschauer laut lachten mussten. Auch andere Gruppierungen sahen, was dort vor sich ging und irgendwann gesellten sich einfach andere dazu, sangen und tranken mit. Ein Unterschied der Völker gab es nicht mehr, denn plötzlich lachten und sangen Nordmänner und Iren mit Engländern. Und mitten drin war ein Jude, der am lautesten von allen sang. Wenn auch nicht gerade angenehm. Aber das war allen egal, denn es brachte sie zum Lachen.

Der Abend verging schnell und irgendwann legten sich die einen schlafen, die anderen versuchten sich mit sinnlosen Gesprächen wachzuhalten, die in ihrem betrunkenen Zustand aufkamen. Und irgendwo hörte man den Juden sich die Seele aus dem Leib kotzen. Es war ein gelungener Abend und dieses mal war da niemand, der den anderen zusammenschlug.
Irgendwann sehr früh am Morgen wachte Liam auf, dicht am Lagerfeuer, dessen schwach leuchtende Glut noch zaghaft an den verkohlten Holzscheiten nagte, während sanfte Rauchschwaden gen Himmel aufstiegen und sich sofort wieder verloren.
Liam spürte einen heftigen Druck in der Blase und er musste sich unbedingt erleichtern. So richtete er sich etwas unsicher auf und stieg im Halbschlaf über schlafende Menschen, immer mit der Vorsicht, niemanden einen Tritt zu verpassen. Irgendwo am Rand dann öffnete er die Bänder seiner Hose und konnte sich kurz darauf endlich vom Druck befreien. Er legte den Kopf in den Nacken, schloss die Augen und genoss den Moment. Ein leises Grummeln entwich ihm, als er fertig war.
Im Lager schien noch jeder zu schlafen. Nur sehr wenige Leute waren wach, gehörten diese wohl zu den Frühaufstehern. Liam gähnte, als er zurück zum Zelt wanderte, wieder über die schlafenden tänzelte und sich umsah. Er entdeckte Marlec, der im Gras lag, leise schnarchte. Nicht weit von ihm lag Jacob, in seinen Armen eine junge Frau, die hübsch anzusehen war. Doch scheinbar waren die beiden nicht zu dem gekommen, was sie vielleicht vorhatten, hatte die Müdigkeit sie wohl vorher eingeholt.
Liam musste grinsen und dann wieder gähnen. Er hatte ein wenig Rückenschmerzen, denn auf dem harten Boden war es doch eher unbequem. Schließlich streckte er sich und kam zu dem Entschluss, zu seinem Zelt zurückzukehren. Albert hatte er nicht gesehen. Und Johanna auch nicht. Wahrscheinlich hatten sie beiden jemand gefunden, der ihnen in dieser Nacht wärme schenkte. Auch Joel hatte er nicht gesehen. Aber nach dessen rapidem Absturz war dieser sicher in sein eigenes Lager zurückgekehrt, um dort den Rausch auszuschlafen. Grinsend lief er über den weiten Platz, musste er an den vergangenen Abend denken, der so entspannt und belustigend war, dass er diesen sicher nicht vergessen würde.

Doch dann vernahm er eine Stimme. „Du, Söldner“, hörte er die Stimme etwas unterdrückt. Er musste sich umsehen und brauchte, um den Kerl zu finden, der nach ihm rief. Er kannte den Mann nicht. Noch immer etwas Müde, zögerte Liam. Doch die Handbewegung des Mannes bedeutete ihm, zu ihm zu kommen. Liam kam dem schließlich nach, doch blieb er ein wenig auf Abstand.
Was willst du?“, fragte Liam, vielleicht etwas bissig. Der Kerl jedoch grinste. „Wilde Feier, was?“, fragte er verschmitzt und schnalzte mit der Zunge, „Siehst verkatert aus“, meinte er und holte plötzlich einen Milchkrug hervor, „Da kenne ich ein gutes Rezept von meinem Vater“, er griff nach einem Becher und schenkte Liam einfach ein, ohne zu fragen, „Stärkt dich. Macht dich gesund. Ist von einem Pilz, der mit Ziegenmilch gefüttert wird“, das Seltsame grinsen von dem Kerl, der stark nach einem der Griechen aussah, war Liam nicht geheuer. Doch als er die Milch einschenkte, wirkte es wenig gefährlich. Schließlich hielt er ihm den Becher hin und zuckte mit den Brauen. Liam zögerte, worauf der Kerl die Mundwinkel verzog und selbst einen Schluck nahm. Sein dünner Oberlippenbart wurde von der Milch ganz weiß, ehe er es mit der Zunge einfach ableckte.
Kannst es trinken, da ist nichts bei“, der Mann hielt ihm erneut den Becher hin. Und dieses mal nahm Liam den Becher und probierte. Es schmeckte zuerst eigenartig. Doch Liam setzte den Becher erneut an und nahm einen kräftigeren Schluck. Er schmeckte, schmatzte ein wenig und nickte dann.
Gewöhnungsbedürftig. Aber...“, er setzte den Becher erneut an und trank auch den Rest aus. Der Mann grinste. „Ich bin übrigens Pavlos“, gab er sich zu erkennen, nachdem er den Becher wieder an sich genommen hatte. Liam nickte und reichte ihm die Hand. „Liam“, stellte er sich knapp fest. Der junge Grieche grinste. „Schön, deine Bekanntschaft zu machen“.
Ebenso“, erwiderte Liam wieder knapp, „Vielleicht...“, plötzlich wirkte er ein wenig zurückhaltend, „Kannst du ein gutes Wort für mich bei der schönen Engländerin einlegen? Ich bin selbst interessiert an Heilkräuter und all diesen Dingen. Und sie ist eine wunderschöne Frau. Ich beobachte sie schon seit längerem, aber sie scheint mich nicht zu bemerken“, Liam runzelte erst die Stirn, musste dann jedoch schmunzeln. „So, tust du das?“, fragte er. Pavlos nickte.
Ich bin schüchtern, wenn ich mit Frauen reden soll. Du hingegen...du scheinst einen guten Draht zu ihr zu haben?“, es klang mehr nach einer Frage. Eine Frage, auf die Liam nur mit einem Nicken antwortete. Pavlos atmete erleichtert aus.
Ich wäre dir dankbar, mein Freund. Es ist mir wirklich wichtig“.
Ich sehe, was ich tun kann“, sagte Liam nur und klopfte ihm gegen die Schulter. Dann wandte er sich ab und suchte sein Zelt auf, wo er sich noch einmal hinlegen wollte, um die verlorene Kraft zurückzuerlangen.


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Re:Auf alten Pfaden      11.02.2019 21:21:23 --- 5 Tage, 23 Stunden her  
Es war ein wildes Fest geworden und der Boden unter Johanna hatte gebebt. Es war herrlich gewesen, der Wein war in Strömen geflossen, keiner hatte sich geprügelt und Johanna war unbeschwert, einen einzigen Abend lang fühlte sie sich frei wie ein Vogel.

Die Trinklieder wurden anzüglicher und irgendwann war es egal, wohin die Paare gingen. Johanna ihrerseits lachte nur glücklich, wie sie es nicht oft tat, wobei der Alkohol einen Teil des unbeschwerten Glückes schuf.

Jacob hatte sich ein Mädchen aufgerissen, Marlec war im Gras eingeschlafen und Liam am Feuer. Albert legte ihr eine Hand auf die Schulter, als sie gegen einen Stein gelehnt einzuschlafen drohte. "Geh in dein Bett", lallte er.

Widerspruchslos tat sie, was er sagte und schlief auf einer sich drehenden Schlafstatt irgendwann weit nach Mitternacht. Auch Albert schlief im Zelt und deckte Johanna sogar noch zu, die das nicht fertig gebracht hatte. Sie hatte gute Freunde, auch wenn sie am Morgen vermutlich das Bild von einem besoffenen, laut und falsch singenden Gelehrten, der sich im Anschluss die Seele aus dem Leib kotzte, nicht mit dessen sonstiger Natur übereinbringen würde.

Es war später, als zu ihrer üblichen Aufstehzeit, als sie erwachte. Lärm war vor dem Zelt zu hören und Johanna entstieg mit pelziger Zunge, jedenfalls fühlte es sich so an, und einem Brummschädel ihrem Schlafplatz. Die Jungs machten Frühstück, aber Johanna war schon vom Licht geblendet und ging zurück ins Zelt. "Nix da. Du stehst auf und dann isst du was!", hörte sie den viel zu lauten Ruf Jacobs.

"Ja, schon gut... Ich such nur nen Tee gegen diesen Kater!", jammerte sie und griff auch gleich nach ihrem Hut, den sie aufsetzte. Das konnte kein guter Tag werden, als sie das Pfefferminzöl ergriff und das verdünnte, um sich damit die Stirn, den Nacken und die Schläfen einzureiben. Ihr war hundeelend.

Der Tee, der einfach ein Weidenrindentee und die Schale mit verdünntem Pfefferminzöl reichte sie den Jungs weiter, zeigte nur auf die Stellen und deutete massieren einfach an, während sie von Albert gereichtes Brot nahm und es in den Tee tunkte. Es war essen!

Als sie schließlich aufstehen durfte, seufzte sie: "Ich geh mal Meister Joels Kater behandeln..." Ihre Stimme war ein Brummen und sie fügte an Albert gewandt hinzu, während sie sich frische Petersilie in den Mund steckte: "Und ja, ich sehe auch nach Liam." Es machte gelegentlich Spaß den lieben Albert zu necken. Lächelnd warf sie den dreien eine Kusshand zu und verschwand mit ihrer Kräutertasche, auch wenn es ihr noch nicht wirklich besser ging, war es besser, als wenn sie im Lager blieb und so tat, als würde das Leben furchtbar sein. Wer saufen konnte, der konnte auch arbeiten.

Am Zelt des Gelehrten fand sie den schlafend vor, stellte Weidenrindentee und verdünntes Pfefferminzöl so leise sie konnte an sein Bett und hinterließ eine Notiz: "Katerfrühstück. Danke für die lustigen Lieder. J."

Als das vollbracht war, machte Johanna sich auf, zu schauen, ob der junge Blackthorn noch lebte, nichts ahnend von seiner Unterhaltung am Morgen, streckte sie den Kopf in sein Zelt. "Liam? Ich hab was gegen Kopfschmerzen dabei. Willst du?", sagte sie leise, als sie eintrat ohne zu fragen. Sie war so oft hier gewesen, hatte ihn so oft fast nackt gesehen, dass ihr sein Zelt wirklich sehr vertraut war. "Oder geht's?", schob sie nach und sah sich nach dem jungen Mann um.
 
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Re:Auf alten Pfaden      12.02.2019 18:31:47 --- 5 Tage, 2 Stunden her  
Liam hatte noch geschlafen, als er im Unterbewusstsein die Stimme der jungen Heilerin vernahm. Erst brachte er ein leises Grummeln von sich, was scheinbar eine Antwort sein sollte. Doch wieder erklang ihre Stimme, wenn auch kurz. Liam öffnete langsam die Augen. Er erblickte einen kleinen Beistelltisch, auf dem noch eine Holzplatte lag, auf dem wiederum eine halbe Scheibe Brot ruhte.
Ein wenig bewegte er sich im Bett herum, versuchte seine müden Augen aufzubekommen, ehe er es schaffte, zum Zelteingang zu sehen. Dort lunzte Johanna ins Zelt, hatte ihn wohl beobachtet, wie er langsam wach wurde. Er hatte sich seines oberen Gewandes vor dem Schlafengehen entledigt, und als er auf dem Rücken lag, sich ein wenig im Bett aufrichtete, lächelte er knapp. Seine Augen schlossen sich wieder, doch er lächelte weiter.
Komm rein“, brachte er nur hervor, damit sie nicht ewig dort am Zelteingang verweilen würde. Dann streckte er sich, um die müden Glieder zu wecken und musste sich erst an den wachen Zustand gewöhnen. „Wie spät ist es?“, fragte er. Draußen war es bereits sehr hell. Als er am Morgen zu seinem Zelt flüchtete, war die Sonne noch dabei aufzugehen.
Ist es schon Mittag?“, fragte er und versuchte sich zu orientieren, „Götter...“, er rieb sich den Schlaf aus den Augen und musste sich noch einem strecken.
Hast du Pavlos schon getroffen?“, fragte er dann, schoss es ihm plötzlich durch den Kopf, welche Begegnung er an diesem Morgen hatte. „Da hat ein Grieche wohl ein Auge auf dich geworfen“, meinte er keck, wirkte es in seinem verschlafenen Zustand jedoch eher wie Sonderbares brabbeln. „Hat irgendwas von einem Pilz gesagt, den man mit Milch füttert“, er zuckte mit den Schultern, weil ihm diese ganze Sache insgeheim doch etwas egal war. Auch wenn die Milch wirklich schmackhaft war. „Wie spät haben wir es nochmal?“, fragte er sie erneut.


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Re:Auf alten Pfaden      12.02.2019 21:23:08 --- 4 Tage, 23 Stunden her  
Langsam trat sie ein und verschloss den Eingang wieder. "Fast Mittag... Alles ist schon ziemlich geschäftig", sagte sie leise, als sie zu seinem Bett ging und ihm ungefragt einen Weidenrindentee reichte, der längst kalt war.

Sie stellte die Schale jedoch arg schnell neben den Kanten Brot. "Wer ist Pavlos? Was willst du von mir Liam?" Genervt rollte sie die Augen. "Ehrlich... versuchen sie jetzt mich über dich anzugraben, weil wir uns verstehen?" Man sah deutlich, wie wütend sie war. "Wenn er dich nochmal fragt, sag ihm, dass ich mir selbst einen suche, wenn ich Interesse habe. Dummerweise für ihn hab ich keins." Sie lachte leise und hob Liams Hemd vom Boden auf. "Hier... ich wiederhole mich... es ist fast Mittag. Steh auf, ehe dein Vater dich hier liegend erwischt."

Beim Nachdenken zog sie die Nase kraus und ließ sich dann neben Liam auf die Schlafstatt fallen. "Wobei... wenn wir ihn hören... ich seh auch noch nicht frisch aus... erzählen wir ihm einfach das Märchen, dass ich bei dir übernachtet hab. Ich bin todmüde... die Jungs haben mich geweckt." Sie drehte sich zu Liam herum und entschied, sich einfach zu ihm unter die Decke zu schieben. "Einen Moment nur liegen bleiben, dann gehts weiter?", nuschelte sie halb, als sie ihre Tasche neben das Bett gleiten ließ und den Hut obendrauf. "Wieso denkst du, dass jemand, der dich auf mich anspricht, sich traut, mich persönlich anzusprechen?", fragte sie mit geschlossenen Augen.
 
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Re:Auf alten Pfaden      12.02.2019 22:23:12 --- 4 Tage, 22 Stunden her  
Sie wirkte wirklich angefressen von der Sache. Und Liam hatte nicht wirklich darüber nachgedacht. Vielleicht dachte er, dass sie es eher scherzhaft aufnehmen würde. Darüber lachen würde. Vielleicht wollte er auch einfach nur mit ihr stänkern. Aber das sie plötzlich so sauer reagierte, machte ihn dann doch stutzig. Ohne wirklich antworten zu können, kroch sie plötzlich zu ihm ins Bett. Als sie dann neben ihm lag, starrte er sie an und lachte leise. Ihm war die Überraschung wirklich ins Gesicht geschrieben. Doch so wirklich auf ihre Frage konnte er nicht antworten. Zumindest im ersten Moment.
Nun....“, kam es dann doch von ihm, wirkte er noch etwas überrascht, „...er hat wohl einfach nicht das nötige Selbstvertrauen, mit dir zu sprechen, da du innere Stärke ausstrahlst“, sagte er dann, „Wobei es einfach ist, dich anzusprechen, bist du doch ein kleiner Wuschelkopf“, er lachte, als er mit seiner Hand durch ihr wildes Haar wuselte. Das hatte sie auch einmal mit ihm gemacht. Endlich konnte er es zurückgeben.
Es braucht nicht mehr, als ein kleines Veilchen oder eine blutende Lippe und schon sprichst du mit einem. So habe ich das doch geschafft, oder?“, witzelte er und kicherte etwas. Irgendwie genoss er es, dass sie bei ihm im Bett lag. Ohne wirklich darüber nachzudenken, legte er einfach seinen Arm um sie. Wer auch immer in nächster Zeit in das Zelt kommen sollte, würde die beiden dort liegen sehen. Sicherlich würde das wieder neue Geschichten im Lager anheizen. Aber das war ihm egal.
Sollten sie denken, was sie wollten. Sie wussten es besser.
Soll ich ihn dir vorstellen?“, fragte Liam plötzlich ganz ernst, als es etwas still zwischen den beiden geworden war. Er sah sie sogar an, wirkte völlig ernst. Verzog keine Miene. Sie reagierte natürlich entsprechend darauf und boxte ihn leicht in den Bauch. Er zuckte zusammen, brachte den Schmerz „übertrieben“ zum Ausdruck, musste aber dann leise lachen und beugte sich leicht vor.
Du bist ja gemeingefährlich!“, er lachte herzlich, „Hilfe! Eine Schlägerin! In meinem Bett!“, sagte er etwas lauter, was jeder verstehen würde, der an dem Zelt vorbeigehen würde. Er lachte weiter und überfiel sie mit kitzeln.


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Re:Auf alten Pfaden      13.02.2019 18:07:51 --- 4 Tage, 2 Stunden her  
"Hey!", protestierte sie, als er ihr durchs Haar wuschelte. Sie ließ ihn aber gewähren, wissend, dass auch sie ihm oft genug durchs Haar wuscheln würde.

Als er die Arme um sie legte, traute sie sich, sich nur einen Moment an ihn zu kuscheln. "Red keinen Blödsinn. Klar rede ich mit einem, aber... nur so lange die Behandlung dauert. Mehr als grüßen mach ich danach nicht, außer der Patient ist so nett wie du." Leise lachte sie, weil er sicher genauso gut wusste, wie sie, dass die Waschweiber im Lager tratschten was das Zeug hielt und weil er genauso gut wie sie wusste, dass sie nie mit jemandem näheren Kontakt pflegen würde, der ihr nicht im Grunde sympathisch war.

Nun übertrieb er es aber mit seiner Neckerei. "Danke, aber nein danke!", zischte sie, als er fragte, ob er sie bekannt machen sollte und boxte ihn leicht in den nun sicher verheilten Bauch. Es konnte nicht besonders viel gewesen sein, aber Liam brachte den Schmerz reichlich übertrieben dar. "Ach, red nicht... Ich schlag wie ein Mädchen", stichelte sie. Vielleicht lachte er deswegen? Sie wusste es nicht.

Ehe sie jedoch auf das nächste mit einer Bitte darum leiser zu sein, beantworten konnte, hatte er sie gepackt und kitzelte sie. Sein Lachen drang unbeschwert zu ihr durch, als Johanna aufschrie und dann aber laut und schallend auflachte. "Hör auf!", japste sie lachend. Natürlich tat er das nicht und je mehr sie versuchte sich zu wehren, umso weniger konnte sie es. Strampeln mit den Beinen half so wenig, wie zu versuchen Liam mit den Händen abzuwehren. "Liam!", entfuhr es ihr in einem Laut, den mal halb quietschen, halb lachen oder auch irgendwie anders interpretieren konnte, wenn man denn wollte. Vermutlich hörten genug Mädchen von draußen zu, die einen Blick auf den jungen Lord erwischen wollten oder irgendeiner der Kerle dachte, dass Liam gerade einen richtigen Fang gelandet hatte. Egal was es war, Johanna bedachte nichts davon, wie sie so lachend unter ihm lag und tatsächlich irgendwann um Gnade winselte.
 
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Re:Auf alten Pfaden      13.02.2019 20:17:35 --- 4 Tage her  
Schließlich hörte er auf, als sie immer weniger Luft bekam und um Gnade winselte. Er lachte herzlich mit und ließ ab von ihr. „Du hast es ja so gewollt!“, meinte er frech und zwinkerte ihr zu. Dann setzte er sich auf die Bettkante und zog sich endlich das Obergewand an, welches sie ihm zuvor schon zugeworfen hatte. Dann ging er durch das Zelt, hinüber zu einer Truhe, welcher er zugleich öffnete. Dort holte er einen Ledergürtel heraus, schlicht und einfach und hing sich diesen um die Hüften. „Was hältst du davon...“, fing er plötzlich an zu reden, während er das eine Ende des Gürtels durch seine Hand schlüpfen ließ, um das Ende zu erreichen, „...wenn du mit mir übst?“, fragte er sie einfach und erntete einen verwirrten Blick. „Wer beschützt dich, wenn deine Freunde nicht bei dir sind?“, oder Ich schoss es ihm durch den Kopf, was er jedoch ungesagt ließ. Er schloss die Truhe, nachdem er seinen Gürtel festgezogen und elegant verknotet hatte, „Ich würde es dir zeigen“, meinte er dann lächelnd, ehe er wieder durch das Zelt ging zu einem kleinen Altar, wo ein Saxmesser ruhte.
Wie wäre das?“, fragte er sie erneut, blickte über seine Schulter, sah, wie sie da noch im Bett lag und grinste keck, „Es sei denn, du scheust dich davor, dass dich jemand mit mir sieht“, verschmitzt lächelnd wandte er seinen Blick wieder von ihr ab, griff nach dem Messer und steckte es in die hintere Lederscheide. Dann ging er auf das Bett zu, stand am Fußende und betrachtete sie, wie sie dort noch immer lag. Einen kurzen Moment verlor er sich in ihren braunen Augen, fand sich aber wieder, als sie sich bewegte. „Ich würde es auch niemanden erzählen. Wir machen es ganz geheim. Und irgendwann, wenn du es brauchen solltest...“, er zuckte mit den Schultern, „Dann wirfst du sie alle in den Staub. Männer können verdammt aufdringlich sein...vor allem jene, die mehr wollen, als nur ein nettes Gespräch oder eine Behandlung“, er ging erneut zur Truhe, um diese zu öffnen. Er holte dort eine kleine Axt hervor mit einem kleinen Axtkopf. Sie war leicht, handlich und diente ebenso gut als Werkzeug. Es war seine erste Waffe. Die Waffe, die er als neunjähriger von seinem Vater bekommen hatte, als dieser von einem Raubzug zurückkehrte. Äxte waren ihm mit das Liebste. Doch brachte man ihm am Hofe von Lissabon auch den Umgang mit dem Speer bei. Wie man sich mit diesem geschickt bewegte, einen tödlichen Tanz aufführte. Wie man den Gegner ausweicht, verwirrt und auf brutalste zustach. Doch er war noch jung und hatte eine Menge im Umgang mit dieser Waffe zu lernen.
Er sah zu Johanna auf, ging auf sie zu und reichte ihr die Axt, ohne ein Wort zu sagen.


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Johanna

England
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graphgraph
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Den Moderatoren den

Re:Auf alten Pfaden      13.02.2019 22:25:49 --- 3 Tage, 22 Stunden her  
Sie blieb einfach liegen, rang nach Atem und versuchte zu verstehen, was er meinte. "Ich..." Sie wollte sagen, dass sie mit dem Messer doch lange übte, aber sie war nicht gut und keiner nahm sich die Zeit ihr zu erklären, wie sie tötete und sie wollte es auch nicht wissen. Eigentlich wusste sie auch, welche Stellen man anvisieren musste, immerhin sah sie welche Wunden tödlich waren.

Es dauerte, bis Liam am Fußende seines Bettes stand, von wo aus sie ihn mit großen Augen anstarrte, ehe sie etwas sagte. "Ist... keine dumme Idee...", räumte sie zögerlich ein, während sie sich aufsetzte und ihr Haar so weit es ging in Ordnung brachte. "Liam... es geht nicht darum, mit dir gesehen zu werden... Ich bin nur nicht gut in sowas und... ich trage keine Hosen beim Kämpfen!" Darüber informierte sie ihn mit einer gewissen Strenge, grinste dann aber und nahm die Axt, wiegte sie in den Händen und seufzte leise. "Dein Vater gab mir ein Messer, das zum Verbände schneiden Dienst tut. Wer sagt dir, dass ich hiermit nicht Holz hacke?", neckte sie ihn sacht, aber sie stellte die gefährliche Axt neben dem Bett ab, ehe sie ihn sacht umarmte und leise in sein Ohr flüsterte: "Ich bin froh, in dir einen Freund zu haben, Liam. Danke, dass du dir das antun willst."

Danach hatte sie wirklich so gut wie jeden Tag mit Liam geübt. Immer wieder hatte sie im Dreck gelegen, Schürfwunden oder blaue Flecken gehabt. Sie hatte Albert, Marlec und Jacob nichts gesagt. Nur dass sie nicht gut sitzen konnte, an manchen Abenden, das sah man ihr an. Trotzdem machte sie weiter und wurde schon ein bisschen besser, gut war sie aber lange noch nicht. Liam war ein guter Kerl, trotzdem glaubte sie manchmal zu merken, dass er viel zu nachdenkliche Momente hatte.

Die Wanderung ging bald weiter und unter der heißen Sonne Italiens schleppten sich die Söldner Richtung Florenz. Johanna hasste das Laufen und oft genug war sie froh über die Rast. Die Tunika klebte an ihrem Körper, die Röcke und auch die Hosen taten es ebenso und ihre Füße überhitzten in den Schuhen. Trotzdem machte sie nicht den Fehler barfuß laufen zu wollen. Ihr Körper hasste die Hitze und jeder Bachlauf, jeder Brunnen war ihr Willkommen. Ihre Sommersprossen vertieften sich trotz Hut, sie bekam Sonnenbrand im Nacken und schließlich zeigte ihr der Meister eine Pflanze deren Gel man auf die Haut geben konnte und das den Sonnenbrand bekämpfte. Er nannte die Pflanze Wüstenlilie und Johanna sammelte einiges davon, wenn die irgendwo wuchs, wo sie waren und sammelte das Gel.

Oft saß sie abends völlig erschöpft da. Man sah, dass diese Hitze nichts für sie war, aber es war nicht mehr weit bis Florenz und es half nichts: Sie würde lernen müssen mit dem Klima klar zu kommen. Früher oder später, würde sie sich daran gewöhnen.

Es war fast dunkel, als sie sich an diesem Abend aufrichtete, ihr Messer noch am Gürtel und Jacob leise ins Ohr sagte: "Ich geh rüber zu Liam." Sie sah ihn selten, während der Wanderschaft. Er genoss einen gewissen Sonderstatus. Er ritt, wie die anderen hohen Herren und es war für Johanna nie schlimm gewesen, dass manches Gesicht, das sie gern grüßte, ritt, aber jetzt wollte sie plaudern, sich einen Moment fallen lassen und kurz jammern zu können, dass ihre Füße kochten.

Leise summte sie, als sie durchs Lager ging und sich ihren Weg suchte, von Lagerfeuer zu Lagerfeuer, bis sie die Feier der Hauptleute schon von weitem hörte. Jeden Abend Sauferei, jeden Abend nur vergessen, das man nur den Krieg hatte. Sie hatte es gelernt... nur für den Krieg zu leben, war falsch. Man musste für anderes leben. Sonst wurde man, wie der Blackthorn. Wo steckte Liam? Suchend glitt ihr Blick über kleinere Lagerfeuer, aber sie wusste nicht, wo anfangen zu suchen...
 
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