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THEMA: Mittendrin statt nur dabei
 
Leandra Lilith von Tronje

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Re:Löwen unter Löwen      10.02.2019 11:52:53 --- 1 Woche her  
Drei rothaarige Tronje-Mädchen lehnten gespannt auf der Brüstung der Ehrentribüne und beobachteten das Duell zwischen ihrer Tante Josefin und der irischen Monarchin.

"Wusstet ihr, dass wir irische Vorfahren haben?" begann Liasanya, die zweitjüngste.
"Jaaaa, und schottische!" bestätigte Lene, die jüngste. "Mama erzählt dauernd davon."
"Und wie gütig unser irischer Vorfahr war." ergänzte Liadan, die älteste der Runde.

"ohhh schaut, Tante Josy hat verloren!" Lene gestikulierte wild hin zum Schlachtfeld, wo Josefin tatsächlich im Sand lag und sich nicht rührte. "Tante Josy ist tot, wir müssen ihr helfen!" panisch wollte Lene über die Brüstung zu klettern, doch Liasanja hielt sie fest.

"Sie ist nicht tot" erklärte sie ihrer jüngeren Schwester, "warte, sie steht gleich wieder auf."
"Und die Irin hat gewonnen, oder?"
"Ja, genau."
"Warum schaut die dann so biestig?"
"Vielleicht kann sie nicht anders?"
"Oder sie hat Bauchweh?"
"Vielleicht hat sie einen Bart?"
"Wie kommst Du darauf?"
"Magdalena schaut auch immer so und die hat einen Bart."
"Quatsch. Liadan? Was meinst du?"

Liadans Blick war in einer anderen Richtung festgefroren und ihr Gesicht hatte einen seligen Ausdruck.
"Liadan?" fragte Liasanya und beide Schwestern folgten ihrem Blick.
"Ist er nicht sooooooooooooooo süß?" schmachtete Liadan.
"Wer? Liam? Oder wie er heißt?"
"Jaaaaa, genau der...."

Die Schwestern betrachteten nun den Sohn Bragas und seufzten gemeinschaftlich.
Liasanya war die erste, die wieder zu den beiden Duellantinnen blickte.
"Die Irin ist eine schlechte Gewinnerin." stellte sie fest, "sie reicht Josy nicht mal die Hand."
"Vielleicht hat sie ganz viele Haare an den Händen und es ist ihr peinlich?" mutmaßte Lene.
"Möglich" nickte Liasanya wieder und zog ihre Schwestern von der Brüstung. "Kommt, wir gehen zu Josy. Bevor die Irin sie tatsächlich umbringt. Mit ihren Blicken."

Die Schwestern begannen zu rennen und stolperten beinahe über sich selbst auf ihrem Weg zum Duellplatz, der sich bereits mit Gratulanten für die Siegerin zu füllen begann.
 
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Josefin Fletcher

England
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Re:Löwen unter Löwen      10.02.2019 12:32:11 --- 1 Woche her  
Auch Rose, Will und Yew liefen zu Josefin hinüber und trafen sich mit den Tronjemädchen, als die blonde Russin sich gerade aus dem Sand erhob.
Autsch.
Kommentierte diese ihre Niederlage und schwankte kurz, bevor sie an der Schulter ihres Mannes Halt fand. Anschließend wand sie sich um, um Diara zu gratulieren, doch war diese zwischen all den Menschen nirgends mehr zu sehen.
Es ist schade, dass du nicht gewonnen hast, Mama.
Rose schien den Tränen nah und Josefin strich ihrer Tochter liebevoll über das feingeschnittene Gesicht.
Das ist doch nicht schlimm, mein Schatz. Es gibt wichtigeres im Leben.
Sie blickte in die Runde ihrer Lieben und schenkte allen ein etwas schiefes Lächeln.
Ich habe ja euch Alle. Da ist doch so ein blöder Turniersieg egal.
Will schien wütend und schnaufte,
Der Krieger war gemein zu dir. Wenn ich groß bin, dann haue ich ihn für dich Mama!
Josefin lächelte gerührt und knuddelte ihren Sohn, bevor sie richtigstellte,
Es ist eine SIE.
Rose verzog nun ebenfalls skeptisch das Gesicht und blickte zu Yew empor, bevor sie wieder zu ihrer Mutter sah.
Und warum hat die irische Kämpferin genauso viele Haare an den Armen und Beinen wie Papa?
Ich dachte Mädchen haben so was nicht.

Die Kleine schaute daraufhin in die Runde, bis ihr Blick an Lene hängen blieb, deren Stirn ebenso gefurcht war, wie ihre eigene. Anscheinend fragten sich die Beiden das gleiche.
Es sind eben nicht alle Menschen gleich, meine Süßen.
Erklärte Josefin und wischte sich mit einem Stück Stoff das Blut von der Stirn.
Manche sind schlauer als andere. Andere dümmer. Manche selbstbewusst. Andere müssen sich profilieren um das Gefühl zu haben, etwas wert zu sein. Manche sind dicker. Andere dünner. Manche haben zu viele Haare, andere hätten gerne mehr. Manche sind schön von außen aber hässlich von innen. Bei anderen ist es umgekehrt.
Die Erklärung schien Rose nicht wirklich zufrieden zu stellen.
Ich glaube, die Frau ist von außen hässlich und von innen auch.
Stellte sie fest und Will nickte bestätigend.
Josefin war gerührt über die Anteilnahme ihrer Lieben.
Vielleicht hast du Recht, mein Schatz. Und nun kommt ihr Süßen. Lasst uns etwas trinken und essen gehen. Ich habe Lust auf ein starkes Ale. Ich lade euch ein.
Während Rose sich gleich an ihren Vater heftete, ergriff Will die Hand seiner Mutter. Die zweite Hand streckte Josefin der kleinen Lene hin, bevor sie allesamt vom Platz schritten.


Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen. (Voltaire)
 
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Everleigh White

England
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Mittendrin statt nur dabei      10.02.2019 14:04:16 --- 1 Woche her  
Es war soweit. Das letzte Turnier der Vorrunde war absolviert.
Ganz hippelig war ich vor Aufregung.
Warum?

Weil mein großer Tag gekommen war. Also fast zumindest. Seitdem ich das Volontariat im Resort der inneren Berichterstattung im Ministry of the Interior... puhhh, mir das einzutrichtern hatte mich Tage gekostet... angetreten hatte, fieberte ich diesem besonderen Tag entgegen. Dem Turnier der Champions in London.

Ich war jung und gutaussehend. Und nicht selten hatte mich das bereits einen Schritt weiter gebracht, als meine "Kollegen". Vor allem aber war ich eines: Ambitioniert. Im gesamten Königreich und vielleicht auch darüber hinaus würde ich mir einen Namen als Reporterin machen. Journalismus lag mir im Blut. Ich musste immer dabei sein. Mittendrin. Und so würde ich das auch beim Turnier halten.

Absperrungen des Kampfringes?
Pffff!
Ich war viel aber ganz sicher nicht eines dieser braven Schäfchen, die sich von solchen "Hürden" würden in Zaum halten lassen. Ich war ein Wildfang. Ich würde ganz nah dran sein. Denn nur wer einen Einsatz in den Ring wirft, kann auch auf einen Gewinn hoffen.
Logisch, oder?
Für mich war es das jedenfalls - das stand außer Frage.

Dieser Fletcher würde sich jedenfalls noch wundern wie viel Feuer in mir steckt.
...Also für den Journalismus natürlich...
...Wobei?...
Ich überlegte kurz...
Ach, wer weiß schon was morgen ist?
Man musste sich alle Optionen offen halten...

Was JETZT war wusste ich dagegen genau. Es gab die Aushänge der Turniersieger zu an den Anschlagtafeln zu befestigen... welch... herausfordernde Aufgabe... Aber welche Opfer brachte man nicht, um seinem Ziel, seiner Berufung, einen Schritt näher zu kommen? Und so zog ich meine Runde und platzierte die Aushänge zur Information des Volkes.

 
Letzte Änderung: 2019/02/10 14:06 von Everleigh White.
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Diara Ilva MacKarma

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Re:Löwen unter Löwen      12.02.2019 21:16:29 --- 4 Tage, 23 Stunden her  
Diara hatte einige wohlwollende Hände geschüttelt und war einigen grimmig dreinblickenden Engländern ausgewichen, als sie das Schiff aufsuchte, dass sie auf See bringen sollte. Jedermann machte sich für das Turnier bereit - die Händler, Zuschauer, Künstler und auch die Kämpfer, zu denen auch sie gehörte.

Das Turnier schien ziemlich final, aber es blieb nur ein Turnier. Diara zuckte leicht mit den Schultern. Es bedeutete ihr nichts. Jeder, der ihr wirklich etwas bedeutete, war schon auf dem Festland. Ein ziemlich guter Grund, das Weite zu suchen, fand sie. Fáilte, London!
 
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Leland of Gaunt

England
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Re:Löwen unter Löwen      16.02.2019 16:17:53 --- 1 Tag, 4 Stunden her  
Lord Gaunt klopfte sich den Staub vom Waffenrock und blickte sich skeptisch um. Er hatte tatsächlich verloren!

"Siehst du, alter Knabe?", sein Kopf war nun gen Himmel gewandt, "Welch feines Volk Schottland, Norwegen und England aufgeboten haben? Es ist wahrlich keine Schande, am heutigen Tage unterlegen zu sein." Dabei rieb sich Leland die immer noch leicht schmerzende Schulter.

Er ging zu einem jeden Turnierteilnehmer, denn Sieger waren sie doch alle, egal aus welchem Volk sie stammten - und reichte ihnen die Hand, verbunden mit einer leichten Verbeugung.

Schon lang hatte sich der Lord nicht mehr so amüsiert gehabt. Vielleicht damals, als er sich mit diesem drolligen Reiterführer aus dem Osten hemmungslos betrunken hatte und am nächsten Morgen das Oströmische Reich in heller Aufregung war. Also Hell im wahrsten Sinne des Wortes, denn es brannte. Wie hatte sein alter Saufkumpan noch gleich geheißen? Aladin? Ariman? Irgendetwas mit A war es auf jeden Fall gewesen. Egal.

Langsam schritt Leland weiter und reichte als Letztes Yew die Hand. "Lord Fletcher, ich gratuliere euch zum verdienten und ehrenvollen Sieg.", mit einem Augenzwinkern fügte er noch hinzu: "Und scheinbar brauchtet ihr dafür nicht einmal unschuldige Tiere vom Viehmarkt zu misshandeln." Leland blickte sich verwundert um. "Wo wir beim Thema sind. Hatten sich nicht eigentlich auch Iren für das Abschlussturnier qualifiziert gehabt?"


Sein Antlitz ist schön, seine Worte fantastisch.
Doch dieser Teufel ist verdorben und garstig,
Die Wünsche wird er dir gerne erfüllen.
Gold und Silber ist dir ganz zu Willen.

Doch wenn er kommt, dann musst du die Schuld zahlen,
dann ist es Schluss mit Lächeln und Prahlen.
Liegst jetzt in Ketten, dein Reichtum in Scherben,
in Ewigkeit leiden bist die Sterne sterben.?
 
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Josefin Fletcher

England
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Re:Löwen unter Löwen      17.02.2019 15:13:40 --- 5 Stunden, 46 Minuten her  
Josefin lief mit den Kindern zusammen auf den Turnierplatz und fiel Yew voller Freude in die Arme.
Der beste Kämpfer Englands und dann ist er auch noch mein Mann!
Lachte sie und küsste ihren Gatten überschwänglich. Die Kinder klebten bereits jeweils an Yews Beinen und sahen zu ihrem Vater empor.
Papa ist der Beste!
Rief Rose entzückt und Will ergänzte nicht minder stolz,
Er macht sie alle tot!
Josefin senkte derweil die Stimme,
Aber wo ist Irlands Banrion?
Die war bestimmt zu feige.
Strahlte Will und wurde von Rose unterbrochen.
Genau. Die wusste bestimmt, dass sie keine Chance hat und hat das Turnier geschwänzt.
Was heißt geschwänzt?
Fragte Will mit gerunzelter Stirn,
Hat sie etwa einen Schwanz? So wie eine Kuh oder ein Hund?
Rose kicherte,
Vielleicht. Ich habe von ein paar Männern gehört, dass sie Eier unter ihrem Rock verstecken soll. Wie ein Huhn.
Eier?
Fragte Will und zog ein angewidertes Gesicht.
Aber die gehen doch kaputt.
Ja. Vielleicht guckt sie deswegen immer so grantig.
Josefin warf derweil ihrem Mann einen amüsierten Blick zu, bevor sie sich erneut an ihn schmiegte. Manches was die Kinder so besprachen sollte lieber unkommentiert bleiben. Die kindliche Unbeschwertheit sollte ruhig noch ein paar Jahre erhalten bleiben, bis man sie über das ein oder andere aufklären würde. Wo Rose jedoch solche Gerüchte über das unfreundliche irische Weib aufgeschnappt hatte, würde Josefin noch rausfinden müssen. Nichtsdestotrotz musste die Countess darüber herzlich schmunzeln.
Anschließend wand sie sich an Leland und gratulierte auch diesem. Schließlich hatte der hochgewachsene Lord in dieser Turnierserie die meisten Siege zu verzeichnen. Und nun wo sie vor ihm stand und zu ihm hinaufblickte, wurde Josefin erst bewusst, welch Koloss von einem Mann er eigentlich war.
Auch euch gratuliere ich, Lord Gaunt. Ihr habt euch unglaublich gut geschlagen und England große Ehre bereitet.
Sie lächelte verschämt und wand den Blick schnell wieder ab. Der Riese war ihr nach wie vor unheimlich und aus irgendeinem Grund wagte sie nicht, nach ihrer Cousine Alba zu fragen.
Plötzlich hörte die Countess die Stimme ihres Sohnes und wie dieser ungeniert fragte,
Könnt ihr eigentlich zaubern, Lord Gaunt?
Mit großen faszinierten Augen blickte er zu dem riesigen Mann empor, bevor Josefin den Kleinen zu sich heranzog, als müsse sie ihn schützen.
Will, der Lord ist ein großer Kämpfer.
Ja aber vielleicht kann er der irischen Frau, die dich geschlagen hat Mama, ein paar Popel auf die Stirn zaubern.
Nun musste Josefin lachen, wuschelte dem Kleinen durch das hellbraune Haar und sah dann amüsiert zu Lord Gaunt hinauf
Tja. Vielleicht kann er das.


Mein Herr, ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, daß Sie sie äußern dürfen. (Voltaire)
 
Letzte Änderung: 2019/02/17 15:15 von Josefin Fletcher.
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