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THEMA: Re:Die drei Löwen
 
Liam Blackthorn

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Re:Die drei Löwen      26.01.2020 12:15:04 --- 2 Monate, 1 Woche her  
Er hatte dieses grinsen auf den Lippen, als er die Zeilen las. Heute Morgen war der Bote angekommen, hatte ihn den Brief übergeben und fasziniert war er, als ihm bewusst wurde, dass seine eigenen Zukunftspläne sich mit denen des Hawkwood Erben decken würden.
Von einem Mord hatte er nichts vernommen aber solche Dinge wurden auch oft in den Familien voller stillschweigen bewahrt. All das Kämpfen auf der irischen Insel war eh nur noch ein einziges Chaos, an dem er seine eigenen Männer nicht mehr beteiligen wollte. Schlechtes Silber und keine Herausforderung. Im Grunde ging es ihm auch nicht viel an, was vorgefallen war und wer genau den alten Hawkwood ermordet hatte, den er vor vielen Monaten in London kennengelernt hatte. Doch der Treffpunkt, den dieser John William Hawkwood nannte, machte die Sache um einiges interessanter.

Bote!“, rief Liam und der Kerl trat vor, befand er sich eben noch im Schatten, als wolle er verhindern, das man ihn seht. „Bringe deinem Herren nur folgende Worte: „Wir werden dort auf ihn warten“.
Damit entließ er den Boten und rief seine Hauptmänner zusammen. Die Söldner würden sobald aufbrechen und die Segel ihrer Flotte erfüllten bald schon den Kanal. Die Rache des Blackthorn würde eilig kommen.


 
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Sir John William Hawkwood

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Re:Die drei Löwen      05.02.2020 17:46:13 --- 1 Monat, 3 Wochen her  
Der Ritt war schnell und hartund sie erreichten die brütende Hitze Iberiens noch vor dem Treffpunkt. Das ermöglichte es John in Leon zu verweilen. Es gab hier eine größere Komtur der Templer in der auch stehts einige Veteranen der White Kompanie noch Dienst versahen. Immerhin hatte in dieser Stadt der Name Hawkwood und die Whte Kompanie deutliche Spuren hinterlassen, dank einer von Johns Vorfahren.

In der Bekanntesten, der guten Taverne "a pena vermelha" die rote Feder bezog sich auf die blutrote Feder der White Kompanie und dort verbrachte er viele Abende. Selten wurden er so herzlich empfangen. Jedes Mal genossen sie herrliche Speißen, es wurden Tänzerinnen angeworben und nicht oft wurde es spät.

Die herrliche Ablenkung war aber von kurzer Dauer und so standen John uns seine Männer eine Woche später am Pier von Leon und überwachten die Verladung der Pferde. Es waren treue Biester doch zu lange hatten sie keine Schiffe gesehen und es war mühsam sie zu verladen. Die meisten Tiere der Kompanie wurden regelmäßig verladen und selbst in Friedenszeiten dennsowohl in Zypern als auch in England wurden viele Kämpfe auf einer anderen Insel oder am Festland ausgetragen, und diese mussten stehts mit dem Schiff erreicht werden.

Die Schiffe die sie holten, waren etwas vorgesegelt, sie waren auch nicht beladen und als sie das offene Meer erreichten kreuzten dort bereits im starken Golfwind etliche dutzend Schiffe. John war zufrieden, dass seine Streitkraft durch die Söldner mehr als verdoppelt wurde. Damit kann man Arbeiten.

Kaum hatten sie die Schiffe erreich, gab John den Befehl gen Süden zu Segeln. Los nach Cordoba, dem Bastard hinterher!


 
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Johanna

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Re:Die drei Löwen      07.02.2020 22:00:27 --- 1 Monat, 3 Wochen her  
Sie stand an Deck, schaute auf das endlose Blau des Meeres. Über den Segeln lachten Möwen. Das verriet ihr, dass sie in der Nähe des Festlandes sein mussten. Müde lehnte sie sich an ein Fass und starrte in die Ferne. Ob es den Kindern gut ging? Sie alle vier waren zurückgeblieben und Johanna sorgte sich stets, wie sie sich auch um die Mannschaft sorgte.

Die Brise wurde stärker, blähte die Segel etwas mehr und löste einige ihrer Haarsträhnen aus ihrem hochgesteckten Haar. Sie war für die meisten Liams Frau und sie dachte, sie sei nicht mehr. Nein, es gab eine Kluft zwischen ihr und ehemaligen Kameradinnen. Einige alte Rivalinnen hatten sich mittlerweile weiterentwickelt und sprachen sie höflich mit "my Lady" an, aber sie fühlte sich nicht so, wenn sie unter den Söldnern arbeitete. Denn im Lazarett trug auch sie nur die Kleider eines Medicus und die war farblos, praktisch, nicht teuer und beinhaltete bei ihr gar ein Kopftuch.

"Hast du was gegen die Seekrankheit?", fragte neben ihr jemand und als sie den Kopf hob, stand Jacob neben ihr.

Johanna lächelte. "Klar." Sie drückte ihm ein Fläschchen in die Hand. "Nur ein Löffel davon. Dann trockenes Brot essen", neckte sie ihn, wissend dass es nicht für ihn war.

Ihr Blick glitt wieder in die Ferne und sie seufzte. Bald würden sie Sir Hawkwood treffen und dann würden sie seine Söldner mit Liams vereinen. Die White Company hatte sie bereits einmal getroffen, zumindest den ehemaligen General. Sir William. Wenn Sir John nur ein bisschen was von seinem Vater hatte, wo er nun erwachsen war, würde sie ihn mögen. Ob Liam und er auskommen würden?
 
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Liam Blackthorn

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Re:Die drei Löwen      04.03.2020 23:18:06 --- 4 Wochen her  
Ein entsetzlicher Schrei erfüllte seine Ohren, steckte seine Axt tief zwischen den Rippen des Mannes, der es gewagt hatte, ihn als Gegner zu nehmen. Mit einem kräftigen Ruck zog er die Axt wieder aus dem Leib, spürte den Widerstand, der sich ihm bot. Doch er befreite seine Waffe aus dem Fleisch und eilig quoll das Blut hervor, ehe der Christ zu Boden sank und regungslos auf dem matschigen Boden liegen blieb.
Liam blickte auf, blickte über das Schlachtfeld. Überall kämpften tapfere Männer und Frauen Englands, um den einfallenden Feind daran zu hindern, in ihrer Heimat zu wüten. Kastilische Truppen unterstützen an diesem Tag die Linien der Engländer und auch Kämpfer aus dem Königreich Leon waren unter ihnen.

Ein mächtiger Hieb von der Seite holte ihn ins Hier und jetzt zurück und nur mit mühe konnte er sein Schild heben. Seine Arme waren schwer und doch zwang er seinen erschöpften Leib. Krachend ging die Axt erneut nieder auf sein Schild und Liam verlor beinahe den halt auf dem matschigen Boden. Ein verzweifelter Hieb, der jedoch ins Leere ging, brachte die Kette der Angriff seines Gegners zum stocken. Doch ein weiterer Vorstoß kam trotz allem, was jedoch halbherziger war, als die Angriffe zuvor. Die Axt prallte am Schild ab, schlug eine tiefe Kerbe ins Holz. Liam wagte nun selbst einen Ausfall, brachte die Axt nach vorne, die bereits sein Vater führte.
Die Axt der Blackthorn war beinahe ein Statussymbol unter den Söldnern und sie hatte nicht an Wucht verloren.
Ein lautes Klappern war zu vernehmen, als Liam mit der breiten Axt den Helm des Mannes traf. Dieser wich heftig zurück und rutschte nun selbst auf dem Boden aus, hatte es in den letzten Tagen geschneit. Aber es war zu wenig Schnee gefallen, sodass sich das Schlachtfeld in eine schlammige Hölle verwandelt hatte.

Als er dort auf dem Boden lag, seine Orientierung nur langsam zurückbekam und mit den Fingerspitzen nach seiner Axt greifen wollte, beobachtete Liam ihn nur einen kurzen Augenblick. Doch dann holte er eilig aus und ein schneller Hieb trennte die Hand vom Arm. Ein lauter, verzweifelter Schrei folgte und Liam beendete die Qualen des Mannes, holte ein weiteres mal aus und wuchtete ihn die Axt direkt ins Gesicht. Eine tiefe, blutige Kerbe blieb und das Geschrei war sofort verebbt.
Erneut blickte Liam auf, atmete er schwer, mit offenem Mund aus und wischte sich mit dem Ärmel über das Gesicht, welches vom Blut der getöteten Christen besudelt war.
Sein Blick festigte sich auf einen Punkt, erkannte er Lambert, der tapfer und entschlossen kämpfte. Der alte Gefolgsmann seines Vaters war in die Jahre gekommen und trotz allem eine Bestie.
Es war kein Geheimnis, dass es eine gewisse Rivalität zwischen ihm und Lambert gab. Doch trotz allem hatte der alte Haudegen den Platz behalten, den er schon bei seinem Vater innehatte.

Liam beobachtete ihn genau und er zuckte zusammen, als er mit ansah, wie man Lambert zu Boden rang. Liams Augen wurden größer, die Miene verzog sich zu entsetzen und in dem Moment, als die Lanze sich ungehindert durch den Bauch von Lambert bohrte, zuckte Liam abermals heftig zusammen. „Nein...“, kam es leise von ihm, „Nein...Lambert!“, brüllte er nun und eilte über das Schlachtfeld. Beim Herbeieilen stieß er einen anderen Söldner beiseite. Zwei Männer stellten sich ihm – jene, die zuvor gegen Lambert kämpften.
Ein schneller Stoß mit dem Speer hätte Liams Tod bedeuten können, doch er brachte sein Schild früh genug nach oben, sodass die Speerspitze am Schildbuckel wegglitt.
Mit jeder Kraft, die noch in seinen Muskeln steckte, wuchtete er sich gegen den Speerkämpfer, schob ihn einen guten Meter zurück und schlug ihm die Axt seitlich in den Nacken hinein.
Ohne einen Schrei, nur mit einer verzerrten Miene, ging der Kämpfer zu Boden. Doch Liam hatte wenig Zeit, traf ihn die Klinge seines Gegners an der Seite und erwischte ihn an einer stelle, an der die Rüstung keinen direkten Schutz bot.
Ein Zischen folgte und Liam biss sich auf die Lippen, wuchtete die Schildkante gegen die Stirn des Angreifers, sodass dieser beim wuchtigen Vorstoß mit dem Kopf zurückging. Ein weiterer Stoß mit der Axt folgte, traf er den Mann mit der oberen Kante seiner Axt, sodass dieser abermals einen direkten Treffer einstecken musste. Zuletzt folgte ein Tritt in Bauchhöhe und dabei machte der getroffene einen ordentlichen Satz nach hinten, krachte zu Boden und bewegte sich kaum noch, war er kaum noch bei Bewusstsein.

Lambert!“, Liam eilte zu diesem. Blut strömte aus dem Mund des Mannes, dessen Haar bereits grau geworden war. Er versuchte immer wieder, mit seiner Hand nach seinem Schwert zu greifen. Liam sah dies, griff nach der Klinge und legte das Heft in dessen Hand. Dann führte er die Hand, in der das Schwert lag, zu seiner Brust, wo er diese ablegte.
Hab gehört....“, bebte die Stimme Lamberts, „Dass ihr Nordlinge so....zu euren Ahnen kommt“.
Liam nickte und allmählich füllten sich Tränen in seinen Augen. „Ich gebe nichts...auf Götter...aber....“, ein kurzer Aussetzer, hatte Lambert große Schmerzen, schloss er die Augen und versuchte, diese Schmerzen irgendwie zu ignorieren.
....ich...will....deinen Vater wiedersehen“, Liam weinte nun bei diesen Worten, sah er die Ehrlichkeit Lamberts in seinen Augen, die von Tränen gefüllt waren, sodass die ersten dünnen Rinnsale über sein Gesicht liefen.
Er war mir....ein...guter Freund“, es war beinahe so etwas, wie ein lachen, welches auf den Lippen von Lambert ruhte und sein Körper zuckte ebenso verdächtig.
Lacht Lambert etwa?“, fragte Liam mit bebender Stimme. Lambert lachte abermals und nickte heftig. „Und dann....“, Lambert zitterte heftiger, „Sag ich ihm....“, er sah ihn mit großen, geröteten Augen an, „...welch großer Mann du bist“.
Liam presste die Lippen zusammen, legte seine Hand auf die von Lambert, welche sich so fest um das Schwert klammerte.
Mögen die Walküren dich geleiten“, sagte Liam leise. Lambert blickte zu ihm auf, die Miene wurde ernster. Er zitterte heftiger, zuckte immer wieder. Es war beinahe ein leises Wimmern zu vernehmen. Doch dann.... Stille.
Der Körper regte sich nicht mehr und seelenlos blickten die leeren Augen in Liams.
Er hielt kurz inne, ehe er verstand. „Heute geht ein großer Mann“, flüsterte Liam leise, ehe er nach oben gen Himmel blickte. Dann schloss er die Augen und die letzten Tränen flossen über seine Wange....


 
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Johanna

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Re:Die drei Löwen      21.03.2020 22:04:52 --- 1 Woche, 4 Tage her  
Sie hörte die Schreie von Verwundeten, die ihr Lazarettzelt erfüllten, hörte das Weinen von jungen Männern, die gerade ihre erste Schlacht geschlagen hatten. Lange schon roch sie nicht mehr, den beißenden Gestank der von Exkrementen und Blut ausging, zu lange saß sie inmitten der Gerüche, die ihr den Atem zu rauben schienen. Immer wieder stritt sie mit einem Feldscher, zwischen englisch, irischem und schottischen Gälisch, gar portugiesisch war bei ihren Flüchen alles dabei, wenn sie einem Mann erklärte, dass manches Körperteil zu retten war.

Erschöpfung schien sie nicht zu kennen, während ihre Schritte von Bett zu Bett gingen, sie die Nähte kontrollierte, selbst anfasste und immer wieder auch die Hand eines Sterbenden hielt. Es war ein langer Tag gewesen. Der Vatikan siegte und als Johanna am Ende des Tages zu Liam ging, erfuhr sie von Lamberts Tod. Eine Weile war sie unbewegt gewesen, er war ein guter Krieger gewesen, unerbittlich gegen jeden Gegner, aber sie hatte ihm nie vergessen können, dass er einen Knaben geprügelt hatte, der nichts getan hatte, außer Gerechtigkeit zu fordern. Aus dem Knaben war lange ein Mann geworden und doch wusste Johanna, dass Lambert ein Sadist war, ein Mann, mit dem sie nicht allein zu sein wünschte. Trotzdem war er ein guter Krieger. "Er wird mit deinem Vater am Tisch der Götter speisen", sagte sie daher leise, nachdenklich aber voller Gewissheit. Es hatte gedauert, aber dann nahm sie Liam in die Arme, einfach so umschloss sie ihn mit ihrer Wärme, wollte sie ihn beschützen vor dem, was ihn da gerade traf. Die Freunde seines Vaters starben und damit ging auch ein Teil von Braga fort, der Teil der im Diesseits bestanden hatte, auch für sie. Zuerst war der Meister gegangen, nun Lambert, wer würde der nächste sein? Sie sah Liam nachdenklich an und dann sagte sie leise: "Du musst da draußen auf dich aufpassen, Liam." Er war das einzige, das sie nicht verlieren konnte, ohne dabei zu zerbrechen.
 
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